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	<title>AuroraWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-03T23:35:19Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7666</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-17T10:49:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petresilinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel angewendet, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch tiefer zu ergründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S.132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7654</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-15T21:09:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Antike */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petresilinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel angewendet, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch tiefer zu ergründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7653</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-15T21:02:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Ursprung und Verbreitung in andere Länder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petresilinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch tiefer zu ergründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7652</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7652"/>
		<updated>2025-10-15T20:54:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Frucht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch tiefer zu ergründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7651</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7651"/>
		<updated>2025-10-15T16:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petersilienfrüchte) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch tiefer zu ergründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7650</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-15T16:42:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petersilienfrüchte) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch tiefer zu erforschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7649</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-15T16:18:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Botanische Einordnung und Merkmale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klima&amp;amp;shy;zonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der [[w:Blatt_(Pflanze)#Morphologische_Gliederung|Blattgrund]] umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen&amp;lt;ref&amp;gt;„Pfriemliche Blätter sind schmal, nadelförmig und wirken steif, oft mit spitzer Spitze.“ Definition aus dem Artikel: &#039;&#039;[https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig Pfriemlich vs. Borstig – Blattform &amp;amp; Oberfläche sicher unterscheiden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterleben.&#039;&#039; Abgerufen am 15. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten [[w:Apiol|Apiol]] anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petersilienfrüchte) haben ein charakteristisch würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse, z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen, kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungs&amp;amp;shy;weise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und andere Namen ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Region wird die Petersilie volkstümlich auch „Petersil“, „Peterle“ bzw. „Peterli“, „Peterling“, „Petergrün“ oder „Silk“ bezeichnet. Im Englischen heißt sie &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Eine kleingeschnittene Wurzel, zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom „Organic Agriculture Centre of Canada“ an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] sowie&lt;br /&gt;
* den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
* Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6.&lt;br /&gt;
* Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7626</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-14T21:08:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzel zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, noch genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7625</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7625"/>
		<updated>2025-10-14T21:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzel zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7624</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7624"/>
		<updated>2025-10-14T21:07:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzel zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7623</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-14T21:02:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Volksmedizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzel zu einem Tee aufgebrüht, führt zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7622</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7622"/>
		<updated>2025-10-14T20:52:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Varietäten der Petersilie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7621</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7621"/>
		<updated>2025-10-14T20:47:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Vegetatives Wachstum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7620</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7620"/>
		<updated>2025-10-14T20:22:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7619</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-14T20:15:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Heilpflanzenkunde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7618</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7618"/>
		<updated>2025-10-14T20:05:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch wenig erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7617</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7617"/>
		<updated>2025-10-14T20:04:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine wenig gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7616</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7616"/>
		<updated>2025-10-14T19:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Frucht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, &#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039; Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7615</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7615"/>
		<updated>2025-10-14T19:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Vegetatives Wachstum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis [https://www.kraeuterleben.de/bestimmen/blattform/pfriemlich-vs-borstig pfriemlichen]Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7614</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7614"/>
		<updated>2025-10-14T19:37:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Vegetatives Wachstum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter sitzen mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]] am Stängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7613</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7613"/>
		<updated>2025-10-14T19:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Vegetatives Wachstum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Der Blattgrund umhüllt schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7612</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7612"/>
		<updated>2025-10-14T19:15:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Botanische Einordnung und Merkmale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Die Blattscheiden umhüllen schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7611</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7611"/>
		<updated>2025-10-14T19:13:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Botanische Einordnung und Merkmale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersili&#039;&#039;e (Petroselinum crispum&#039;&#039;)gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Die Blattscheiden umhüllen schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7610</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-14T19:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Die Blattscheiden umhüllen schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7609</id>
		<title>Petersilie</title>
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		<updated>2025-10-14T19:04:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Volksmedizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Die Blattscheiden umhüllen schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7608</id>
		<title>Petersilie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Petersilie&amp;diff=7608"/>
		<updated>2025-10-14T19:01:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Naturwissenschaftliche Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Starr 080731-9591 Petroselinum crispum.jpg|mini|Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Petersilie&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Petroselinum crispum&#039;&#039;) ist krautige Pflanze aus der Familie der [[w:Doldenblütler|Doldenblütler]] (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. neapolitanum&#039;&#039;) und die krause Petersilie (&#039;&#039;Petroselinum crispum var. crispum&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung lässt sich bei der Petersilie eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten, die sehr stark in die Materie eingreift. Insbesondere wirkt sie formgebend auf das Herz, da ihr zusammenziehender Geschmack das Gedankenleben und formbildende Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper anregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Einordnung und Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inflorescences Umbel Kwiatostan BaldachZłożony.svg|mini|Schema der Doppeldolde]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung &#039;&#039;[[w:Petroselinum|Petroselinum]]&#039;&#039; innerhalb der Familie der Doldenblütler (&#039;&#039;Apiaceae&#039;&#039;). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (&#039;&#039;Astrantia&#039;&#039;). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde.&#039;&#039; Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;spektrum.de.&#039;&#039; Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Lebenszyklus ==&lt;br /&gt;
=== Vegetatives Wachstum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum Mooskrause 2019-04-30 2287.jpg|mini|Keimblätter der krausen Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Die Blattscheiden umhüllen schützend die Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst F. Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Petersilie.html Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Kräuterbuch.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen [[w:Blattscheide|Blattscheiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum 003.JPG|mini|Die Blätter der glatten Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den [[w:Dunkelkeimer|Dunkelkeimern]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflanzen.schule/kraeuter/petersilie-lichtkeimer/ Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pflanzenschule.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&amp;amp;shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie &#039;&#039;Glatte Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blüte der Petersilie.jpg|mini|Blüte der Petersilie]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand der Petersilie aus vielen kleinen Döldchen (kleinen Blütenständen), die jeweils aus winzigen weißen Blüten und gelblich-grünen, oft rötlich überlaufenen sehr kleinen Kronblättern bestehen. Der doppeldoldige Blütenstand besteht aus 8 bis zu 20 etwa gleich langen Doldenstielen, auch Doldenstrahlen genannt, die von einem zentralen Punkt ausgehen und den charakteristischen Blütenstand formen. Die Blüte ist von ein bis drei Hüllblättern umgeben, die lanzettlich und zur Spitze hin sehr schmal sind. Die kleinen Blütenstände sind von sechs bis acht schmalen linealischen bis pfriemlichen Hüllchenblättern umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Thellung: &#039;&#039;Umbelliferae.&#039;&#039; S. 1155–1161. In: Gustav Hegi: &#039;&#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&#039;&#039; 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Petersilie ins Blühen kommt, entwickelt sie giftige Eigenschaften, da sie mit der Entwicklung der Doldenblüten Apiol anreichert, vor allem in den Samen. „Apiol ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls in den Petersilienfrüchten und wird auch Petersilienkampfer genannt. Es wirkt anregend auf die Nieren, Magen und Darm. Bei geringer Dosierung kann die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung durchaus positiv sein. In höheren Dosen kann Apiol aber Frühgeburten, Leberschäden und zentrale Lähmungen auslösen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023 Petersilie ist Giftpflanze des Jahres 2023.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;iva.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie.jpg|mini|Reifer Fruchtstand der Wilden Petersilie]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dunkelbraunen bis gräulichen Früchte, die in den Blütenständen der Petersilienpflanze in Form von nussähnlichen Schließfrüchten heranreifen, sind an einer Seite verbreitert und weisen eine längsgerippte Oberfläche auf. Während des Reifeprozesses verwächst die Samenschale mit der Fruchtwand und zerfällt im reifen Stadium entlang der Naht in 2 Teilfrüchte, die noch einige Zeit an einem zweischenkeligen [[w:Karpophor|Karpophor]] (Fruchträger) hängen bleiben. Die Form dieser Teilfrüchte wird auch als Merkmal für die Bestimmungen einzelner Gattungen und Arten herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weberling, Schwantes: &#039;&#039;Pflanzensystematik.&#039;&#039; S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petroselinum crispum seeds.jpg|mini|links|190px|Petersilienfrüchte]]&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch einen Samen bzw. eine Teilfrucht zeigt eine Gliederung durch zwei Rand- und drei Rückenrippen sowie einer Mittenfuge. Zwischen den Rippen befinden sich die Sekretgänge, die sogenannten Ölstriemen, in denen das ätherische Öl gespeichert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Welle: &#039;&#039;Kleines Repetitorium der Botanik.&#039;&#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte (&#039;&#039;Fructus petroselini&#039;&#039;) werden geerntet, indem die gesamte Dolde abgeschnitten wird. Die Ernte erfolgt im August bis September.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hensel: &#039;&#039;Das Kosmos Kräuterbuch.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co. KG, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06785-8, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gereiften Petersilienfrüchte (synonym: Peterleinsamen, Petersiliensamen, Petroselinum crispum Früchte) haben ein charakteristisch petersilienartiges, würziges Aroma und werden als Saatgut zur Vermehrung und auch in geringer Menge in pflanzlichen Teemischungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Dietrich Frohne, Uwe Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs. Unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen.&#039;&#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1584-2, S.&amp;amp;nbsp;273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varietäten der Petersilie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration_Petroselinum_crispum0.jpg|mini|Kraut mit Rübe, Blütenstände mit Früchten]]&lt;br /&gt;
In Europa, Nordafrika und auf den Kanaren sind fünf Arten der Petersilie verzeichnet. Die Blätter von Petroselinum crispum werden als Gewürz (Blattpetersilie) verwendet. Einige Formen dienen auch als Gemüse. z. B. die Wurzelpetersilie oder die Neapolitanische Petersilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörterbücher der Biologie: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2: (L–Z). Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird nach ihrer Blattform primär in glatte und krause Sorten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Glatte Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die glatte Petersilie entwickelt flächige Blätter. Die Blattzipfel sind im Umriss fiederschnittig oder gelappt. Ihre Blattstiele können Wuchshöhen von bis 40 cm erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Krause Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Ein charakteristisches Merkmal der krausen Petersilie ist – wie der Name ausdrückt – die stark gekräuselte, wellige Form der Blätter. Sie wird bis zu 30 cm hoch. Die krause Petersilie wirkt in ihrem äußeren Erscheinungsbild kompakter und buschiger als die glatte Petersiliensorte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese botanischen Unterschiede beeinflussen nicht nur das Aussehen, sondern auch Geschmack, Aroma und Verwendungsmöglichkeiten der beiden Petersilienvarianten. Das Aroma der glatten Petersilie ist beispielsweise intensiver und ausgeprägter als jenes der krausen Form.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://samen.de/blog/krause-vs.-glatte-petersilie-untersuchung-der-unterschiede.html &#039;&#039;Krause vs. glatte Petersilie: Untersuchung der Unterschiede.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Neapolitanische Petersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Diese Sorte ist auch bekannt als italienische Petersilie „Gigante di Napoli“ oder „Gigante d&#039;Italia“. Sie bildet größere, gewellte Blätter an festen Stielen und kann eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen und entwickelt ein kräftig intensives Aroma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebauer.de/artikel/3467/glatte-petersilie-gigante-d-italia &#039;&#039;Glatte Petersilie &#039;Gigante d&#039; Italia&#039;.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seebauer.de.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Wurzelpetersilie}} oder {{Kapitälchen|Knollenpetersilie}}&amp;lt;br&amp;gt;Die verdickte und spitz endende Wurzel oder Rübe der [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] ist außen gelblich weiß bis hellbraun gefärbt und weist deutlich dunklere, quer verlaufenden Ringstreifen auf. Im Inneren der Wurzel zeigt sich eine weiße bis hellbraune Färbung. Die Wurzel entwickelt einen aromatisch würzigen Petersiliengeschmack und behält diesen auch bei längerem Kochen bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/petersilienwurzel.html &#039;&#039;Petersilwurzel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;gesundheit.gv.at.&#039;&#039; Abgerufen am 8. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krause Petersilie.JPG|Krause Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum var. Crispum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_Gigante_dItalia_2022-05-17_9128.jpg|Neapolitanische Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum Gigante d&#039;Italia&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Petroselinum_crispum_var._tuberosum.jpg|Wurzelpetersilie&amp;lt;br&amp;gt;(&#039;&#039;Petroselinum crispum subsp. tuberosum&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aethusa cynapium subsp. cynapium s. lat. sl19.jpg|mini|315px|Blütenstand und typische Hüllblättchen der Hundspetersilie]]&lt;br /&gt;
Eine Verwechslung von Petersilie ist mit der giftigen [[w:Hundspetersilie|Hundspetersilie]] (&#039;&#039;Aethusa cynapium&#039;&#039;) möglich. Diese unterscheidet sich von der echten Petersilie durch ihren unangenehmen Geruch, der besonders beim Zerreiben der Pflanze hervortritt. Die Hundspetersilie hat im Gegensatz zu den grünlichen Blüten der Gartenpetersilie weiße Blüten mit charak&amp;amp;shy;teristischen, nach außen gerichteten Hüllblättchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rauh, Karlheinz Senghas: &#039;&#039;Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen&#039;&#039;. 88. durchgesehene Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1988, ISBN 3-494-01166-4, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kleinen Hüllblättchen sind zur Blütezeit das eindeutigste Bestimmungsmerkmal der Hundspetersilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den gefährlichen Giftpflanzen der Familie zählen auch der [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckte Schierling]] (&#039;&#039;Conium maculatum&#039;&#039;) und der verwandte [[w:Wasserschierling|Wasserschierling]] (&#039;&#039;Cicuta virosa&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gefleckte Schierling ist an seinem unangenehmen, dem Mäuseharn ähnlichen Geruch und an dem rötlich gefleckten Stängel erkennbar. Er enthält das Nervensystem lähmende Alkaloid [[w:Coniin|Coniin]], das eine ähnliche Wirkungsweise wie das [[w:Pfeilgift|Pfeilgift]] Curare hat und zu tödlichen Vergiftungen führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Frohne, Jensen: &#039;&#039;Systematik des Pflanzenreichs.&#039;&#039; S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den alten Griechen war die Hinrichtung durch den Schierlingsbecher üblich. Der Begriff „Schierlingsbecher“ ist vor allem durch die Hinrichtung des griechischen Philosophen Sokrates im Jahre 399 v. Chr. bekannt geworden. Der Tod durch das Gift des Gefleckten Schierlings erfolgt bei klarem Bewusstsein durch Atemlähmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.naturadb.de/pflanzen/conium-maculatum/ Gefleckter Schierling.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;naturadb.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;250px&amp;quot; heights=&amp;quot;210px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Atlas roslin pl Szczwół plamisty 10783 6741.jpg|Rötlich gefleckter Stängel&amp;lt;br&amp;gt;des Gefleckten Schierlings&lt;br /&gt;
David - The Death of Socrates - with frame.jpg|Der Tod des Sokrates durch den Schierlingsbecher&amp;lt;br&amp;gt;(Gemälde von [[w:Jacques-Louis David|Jaques-Louis David]], 1787)&lt;br /&gt;
Cicuta virosa Myrkkykeiso C IMG 0677.JPG|Wasserschierling&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung in andere Länder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capitulare de villis vel curtis imperii LXX.jpg|mini|Kapitel 70 des &#039;&#039;Capitulare de villis&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Petersilie ist Nordwestafrika und die Balkanhalbinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze wurde jedoch in zahlreiche Länder und Regionen verbreitet und gelangte so in  europäische, afrikanische, amerikanische und asiatische Staaten sowie Inselgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:60442790-2 Petroselinum crispum (Mill.) Fuss.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;powo.science.kew.org.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Karl der Große|Karl der Große]] führte im 9. Jh. die Petersilie unter der Bezeichnung &#039;&#039;petreslinum&#039;&#039; in seiner Landgüterverordnung [[w:Capitulare de villis|Capitulare de Villis]] im Kapitel 70 auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.biozac.de/biozac/capvil/cvkapitel.htm#Kapitel%2070 Die Kapitel des Capitulare de villis.]&#039;&#039; Kapitel 70. In: &#039;&#039;biozac.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem insgesamt 89 Pflanzen und Heilkräuter aufgelistet sind. Diese sollten die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Frankenreich verbessern. Das Vorbild für diese Pflanzensammlung im Capitulare de villis waren die [[w:Klostergarten|Kräutergärten]] der Klöster.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.planet-wissen.de/geschichte/mittelalter/karl_der_grosse/pwiedascapitularedevillis100.html &#039;&#039;Karl der Große. Die Verordnung “Capitulare de villis“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;planet-wissen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Petersilie folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name für das aus Südeuropa stammende, als Küchengewürz dienende Doldengewächs althochdeutsch &#039;&#039;petarseli&#039;&#039; (10. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersilje&#039;&#039;, spätmittelhochdeutsch &#039;&#039;pētersil&#039;&#039; gelangt nach Abschluss der hochdeutschen Lautverschiebung ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh erfolgt die Anlehnung an den Eigennamen &#039;&#039;Peter&#039;&#039;, vgl. althochdeutsch &#039;&#039;petirlīn&#039;&#039; (12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;pēterlīn&#039;&#039;, neuhochdeutsch &#039;&#039;Peterle&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterling&#039;&#039;, &#039;&#039;Peterchen&#039;&#039;. Der Name ist wie mittelneudeutsch &#039;&#039;pettercillige&#039;&#039;, &#039;&#039;pētersilie&#039;&#039;, altenglisch &#039;&#039;petersilie&#039;&#039;, niederländisch &#039;&#039;peterselie&#039;&#039;, &#039;&#039;pieterselie&#039;&#039;, schwedisch &#039;&#039;persilja&#039;&#039; eine Entlehnung aus dem gleichbedeutenden mittellateinischen &#039;&#039;petrosilium&#039;&#039;, &#039;&#039;petrosillum&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraus geht lateinisch &#039;&#039;petroselīnum&#039;&#039;, &#039;&#039;petroselīnon&#039;&#039;, aus griechisch &#039;&#039;petrosélīnon&#039;&#039; (πετροσέλινον), „Felsen-, Steineppich“, ein in Makedonien an steilen Felshängen wachsendes Doldengewächs, vielleicht Petersilie; vergleiche griechisch &#039;&#039;pétros&#039;&#039; (πέτρος) „Stein, Felsblock“ und &#039;&#039;sélīnon&#039;&#039; (σέλινον) „Eppich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.dwds.de/wb/Petersilie Petersilie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;DWDS.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie heißt im Englischen &#039;&#039;parsley&#039;&#039;, im Französischen &#039;&#039;persil&#039;&#039;, im Italienischen &#039;&#039;prezzemolo&#039;&#039; und im Spanischen &#039;&#039;perejil&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilkunde ===&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hippocrates CIPB0341.jpg|mini|200px|Hippokrates von Kos]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden das Kraut, die Wurzeln und sogar die Früchte der Petersilie medizinisch eingesetzt. Die Petersilie wurde früher mehr als Heilmittel eingesetzt, weniger als Küchenpflanze. [[a:Hippokrates|Hippokrates]] (um 460 v. Chr. bis 370 v. Chr.) – später [[a:Albertus Magnus|Albertus Magnus]] (1200–1280) – nutzten sie als Diuretikum, als harntreibendes Mittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Pedanios Dioskurides|Pedanios Dioskurides]] (1. Jh.) empfahl die Petersilie als menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel sowie bei Seiten-, Nieren- und Blasenschmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Vogel: &#039;&#039;[https://edoc.ub.uni-muenchen.de/16628/1/Vogel_Stephanie.pdf#page=54&amp;amp;view=fit Phytotherapie bei gynäkologischen Infektionen.]&#039;&#039; Dissertation (PDF), S. 54. Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Die Universalgelehrte [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179) bezeichnete die Petersilie als derb, mehr warm als kalt. Sie wachse durch den Wind und die Feuchtigkeit. Sie sei roh gesünder als gekocht und lindere die hitzigen Fieber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Dr. J. Berelldes (Hrsg.): &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=34&amp;amp;view=fit Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; S. 31. In: &#039;&#039;Digitale Bibliothek Braunschweig.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildegard empfahl gegen Organschmerzen einen Petersilienwein. Dies Rezeptur ist heute als „Herzwein nach Hildegard von Bingen“ ein traditionelles Elixier, das zur Unterstützung von Herz und Kreislauf und bei Beschwerden der Milz verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/herzwein-nach-hildegard-von-bingen/ Herzwein nach Hildegard von Bingen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schreibt dazu: „Gegen Herz-, Milz- und Seitenschmerzen koche man Petersilie in Wein mit etwas Essig und viel Honig und lasse davon öfters trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab Hildegard die Petersilie, zusammen mit [[w:Steinbrech|Steinbrech]] (&#039;&#039;Saxifraga&#039;&#039;) in Wein gekocht und im warmen Bade getrunken, als Kur gegen Steinschmerzen an (z. B. bei Nierensteinen). Eine weitere Rezeptur für die Herstellung einer Salbe gegen Paralyse, einer vollständigen Lähmung eines Körperteils oder Organs, beschrieb Hildegard wie folgt: „Gegen Paralyse nehme man gleiche Theile Petersilie und Fenchel und etwas weniger Salbei, zerstosse die Kräuter im Mörser und gebe Rosenöl (oleum rosatum olivae) hinzu. Diese Salbe lege man auf die schmerzhaften Stellen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] (1493–1541) empfahl die Petersilie als Mittel zur Steintreibung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.wlw.at/de/firma/gruenwalder-gesundheitsprodukte-gmbh-1172419/produkte/medizinische-anwendung-und-pharmakologie-33514821 Medizinische Anwendung und Pharmakologie.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;wlw.at.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[w:Adam Lonitzer|Adam Lonitzer]] (1528–1586), lateinisch &#039;&#039;Adamus Lonicerus&#039;&#039;, setzte die wehenfördernde Wirkung der Petersilie in der Geburtshilfe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Heilpflanzenkunde =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karotten mit Petersilie.jpg|mini|320px|Karottengemüse mit Petersilie]]&lt;br /&gt;
Ein Anwendungsbereich der Petersilie in der Heilpflanzenkunde ist die Durchspülungs&amp;amp;shy;therapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung und auch Behandlung von [[w:Nierengries|Nierengries]], einer Ansammlung vieler kleiner Nierensteine. Die Pflanze hat einen sanften diuretischen, d. h. wassertreibenden Effekt mit Ausgleich des Mineralien&amp;amp;shy;haushaltes. Zudem wird der Petersilie aufgrund der nachgewiesenen [[w:Bioflavonoide|Bioflavonoide]] eine entzündungshemmende und gefäßstabilisierende Wirkung zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2002-07-sanfte-durchspuelungstherapie-mit-petersilie/ &#039;&#039;Sanfte Durchspülungstherapie mit Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilie wirkt nachweislich gegen Streptokokken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deutsche-heilpraktikerschule.de/petersilie-giftpflanze-des-jahres-2023/ &#039;&#039;Petersilie – Giftpflanze des Jahres 2023: Stille Kräuter sind grün und giftig.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Heilpraktikerschule.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Volksmedizin =====&lt;br /&gt;
In der Volksmedizin wurde die Petersilie und besonders ihre Früchte bei Menstruations&amp;amp;shy;beschwerden, Magenproblemen und auch zur Anregung des Milchflusses bei Wöchnerinnen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger: &#039;&#039;Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas.&#039;&#039; AT Verlag, ISBN 978-3-03800-752-4, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der kontrahierenden Wirkung der Früchte auf die Gebärmutter sind diese daher während der Schwangerschaft zu vermeiden. Der Wurzelpetersilie wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben. Kleingeschnittene Wurzeln zu einem Tee aufgebrüht, führen zu einer Durchspülung der ableitenden Harnwege und wird bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/2010-12-petersilie-beliebt-und-gesund/ &#039;&#039;Petersilie: Beliebt und Gesund.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaftliche Medizin =====&lt;br /&gt;
[[Datei:The book of market gardening (1906) (20390186002) (cropped).jpg|mini|330px|Petersilienfeld (1906)]]&lt;br /&gt;
[[w:Myristicin|Myristicin]] und [[w:Apiol|Apiol]] sind die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls der Früchte und Wurzeln der Petersilie. Apiol bildet sich nach dem Blühen der Pflanze im zweiten Jahr nach dem Aussäen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://toxikologie.de/toxikologie/artikel-des-monats/apiol/ &#039;&#039;Apiol.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Toxologie.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung von Apiol geschieht durch Wasserdampfdestillation aus Petersilienöl. In größeren Mengen verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen sowie Nieren- und Leberschäden auslösen. Wegen seiner abortiven Wirkung wurde Apiol in früheren Zeiten zur Abtreibung eingesetzt. Schwangere sollten daher den Konsum von Petersilie nach der Blüte meiden, denn Apiol führt in höheren Dosen zu einer schweren Blutüberfüllung im kleinen Becken und wirkt daher abortiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde heute.&#039;&#039; Urban und Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Früchten der Petersilie reichern sich vor allem Flavon-Glykoside, insbesondere [[w:Apiin|Apiin]] und [[w:Furocumarine|Furocumarine]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=4&amp;amp;ID=3393 &#039;&#039;Trotz frischem Duft - Furocoumarine in Kosmetik können das Sonnenbad trüben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Untersuchungsämter-BW.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;an. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze als Abwehr gegen Schädlinge und anderen Stressfaktoren gebildet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Petersilienwurzel sind [[w:Polyine|Polyine]] (Falcarinon) analysiert worden. Eine Forschungs- und Entwicklungsstudie, die vom Organic Agriculture Centre of Canada an der Dalhousie University initiiert wurde, fand heraus, dass sich [[w:Falcarinol|Falcarinol]] (ungesättigter Alkohol) in diätetisch verabreichten Dosen als wirksam bei der Linderung von Darmentzündungen erwiesen hat. Falcarinol (FA) ist eine noch weniger gut erforschte natürliche Verbindung, die in Heilpflanzen sowie Nahrungspflanzen aus der Familie der Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, Knollensellerie und Karotten nachgewiesen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pschyrembel.de/Proinflammatorische%20Zytokine/B0N9R/doc/ Proinflammatorische Zytokine.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Pschyrembel Online.&#039;&#039; Abgerufen am 9. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falcarinol war bei der Abschwächung von Entzündungen im Darm und in geringerem Maße auch in der Leber wirksam. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung hilfreich ist für:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des Verdauungstrakts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       den Erhalt der Darmbarriere &amp;lt;sup&amp;gt;[38]&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirksamkeit von FA bestimmter Doldenblütler für die Prävention und Behandlung entzündlicher Erkrankungen des [[w:Verdauungstrakt|Verdauungstrakts]] und für die Unterstützung der Aufrechterhaltung der Integrität der [[w:Darmbarriere|Darmbarriere]] lohnend sein könnte aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;Amanda L. Stefanson, Marica Bakovic: &#039;&#039;[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1155/2018/3153527 Falcarinol Is a Potent Inducer of Heme Oxygenase-1 and Was More Effective than Sulforaphane in Attenuating Intestinal Inflammation at Diet-Achievable Doses.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Wiley Online Library.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel weiterer Forschung ist es, die gesundheitlichen Effekte des Falcarinol-Typs, die in zahlreichen Pflanzen der Familie der Doldenblütler vorkommen, genauer zu analysieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars P. Christensen: &#039;&#039;[https://vbn.aau.dk/ws/portalfiles/portal/268015410/Recent_Patents_on_Food_Nutrition_Agriculture_2011_3_64_77.pdf Aliphatic C&amp;lt;sub&amp;gt;17&amp;lt;/sub&amp;gt;-Polyacetylenes of the Falcarinol Type as Potential Health.]&#039;&#039; (PDF) In: &#039;&#039;vbn.aau.dk.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frische Petersilienkraut ist sehr reich an Vitamin C. Daher wird der Pflanze eine antibakterielle, entzündungshemmende und auch zellschützende Wirkung zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/so-gesund-ist-petersilie/ Wie gesund ist Petersilie?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersilienwurzel liefert unter anderem den Ballaststoff [[w:Inulin|Inulin]], der zur Gesundheit der Darmbakterien beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Petersilienwurzel-Gesundes-Gemuese-reich-an-Ballaststoffen,petersilienwurzel108.html Petersilienwurzel: Gesundes Gemüse – reich an Ballaststoffen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ndr.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Tabelle ist der Mineralstoffgehalt der Petersilie zusammengefasst:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.food-compare.com/datapanel/?item=243;0;452_10;10;mineraldata;dtb;075035175031000;01000000 &#039;&#039;Petersilie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Food Compare.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:11px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Element&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je 100 g&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| je Portion (10 g)&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Tagesbedarf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| Kalzium&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:5em&amp;quot;| 138 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:8em&amp;quot;| 13,8 mg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:6em&amp;quot;| 1000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eisen&lt;br /&gt;
|6,2 mg&lt;br /&gt;
|0,62 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Magnesium&lt;br /&gt;
|50 mg&lt;br /&gt;
|5 mg&lt;br /&gt;
|350 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Phosphor&lt;br /&gt;
|58 mg&lt;br /&gt;
|5,8 mg&lt;br /&gt;
|700 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kalium&lt;br /&gt;
|554 mg&lt;br /&gt;
|55,4 mg&lt;br /&gt;
|4000 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Natrium&lt;br /&gt;
|56 mg&lt;br /&gt;
|5,6 mg&lt;br /&gt;
|1500 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zink&lt;br /&gt;
|1,07 mg&lt;br /&gt;
|0,107 mg&lt;br /&gt;
|10 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist der im Vergleich zu Selleriepflanzen und Spinat höhere Gehalt an Eisen und [[a:Kalium|Kalium]]. Die Petersilie nimmt Kalium über die Wurzel sehr gut auf. Dieses Alkalimetall ist wesentlich für die Photosynthese und weitere Stoffwechselvorgänge. Kalium ist ein sehr weiches, an frischer Schnittfläche silberglänzendes Metall und reagiert chemisch mit Wasser so heftig, dass sich der entwickelnde Wasserstoff sofort entzündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Acker et al.: &#039;&#039;Lexikon der Chemie.&#039;&#039; Band 2. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999, ISBN 3-8274-0380-4, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kalium-Ionen regulieren zusammen mit den Natrium-Ionen den Wasserhaushalt in den Zellen und sie sind für das Säure-Base-Gleichgewicht von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seilnacht.com/Lexikon/19Kalium.htm &#039;&#039;Kalium.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;seilnacht.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Homöopathie =====&lt;br /&gt;
Bis in die Moderne hat sich die Verwendung der Petersilie bei Erkrankungen der Harnwege infolge seiner wassertreibenden, entwässernden Wirkung erhalten. In der Homöopathie wird die Petersilie bei der Behandlung von Harnwegsproblemen (z. B. Reizblase), Verdauungs&amp;amp;shy;problemen, Inkontinenz und Nierenerkrankungen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homoeopathie-leitfaden.de/petroselinum/ &#039;&#039;Wie Petroselinum (Petersilie) in der Homöopathie bei Harnwegsproblemen, Inkontinenz, Nierenerkrankungen und mehr helfen kann.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Homöopathie Leitfaden.&#039;&#039; Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Traditionelle chinesische Medizin (TCM) =====&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Petersilie als warm, neutral und kühl beschrieben, vom Geschmack als scharf und aromatisch. Die Niere, die Blase, die Gedärme, der Uterus, die Leber, die Milz und der Magen werden ihrem Funktionskreis zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Petersilie gemäß TCM sind harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend und die Östrogenbildung anregend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petersilie wird in der TCM eingesetzt bei [[w:Ödem|Ödemen]], [[w:Retention (Medizin)|Wasserretention]], Bettnässen, häufigem Urinieren, Blasenentzündung, Nierensteinen und Wurmbefall. Sie kann Nässe auflösen und [[w:Yang|Yang]] wärmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.therapeutika.ch/Petroselinum+crispum &#039;&#039;Petroselinum crispum.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;therapeutika.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krause Petersilie geschnitten.jpg|mini|Krause Petersilie, geschnitten]]&lt;br /&gt;
In der Ernährung findet die Petersilienpflanze hauptsächlich als frisches Küchengewürz eine Verwendung. Fein gehackt oder geschnitten wird die Petersilie den Speisen als Gewürz zugegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersilie wird nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Anrichten der Speise beigegeben, da die Petersilienblätter beim Kochen sehr viel von ihrem Geruch und Geschmack verlieren. Am besten wird sie frisch und roh verwendet, sodass sich ein kräftiges Petersilienaroma entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landidee.de/kraeuter-gewuerze/petersilie/ &#039;&#039;Petersilie: Alles zum aromatischen und vielseitigen Gewürz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;landidee.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Dünsten der Blätter ist aus diesem Grund nicht anzuraten. Die krause Petersilie hat einen schwächeren Geschmack als die glatte Sorte und eignet sich besser als frische Garnitur zur ästhetischen Dekoration der Speisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cucinabyelena.com/parsley-vs-italian-parsley/ &#039;&#039;Parsley vs. Italian Parsley: What’s the Difference?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;cucinabyelena.com.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zubereitung als Gemüse werden die Wurzelpetersilie und auch die Blattstiele der Neapolitanischen Petersilie genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Natho, R. Grolle et al.: &#039;&#039;Morphologie und Systematik der Pflanzen.&#039;&#039; Teil 2. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-20415-7, S. 557.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Petersilienwurzel und die Petersilie gehören zum klassischen Suppengrün. Dieses besteht in der Regel aus den Zutaten:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/suppengruen#welches-gemuese-gehoert-zum-suppengruen &#039;&#039;Suppengrün richtig zubereiten: Tipps und Rezepte.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möhren&lt;br /&gt;
* Knollensellerie&lt;br /&gt;
* Petersilienwurzel&lt;br /&gt;
* Lauch&lt;br /&gt;
* Petersilie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kombination dieser Gemüsesorten entsteht eine aromatische Basis, die vielfältig in der Küche eingesetzt wird. Die Wurzelpetersilie ist geschmacklich mit der Sellerie vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen-und-trinken.de/petersilie/glatt-und-kraus-petersilie-kleine-warenkunde-12023722.html &#039;&#039;Petersilie: Kleine Warenkunde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;essen-und-trinken.de.&#039;&#039; Abgerufen am 10. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie.jpg|mini|Die Petersilie ist ein Symbol der Festlichkeit und Freude]]&lt;br /&gt;
In der Antike galt die Petersilie als heilige Pflanze. Die Griechen trugen Petersilienkränze als Kopfschmuck bei Gastmahlen und bei Besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Die Petersilie galt als Symbol der Festlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz-Schwertner: &#039;&#039;Die Apotheke des Bauern-Gesund durch Kräuter.&#039;&#039; Schriftenreihe des Kärtner Freilichtmuseum, Nr. 2. Selbstverlag, Maria Saal 1992, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Sri Aurobindo|Sri Aurobindo]] (1872–1950) schildert in seinem Werk “The Harmony of virtue – The Sole Motive of Man&#039;s Existence”, deutsch „Die Harmonie der Tugend – Das einzige Motiv der menschlichen Existenz“, eine fiktive Geschichte. Hierin bezeichnet Aurobindo den Petersilienkranz als Symbol der Freude, welcher als Auszeichnung für Liebe gilt und ein beständiges Streben – vergleichbar mit einem Läufer im Lebenswettlauf – repräsentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat-en| Love is a runner in the race of life with the parsley wreath of joy for his prize.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat| Die Liebe ist ein Läufer im Rennen des Lebens, dessen Preis ein Petersilienkranz der Freude ist.| Sri Aurobindo&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo: &#039;&#039;Early Cultural Writings.&#039;&#039; The complete works of Sri Aurobindo, Volume 1. Sri Aurobindo Ashram Press, Pondicherry. [https://motherandsriaurobindo.in/chapterise.php?zbk=Sri-Aurobindo/books/early-cultural-writings/the-sole-motive-of-mans-existence&amp;amp;zinq=Parsley&amp;amp;zinpop=AND (Online] in &#039;&#039;motherandsriaurobindo.in)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.png|mini|Petersilie&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt der Petersilie aus geistiger Forschung eine formende, zentrierende und ausstrahlende Kraft zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Nach einer geistigen Schau lässt sich am Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft beobachten. Diese greift sehr stark in die Materie ein. Man sollte die Petersilie in Maßen anwenden, das heißt man sollte sie nicht wie grüne Salatblätter verwenden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wirkt sie nach seinen Forschungen formgebend auf das Herz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Petersilie wirkt besonders formgebend auf das Herzorgan. Ihr leicht zusammenziehender Geschmack regt einerseits das Gedankenleben und andererseits die formbildenden Kräfte zur harmonischen Gestaltung im Körper an.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führt weiter aus, das die Petersilie neben dieser formgebenden Wirkung auch eine große Menge an [[a:Kalium|Kalium]] besitze und „über diese Komponente den Fluss aller wässrigen Substanzen“ fördere. Über diesen Weg könne die Petersilie „eine leichte Gewichts&amp;amp;shy;reduzierung herbeiführen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Avril Rodway: &#039;&#039;Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung.&#039;&#039; Tessloff Verlag, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.&lt;br /&gt;
* Ingrid und Peter Schönfelder: &#039;&#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&#039;&#039; Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 978-3-440-09387-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie: Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Petersilie}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6516</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6516"/>
		<updated>2025-07-23T11:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallelnervig zueinander verlaufen. Sie entwickeln ein Wurzelsystem ohne Hauptwurzel d.h. Büschelwurzeln. Die Blüten sind meist 3- bzw. 6-zählig (Anzahl Blütenblätter). &amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossachse]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zeichnet sich vor allem der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird. „Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land, keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art des Anbaus wird zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“ unterschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) sät oder steckt man im zeitigen Frühjahr. Die Ernte erfolgt dann zwischen August und Oktober. Die Lagerung von späteren Sorten mit fester Konsistenz kann bis in den März des Folgejahres erfolgen.&lt;br /&gt;
* [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – Zwiebeln, die über den Winter kultiviert werden, sät man im August aus. Im nächsten Frühjahr kommen sie zur Reife, ab Juni erfolgt die Erntezeit. Von der Konsistenz sind sie saftiger und vom Geschmack milder als die Sommerzwiebeln. Sie sind nur begrenzt zur Lagerung geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683 Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;de.academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 22. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Red onion cross section 03.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen verwendet. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Baukunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951&lt;br /&gt;
* Rita Lüder: &#039;&#039;Grundkurs Pflanzenbestimmung. Eine Praxisanleitung.&#039;&#039; 5. Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01497-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6515</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6515"/>
		<updated>2025-07-23T11:24:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallelnervig zueinander verlaufen. Sie entwickeln ein Wurzelsystem ohne Hauptwurzel d.h. Büschelwurzeln. Die Blüten sind meist 3 bzw. 6-zählig (Anzahl Blütenblätter). &amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossachse]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zeichnet sich vor allem der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird. „Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land, keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art des Anbaus wird zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“ unterschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) sät oder steckt man im zeitigen Frühjahr. Die Ernte erfolgt dann zwischen August und Oktober. Die Lagerung von späteren Sorten mit fester Konsistenz kann bis in den März des Folgejahres erfolgen.&lt;br /&gt;
* [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – Zwiebeln, die über den Winter kultiviert werden, sät man im August aus. Im nächsten Frühjahr kommen sie zur Reife, ab Juni erfolgt die Erntezeit. Von der Konsistenz sind sie saftiger und vom Geschmack milder als die Sommerzwiebeln. Sie sind nur begrenzt zur Lagerung geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683 Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;de.academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 22. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Red onion cross section 03.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen verwendet. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Baukunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951&lt;br /&gt;
* Rita Lüder: &#039;&#039;Grundkurs Pflanzenbestimmung. Eine Praxisanleitung.&#039;&#039; 5. Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01497-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6506</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6506"/>
		<updated>2025-07-23T09:16:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: Erklärung Einkeimblättrige ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen (ein Keimblatt) und ihre Blattadern parallelnervig zueinander verlaufen. Sie entwickeln ein Wurzelsystem ohne Hauptwurzel d.h. Büschelwurzeln. Die Blüten sind meist 3 bzw. 6-zählig (Anzahl Blütenblätter pro Blütenblattkreis). &amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossachse]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zeichnet sich vor allem der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird. „Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land, keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art des Anbaus wird zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“ unterschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) sät oder steckt man im zeitigen Frühjahr. Die Ernte erfolgt dann zwischen August und Oktober. Die Lagerung von späteren Sorten mit fester Konsistenz kann bis in den März des Folgejahres erfolgen.&lt;br /&gt;
* [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – Zwiebeln, die über den Winter kultiviert werden, sät man im August aus. Im nächsten Frühjahr kommen sie zur Reife, ab Juni erfolgt die Erntezeit. Von der Konsistenz sind sie saftiger und vom Geschmack milder als die Sommerzwiebeln. Sie sind nur begrenzt zur Lagerung geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683 Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;de.academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 22. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Red onion cross section 03.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen verwendet. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Baukunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951&lt;br /&gt;
* Rita Lüder: &#039;&#039;Grundkurs Pflanzenbestimmung. Eine Praxisanleitung.&#039;&#039; 5. Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01497-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6485</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-22T10:46:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossachse]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii,&#039;&#039; ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate.  Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art des Anbauens wird zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“ unterschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) sät oder steckt man im zeitigen Frühjahr. Die Ernte erfolgt dann zwischen August und Oktober. Die Lagerung von späteren Sorten mit fester Konsistenz kann bis in den März des Folgejahres erfolgen.&lt;br /&gt;
* [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – Zwiebeln, die über den Winter kultiviert werden, sät man im August aus. Im nächsten Frühjahr kommen sie zur Reife, ab Juni erfolgt die Erntezeit. Von der Konsistenz sind sie saftiger und vom Geschmack milder als die Sommerzwiebeln. Sie sind nur begrenzt zur Lagerung geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen verwendet. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951&lt;br /&gt;
* Rita Lüder: &#039;&#039;Grundkurs Pflanzenbestimmung. Eine Praxisanleitung.&#039;&#039; 5. Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag GmbH &amp;amp; Co, Wiebelsheim 2011, [[Spezial:ISBN-Suche/9783494014975|ISBN 978-3-494-01497-5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6484</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6484"/>
		<updated>2025-07-22T10:19:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossachse]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii,&#039;&#039; ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate.  Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen verwendet. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951&lt;br /&gt;
* Rita Lüder: &#039;&#039;Grundkurs Pflanzenbestimmung. Eine Praxisanleitung.&#039;&#039; 5. Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag GmbH &amp;amp; Co, Wiebelsheim 2011, [[Spezial:ISBN-Suche/9783494014975|ISBN 978-3-494-01497-5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6483</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6483"/>
		<updated>2025-07-22T09:35:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate.  Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0&lt;br /&gt;
* Rita Lüder: &#039;&#039;Grundkurs Pflanzenbestimmung. Eine Praxisanleitung.&#039;&#039; 5. Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag GmbH&amp;amp;Co, Wiebelsheim 2011, [[Spezial:ISBN-Suche/9783494014975|ISBN 978-3-494-01497-5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6482</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6482"/>
		<updated>2025-07-22T09:23:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Kultivierung und Pflanzenentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate.  Die Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebel die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109 -127.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&lt;br /&gt;
* Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&lt;br /&gt;
* Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6481</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-22T08:43:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109 -127.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&lt;br /&gt;
* Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&lt;br /&gt;
* Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&lt;br /&gt;
* Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&lt;br /&gt;
* Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6480</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-22T08:28:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Anbau und Ernte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebeln zu dicke Stängel ausbilden, zudem zu fest werden und nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6479</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6479"/>
		<updated>2025-07-22T08:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Inhaltsstoffe der Zwiebel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Sie entwickeln Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehreren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel entsteht durch eine [[a:Metamorphose|Metamorphose]] der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie ihr Dasein einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. Oft wird „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ als Herkunft angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und im Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu über 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin. Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet. Es geht aus den Laubblättern hervor, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine Hülle um den Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. „Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden, sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien oder Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die rote Zwiebel aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Lauchgewächse oder Zwiebelgewächse (Allioideae) zeichnet sich vor allem auch der [[w:Knoblauch|Knoblauch (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;)]] durch schwefelhaltige Verbindungen aus wie das Alliin, das enzymatisch zu [[w:Allicin|Allicin]] umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Knoblauch sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Zeit in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet und die herangewachsenen Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln können im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April dicht auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 cm und einem Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen. Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft als die der einjährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch der geernteten Zwiebel wird als scharf und beißend beschrieben, ihr Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack entwickelt sie im getrockneten Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die, für den Menschen zunächst fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vom Verzehr roher Zwiebeln vor allem in der Nacht abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* innerlich bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
* äußerlich bei Mückenstichen und Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und bei einigen Tumorleiden zugeschrieben. Die Zwiebel, als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde, „stoffwechselbeschleunigende“ und die bereits erwähnte „sulfurische“ Wirkungen sind aus Sicht der anthroposophischen Medizin bei der Zwiebel bedeutsam. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Zwiebel die Diurese angeregt und im menschlichen Organismus wässrige Stauungen überwindet bzw. aussondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (z. B. Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15. Jahrhundert begonnen, vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6473</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-21T22:24:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Zwiebel als Heilpflanze */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus.  Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da  sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u. a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Weiters entwickeln sie Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel entsteht durch eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit  niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis mehr als 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet.  Es geht aus den Laubblättern, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen hervor. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und den Zwiebelspross.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe .&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. &amp;quot;Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien, Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die Rote Zwiebel aus .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelige und aromatische Substanzen werden beim [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) ganz in der Knolle gesammelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln  benötigen aber längere in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. So entwickeln sich die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln. Diese können im Frühjahr oder Herbst als kleine Zwiebeln in die Erde gesteckt werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Die Aussat erfolgt recht dicht. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 Zentimeter und einen Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen.  Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Der Geruch wird als scharf und beißend beschrieben. Die Zwiebel ist im Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack wird im getrockneten Zustand entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die erstmal fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu innerer Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vor der Verwendung von rohen Zwiebeln vor allem nachts abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
äußerlich: Mückenstichen, Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen und auch einigen Tumorleiden zugeschrieben. Da sie dem Knoblauch vergleichbaren Inhaltsstoffe, aber in weniger konzentrierter Form hat. Die Zwiebel als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde und „stoffwechselbeschleunigende“ &amp;quot;sulfurische&amp;quot; Wirkungen sind bei der Zwiebel bedeutsam. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die Diurese angeregt wird und wässrige Stauungen überwunden und ausgesondert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15 Jht. begonnen vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6472</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6472"/>
		<updated>2025-07-21T22:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus.  Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da  sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u. a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Weiters entwickeln sie Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel entsteht durch eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit  niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis mehr als 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet.  Es geht aus den Laubblättern, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen hervor. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und den Zwiebelspross.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe .&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. &amp;quot;Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien, Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die Rote Zwiebel aus .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelige und aromatische Substanzen werden beim [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) ganz in der Knolle gesammelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln  benötigen aber längere in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. So entwickeln sich die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln. Diese können im Frühjahr oder Herbst als kleine Zwiebeln in die Erde gesteckt werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Die Aussat erfolgt recht dicht. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 Zentimeter und einen Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen.  Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Der Geruch wird als scharf und beißend beschrieben. Die Zwiebel ist im Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack wird im getrockneten Zustand entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die erstmal fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu innerer Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vor der Verwendung von rohen Zwiebeln vor allem nachts abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
äußerlich: Mückenstichen, Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankung und auch einigen Tumorleiden zugeschrieben. Durch die dem Knoblauch vergleichbare Inhaltsstoffe, aber in weniger konzentrierter Form. Die Zwiebel als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde und „stoffwechselbeschleunigende“ &amp;quot;sulfurische&amp;quot; Wirkungen sind bei der Zwiebel bedeutsam. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die Diurese angeregt wird und wässrige Stauungen überwunden und ausgesondert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15 Jht. begonnen vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6471</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6471"/>
		<updated>2025-07-21T22:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Zwiebel als Heilpflanze */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus.  Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da  sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u. a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Weiters entwickeln sie Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel entsteht durch eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit  niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis mehr als 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet.  Es geht aus den Laubblättern, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen hervor. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und den Zwiebelspross.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe .&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. &amp;quot;Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien, Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die Rote Zwiebel aus .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelige und aromatische Substanzen werden beim [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) ganz in der Knolle gesammelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln  benötigen aber längere in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. So entwickeln sich die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln. Diese können im Frühjahr oder Herbst als kleine Zwiebeln in die Erde gesteckt werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Die Aussat erfolgt recht dicht. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 Zentimeter und einen Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen.  Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Der Geruch wird als scharf und beißend beschrieben. Die Zwiebel ist im Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack wird im getrockneten Zustand entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die erstmal fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu innerer Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vor der Verwendung von rohen Zwiebeln vor allem nachts abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
äußerlich: Mückenstichen, Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankung und auch einigen Tumorleiden zugeschrieben. Durch die dem Knoblauch vergleichbare Inhaltsstoffe, aber in weniger konzentrierter Form. Die Zwiebel als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten ausgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde und „stoffwechselbeschleunigende“ &amp;quot;sulfurische&amp;quot; Wirkungen sind bei der Zwiebel bedeutsam. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die Diurese angeregt wird und wässrige Stauungen überwunden und ausgesondert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15 Jht. begonnen vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und dem Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6470</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6470"/>
		<updated>2025-07-21T22:10:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Zwiebel als Heilpflanze */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus.  Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da  sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u. a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Weiters entwickeln sie Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel entsteht durch eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit  niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis mehr als 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet.  Es geht aus den Laubblättern, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen hervor. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und den Zwiebelspross.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe .&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. &amp;quot;Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien, Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die Rote Zwiebel aus .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelige und aromatische Substanzen werden beim [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) ganz in der Knolle gesammelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln  benötigen aber längere in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. So entwickeln sich die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln. Diese können im Frühjahr oder Herbst als kleine Zwiebeln in die Erde gesteckt werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Die Aussat erfolgt recht dicht. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 Zentimeter und einen Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen.  Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Der Geruch wird als scharf und beißend beschrieben. Die Zwiebel ist im Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack wird im getrockneten Zustand entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die erstmal fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu innerer Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vor der Verwendung von rohen Zwiebeln vor allem nachts abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
äußerlich: Mückenstichen, Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankung und auch einigen Tumorleiden zugeschrieben. Durch die dem Knoblauch vergleichbare Inhaltsstoffe, aber in weniger konzentrierter Form. Die Zwiebel als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten aus geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde und „stoffwechselbeschleunigende“ &amp;quot;sulfurische&amp;quot; Wirkungen sind bei der Zwiebel bedeutsam. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die Diurese angeregt wird und wässrige Stauungen überwunden und ausgesondert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15 Jht. begonnen vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und dem Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6469</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-21T22:08:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise prägt die Küchenzwiebel kräftigende Formbildetendenzen aus.  Durch ihre zusammenziehende Wirkung wirkt sie heilsam auf den gesamten Körper. Da  sie das „Wässrige“ selbst gut organisieren und daraus Formstrukturen erschaffen kann, entfaltet sie auch eine entwässernde Wirkung auf den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) treten vermehrt Zwiebelpflanzen auf. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u. a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen zählen weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale für die Monokotyledonen sind, dass sie mit einem Blatt keimen und ihre Blattadern parallel zueinander verlaufen. Weiters entwickeln sie Büschelwurzeln und die Blüten bestehen in der Regel aus drei Blütenblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht. Diese entwickelt den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter um den Spross und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel entsteht durch eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken. In dieser Zeit gab es noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch-verformbarer, flüssiger Boden bildete den Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine nahest verwandte Art, &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039;, ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Erst entwickeln die Pflanzen eine gewisse Anzahl von Blättern, dann erst setzt die Blütenbildung ein, sofern sie für gewisse Zeit gegen Ende der letzten Vegetationsperiode oder in der Ruhezeit  niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis mehr als 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen [[a:Gerbert Grohmann|Gerbert Grohmann]] auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Die Zwiebel reift heran bis sie prall ausgereift vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] bezeichnet.  Es geht aus den Laubblättern, die schichtweise die ganze Zwiebel umgreifen hervor. Die [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]] hingegen bestehen aus zahlreichen Niederblättern in überlappender Anordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und den Zwiebelspross.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel bildet eine Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel. Sie unterscheidet sich dadurch von den als [[w:Schalotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten, die regelmäßig eine Anzahl von Tochterzwiebeln entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und ein Brennen der Augen auslöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen ist die Zwiebel von Schwefel durchzogen. Sie bildet verschiedenartige „sulfurische“ Stoffe .&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. &amp;quot;Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Anzahl homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden. Die Kohlehydrate bilden einen Hauptanteil der Zwiebel. Es kommt jedoch bei der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; keine Stärke vor. Die Kohlehydrate, die als Reservestoff gespeichert werden, sind aus Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest gebildet. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Mit einer Abkochung der Zwiebel-Schale können Textilien, Ostereier gefärbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin, Carotin, Phosphor und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Ein höherer Anteil an Antioxidantien zeichnet die Rote Zwiebel aus .&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelige und aromatische Substanzen werden beim [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) ganz in der Knolle gesammelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum sind die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht gut zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Je nach dem Anbaugebiet wird im zeitigen Frühjahr, in wärmeren Gegenden jedoch bereits ab Ende Februar gesät. Saatzwiebeln sind robuster als Steckzwiebeln  benötigen aber längere in ihrer Kultivierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. So entwickeln sich die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln. Diese können im Frühjahr oder Herbst als kleine Zwiebeln in die Erde gesteckt werden. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Die Samen werden gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden ausgesät. Die Aussat erfolgt recht dicht. Kleine Zwiebelchen (Bulben) entwickeln sich und sollten sobald als möglich geerntet werden. Die aussortierten kleineren sind die sogenannten Steckzwiebeln. Diese werden gut getrocknet und über den Winter in einem warmen Raum gelagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pflanzen sollten die Zwiebeln mit einem guten Abstand der Reihen von 20 Zentimeter und einen Abstand der Pflanzen von bis zu 10 cm gesteckt werden. Die Spitzen sollten noch etwas aus der Erde ragen.  Vom Geschmack ist die Ernte aus der zweijährigen Kultur als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Der Geruch wird als scharf und beißend beschrieben. Die Zwiebel ist im Geschmack beißend würzig und ein wenig süß. Ein aromatischer Geruch und ein milder Geschmack wird im getrockneten Zustand entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war Allium als Liliengewächs der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchgewächsen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z. B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verdauung wird die erstmal fremde Nahrung abgebaut, was den Organismus zu innerer Aktivität auffordert. Dies führt zu einer Anregung der ätherischen Kräfte und nährt den Menschen im eigentlichen Sinne. Die Darmflora oder Mikrobiota unterstützen die verdauende Tätigkeit. Die Zwiebel wird wie auch der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich als immunstärkendes Lebensmittel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ayurveda wird vor der Verwendung von rohen Zwiebeln vor allem nachts abgeraten. Die Zwiebel ist für die Verdauung schwer und erhöht [[w:Dosha#Pitta|Pitta]]. Sie kann Trägheit und Ruhelosigkeit auslösen, sollte sie im Übermaß genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Um die Schärfe der Zwiebel zu erhalten, sollte sie nicht zu lange der Hitze ausgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Die richtige Ernährung ist eine Vorsorge um ein Auftreten von Erkrankungen zu vermeiden. Dieser Zusammenhang wurde bereits früh in China herausgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Sommerzwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel 100x jod.jpg|mini|[[w:Epidermis|Epidermis]] einer Zwiebel in 100-facher mikroskopischer Vergrößerung]]&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleineren Studien wurden leicht positiv Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie festgestellt, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und [[w:Low Density Lipoprotein|LDL-c]] verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird in der Naturheilkunde für ein breites Spektrum an Erkrankungen eingesetzt. Bei den nachstehend angeführten Symptomen wird die Zwiebel lindernd und vorbeugend eingesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-         innerlich: bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-         äußerlich: Mückenstichen, Blutergüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zwiebel wird auch eine vorbeugende Wirkung gegen altersbedingte Gefäßerkrankung und auch einigen Tumorleiden zugeschrieben. Durch die dem Knoblauch vergleichbare Inhaltsstoffe, aber in weniger konzentrierter Form. Die Zwiebel als Saft oder Sirup eingenommen, kann bei Husten und Bronchitis Linderung verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel enthält Schwefelverbindungen, die Schwermetalle aus dem Körper lösen können. Diese werden dann in gebundener Form in Chelaten aus geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel „abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften“ hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und entfaltet durch ihre ätherischen Öle stark antiseptische Wirkungen. Sie hemmt Entzündungen und wirkt schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase aus der Erde (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Verdauungsfördernde und „stoffwechselbeschleunigende“ &amp;quot;sulfurische&amp;quot; Wirkungen sind bei der Zwiebel bedeutsam. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die Diurese angeregt wird und wässrige Stauungen überwunden und ausgesondert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den aktivsten aller Stoffe und hat Beziehung zu Wärme. Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) kommt er im Meer vor. „Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese anthroposophische Sichtweise, dass die Zwiebel durch ihren Schwefelgehalt einen Bezug zur Wärme hat, steht im scheinbaren Gegensatz zur oben erwähnten Aussage von Hildegard von Bingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei [[w:Hypertonie|Hypertonie]], Hyperlipämie (Störungen des Fettstoffwechsels) und [[w:Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzerkrankungen]] eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten bei Lungen-Hitze sowie Magen-Hitze. Auch bei Anzeichen für Yin-Leere wie verschwommener Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis wird die Heilkraft der Zwiebel durch den Schwefel vermittelt und ihr entgiftende Wirkung zugeschrieben. Sie fördert die guten Darmbakterien und stärkt das Immunsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wurde vermutlich bei Landzügen der Römer verbreitet, die sie aus dem asiatischen Raum nach Europa mitgebracht hatten. In Holland wurde im 15 Jht. begonnen vielfältige Sorten der Zwiebel nach Form, Farbe und dem Geschmack zu züchten.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Zeichnung zum Wachstum der Zwiebel aus geistiger Forschung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper, insbesondere auf den Wasserhaushalt. Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
* Artikel [[w:Zwiebel|Zwiebel]] in Wikipedia mit weiteren Angaben aus wissenschaftlicher Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Liliengewaechse/lauch_kult.htm#3 &#039;&#039; Scheindolde 10 cm im Durchmesser. Küchenzwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;blumeninschwaben.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.obst-gemuese.at/product/pages/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;obst-gemuese.at (K. Müllner)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6449</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6449"/>
		<updated>2025-07-21T10:34:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Kultivierung und Pflanzenentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich dort die Blätter umeinander und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel ist eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer, als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistigen Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mit gedünstet, z.B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess gestalten die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen [[w:Dosha#Pitta|Pitta]], daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel (&#039;&#039;Allium Cepa&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die rechte Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leicht positive Effekte konnten in kleineren Studien nachgewiesen werden auf das Herz-Kreislauf-System. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird angeraten. In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie erforscht, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen, erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c verringerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwiebeln werden daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend. Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung. Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluss auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6444</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6444"/>
		<updated>2025-07-21T10:06:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Kultivierung und Pflanzenentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich dort die Blätter umeinander und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel ist eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weiß-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.&amp;amp;nbsp;B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess gestalten die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen [[w:Dosha#Pitta|Pitta]], daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leicht positive Effekte konnten in kleineren Studien nachgewiesen werden auf das Herz-Kreislauf-System. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird angeraten. In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c verringert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwiebeln werden daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung. Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6443</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6443"/>
		<updated>2025-07-21T10:03:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Kultivierung und Pflanzenentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich dort die Blätter umeinander und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel ist eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.&amp;amp;nbsp;B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess gestalten die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen [[w:Dosha#Pitta|Pitta]], daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leicht positive Effekte konnten in kleineren Studien nachgewiesen werden auf das Herz-Kreislauf-System. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird angeraten. In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c verringert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwiebeln werden daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung. Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6442</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6442"/>
		<updated>2025-07-21T10:01:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Kultivierung und Pflanzenentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich dort die Blätter umeinander und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel ist eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur der unterste Teil der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt auch noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.&amp;amp;nbsp;B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess gestalten die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen [[w:Dosha#Pitta|Pitta]], daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leicht positive Effekte konnten in kleineren Studien nachgewiesen werden auf das Herz-Kreislauf-System. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird angeraten. In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c verringert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwiebeln werden daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung. Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6441</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-21T10:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Kultivierung und Pflanzenentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das DWDS gibt zur Zwiebel folgende etymologische Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebel f., althochdeutsch &#039;&#039;zwibolla&#039;&#039; f. (11. Jh.), &#039;&#039;zibolla&#039;&#039; f. (Handschrift 12. Jh.), &#039;&#039;zibollo&#039;&#039; m. (11. Jh.), &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039; m. (Handschrift 12. Jh.), mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibolle&#039;&#039;, &#039;&#039;zibolle&#039;&#039; m. f. (und zahlreiche Varianten) ist entlehnt (wohl in süddeutschen Klöstern) aus spätlateinisch &#039;&#039;cēpula&#039;&#039; f. (in Glossen auch &#039;&#039;cipulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibulla&#039;&#039;, &#039;&#039;cibula&#039;&#039;; vgl. italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;), dem Deminutivum zu lateinisch &#039;&#039;cēpa&#039;&#039; „Zwiebel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Formen werden im ersten Bestandteil bereits im Althochdeutschen angelehnt an althochdeutsch &#039;&#039;zwi-&#039;&#039; „zweifach, doppelt“, im zweiten Bestandteil an althochdeutsch &#039;&#039;bolla&#039;&#039; „Knospe, Fruchtknoten, Flachsknoten, Wasserblase, sich (nach unten) wölbendes Gefäß, Becher“, mittelhochdeutsch &#039;&#039;bolle&#039;&#039; „Knospe, kugelförmiges Gefäß“ und im Sinne von „zweifache (vielhäutige) Bolle“ als Kompositum aufgefasst. In der Umgangssprache daher vereinfacht &#039;&#039;Bolle&#039;&#039; f. „Zwiebel“; in der Schriftsprache setzt sich dagegen die von Luther bevorzugte Form &#039;&#039;Zwibel&#039;&#039; durch; bis ins 19. Jh. stehen femininer und maskuliner Genus nebeneinander.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Zwiebel?o=zwiebel &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Alexander Vögtli: [https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen &#039;&#039;Monokotyledonen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pharmawiki.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich dort die Blätter umeinander und verdicken sich fleischig. Die Zwiebel ist eine Metamorphose der Sprossachse.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;sign-lang.uni-hamburg.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen ausprägt und sich nur die untersten Teile der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter zu einem weißen Spross verdickt und Schalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt auch noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder – bei Steckzwiebelkultur – gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.&amp;amp;nbsp;B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess gestalten die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen [[w:Dosha#Pitta|Pitta]], daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ Ayurveda. Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
[[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit behandelt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Paracelsus|Paracelsus]] hält die Beigabe von gerösteten Zwiebeln in den Speisen für gesund: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Paracelsus: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Nach der 10-bändigen Huserschen Gesamtausgabe (1589–1591) zum ersten Mal in neuzeitliches deutsch übersetzt. Band 3. S. 571. (Zitat [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel online] einsehbar in Google Books)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnten in Studien bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* fleckige [[w:Haarausfall#Alopecia_areata|Alopecia areata]] (Haarausfall)&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]]&lt;br /&gt;
* [[w:Hypercholesterinämie|Hypercholesterinämie]] (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leicht positive Effekte konnten in kleineren Studien nachgewiesen werden auf das Herz-Kreislauf-System. Bei [[w:Thrombose|Thrombose]] entfaltet die Zwiebel einen antithrombotischen Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#Medizinische_Bedeutung &#039;&#039;Allium cepa. Medizinische Bedeutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;doccheck.com.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird angeraten. In einer Pilotstudie wurde bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, dass der Konsum von täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c verringert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4 &#039;&#039;Hypocholesterolemic Efficacy of Quercetin Rich Onion Juice in Healthy Mild Hypercholesterolemic Adults: A Pilot Study.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Springer Nature Link.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwiebeln werden daher zur unterstützenden Behandlung verschiedener [[w:Herz-Kreislauf-Erkrankung|Herz-Kreislauf-Erkrankungen]] empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund &#039;&#039;Warum die Zwiebel gesund ist: Fakten und Beispiele.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;meine-krankenkasse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit [[w:Heparin|Heparin]] und [[w:Allantoin|Allantoin]] als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2, Abschnitt 52.3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Botanischer Garten. Universität Ulm.&#039;&#039; Abgerufen am 21. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung. Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/ &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg |mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel, Zeichnung von Andrea Parteymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Ringbildungen der Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.“&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel Aufbau Zusammenziehung, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpg|mini|350px|Die Zusammenziehung der inneren Ringe bildet neue äußere Ringe heran]]&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sicht wächst die Zwiebel also nicht von innen nach außen. Dies ist ein Unterschied zur wissenschaftlichen Sicht. Die Zusammenziehung im Inneren bei gleichzeitigem Aufbau neuer Zwiebelringe in der äußersten Schicht ist nach geistiger Forschung eine Wirkung des sogenannten [[a:Klangäther|chemischen Äthers]]:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet: &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6418</id>
		<title>Zwiebel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6418"/>
		<updated>2025-07-20T15:50:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: /* Ernährung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Nach dem Academic Herkunftswörterbuch kommt das Wort Zwiebel von Mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibel, zwibolle,&#039;&#039; althochdeutsch &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039;, &#039;&#039;cipolle&#039;&#039; und ist durch romanische Vermittlung aus spätlateinisch &#039;&#039;cepulla&#039;&#039; „Zwiebel“ entlehnt. Dies geht auf lateinisch &#039;&#039;cepula&#039;&#039; zurück, das eine Verkleinerungsform zu &#039;&#039;cepa&#039;&#039; „Zwiebel“ ist. Das lateinische Wort selbst stammt aus einer unbekannten Sprache. Das deutsche Wort wurde wohl schon im Althochdeutschen volksetymologisch als &#039;&#039;zwie-bolle&#039;&#039; „zweifache Bolle“ (&#039;&#039;Bolle&#039;&#039; „runder Körper, Knolle“) gedeutet. Es bezeichnet auch den knollenartig verdickten „unterirdischen“ Spross der Zwiebelpflanze und anderer Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit dem 17. Jahrhundert bezeugte, von „Zwiebel“ abgeleitete Verb &#039;&#039;zwiebeln&#039;&#039; „jemand hart herannehmen, quälen“, ist wohl als „wie eine Zwiebel abblättern, schinden“ zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://origin_de.de-academic.com/18427/Zwiebel &#039;&#039;Das Herkunftswörterbuch. Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Academic.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Mit dieser Übernahme bin ich noch unsicher, da ich bis jetzt keine Lizenzangaben auf Academic finden kann.) Option: https://www.dwds.de/wb/zwiebeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter herum und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel ist eine [https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html#:~:text=Definition%20Eine%20Zwiebel%20ist%20ein,gestaucht%20und%20bildet%20den%20 Metamorphose] der Sprossache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab. &amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen bilden und nur die untersten Teile der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter sich zu einem weißen Spross verdicken und Schalen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt auch noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. JUlli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Diese Stoffe der Zwiebel gehen aus einem Sulfurprozeß hervor, wobei ein wichtiges Moment dieses Prozesses die Wärme ist. Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (werden als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder bei Steckzwiebelkultur, gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess gestalten die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen Pitta, daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts. https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Für die Aussage der Erhöhung der Pitta, der Trägheit usw. bräuchten wir eine Quelle. Wikipedia können wir erstens nicht verwenden und zweitens stand dort nichts dazu.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
Hildegard von Bingen schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit beschreibt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Paracelsus wird die Zwiebel für den Kochprozess beschrieben: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnte auf folgende Erkrankungen gezeigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* fleckige Alopecia areata&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus&lt;br /&gt;
* Hypercholesterinämie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem konnten kleinere Studien einen leicht positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und einen antithrombotischen Effekt nachweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#cite_note-1&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird empfohlen.  Zwiebelsaft schützt das Herz und trägt zur Senkung des Blutdrucks bei. In einer Pilotstudie&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4&amp;lt;/ref&amp;gt; bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, die täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen konsumierten wurden Fastenblutproben  zu Beginn, in der 2.,  6., 8. und 10. Woche entnommen und analysiert. Nach 8 Wochen Intervention verringerte der Zwiebelsaft erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c. Daher wurde Zwiebelsaft wahrscheinlich zur Bekämpfung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit Heparin und Allantoin als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2. Pkt. 52.3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung.  Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/#:~:text=Die%20Zwiebel%20%28Allium%20cepa%29%20geh%C3%B6rt%20der%20Gattung%20der,auf%20den%20ganzen%20Organismus.%20Au%C3%9Ferdem%20wirken%20sie%20probiotisch &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg|mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot; Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll                                 vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;(Foto: Einzelne Ringbildungen der Zwiebel und&amp;lt;br&amp;gt;Foto: Zusammenziehung der inneren Ringe, im Äußeren Heranbilden neuer Ringe. &#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Kommt noch eine eigene Zeichnung? Es wäre wünschenswert.)&amp;lt;/div&amp;gt;Das Wirken der roten wie auch der weißen Zwiebel beschreibt Heinz Grill aus metaphysischer Sicht wie folgt:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet.  &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6417</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-20T15:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Nach dem Academic Herkunftswörterbuch kommt das Wort Zwiebel von Mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibel, zwibolle,&#039;&#039; althochdeutsch &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039;, &#039;&#039;cipolle&#039;&#039; und ist durch romanische Vermittlung aus spätlateinisch &#039;&#039;cepulla&#039;&#039; „Zwiebel“ entlehnt. Dies geht auf lateinisch &#039;&#039;cepula&#039;&#039; zurück, das eine Verkleinerungsform zu &#039;&#039;cepa&#039;&#039; „Zwiebel“ ist. Das lateinische Wort selbst stammt aus einer unbekannten Sprache. Das deutsche Wort wurde wohl schon im Althochdeutschen volksetymologisch als &#039;&#039;zwie-bolle&#039;&#039; „zweifache Bolle“ (&#039;&#039;Bolle&#039;&#039; „runder Körper, Knolle“) gedeutet. Es bezeichnet auch den knollenartig verdickten „unterirdischen“ Spross der Zwiebelpflanze und anderer Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit dem 17. Jahrhundert bezeugte, von „Zwiebel“ abgeleitete Verb &#039;&#039;zwiebeln&#039;&#039; „jemand hart herannehmen, quälen“, ist wohl als „wie eine Zwiebel abblättern, schinden“ zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://origin_de.de-academic.com/18427/Zwiebel &#039;&#039;Das Herkunftswörterbuch. Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Academic.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Mit dieser Übernahme bin ich noch unsicher, da ich bis jetzt keine Lizenzangaben auf Academic finden kann.) Option: https://www.dwds.de/wb/zwiebeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter herum und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel ist eine [https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html#:~:text=Definition%20Eine%20Zwiebel%20ist%20ein,gestaucht%20und%20bildet%20den%20 Metamorphose] der Sprossache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab. &amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen bilden und nur die untersten Teile der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter sich zu einem weißen Spross verdicken und Schalen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt auch noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. JUlli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Diese Stoffe der Zwiebel gehen aus einem Sulfurprozeß hervor, wobei ein wichtiges Moment dieses Prozesses die Wärme ist. Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (werden als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder bei Steckzwiebelkultur, gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess wirken die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen Pitta, daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts. https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Für die Aussage der Erhöhung der Pitta, der Trägheit usw. bräuchten wir eine Quelle. Wikipedia können wir erstens nicht verwenden und zweitens stand dort nichts dazu.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
Hildegard von Bingen schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit beschreibt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Paracelsus wird die Zwiebel für den Kochprozess beschrieben: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnte auf folgende Erkrankungen gezeigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* fleckige Alopecia areata&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus&lt;br /&gt;
* Hypercholesterinämie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem konnten kleinere Studien einen leicht positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und einen antithrombotischen Effekt nachweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#cite_note-1&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird empfohlen.  Zwiebelsaft schützt das Herz und trägt zur Senkung des Blutdrucks bei. In einer Pilotstudie&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4&amp;lt;/ref&amp;gt; bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, die täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen konsumierten wurden Fastenblutproben  zu Beginn, in der 2.,  6., 8. und 10. Woche entnommen und analysiert. Nach 8 Wochen Intervention verringerte der Zwiebelsaft erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c. Daher wurde Zwiebelsaft wahrscheinlich zur Bekämpfung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit Heparin und Allantoin als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2. Pkt. 52.3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Nervenschmerzen homöopathisch verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;lt;sup&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/freiland/apothekergarten/steckbriefe-nicht-in-broschuere/allium-cepa/&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung.  Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/#:~:text=Die%20Zwiebel%20%28Allium%20cepa%29%20geh%C3%B6rt%20der%20Gattung%20der,auf%20den%20ganzen%20Organismus.%20Au%C3%9Ferdem%20wirken%20sie%20probiotisch &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg|mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot; Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll                                 vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;(Foto: Einzelne Ringbildungen der Zwiebel und&amp;lt;br&amp;gt;Foto: Zusammenziehung der inneren Ringe, im Äußeren Heranbilden neuer Ringe. &#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Kommt noch eine eigene Zeichnung? Es wäre wünschenswert.)&amp;lt;/div&amp;gt;Das Wirken der roten wie auch der weißen Zwiebel beschreibt Heinz Grill aus metaphysischer Sicht wie folgt:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet.  &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6416</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-20T13:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Nach dem Academic Herkunftswörterbuch kommt das Wort Zwiebel von Mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibel, zwibolle,&#039;&#039; althochdeutsch &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039;, &#039;&#039;cipolle&#039;&#039; und ist durch romanische Vermittlung aus spätlateinisch &#039;&#039;cepulla&#039;&#039; „Zwiebel“ entlehnt. Dies geht auf lateinisch &#039;&#039;cepula&#039;&#039; zurück, das eine Verkleinerungsform zu &#039;&#039;cepa&#039;&#039; „Zwiebel“ ist. Das lateinische Wort selbst stammt aus einer unbekannten Sprache. Das deutsche Wort wurde wohl schon im Althochdeutschen volksetymologisch als &#039;&#039;zwie-bolle&#039;&#039; „zweifache Bolle“ (&#039;&#039;Bolle&#039;&#039; „runder Körper, Knolle“) gedeutet. Es bezeichnet auch den knollenartig verdickten „unterirdischen“ Spross der Zwiebelpflanze und anderer Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit dem 17. Jahrhundert bezeugte, von „Zwiebel“ abgeleitete Verb &#039;&#039;zwiebeln&#039;&#039; „jemand hart herannehmen, quälen“, ist wohl als „wie eine Zwiebel abblättern, schinden“ zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://origin_de.de-academic.com/18427/Zwiebel &#039;&#039;Das Herkunftswörterbuch. Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Academic.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Mit dieser Übernahme bin ich noch unsicher, da ich bis jetzt keine Lizenzangaben auf Academic finden kann.) Option: https://www.dwds.de/wb/zwiebeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter herum und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel ist eine [https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html#:~:text=Definition%20Eine%20Zwiebel%20ist%20ein,gestaucht%20und%20bildet%20den%20 Metamorphose] der Sprossache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab. &amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen bilden und nur die untersten Teile der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter sich zu einem weißen Spross verdicken und Schalen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt auch noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. JUlli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Diese Stoffe der Zwiebel gehen aus einem Sulfurprozeß hervor, wobei ein wichtiges Moment dieses Prozesses die Wärme ist. Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (werden als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder bei Steckzwiebelkultur, gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess wirken die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen Pitta, daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts. https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Für die Aussage der Erhöhung der Pitta, der Trägheit usw. bräuchten wir eine Quelle. Wikipedia können wir erstens nicht verwenden und zweitens stand dort nichts dazu.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
Hildegard von Bingen schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit beschreibt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Paracelsus wird die Zwiebel für den Kochprozess beschrieben: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnte auf folgende Erkrankungen gezeigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* fleckige Alopecia areata&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus&lt;br /&gt;
* Hypercholesterinämie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem konnten kleinere Studien einen leicht positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und einen antithrombotischen Effekt nachweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#cite_note-1&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird empfohlen.  Zwiebelsaft schützt das Herz und trägt zur Senkung des Blutdrucks bei. In einer Pilotstudie&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4&amp;lt;/ref&amp;gt; bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, die täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen konsumierten wurden Fastenblutproben  zu Beginn, in der 2.,  6., 8. und 10. Woche entnommen und analysiert. Nach 8 Wochen Intervention verringerte der Zwiebelsaft erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c. Daher wurde Zwiebelsaft wahrscheinlich zur Bekämpfung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit Heparin und Allantoin als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2. Pkt. 52.3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung.  Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/#:~:text=Die%20Zwiebel%20%28Allium%20cepa%29%20geh%C3%B6rt%20der%20Gattung%20der,auf%20den%20ganzen%20Organismus.%20Au%C3%9Ferdem%20wirken%20sie%20probiotisch &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg|mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot; Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll                                 vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe heranzubilden.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;(Foto: Einzelne Ringbildungen der Zwiebel und&amp;lt;br&amp;gt;Foto: Zusammenziehung der inneren Ringe, im Äußeren Heranbilden neuer Ringe. &#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Kommt noch eine eigene Zeichnung? Es wäre wünschenswert.)&amp;lt;/div&amp;gt;Das Wirken der roten wie auch der weißen Zwiebel beschreibt Heinz Grill aus metaphysischer Sicht wie folgt:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet.  &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Zwiebel&amp;diff=6415</id>
		<title>Zwiebel</title>
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		<updated>2025-07-20T13:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aloe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mixed onions.jpg|mini|350px|Verschiedene Zwiebelsorten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelbluete 2.jpg|mini|350px|Aufgeblühter Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion farm sunset.jpg|mini|350px|Blühendes Zwiebelfeld bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Zwiebel&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039;), auch &#039;&#039;&#039;Küchenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Gartenzwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Speisezwiebel&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Zibolle&#039;&#039;&#039; (von italienisch &#039;&#039;cipolla&#039;&#039;) genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (&#039;&#039;Allioideae&#039;&#039;) zugeordnet. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten [[w:Zwiebel (Pflanzenteil)|Spross]], das typische unterirdische Speicherorgan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spross ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige Knolle mit feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie war die Heilpflanze des Jahres 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Sichtweise offenbart die Küchenzwiebel, dass sich in ihr eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung ausprägt. Ein guter Aufbau von verschiedenen Ringstrukturen, mit denen die relativ stark wässrige Pflanze, das Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert. Die Zwiebel ist ein gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper eingeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Nach dem Academic Herkunftswörterbuch kommt das Wort Zwiebel von Mittelhochdeutsch &#039;&#039;zwibel, zwibolle,&#039;&#039; althochdeutsch &#039;&#039;zwibollo&#039;&#039;, &#039;&#039;cipolle&#039;&#039; und ist durch romanische Vermittlung aus spätlateinisch &#039;&#039;cepulla&#039;&#039; „Zwiebel“ entlehnt. Dies geht auf lateinisch &#039;&#039;cepula&#039;&#039; zurück, das eine Verkleinerungsform zu &#039;&#039;cepa&#039;&#039; „Zwiebel“ ist. Das lateinische Wort selbst stammt aus einer unbekannten Sprache. Das deutsche Wort wurde wohl schon im Althochdeutschen volksetymologisch als &#039;&#039;zwie-bolle&#039;&#039; „zweifache Bolle“ (&#039;&#039;Bolle&#039;&#039; „runder Körper, Knolle“) gedeutet. Es bezeichnet auch den knollenartig verdickten „unterirdischen“ Spross der Zwiebelpflanze und anderer Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit dem 17. Jahrhundert bezeugte, von „Zwiebel“ abgeleitete Verb &#039;&#039;zwiebeln&#039;&#039; „jemand hart herannehmen, quälen“, ist wohl als „wie eine Zwiebel abblättern, schinden“ zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://origin_de.de-academic.com/18427/Zwiebel &#039;&#039;Das Herkunftswörterbuch. Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Academic.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Mit dieser Übernahme bin ich noch unsicher, da ich bis jetzt keine Lizenzangaben auf Academic finden kann.) Option: https://www.dwds.de/wb/zwiebeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Einkeimblättrige Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (Einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (&#039;&#039;Liliaceae&#039;&#039;) und der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (&#039;&#039;Amaryllidaceae&#039;&#039;) häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&amp;amp;nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monokotyledonen unterscheiden sich durch verschiedene Merkmale von den [[w:Zweikeimblättrige|Dikotylen]]. Dazu gehört, dass sie mit einem einzelnen Blatt keimen, die Blattadern parallelnervig sind, sie Büschelwurzeln haben und die Blüten dreizählig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Monokotyledonen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ARS red onion.jpg|mini|Zwiebel in der Erde]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebelbildung selbst, die sowohl unter als auch halb in der Erde stattfindet, ist die [[w:Sprossachse|Sprossache]] sehr stark gestaucht und bildet den Zwiebelboden. In mehren Schichten legen sich die Blätter herum und sind fleischig verdickt. Die Zwiebel ist eine [https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/galex/konzepte/l653.html#:~:text=Definition%20Eine%20Zwiebel%20ist%20ein,gestaucht%20und%20bildet%20den%20 Metamorphose] der Sprossache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Monokotyledonen ist bei der Zwiebel die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie in einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer, plastisch- verformbarer, flüssiger Boden den Grund abgab. &amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist eine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.  Die Abstammung der Zwiebel kann nicht sicher belegt werden, daher werden auch geographische Herkünfte nicht genau zu eruieren sein. So werden Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“ oftmals angegeben. Eine als nahest verwandte Art &#039;&#039;Allium vavilovii&#039;&#039; ist in Turkmenistan und Iran beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#Herkunft_und_Verbreitung &#039;&#039;Zwiebel. Herkunft und Verbreitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;de-academic.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebel-Allium cepa-Stubby root nematodes, Paratrichodorus-2-Howard F. Schwartz, Colorado State University (cropped).jpg|mini|Die untersten Teile der grünen Blätter verdicken sich zu einem weißen Spross]]&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&amp;amp;nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen bilden und nur die untersten Teile der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter sich zu einem weißen Spross verdicken und Schalen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Ihr Wachstum baut sich im ersten Jahr im Wurzelnahen auf und das Wachstum der Röhrenblätter erfolgt auch noch mehr bodennah. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelblueten offen geschlossen.jpg|mini|Zwiebelblüten: offen und geschlossen]]&lt;br /&gt;
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120 cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, kugelig geformt, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pflanzen-deutschland.de/Allium_cepa.html &#039;&#039;Speisezwiebel – Allium cepa.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Pflanzen in Deutschland.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies weist nach dem deutschen Botaniker und Anthroposophen Gerbert Grohmann auf das Wirken [[a:Kosmos|kosmischer]] [[a:Bildekräfte|Bildekräfte]] hin: Der Blütenstand erscheint frei von den Schwerekräften der Erde, in sich kugelig abgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.&#039;&#039; &#039;&#039;Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oignons(fleurs) Cl J Weber01 (23381621270).jpg|mini|Zwiebelfeld im lilafarbenen Blütenstand]]&lt;br /&gt;
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan. Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stängelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schalenzwiebel]] eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu [[w:Zwiebel_(Pflanzenteil)#Aufbau|Schuppenzwiebeln]], die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und beschreibt den Verlauf der Leitbündel in den Blättern. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Im Gegensatz dazu zeigen netznervige Blätter als Kennzeichen der [[w:Zweikeimblättrige|Dikotyledonen]], wo ein verzweigtes abgestuftes System nach Haupt-und Nebennerven mit deutlicher Mittelrippe sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amleto.de/pflanzen/fachbegr/10_blatt05.htm &#039;&#039;Nervatur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;amleto.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. JUlli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerbert Grohmann: &#039;&#039;Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens. Band 2.&#039;&#039; 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0504-X, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwiebelschalen entwickelt sich das vegetative Wachstum, sobald der Blütenspross abgestorben ist. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um den neue Zwiebelspross bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/biologie/botanik/lob-der-zwiebel-volksnahrungsmittel-und-heilpflanze-1628 &#039;&#039;Lob der Zwiebel – Volksnahrungsmittel und Heilpflanze.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;friedrich-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;color:green; background-color:#ffffcc;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Nährwert pro 100 g&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching (Hrsg.): &#039;&#039;Lebensmitteltabelle für die Praxis.&#039;&#039; Der kleine Souci · Fachmann · Kraut. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8047-2541-6, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brennwert || 117 kJ (28 kcal)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser || 88,6 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eiweiß || 1,2 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fett || 0,3 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenhydrate || 4,9 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ballaststoffe || 1,8 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mineralstoffe || 0,5 g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin A || 1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B1 || 35 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B2 || 20 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B3 || 200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B5 || 170 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B6 || 150 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin B9 || 7 μg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin C || 7 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vitamin K1 || 310 µg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staff.uni-mainz.de/goldinge/vitamink.htm &#039;&#039;Vitamin K-Gehalt ausgewählter Lebensmittel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;staff.uni-mainz.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Calcium || 20 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eisen || 0,23 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Magnesium || 10 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Natrium || 3 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Phosphor || 35 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kalium || 160 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zink || 0,22 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwiebeln enthalten neben der schwefelhaltige Aminosäure [[w:Isoalliin|Isoalliin]] die schwefelhaltige Säure [[w:Allicin|Allicin]], die man beim Aufschneiden deutlich riecht und die Tränen und Brennen der Augen auslöst. Im Kontakt mit der Mundschleimhaut bewirkt Allicin einen Tränenreiz bewirkt, auf der Haut ruft sie ein Kribbeln und Kühle hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe wie verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Schwefel|Schwefel]] kommt vom lateinischen Wort &#039;&#039;sulphur&#039;&#039;, von sol-ferre (&#039;&#039;Sol&#039;&#039; „Sonne“ und &#039;&#039;ferre&#039;&#039; „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Diese Stoffe der Zwiebel gehen aus einem Sulfurprozeß hervor, wobei ein wichtiges Moment dieses Prozesses die Wärme ist. Weitere Inhaltsstoffe, die durch lebendige gestaltbildende Ätherkräfte gebildet werden sind Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker und Vitamin C.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Reihe homologer [[w:Substitutionsreaktion|Substitutionsprodukte]] des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/zwiebel/Zwiebel.pdf#page=3 &#039;&#039;Die Küchen-Zwiebel aus chemischer Sicht.&#039;&#039;] Seite 3. In: &#039;&#039;Universität Bayreuth.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60&amp;amp;nbsp;% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung &#039;&#039;Allium&#039;&#039; bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an [[w:Quercetin|Quercetin]], [[w:Kaempferol|Kaempferol]], Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine. Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.g-netz.com/zwiebeln &#039;&#039;Zwiebeln: Die gesunde Schärfe – Heilpflanze mit gesunden Inhaltsstoffen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;g-netz.com.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:Knoblauch|Knoblauch]] (&#039;&#039;Allium sativum&#039;&#039;) sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Ernte ==&lt;br /&gt;
Die Zwiebel ist als Kulturpflanze sehr sortenreich, wobei im deutschsprachigen Raum die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig) vorwiegend vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://chemie-schule.de/KnowHow/Zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Chemie-Schule.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Anbau der Küchenzwiebel wird als guter Boden altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land empfohlen. Auf einem Boden, der noch nicht lange kultiviert wurde („roher Boden“), gedeiht die Zwiebelpflanze nicht gut. Auch ist ein gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land keine gute Anbaufläche, da die Zwiebel zu dicke Strünke ausbilden, zudem nicht fest genug und zum Lagern geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/gemuesegarten-anlegen/wurzelgemuese-und-zwiebelgemuese/zwiebeln-anbauen.html# Zwiebeln (Gemüsezwiebeln) anbauen – Anleitung &amp;amp; Besonderheiten.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Der kleine Garten.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Steckzwiebel und Saatzwiebel. Steckzwiebeln sind vorgezogene kleine Zwiebeln, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden und Saatzwiebel werden als Zwiebelsamen die direkt in die Erde gesät. Beide kommen in der einjährigen Kultur zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://samen.de/blog/detail/sCategory/548/blogArticle/6541 Steckzwiebeln oder Saatzwiebeln: Welche Wahl treffen?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;samen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einjährige Kultur ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Onion seed.jpg|mini|Zwiebelsamen]]&lt;br /&gt;
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von &#039;&#039;Allium cepa&#039;&#039; direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die Zwiebelsamen direkt in die Erde. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die Steckzwiebeln oder Pflanzzwiebeln, die vorgezogene kleine Zwiebeln sind und im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweijährige Kultur ====&lt;br /&gt;
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Zwiebel|Sommerzwiebeln]] (werden als eigentliche Küchenzwiebeln bezeichnet) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder bei Steckzwiebelkultur, gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.&lt;br /&gt;
* Die etwas saftigeren und milderen [[w:Winterzwiebel|Winterzwiebeln]] – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur wird als wohlschmeckender eingestuft, als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweijährige Kultur wird empfohlen bei langen Wintern oder zu trockenen Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernte ====&lt;br /&gt;
Die Ernte der Zwiebel erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bäumler: &#039;&#039;Heilpflanzenpraxis heute.&#039;&#039; Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. xxx.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[w:Xenien|Xenien]], einem Werk von [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832), das als Reaktion auf üble Rede verfasst wurde, wird auch die Zwiebel erwähnt:&lt;br /&gt;
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &#039;&#039;Sämtliche Werke.&#039;&#039; Band 1, München 1962, S. 263. ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/(Xenien+und+Votivtafeln)/Xenien/Analytiker Online] in zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Wolfgang Goethe erfreute sich am Zwiebelmarkt in Weimar,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weimar-lese.de/streifzuege/literarisches/der-weimarer-zwiebelmarkt-und-seine-literarische-verarbeitung/ &#039;&#039;Der Weimarer Zwiebelmarkt und seine literarische Verarbeitung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;weimar-lese.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Er lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.garten-literatur.de/Leselaube/goethe/goethe15_zwiebelmarkt_weimar.htm#:~:text=Goethe%2C%20der%20ja%20ein%20Haus%20am%20Frauenplan%20hatte%2C,ihnen%20und%20lobte%20die%20gesundheitsf%C3%B6rdernde%20Wirkung%20der%20Zwiebel Johann Wolfgang von Goethe (28.8.1749-22.3.1832) - und der Zwiebelmarkt in Weimar.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;garten-literatur.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|Die Zwiebel war der Göttin [[Isis]] geweiht]]&lt;br /&gt;
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wildkraeuterwerkstatt.de/zwiebel-allium-cepa-allii-cepae-bulbus-m/#:~:text=Im%20pharaonischen%20%C3%84gypten%20galt%20Allium%20als%20sakrale%20Pflanze,geweiht.%20Sp%C3%A4ter%20galten%20die%20billigen%20Zwiebeln%20als%20%E2%80%9EArme-Leute-Essen%E2%80%9C. &#039;&#039;Zwiebel Allium cepa Allii cepae bulbus (M).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;wildkraeuterwerkstatt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.&#039;&#039; 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ &#039;&#039;Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;talmud.de.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:&lt;br /&gt;
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 &#039;&#039;4. Mose 11,5.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Bibelserver. Elberfelder Bibel.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;220px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sientje van Houten Onions (1881).jpg|&#039;&#039;Onions&#039;&#039; (1881)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)&lt;br /&gt;
 Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|&#039;&#039;Zwiebeln und Oleander&#039;&#039; (1948)&amp;lt;br&amp;gt;[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)&lt;br /&gt;
 Schalenzwiebel, Zeichnung von Andrea Partheymüller-Gerber.jpeg|&#039;&#039;Schalenzwiebel&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Andrea Partheymüller-Gerber (* 1956)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwiebel in der Bauweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Taj_Mahal_in_March_2004.jpg|mini|250px|[[w:Taj_Mahal|Taj Mahal]] (Indien)]]&lt;br /&gt;
Bei einem [[w:Zwiebelturm|Zwiebelturm]] ist die Spitze eines Turms in Zwiebelform ausgestaltet. Im christlich-orthodoxen Kulturraum findet sich diese Bauweise seit dem 15. Jahrhundert. Es gibt runde Bauformen und eckige Turmhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt der geistiger Forschung brachten die Architekten auf diese Art intuitiv das Element der Sammlung von Kräften, der Akkumulation oder der Anziehungskräfte in einem Gebäude zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel am Turm möchte förmlich die kosmischen Kräfte zur Erde hin sammeln und sie dem Menschen bereitwillig übergeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das Wesensgeheimnis der Seele.&#039;&#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2014, ISBN 978-3-9815855-5-1, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwiebelringe der roten Zwiebel.jpg|mini|Zwiebelringe der roten Zwiebel]]&lt;br /&gt;
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen mitgedünstet, z.B. im Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird die Zwiebel dadurch bekömmlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung ist aus anthroposophischer Sicht zunächst fremd für den Organismus und muss über Abbau- und Aufbauvorgänge im Verdauungsvorgang dem Menschen eingegliedert werden. Diese Tätigkeit des Auf- und Abbaus führt zur inneren Regsamkeit und stellt das eigentlich Nährende dar. In diesem Prozess wirken die aufgenommenen ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung wird die Darmflora als Helfer gesehen. Die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich sind immunstärkende Lebensmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Kühne: &#039;&#039;[https://www.ak-ernaehrung.de/content/publikationen/unvertraeglichkeit/staerkungimmunsystem Immunsystem stärken durch Ernährung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Arbeitskreis für Ernährungsforschung.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen Pitta, daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts. https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/#:~:text=Da%20Zwiebeln%20schwer%20verdaulich%20sind%20und%20Pitta%20erh%C3%B6hen%2C,Zwiebeln%20sollte%20man%20ganz%20meiden%2C%20vor%20allem%20nachts.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Hinweis&#039;&#039;&#039;: Für die Aussage der Erhöhung der Pitta, der Trägheit usw. bräuchten wir eine Quelle. Wikipedia können wir erstens nicht verwenden und zweitens stand dort nichts dazu.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß und der gebratenen Zwiebel als nur süß beschrieben. Da die Zwiebeln durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren sollten, dürfen sie keinesfalls zu lange erhitzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.&#039;&#039; Abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. In China wurde erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ordination.dr-franz.at/chinesische-ernaehrungslehre &#039;&#039;Chinesische Ernährungslehre.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ordination.dr-franz.at.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwiebel als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&amp;amp;catid=36:pressetexte&amp;amp;Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;NHV Theophrastus.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelalter&lt;br /&gt;
Hildegard von Bingen schreibt in ihrem Werk [[w:Physica|Physica]], in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit beschreibt, über die Zwiebel:&lt;br /&gt;
:„Die Zwiebel hat nicht die recht Wärme, sondern eine scharfe Feuchtigkeit, weil sie von dem Thaue des Tagesanbruch, wo seine Kräfte schon sinken, wächst. Im rohen Zustande genossen, ist sie schädlich und giftig, wie der Saft nutzloser Kräuter, gekocht ist sie gesund, selbst denen, welche an Fieber oder an der Gicht leiden; Magenkranken ist sie sowohl roh als gekocht schädlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. J. Berendes: &#039;&#039;[https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00015880/gesamtwerk.pdf#page=36 Die Physica der heiligen Hildegard.]&#039;&#039; Seite 33. In: &#039;&#039;tu-braunschweig.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Paracelsus wird die Zwiebel für den Kochprozess beschrieben: „Jede Speise, die mit gerösteten Zwiebeln in Butter gekocht ist, ist gesünder als ohne Zwiebel gekocht.“&amp;lt;ref&amp;gt;https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=AMgYAAAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Zwiebel&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
;Schulmedizin&lt;br /&gt;
Die [[w:Kommission E|Kommission E]] nennt eine Anwendungsmöglichkeit der Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen Arteriosklerose.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpflanzen-welt.de/allii-cepae-bulbus-zwiebel/ &#039;&#039;Allii cepae bulbus (Zwiebel).&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpflanzen-welt.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positive Effekte der Zwiebel konnte auf folgende Erkrankungen gezeigt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* fleckige Alopecia areata&lt;br /&gt;
* Magenkarzinom (vorbeugend)&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus&lt;br /&gt;
* Hypercholesterinämie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem konnten kleinere Studien einen leicht positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und einen antithrombotischen Effekt nachweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;https://flexikon.doccheck.com/de/Allium_cepa#cite_note-1&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiger Verzehr von Zwiebeln wird empfohlen.  Zwiebelsaft schützt das Herz und trägt zur Senkung des Blutdrucks bei. In einer Pilotstudie&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-015-0507-4&amp;lt;/ref&amp;gt; bei zwölf Probanden mit leichter Hypercholesterinämie, die täglich 100 ml Zwiebelsaft über einen Zeitraum von 8 Wochen konsumierten wurden Fastenblutproben  zu Beginn, in der 2.,  6., 8. und 10. Woche entnommen und analysiert. Nach 8 Wochen Intervention verringerte der Zwiebelsaft erheblich den Taillenumfang, das Gesamtcholesterin und LDL-c. Daher wurde Zwiebelsaft wahrscheinlich zur Bekämpfung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.meine-krankenkasse.de/ratgeber/ernaehrung/zwiebel-gesund&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird ein Zwiebelextrakt zusammen mit Heparin und Allantoin als topische Anwendung (direktes Auftragen auf die Haut) zur Narbenreduktion angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Naturheilkunde&lt;br /&gt;
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zwiebel.htm &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;kraeuter-verzeichnis.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chrischta Ganz: &#039;&#039;[https://karger.com/szg/article-pdf/27/2/88/3561711/000380921.pdf Heilpflanze des Jahres 2015: Zwiebel (Allium cepa).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anthroposophische Medizin&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin, wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. &amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwiebel wird als Arzneimittel namens &#039;&#039;Allium cepa e bulbo&#039;&#039; bei scharfem Fließschnupfen angewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Roemer: &#039;&#039;Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2. Pkt. 52.3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwiebel wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt. Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel findet für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Sommer: &#039;&#039;Heilpflanzen. Ihr Wesen, ihre Wirkung, ihre Anwendung.&#039;&#039; Verlag freies Geistesleben &amp;amp; Urachhaus GmbH, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7725-5049-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pelikan: &#039;&#039;Heilpflanzenkunde Band I.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sulpherous Fumeroles.jpg|mini|Austritt heißer, schwefeliger Gase (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
Der Schwefel gehört chemisch zu den wohl aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat: Schwefel entstammt aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien). Der Schwefel stammt aus dem Meer, wo er als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend oder die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Substanzlehre.&#039;&#039; 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Traditionelle chinesische Medizin&lt;br /&gt;
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Homöopathie&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Shivananda Liebe.jpg|mini|Swami Sivananda empfahl, keine Zwiebeln zu essen]]&lt;br /&gt;
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein. Sie wird auch bei Fließschnupfen eingesetzt. Symptomatisch sind wässrige, scharfe Absonderungen aus der Nase, aber der Tränenfluss ist milde. Es besteht ein Rauheitsgefühl und Zusammenschnüren des Kehlkopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heilpraktikerkurse.de/homoeopathie/steckbriefe-charakteristika-homoeopathischer-arzneimittel/allium-cepa-all-c.html &#039;&#039;Homöopathie. Allium cepa (All-c.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilpraktikerkurse.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ayurveda und Yoga&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yoga-aktuell.de/gesundheit-und-ayurveda/ayurveda/zwiebel/ &#039;&#039;Zwiebel.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Yoga aktuell.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung.  Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heilkunde-ayurveda.de/glossar/zwiebeln/#:~:text=Die%20Zwiebel%20%28Allium%20cepa%29%20geh%C3%B6rt%20der%20Gattung%20der,auf%20den%20ganzen%20Organismus.%20Au%C3%9Ferdem%20wirken%20sie%20probiotisch &#039;&#039;Zwiebeln.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heilkunde-ayurveda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogameister [[Swami Sivananda]] riet davon ab, Zwiebeln zu essen, da sie nach seiner Forschung zu den [[y:tamas|tamasartigen]] Nahrungsmitteln gehören. Diese haben „einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis.&#039;&#039; Kapitel Vegetarismus. Mangalam Books, ISBN 3-922477-00-3. ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/vegetarismus/#c115214 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v. Chr.) wurden Überreste von [[w:Zwiebel|Zwiebeln]] gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.walaarzneimittel.ch/de/heilpflanzenlexikon-a-z/zwiebel Zwiebel.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WALA Arzneimittel.&#039;&#039; Abgerufen am 19. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==&lt;br /&gt;
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Hành-Tây.jpg|mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]&lt;br /&gt;
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 99–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Querschnitt durch eine Zwiebel zeigt eine nach innen organisierte Ringstruktur. Die Zwiebel ist eine relativ stark wässrige Pflanze, die jedoch mit den Ringstrukturen dieses Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert ist. Sie ist ein sehr gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper durch eine bessere Flüssigkeitsorganisierung eingeleitet wird:&lt;br /&gt;
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;(Foto: Einzelne Ringbildungen der Zwiebel und&amp;lt;br&amp;gt;Foto: Zusammenziehung der inneren Ringe, im Äußeren Heranbilden neuer Ringe. &#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Kommt noch eine eigene Zeichnung? Es wäre wünschenswert.)&amp;lt;/div&amp;gt;Das Wirken der roten wie auch der weißen Zwiebel beschreibt Heinz Grill aus metaphysischer Sicht wie folgt:&lt;br /&gt;
:„Die rote wie auch die weiße Zwiebel wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht. Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und bei einer Begegnung dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet.  &lt;br /&gt;
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.&#039;&#039; GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&amp;amp;view=fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Zwiebel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Aloe</name></author>
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