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	<title>AuroraWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-26T12:01:21Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Gleichnis_vom_Haus_auf_dem_Felsen_oder_auf_Sand&amp;diff=13063</id>
		<title>Gleichnis vom Haus auf dem Felsen oder auf Sand</title>
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		<updated>2026-04-10T07:47:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Madonnenlilie 24: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Het huis op de rots &#039;t Huijs op een Steenrots Vierentwintig scènes uit het Nieuwe Testament (serietitel), RP-P-1896-A-19368-147.jpg|mini|Haus auf einem Felsen gebaut und Haus auf Sand gebaut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Gleichnis vom Haus auf dem Felsen oder auf Sand&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Vom Haus, auf Felsen oder auf Sand gebaut&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Vom Hausbau&#039;&#039;&#039; genannt, steht im Evangelium nach Matthäus (Mt 7,24–29) am Ende der Bergpredigt. Eine ähnliche Passage findet sich in der Feldrede des Lukasevangeliums (Lk 6,47–49).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Bibelauslegungen wird dieses Gleichnis insoweit interpretiert, dass der Mensch sein ganzes Vertrauen in die Worte Jesu gibt und auch sein Handeln gemäß den Worten ausrichtet. Auf diese Weise gewinnt er einen Halt, der ihn die Stürme des Lebens bestehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus, das der Mensch auf Felsen erbaut, wird auch mit der Institution der Kirche und der Zugehörigkeit zu ihr gleichgesetzt. Demnach würde ein Mensch, der durch die Taufe der Kirche angehört, automatisch dieses Fundament besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geistiger Forschung ist das Haus auf dem Felsen die geistige Gründung des Bewusstseins in wahrheitsvollen Gedanken. Wahrheitsvolle Worte und geistige Gedanken wollen vom Menschen durch Kontemplation und Meditation ausreichend genug nach ihrer innersten Sinnbedeutung erforscht werden. Das Festhalten an Glaubensformen, Bekenntnissen und Traditionen löst sich auf und weicht einer freudigen Lebensweite der Freiheit, die es ermöglicht, anderen Menschen einen großen Raum eines toleranten Gespräches eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer in Weisheit gegründet ist, braucht nicht um diese zu streiten. Dies ist die geistige Bedeutung des Platzregens, der Ströme und der Winde, die das Haus auf dem Felsen nicht erschüttern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textstellen und Kontext im Neuen Testament ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelium nach Matthäus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elberfelder Übersetzung bringt das Gleichnis mit folgenden Worten zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird einem törichten Mann verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ (Mt 7,24-29)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.csv-bibel.de/bibel/matthaeus-7 &#039;&#039;Matthäus 7.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Elberfelder Übersetzung. Edition CSV.&#039;&#039; Abgerufen am 13. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Parallelstelle im Evangelium nach Lukas ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ähnlichen Worten steht dieses Gleichnis auch im Lukasevangelium. Es findet dort seinen Platz am Ende der Feldrede und beschließt das 6. Kapitel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist: Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet. Wer aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf die Erde baute, ohne Grundlage, an das der Strom schlug, und sogleich fiel es zusammen, und der Sturz jenes Hauses war groß.“ (Lk 6,47–49)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.csv-bibel.de/bibel/lukas-6 &#039;&#039;Lukas 6.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Elberfelder Übersetzung. Edition CSV.&#039;&#039; Abgerufen am 13. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologische Interpretationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jakob Lorber (1800-1864).jpg|mini|Jakob Lorber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Jakob Lorber|Jakob Lorber]] (1800–1864), österreichischer Schriftsteller, Musiker und christlicher Mystiker, spricht in Bezug auf das Gleichnis von einem unklugen Bauherrn, der sein Haus auf Sand gebaut hat, und einem klugen Bauherrn, der sein Haus auf den Felsen gebaut hat. Der Unkluge meinte anfangs, dass er klüger gehandelt habe, weil er sein Haus mit weniger Mühe und Beschwerlichkeit auf Sand im Tal erbaute, in einer guten Lage und mit leichtem Zugang. Dann muss er jedoch feststellen, dass sein Haus dem starken Orkan und Wolkenbruch nicht standhält und zerstört wird. Es erweist sich schlussendlich derjenige als der klügere Bauherr, der sein Haus oben auf den Felsen baute, dafür aber eine viel größere Mühe und Leistung erbringen musste. Diesem Haus können die Stürme und Wasserfluten nichts anhaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://jakob-lorber.info/das-gleichnis-vom-unklugen-und-klugen-bauherrn.html &#039;&#039;Das Gleichnis vom unklugen und klugen Bauherrn und seine Deutung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;jakob-lorber.info.&#039;&#039; Abgerufen am 13. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakob Lorber stellt dann die Frage, wie ein Mensch beschaffen sein muss, der sein Haus auf dem Felsen erbaut und kommt zur Antwort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Der muss durchgehends nicht leicht- und abergläubisch sein, sondern allein die Wahrheit in allem suchen, die allein ihn frei und wohlerleuchtet macht. Wer an mich glaubt, nach meiner Lehre lebt und handelt, zu dem werde ich Selbst kommen und Mich ihm geradeso getreuest offenbaren, wie nun euch.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Menschen, der sein Haus auf Sand baut, charakterisiert er folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Wen die wahre Liebe zur Wahrheit und zum Licht nicht anzieht und der in seiner Trägheit und Schläfrigkeit ganz behaglich verharrt und sich in der Welt soviel als möglich allen Vergnügungen und Zerstreuungen in die Arme wirft, wird der wohl einmal zum Licht der Welt gelangen?“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:USCG Tillamook Rock Lighthouse.jpg|mini|[[wen:Tillamook Rock Light|Tillamook Rock Light]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pater Pius Kirchgessner, Kapuziner, beschreibt in einer Predigt zum Gleichnis, dass es erst einmal wesentlich ist, die Worte Jesu richtig zu hören. Dann muss auf das Hören das Gehorchen folgen, das Handeln und Tun:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Botschaft des Evangeliums will wirksam werden im Handeln. Dazu ruft uns heute Jesus im Gleichnis vom Hausbau ganz eindringlich auf. Es steht ganz bewusst am Ende der Bergpredigt. Worin nämlich das Tun und Befolgen besteht, sagt er zuvor in den Worten und Weisungen seiner Predigt. – Diese Worte nicht nur hören, sondern sich zu Herzen nehmen und sie ins Tun umzusetzen, das ist entscheidend und macht ein glaubwürdiges, überzeugendes Christenleben aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Pius Kirchgessner: [https://www.pius-kirchgessner.de/05_Predigten/D_Sonntage_A/Hausbau.htm &#039;&#039;Das Gleichnis vom Hausbau auf Fels / Sand.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;pius-kirchgessner.de.&#039;&#039; Abgerufen am 13. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Björn Weiershausen interpretiert das Gleichnis, dass der Felsen ein Bild von Jesus Christus sei und der Sand die Haltung des Menschen, auf die eigene Kraft und die eigenen Werke zu setzen, anstatt auf Gott und Jesus Christus zu vertrauen. Platzregen, Ströme und Winde seien Sinnbilder für Gottes Bewertung des menschlichen Daseins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:BW&amp;quot;&amp;gt;Björn Weiershausen: [https://www.wo-ist-gott.info/wer-oder-was-ist-gott/jesus/gleichnisse/gleichnis-haus-auf-fels-gebaut.php &#039;&#039;Jesus Gleichnis vom Haus auf Felsen und auf Sand gebaut.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Wo ist Gott?&#039;&#039; Abgerufen am 13. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Der Mensch, der sein Leben ohne Gott gelebt hat und keine Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus erfahren hat, hat sinnbildlich auf Sand gebaut. Sein Leben wird nichts wert sein im Angesicht Gottes. Gott wird diesen Menschen, nach seinem Leben entsprechend seiner Taten richten. Das Urteil für solche Menschen lautet ewige Verdammnis und ewiges abgeschieden sein von Gott.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:BW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am weitesten verbreitete Interpretation geht auf Johannes Chrysostomus (ca. 347–407) zurück, der in seiner 24. Predigt über das Matthäusevangelium schrieb: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Johannes Chrysostomus|Johannes Chrysostomus]] (347-407) &amp;lt;ref&amp;gt;https://it.wikipedia.org/wiki/La_casa_costruita_sulla_roccia#Interpretazione Abgerufen am 13. März 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Mit dem &#039;Regen&#039; hier, den &#039;Fluten&#039; und den &#039;Winden&#039; drückt er metaphorisch die Katastrophen und Leiden jedes Menschen aus, wie falsche Anschuldigungen, Verschwörungen, Todesfälle, Verluste von Freunden, Leiden, all die Krankheiten unseres Lebens, die jeder von uns erwähnen kann.&amp;quot; Aber nichts dieser Dinge&amp;quot;, sagt He, &amp;quot;konnte das Haus zum Einsturz bringen, weil es auf Fels gegründet wurde.&amp;quot; Er gründet seine Lehre auf Felsen, denn tatsächlich sind seine Gebote stärker als jeder Stein und brechen alle Wellen menschlicher Angelegenheiten. Diejenigen, die diese Dinge bei sich behalten, profitieren nicht nur davon, wenn andere sie unterdrücken, sondern auch, wenn sie teuflisch gegen sie intrigieren. Und es ist nicht umsonst zu sprechen, denn [...] jeden Tag werden wir vom Teufel angegriffen, aber wir bleiben unbeweglich; und die Apostel waren wie wir, als alle Wellen der Welt gegen sie fielen, als Völker und Fürsten, sogar ihr Volk wie auch Fremde, sowohl böse Geister als auch der Teufel selbst, als alle Macht gegen sie wirkte, standen wie ein Fels und es schafften, sie zu zerstreuen.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Forschungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und Begründer der spirituellen Hochschule [[Kulturoase#Heinz_Grill|Sonnenoase]] in Lundo/Norditalien, weist aus geistiger Forschung darauf hin, dass die Überzeugung, sein Haus auf festen Fels gebaut zu haben, weil man sich mit Christus verbunden fühlt, eine große Illusion darstellen kann. Nicht das „äußere, übernommene, rezeptierte und konservierte Wort“ sei im letzten Teil der Bergpredigt angesprochen, der Mensch müsse „förmlich um die geistige Erkenntnis kämpfen, Belanglosigkeiten opfern, damit das Wort ihn frei macht und es ihm nicht nur ein kompensatorisches Gefühl verleiht, sondern ihm Tiefe und Kraft schenkt und ihm im weiteren Verlauf durch die integrative Lebenspraxis ein bleibendes Rückgrat betitelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Meditationsinhalt 98&#039;&#039; vom 7. August 2021 (PDF). Über die E-Mail-Adresse [mailto:meditationsinhalte@mail.de?subject=Meditationsinhalte meditationsinhalte@mail.de] kann die PDF erbeten und eingesehen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus auf dem Felsen ist, so Heinz Grill, „die geistige Gründung des Bewusstseins in wahrheitsvollen Gedanken“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Wer in einer wirklichen Weisheit gegründet ist und diese infolge seiner gründlichen Auseinandersetzung, das ist ein Fundament der aktiven Gedankenbildung, kommunizieren kann, erlebt sich selbst sicher und unangreifbar. Er spürt jene freudige Lebensweite der Freiheit, denn er kann sich selbst, wie auch anderen Menschen, einen großen Raum eines toleranten Gespräches eröffnen. Er ist nicht schweigend, sondern immer kommunizierend, sei es verbal, wie auch nonverbal. Eine errungene Weisheit erscheint niemals als Ideologie, denn sie zeugt für sich selbst, wirkt ohne Beeinflussung und Unterstreichung von Dritten und sie ist nicht nur intellektuell, sondern bildet eine unmittelbare Seelenkraft. Der, der in der Weisheit sicher gegründet ist, braucht um diese nicht zu streiten. Aus diesem Grunde spricht sich die Evangelientextstelle vom Haus auf dem Felsen deutlich dahingehend aus, dass das Haus nicht von Strömen, von Winden und Platzregen überwältigt werden kann. Das Haus auf dem Felsen ist die geistige Gründung des Bewusstseins in wahrheitsvollen Gedanken. Unweigerlich reifen diese zur Persönlichkeitsstruktur. Sie bilden sogar eine feste Organplastizität und ein gesundheitliches Fundament.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Med99&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Meditationsinhalt 99&#039;&#039; vom 13. August 2021 (PDF). Über die E-Mail-Adresse [mailto:meditationsinhalte@mail.de?subject=Meditationsinhalte meditationsinhalte@mail.de] kann die PDF erbeten und eingesehen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bhagvad Gita.jpg|mini|Krishna lehrt Arjuna (Bhagavad Gita)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Grill zieht vom Gleichnis eine Parallele zur [[w:Bhagavad Gita|Bhagavad Gita]] II,61. Er weist darauf hin, dass sich der Ausdruck „Weisheit“ in der Bhagavad Gita „vor allem auf Bindungslosigkeit und die daraus resultierende freie Gedankenperspektive“ beziehe. „Eine wirklich entwickelte Weisheit erscheint im Sinne des Seelenlebens immer frei, während die Mangelhaftigkeit oder besser ausgedrückt der Irrtum auf kategorische Weise Bindungen erzeugt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Med99&amp;quot; /&amp;gt; In der Bhagavad Gita spricht Krishna zu Arjuna:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:31px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi saṁyamya&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yukta āsīta mat-paraḥ&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vaśe hi yasyendriyāṇi&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasya prajñā pratiṣṭhitā&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hat er sie alle überwunden,&lt;br /&gt;
sollte er sitzen unverwandt in Mich vertieft;&lt;br /&gt;
dessen Sinne beherrscht sind,&lt;br /&gt;
der steht in der Weisheit fest.“ (BhG II,61)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Med99&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außerbiblische Parallelen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Saarbrücken, Moderne Galerie, Max Slevogt, zerstörtes Haus in Ènnetières.jpg|mini|&#039;&#039;Zerstörtes Haus in Ènnetières&#039;&#039;, [[w:Max Slevogt|Max Slevogt]] (1914)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[w:Abot de Rabbi Nathan|Abot de Rabbi Nathan]] gibt es eine vergleichbare Stelle in § 24 (3.–4. Jh., Kompilation 7.–9. Jh.). Dort heißt es, dass jemand, der viel Torah studiere und gute Werke tue, wie Kalk sei, der auf Steine gestrichen werde und den Regengüssen trotze. Jemand, der nur studiere, aber keine guten Werke tue, sei dagegen wie Kalk, der auf Ziegel gestrichen und dann vom Regen weich und fortgespült werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Aaron Schart: &#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20160313040714/https://www.uni-due.de/~gev020/courses/course-stuff/bib-mt07hausbau.htm Vom Hausbau (Mt 7,24–27 // Lk 6,47–49).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie.&#039;&#039; Archivlink, abgerufen am 28. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Originaltext lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Elisha ben Abuja sagt: Einer, in dem gute Werke sind, der viel Torah studiert hat, mit was kann er verglichen werden? Mit einem Menschen, der erst mit Steinen baut und danach mit Ziegeln (ungebrannt, nur in der Sonne getrocknet): Auch wenn viele Wasser kommen und sich sammeln an ihrer Seite, lösen sie sie nicht von ihrer Seite weg. Aber ein Mensch, in dem keine guten Werke sind, obgleich er Torah studierte, mit was kann er verglichen werden? Mit einem Menschen, der zuerst mit (ungebrannten) Ziegeln baut und danach mit Steinen. Auch wenn nur geringe Wasser sich sammeln, stürzen sie sie sogleich um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Er pflegte zu sagen: Ein Mensch, in dem gute Werke sind, der viel Torah studiert hat, mit was kann er verglichen werden? Mit Kalk, der auf Steine gestrichen ist: Auch wenn einige Regengüsse auf ihn fallen, können sie sie nicht vom Platz bewegen. Ein Mensch, in dem keine guten Werke sind, obgleich er viel Torah studiert hat, ist wie Kalk, der auf Ziegel gestrichen ist: Auch wenn geringer Regen darauf fällt, wird er weich und wird fortgespült.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Erlemann: &#039;&#039;Gleichnisauslegung: ein Lehr- und Arbeitsbuch.&#039;&#039; UTB für Wissenschaft, Nr. 2093. Francke Verlag, Tübingen 1999, Teil C, S.&amp;amp;nbsp;262–263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[w:Georg Neumark|Georg Neumark]] (1621–1681) war ein deutscher Dichter und Komponist von protestantischen Kirchenliedern. Er komponierte 1641 das bekannte Lied [[w:Wer nur den lieben Gott lässt walten|&#039;&#039;Wer nur den lieben Gott lässt walten&#039;&#039;,]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;dessen erste Strophe mit dem Vers „Wer Gott dem Allerhöchsten traut / Der hat auf keinen Sand gebaut“ endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Redewendung „auf Sand gebaut haben“ leitet sich ebenso von dieser Evangelienstelle ab und bedeutet, auf etwas vertraut zu haben, das ungewiss, zweifelhaft ist und folglich scheitern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie: Entwicklung des Menschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Haus auf Felsen und auf Sand gebaut}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklung des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neues Testament]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Madonnenlilie 24</name></author>
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