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	<title>AuroraWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-04T10:30:45Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7371</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-18T17:46:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut */ Erläuterung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“) heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das flüssig fasrige [[w:Bindegewebe|Bindegewebe]] umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt und das Krankheitsbild einer Gewebsazidose wird überwiegend nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[w:pH-Wert|pH-Wert]] ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|345px|Eine Aufnahme der Sonne mit Wasserstofffilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|345px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Außen (dem Bewusstsein zugänglich) – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Innen (unbewusste Stoffwechselprozesse) – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen des Eiweißes führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die [[w:Lymphe|Lymphe]] mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den [[w:Zelle (Biologie)|Zellen]] verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austausch&amp;amp;shy;medium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3.&amp;lt;ref&amp;gt;Geraldine Nagel, Jessica Rothberg: &#039;&#039;[https://www.onmeda.de/diagnose/laborwerte/ph-wert-id202031/ pH-Werte: Bedeutung für den Körper und Tabelle.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;onmeda.de.&#039;&#039; Abgerufen am 18. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoff&amp;amp;shy;wechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem [[a:Ätherleib|Ätherleib]] oder Bildekräfteleib und dem [[a:Astralleib|Astralleib]], vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen, her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, drückt in einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach rückwärts“ und das Saure jene, die von „rückwärts nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das [[w:Hämoglobin|Hämoglobin]] oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
# die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von [[w:Hydrogencarbonate|Bicarbonat]] oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von [[w:Kohlenhydrate|Kohlenhydraten]], [[w:Fette|Fetten]] und [[w:Aminosäuren|Aminosäuren]] ist die Hauptquelle für Säuren. Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere [[w:Phosphate|Phosphate]] und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Ein Phänomen von subtilen Wirkungen im Säure-Basen-Geschehen zeigt sich unter dem Mikroskop: Bei Einfluss von Bicarbonat kommt es zu einer kurzfristigen Überdehnung der Zelle. (Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons])}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Tannine|Gerbsäure]] und [[w:Essigsäure|Essigsäure]] aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Übermäßige Produktion von Salzsäure im Magen. z. B. wegen Stress, Wut oder Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[w:Milchsäure|Milchsäure]] und [[w:Ketosäuren|Ketosäuren]] bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof. Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Dr. Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung, machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zur Demineralisation von Knochen, was wiederum die Krankheit der [[w:Osteoporose|Osteoporose]] begünstigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.saeure-basen-ratgeber.de/blog/saeure-basen-fakten-check-rauchen/ Säure-Basen-Fakten-Check: Rauchen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Säure-Basen-Ratgeber.&#039;&#039; Abgerufen am 18. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fieber&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|330px|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – man wird leicht „sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenken, der Wirbelsäule sowie Rheuma oder Migräne können Zeichen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz der Pufferkapazität des Vollblutes ( Norm 47-56 mmol/l) abzüglich der Pufferkapazität des Plasma ( Norm 27-36 mmol/l) . (Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Zellen, d. h. auch ohne gepuffertes Hämoglobin, genannt.) Vollblut und Plasma werden mit Salzsäure schrittweise titriert und das Gesamtergebnis subtrahiert, Es ergibt sich so eine Aussage über den Intrazellulärpuffer. Und dieser lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu. Der Normalwert ist &amp;gt; 20 mmol/l.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ([[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich allerdings bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|350px|Der Pizzabäcker fertigte die Pizza nach einer zuvor gebildeten Vorstellung an und hatte während des ganzen Prozesses der Entstehung diejenigen Menschen im Auge, die sie essen werden. Nun liefert er sie selbst aus. Durch seine Beziehungsfähigkeit integriert er sich harmonisch in die Umgebung.]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, bringt das Thema der Übersäuerung mit der Entwicklungsfrage des Menschen in Zusammenhang. Er beschreibt, wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw. Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Es zeigt sich eine Störung des Leib-Seele-Verhältnisses, eine Dissoziation. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter führt er aus, dass der Mensch lernen kann, unabhängig von den Bedrängnissen der Ereignisse das Bewusstsein nach außen zu lenken. Dieser Krafteinsatz fördert auch die Verdauungskraft.&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im ausdauernden eigenständigen Herstellen einer guten Balance, die sowohl Unterforderung als auch Überforderung vermeidet, sieht Heinz Grill eine entwicklungsförderliche und somit therapeutische Option bei Übersäuerung. Ein bewusster Sinnesprozess schafft einen Berührungspunkt zwischen Außen und Innen und fördert die aktive Beziehungsaufnahme, z. B. zu den Nahrungsmitteln:&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 978-3-8304-75446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7317</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-17T00:15:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* pH-Wert und Wasserstoff */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Wasserstoffilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten: Außen, dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Innen,den unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|Die kreierte Pizza wird vom Bäcker in weitere Beziehung gebracht.„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, sieht das Thema der Übersäuerung in Hinblick auf eine Entwicklungsfrage. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter führt er aus, dass der Mensch lernen kann unabhängig von den Bedrängnissen der Ereignisse das Bewusstsein nach Außen zu lenken.Und dieser Krafteinsatz fördert auch die Verdauungskraft.&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein immer wieder eigenständige Herstellen einer guten Balance, also nicht Unter- aber auch nicht Überforderung sieht Heinz Grill als eine entwicklungsförderliche, also therapeutische Option. Eine angemessene Anforderung bei der Nahrung wären zum Beispiel eine eventuelle einseitige Fixierung, wie auch eine ängstliche Vermeidung mal in Ruhe zu lassen und Einzutreten in den interessierte Sinnesprozess der Wahrnehmung, der Beziehungsaufnahme.&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 978-3-8304-75446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7316</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7316"/>
		<updated>2025-09-17T00:12:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper */ Bildtext&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten: Außen, dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Innen,den unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|Die kreierte Pizza wird vom Bäcker in weitere Beziehung gebracht.„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, sieht das Thema der Übersäuerung in Hinblick auf eine Entwicklungsfrage. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter führt er aus, dass der Mensch lernen kann unabhängig von den Bedrängnissen der Ereignisse das Bewusstsein nach Außen zu lenken.Und dieser Krafteinsatz fördert auch die Verdauungskraft.&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein immer wieder eigenständige Herstellen einer guten Balance, also nicht Unter- aber auch nicht Überforderung sieht Heinz Grill als eine entwicklungsförderliche, also therapeutische Option. Eine angemessene Anforderung bei der Nahrung wären zum Beispiel eine eventuelle einseitige Fixierung, wie auch eine ängstliche Vermeidung mal in Ruhe zu lassen und Einzutreten in den interessierte Sinnesprozess der Wahrnehmung, der Beziehungsaufnahme.&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 978-3-8304-75446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7315</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T23:51:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|Die kreierte Pizza wird vom Bäcker in weitere Beziehung gebracht.„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, sieht das Thema der Übersäuerung in Hinblick auf eine Entwicklungsfrage. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter führt er aus, dass der Mensch lernen kann unabhängig von den Bedrängnissen der Ereignisse das Bewusstsein nach Außen zu lenken.Und dieser Krafteinsatz fördert auch die Verdauungskraft.&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein immer wieder eigenständige Herstellen einer guten Balance, also nicht Unter- aber auch nicht Überforderung sieht Heinz Grill als eine entwicklungsförderliche, also therapeutische Option. Eine angemessene Anforderung bei der Nahrung wären zum Beispiel eine eventuelle einseitige Fixierung, wie auch eine ängstliche Vermeidung mal in Ruhe zu lassen und Einzutreten in den interessierte Sinnesprozess der Wahrnehmung, der Beziehungsaufnahme.&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 978-3-8304-75446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7314</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T23:48:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht */ Hinführung Zitate&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|Die kreierte Pizza wird vom Bäcker in weitere Beziehung gebracht.„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, sieht das Thema der Übersäuerung in Hinblick auf eine Entwicklungsfrage. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter führt er aus, dass der Mensch lernen kann unabhängig von den Bedrängnissen der Ereignisse das Bewusstsein nach Außen zu lenken.Und dieser Krafteinsatz fördert auch die Verdauungskraft.&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein immer wieder eigenständige Herstellen einer guten Balance, also nicht Unter- aber auch nicht Überforderung sieht Heinz Grill als eine entwicklungsförderliche, also therapeutische Option. Eine angemessene Anforderung bei der Nahrung wären zum Beispiel eine eventuelle einseitige Fixierung, wie auch eine ängstliche Vermeidung mal in Ruhe zu lassen und Einzutreten in den interessierte Sinnesprozess der Wahrnehmung, der Beziehungsaufnahme.&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7313</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7313"/>
		<updated>2025-09-16T23:38:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|Die kreierte Pizza wird vom Bäcker in weitere Beziehung gebracht.„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7312</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T23:36:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht */ Bildtext ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|Die kreierte Pizza wird in weitere Beziehung gebracht.„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7311</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T23:33:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Therapie */  Bildtext geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|Zitronensäure ( [[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]], Vitamin C ) ist sauer im Geschmackserleben, wird aber basisch verstoffwechselt. |alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7310</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7310"/>
		<updated>2025-09-16T23:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Symptome */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7309</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T23:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Symptome */Bildtext neu&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit - &amp;quot; Man wird leicht sauer&amp;quot; - und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung. (10)]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7308</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7308"/>
		<updated>2025-09-16T23:17:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Symptome */ Bildtext verändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Auf der psychischen Ebene, im Gemüt zeigt sich oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit und auch erschöpfte, dumpfe Übermüdung. „ man wird leicht sauer- im wahrsten Sinn des Wortes.“]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7307</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7307"/>
		<updated>2025-09-16T23:13:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ausgleichsregulation und Säurequellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, letzteres ist mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7306</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7306"/>
		<updated>2025-09-16T20:19:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: Hinführung Zitat&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, stellt in einem Vortrag zu dem Thema der Übersäuerung die Ergebnisse seiner Forschungen dar. Er beschreibt wie das Bewusstsein bei Belastungen, Stress, Einseitigkeiten, Über- und auch Unterforderung oder Extremen nicht mehr frei in Beziehung ist, sondern bedrängt von Angst, Zwang, Müdigkeit usw..Das Bewusstsein fällt aus seinen Außenbezügen heraus. Dadurch entsteht eine Missstimmung, auch zum Körper. Eine Störung des Leib - Seele Verhältnisses, eine Dissoziation zeigt sich. In der Folge oder als Antwort darauf entsteht die Übersäuerung.&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7305</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T20:07:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Therapie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.  Normwert des Intracellularpuffers  &amp;gt; 20 mmol/l&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7304</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7304"/>
		<updated>2025-09-16T19:58:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Therapie */  Text Bild verändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch|alternativtext=Die Zitronensäure ( Ascorbinsäure, Vitamin C) ist vom Geschmackserleben sauer, verstoffwechselt wird sie aber basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7303</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T18:29:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ausgleichsregulation und Säurequellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis welches in der von außen aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – über Bindung an Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#die Knochen - als Mineralspeicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7302</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
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		<updated>2025-09-16T17:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers im Blut ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7301</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7301"/>
		<updated>2025-09-16T17:31:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen, oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
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		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7300"/>
		<updated>2025-09-16T17:10:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Urin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen Magen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7299</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7299"/>
		<updated>2025-09-16T17:06:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störungen der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit, das bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7298</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7298"/>
		<updated>2025-09-16T16:52:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Pathologie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Prof.Dr. Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Dr. Michael Worlitschek stellt in seinem Buch &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts&#039;&#039; folgende Ursachen heraus:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störung der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7297</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7297"/>
		<updated>2025-09-16T16:50:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ausgleichsregulation und Säurequellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwefelsäure aus schwefelhaltigen Aminosäuren&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Dr. Michael Worlitschek stellt in seinem Buch &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts&#039;&#039; folgende Ursachen heraus:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störung der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7296</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7296"/>
		<updated>2025-09-16T16:43:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ausgleichsregulation und Säurequellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Bindung an das Hämoglobin oder an Mineralien. Dies wirkt sofort, unmittelbar.&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid. Diese Wirkung tritt innerhalb von Minuten bis Stunden ein.&lt;br /&gt;
#die Nieren – einmal durch Ausscheidung von Wasser mit schnellem Wirkungseintritt und zum anderen durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, welches mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist. Diese Regulation benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harnsäure oder Schwefelsäure aus Aminosäuren und Fleisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Dr. Michael Worlitschek stellt in seinem Buch &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts&#039;&#039; folgende Ursachen heraus:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störung der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7295</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7295"/>
		<updated>2025-09-16T16:29:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Ausgleichsregulation und Säurequellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, welches von außen in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Mineralien, Hämoglobin – mittels chemischer Bindung – wirkt sofort,&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid – benötigt Minuten bis Stunden,&lt;br /&gt;
#die Nieren – Ausscheidung von Wasser – schnell oder durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, die mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist – benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harnsäure oder Schwefelsäure aus Aminosäuren und Fleisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Dr. Michael Worlitschek stellt in seinem Buch &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts&#039;&#039; folgende Ursachen heraus:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störung der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7294</id>
		<title>Übersäuerung des Bindegewebes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=%C3%9Cbers%C3%A4uerung_des_Bindegewebes&amp;diff=7294"/>
		<updated>2025-09-16T16:17:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Полевое титрование.jpg|mini|310px|Eine Studentin testet eine Grundwasser&amp;amp;shy;probe auf Säurebelastung]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Übersäuerung des Bindegewebes&#039;&#039;&#039; wird auch als &#039;&#039;&#039;Gewebsazidose&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch &#039;&#039;acidus&#039;&#039; „sauer“), heißt „Übersäuerung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Werts des Blutes gekoppelt. Eine Gewebsazidose wird eher nicht anerkannt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/de/word/pH &#039;&#039;Bedeutung von pH.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in  einem leicht basischen Bereich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif|mini|340px|Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== pH-Wert und Wasserstoff ===&lt;br /&gt;
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von &#039;&#039;potentia Hydrogenii&#039;&#039;, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation &#039;&#039;Säure-Basen-Regulation.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;pH-Werte der Körperflüssigkeiten:&amp;lt;br&amp;gt;Dem Bewusstsein zugänglich – sauer&amp;lt;br&amp;gt;Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hauschka: &#039;&#039;Ernährungslehre.&#039;&#039; 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039;] Leseausschnitt (PDF). In: &#039;&#039;narayana-verlag.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;ib-rauch.de.&#039;&#039; Abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisteswissenschaftliche Aspekte des Säure-Basen-Wirkens im Menschen ==&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Arzt Dr. [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] beschreibt in seinem Buch &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie&#039;&#039; die Wirkungen von Laugen und Säuren in ihrer Polarität und stellt daraus Bezüge zu dem Äther- oder Lebensbildekräfteleib und dem Astralleib, vereinfacht dem Bewusstsein des Menschen her:&lt;br /&gt;
:„Die Extreme von Lauge oder Säure sind – wie alle Extreme – lebensfeindlich. Aufschlussreich ist in diesem Sinne ihr Verhalten gegenüber gesundem Gewebe: Eine starke Lauge bewirkt eine [[w:Nekrose#Kolliquationsnekrose|Kolliquationsnekrose]], eine Säure aber eine [[w:Nekrose#Koagulationsnekrose|Koagulationsnekrose]]. Das besagt, dass die Lauge das geformte Gewebe quellen lässt, auflöst, verflüssigt, während die Säure das Eiweiß verfestigt, denaturiert, koaguliert: Eigenschaften wie sie grundsätzlich für den aufbauenden Ätherleib und den abbauenden Astralleib nötig sind, deren Wirken man in der Substanz somit erkennen kann. Im übrigen zeigt sich die Polarisierung bereits am Geschmack: Alkalisches schmeckt dumpf, fade, langweilig, während Saures anregend und attraktiv schmeckt und wirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Grundlagen einer geisteswissenschaftlich erweiterten Biochemie.&#039;&#039; 1. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1998, ISBN 377251734X, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]], Begründer der Anthroposophie, suchte bei seinen Forschungen zu den Lebensvorgängen des Menschen immer nach deren geistiger Grundlage. In einem Vortrag vor Medizinern über Säure-Base und Möglichkeiten der Therapie drückt er aus, dass das Basische jene Wirkungen des Menschen unterstützt die von „vorne nach hinten verlaufen“ und das Saure jene, die von „hinten nach vorne verlaufen“. Das Salzige hingegen wirkt von „oben nach unten“:&lt;br /&gt;
:„Da wird man finden, daß alles Basische eine Tendenz hat, zu unterstützen jene Wirkungen des Menschen, welche beginnen, sagen wir, im Munde und in der Verdauung sich fortsetzen, von vorn nach rückwärts; ebenso haben alle anderen Prozesse damit zu tun, welche von vorn nach rückwärts verlaufen. Basen haben mit dieser Richtung von vorn nach rückwärts etwas zu tun, Säuren mit der umgekehrten. Nur dann, wenn man den Gegensatz des Vorne-Menschen und des rückwärtigen Menschen ins Auge faßt, kommt man eigentlich auf den Gegensatz zwischen dem Basischen und dem Säurehaften. Dazu verhält sich das Salzhafte als zur Erde sich hin richtend, senkrecht stehend auf den beiden. Alle diejenigen Wirkungen, die von oben nach unten verlaufen, sind dasjenige, in das sich das Salzige hineinwirft. […] Da haben Sie auch die ganze Verwandtschaft des Salzigen mit der Erde gegeben, und da haben Sie das Ganze gegeben, was das Basische und das Säurehafte hat, das man etwa so schematisch zeichnen könnte: wenn hier Erde ist, hat das Salzige die Tendenz zur Erde hin und das Basische und das Säurehafte die Tendenz, im Kreise um die Erde herumzulaufen. Und damit hängt es wieder zusammen, daß einfach dadurch, daß man in gewisser Weise mit den im Organismus gegebenen Richtungen des Funktionierens sich bekannt macht, man auch wiederum eingreifen kann in diese Richtungen des Funktionierens.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; GA 312. 7. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3120-2, S. 244–245. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_312.pdf#page=244&amp;amp;view=Fit Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgleichsregulation und Säurequellen ==&lt;br /&gt;
Das Säure-Basen-Verhältnis, das in der aufgenommenen Nahrung besteht, impulsiert sofort Ausgleichsprozesse in und mit dem innerleiblichen Säure-Basen-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balanciert oder reguliert wird der Säure-Basen-Haushalt maßgeblich durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das Blut – durch Puffer wie das &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt;/&amp;lt;chem&amp;gt;CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;-System, Mineralien, Hämoglobin – mittels chemischer Bindung – wirkt sofort,&lt;br /&gt;
# die Lunge – durch Abatmung von Kohlendioxid – benötigt Minuten bis Stunden,&lt;br /&gt;
#die Nieren – Ausscheidung von Wasser – schnell oder durch Ausscheidung von Bicarbonat oder dessen Wiederaufnahme, die mit Ausscheidung von Wasserstoff gekoppelt ist – benötigt Stunden bis Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der körpereigene Energiestoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren ist die Hauptquelle für Säuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes, hier vereinfachtes Beispiel für die wechselseitigen Prozessabläufe, die in der pH-Ausgleichsregulation stattfinden:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Abbau von Kohlenhydraten und Fetten entsteht Kohlendioxid, das sich im Blut mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Diese trennt sich in Wasserstoff und Bicarbonat. Der Wasserstoff bindet sich an das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, gelangt in die Lunge, wo in einer Umkehrreaktion schlussendlich Kohlendioxid und Wasser entsteht. Das Kohlendioxid wird abgeatmet. Das Wasser wird über die Niere ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; + &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;H2CO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;chem&amp;gt;CO2 + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserstoff plus Bicarbonat&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlensäure&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;⇔&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Kohlendioxid plus Wasser&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und umgekehrt in wechselseitiger Balance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|SISopVFUun8|530x310|center|Eine Wirkung bei Bicarbonat-Ion Zusatz (&amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt;): Das Volumen einer Zelle ändert sich. Quelle Video: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dynamic-Volume-Changes-in-Astrocytes-Are-an-Intrinsic-Phenomenon-Mediated-by-Bicarbonate-Ion-Flux-pone.0051124.s001.ogv?uselang=de Wikimedia Commons]}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dieses System des Zusammenwirkens aus &amp;lt;chem&amp;gt;HCO3^-&amp;lt;/chem&amp;gt; und &amp;lt;chem&amp;gt;CO2&amp;lt;/chem&amp;gt; ist der wichtigste chemische Puffer im Blut. Danach folgt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen und dann andere Phosphate und Proteine sowie ein Austausch durch Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Säureüberlastung werden die Mineralien des Knochen zu einem wichtigen Puffer. Knochen setzen im Austausch für &amp;lt;chem&amp;gt;H+&amp;lt;/chem&amp;gt; zunächst Natriumhydrogenkarbonat und Kaliumbikarbonat frei. Besteht die Übersäuerung länger, setzen sie dann Kalziumkarbonat und -phosphat frei. Eine anhaltende Übersäuerung kann daher zu Demineralisation und Osteoporose beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Säurequellen sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerbsäure und Essigsäure aus Süßwaren und Alkohol&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Salzsäure aus Stress, Wut und Ärger&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: [https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Schmerztherapie_Worlitschek.pdf &#039;&#039;Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts in der komplementären Schmerztherapie.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Die Naturheilkunde.&#039;&#039; Sonderdruck aus Ausgabe 3/2012. Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Arten der Säurebelastung können nicht abgeatmet werden und werden durch die Nieren ausgeschieden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harnsäure oder Schwefelsäure aus Aminosäuren und Fleisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Milchsäure und Ketosäuren bei starker anaerober Muskelaktivität&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Abbau von Phosphat aus der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Örtlich spielt sich die latente Übersäuerung im Bindegewebe ab. Dort ist das Austauschmilieu zwischen den Zellen, dem Blut, der Lymphe, den Nerven, den Immunzellen und somit dem Gesamtorganismus. Dieses Phänomen geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus der Erforschung und wird als Grundgewebe oder Matrix bezeichnet. Zum Beispiel erforschte und erarbeitete Hartmut Heine (1941–2014) neben Alfred Pischinger und Ernst P. Hauss das System der Grundregulation. Sie entdeckten die Gewebsazidose als eine wesentlich dort wurzelnde Störung, die sie dann lebenslang weiter erforschten mit folgenden Ergebnissen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei erhöhter oder länger anhaltender Säureanflutung im Blut kann diese nicht schnell genug abgepuffert werden und wird zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts in die Matrix des Bindegewebes eingeschleust. Dort reagieren die Säuren mit Mineralien sowie Eiweißen und lagern sich ab, bis sie durch die zunehmende Alkalisierung unter Mineralverbrauch des Blutes wieder ausgewaschen, neutralisiert werden. Wenn dies aber sehr oft oder sehr lange geschieht, verschlackt und versauert das Bindegewebe immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge stagniert die Zirkulation. Daraufhin werden die Zellen weniger versorgt und auch der Abtransport von Blutgasen und Stoffwechselprodukten vermindert sich. Als Reaktion treten immunologische, entzündliche Prozesse auf, die eine Reizkarzinogenese, also Bedingungen für Krebsentstehung fördern. Nerven reagieren im sauren Milieu verstärkt mit Schmerzreizen. Die Veränderungen der elastischen und kollagenen Fasern durch Säure, z. B. Aufquellen oder Verfestigung machen Gewebe verletzbarer, dichter und mürber. Bei langer Säurebelastung mit verstärktem Mineralpufferbedarf kommt es zu Demineralisation von Knochen und Osteoporose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.gesundheit.de/krankheiten-symptome/uebersaeuerung-id213450/ Übersäuerung des Magens: Ursachen &amp;amp; Hilfe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;gesundheit.de.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen oder Verstärker einer Übersäuerung ==&lt;br /&gt;
Die Ursachen einer Übersäuerung liegen nicht nur in der Ernährung und können sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken. Dr. Michael Worlitschek stellt in seinem Buch &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts&#039;&#039; folgende Ursachen heraus:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endogene Ursachen (von innen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* gestörte Darmfunktion und/oder Darmflora (Säure durch Gärung oder Fäulnis) &lt;br /&gt;
* Störungen der Nieren, z. B. durch altersbedingte Nierenfunktionseinschränkung &lt;br /&gt;
* Störung des Atemverhaltens (zu flacher oder gepresster Atem) oder Störung der Lunge&lt;br /&gt;
* Unterfunktion der [[w:Magenschleimhaut#Fundusdrüsen|Belegzellen]] des Magens mit der Folge, dass sich die regelmäßig zur Entlastung stattfindenden Basenfluten verringern&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exogene Ursachen (von außen kommend) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Übermaß an Zufuhr säurebildender Nahrung (Fleisch, Fisch, Wurst, Softgetränke, Zusatz- und Konservierungsstoffe, Zucker, Kaffee, Schwarztee) werden durch Bildung von Phosphaten und Sulfaten [[w:Alkalien|Alkalien]] entzogen&lt;br /&gt;
* Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse usw.)&lt;br /&gt;
* Zu wenig Flüssigkeit bedeutet weniger Ausscheidung über die Niere und weniger Schwitzen&lt;br /&gt;
* Nikotin, Alkohol&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Faktoren ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:15px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stress&lt;br /&gt;
* Fasten, Hunger&lt;br /&gt;
* Entzündungsprozesse &lt;br /&gt;
* Fieber&lt;br /&gt;
* Schwere körperliche Belastung&lt;br /&gt;
* Bestimmte Medikamente&lt;br /&gt;
* Fehlende körperliche Bewegung (weniger Abatmen von Säuren, weniger Schwitzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A man suffering from indigestion; suggested by little charac Wellcome V0010877.jpg|mini|Ein Mann, der an Verdauungsstörungen leidet]]&lt;br /&gt;
Die Symptome sind körperlich gesehen eher unscharf und nicht so spezifisch benennbar, wie z. B. Kopfschmerzen. Eine Schmerzhaftigkeit des Gewebes oder eine Verdichtung mit Elastizitätsverlust kann ein Hinweis sein. Ebenso Veränderungen der Nägel mit Brüchigkeit oder stumpfes und sprödes Haar. Auch Hautunreinheiten, Zungenbeläge, Mundgeruch, Magen-Darm-Reizungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sind zu nennen. Eine Verschlimmerung schon bestehender Beschwerden am Bewegungsapparat, den Gelenke, der Wirbelsäule, Rheuma oder Migräne können Zeichen sein. Langfristig gesehen gibt es Zusammenhänge mit degenerativen Erkrankungen wie [[Koronare Herzkrankheit|KHK]], Bluthochdruck oder Osteoporose mit Knochenbrüchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/uebersaeuerung-mythos-oder-echtes-problem/ Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Netzwerk Frauengesundheit.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der psychischen Ebene zeigt sich im Gemüt oft eine überempfindliche, unleidige Reizbarkeit – „Man wird leicht sauer“ – und auch eine erschöpfte, dumpfe Übermüdung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik der Gewebsazidose ==&lt;br /&gt;
Dr. Michael Worlitschek war in Praxis und Theorie ein maßgeblicher Pionier einer rationellen Diagnostik, die den dynamischen Verhältnissen der pH-Regulation entspricht, die er wie folgt beschreibt:&lt;br /&gt;
:„Im Stoffwechsel des Menschen besteht ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Durch eine Säure-Basen-Flut ähnlich den Gezeiten der Meere kann der Körper dieses Gleichgewicht aufrechterhalten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;pH-Profil des Urins&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3- bis 5-mal am Tag über 3 Tage wird der pH-Wert des Urins gemessen. Nur ein Mehrtagesprofil des Urins ist aussagekräftig zur Beurteilung der Säureausscheidung der Nieren bzw. des „dahinter“ liegenden Bindegewebes. Normal ist ein Morgentief des pH-Wertes (etwa 5) – die Folge der nächtlichen parasympathischen Säureausscheidung –, nach dem Frühstück eine Basenausschüttung mit einem pH-Anstieg auf 6–7 und nach dem Mittagessen eine noch stärkere Reaktion mit einem pH-Wert bis über 7. Spätabends ist der Urin basisch. Pathologisch ist eine Regulationsstarre (pH-Wert gleichbleibend bei 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Provokationstest&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens werden auf nüchternen 5 Basentabletten oder 2 Teelöffel Basenpulver mit 2 Gläsern Wasser eingenommen. Eine pH-Wert-Messung im Urin findet nach 1–2 Stunden statt. Wenn der pH-Wert von 5 nur unwesentlich verändert ist, kann von einem erheblichen Basenmangel ausgegangen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Urintitration nach Sander&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird eine [[w:Säure-Base-Titration|Titration]] gebundener saurer bzw. basischer Anteile im Urin durchgeführt und der mittlere Aziditätsquotient, einer Messzahl für die Säurebelastung des Körpers, errechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung des Intrazellulärpuffers des Bluts ===&lt;br /&gt;
Der Intrazellulärpuffer errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Vollblutpuffer abzüglich dem Plasmapuffer. Plasma wird die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen, d. h. ohne Hämoglobin genannt. Diese Differenz lässt einen Rückschluss auf den Säurezustand des Gewebes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Michael Worlitschek: &#039;&#039;[https://eurumed.de/wp-content/uploads/2020/02/Thumorgeschehen_Worlitschek.pdf Säure-Basen-Haushalt und Tumorgeschehen – Eine praxisorientierte Betrachtung.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Forum Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 15. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1-ASCORBIC ACID.jpg|mini|[[w:Ascorbinsäure|Ascorbinsäure]] (Vitamin C) ist im Geschmack sauer, im Stoffwechsel basisch]]&lt;br /&gt;
Am einfachsten und effektivsten ist die Ernährungsumstellung auf verstärkte Anteile von Gemüse, Kräuter und Obst sowie Nüsse und Saaten. Diese sind alle reich an Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium und wirken so im Stoffwechsel basenbildend. Eine Überdosierung kann nicht stattfinden. Daneben sollten Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Fertigprodukte, Softgetränke, Kaffee und Alkohol reduziert werden. Milchsauer vergorene Lebensmittel sowie Backferment- statt Hefebackwaren, die den Darm ansäuern, sind ebenfalls zu empfehlen. Ist das Darmmilieu leicht säuerlich, haben es krankmachende Bakterien und Pilze schwerer, sich im Darm anzusiedeln. Reines Wasser und Kräutertees wirken verdünnend und ausschwemmend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ausgeprägten Befunden können auch vorübergehend Minerale substituiert werden. Während in der Nahrung die Mineralien Teil eines ganzen, gewachsenen Lebensmittels sind, handelt es sich bei den zahlreichen Basenmitteln oder Mineralpräparaten um isolierte, extrahierte Stoffe, die auch Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise kann Calcium, wenn es der Mensch in zu hohen Dosen zu sich nimmt, Herz und Gefäße belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Bewegung, ideal an der frischen Luft, fördert die Atmung, die Zirkulation und die Verdauung. Ein freierer Atem kann herangebildet werden. Schwitzen wirkt entsäuernd und deshalb ist körperliche, kräftige Bewegung ein aktiver, Sauna ein passiver Ansatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Behandlung aus geistiger Sicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pizzalieferung.png|mini|330px|„Die kosmische Verbindung des Menschen ist gleichzusetzen mit der guten und profunden Beziehungsfähigkeit im gewöhnlichen Leben. Man muss sich nicht dem Sternenhimmel zuwenden, sondern kann sich durchaus dem irdischen Leben hingeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Aus der Sicht von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]], spiritueller Lehrer und anthroposophischer Heilpraktiker, entsteht die Übersäuerung, wenn das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt:&lt;br /&gt;
:„Wichtig aber erscheint es, den Zusammenhang, der nicht nur ein sogenannter psychosomatischer, sondern ein viel größerer, ein wirklicher Leib-Seele-Zusammenhang ist, zu erkennen. […] Die Übersäuerung ist eine Erscheinung, die sehr viele Gesichter besitzt und dennoch in ihrer Bedeutung immer auf den gleichen Zusammenhang stößt und das ist jener, dass das Bewusstsein aus seinem kosmischen Eingebundensein herausfällt, und somit die Beziehungs&amp;amp;shy;verhältnisse zu den Mitmenschen oder auch zu den verschiedenen Objekten der Welt nicht mehr ausreichend geordnet und natürlich stattfinden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Damit Getreide verdaut und wirklich harmonisch verwertet werden kann und die Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente zu einer geeigneten gesunden Aufbauleistung im Organismus beitragen, ist gleichzeitig die Aktivität in einem Ich-geführten Bewusstsein oder in einem bewussten Hinwenden zu größeren philosophischen und geistigen Fragen im Leben notwendig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Auch mit der Ernährung nimmt der Mensch an der Außenwelt teil. Über die Sinne wird ihm dieser Prozess bewusst, wenn er z.B. die Nahrung schmeckt, sie riecht und die Farben und Formen wahrnimmt. Diese bewusste Sinneswahr&amp;amp;shy;nehmung ist wie der Kreuzpunkt der Lemniskate, der zwischen der Außen- und Innenwelt liegt. In der lebendigen Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln bewegt sich der Mensch in einem rhythmischen Wechselspiel zwischen Außen und Innen. Er nimmt nicht nur physische Nahrung in sich hinein, sondern „beseelt“ den Prozess durch sein aktives Sinnesleben wie in einem Kreuz- oder Berührungspunkt. Der Sinnesprozess ist immer wie ein feinster Berührungspunkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Worlitschek: &#039;&#039;Praxis des Säure-Basen-Haushalts.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2008, ISBN 978-3-8304-7217-9.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heine: &#039;&#039;Lehrbuch der biologischen Medizin.&#039;&#039; Karl F. Haug Verlag, 2014, ISBN 9783830475446.&lt;br /&gt;
* Alfred Pischinger, Hartmut Heine: &#039;&#039;Das System der Grundregulation.&#039;&#039; 13. Auflage. Thieme Verlag, ISBN 978-3-13-244338-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Ernährung und die gebende Kraft des Menschen.&#039;&#039; 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0.&lt;br /&gt;
* Hans Konrad Biesalski, Stephan C. Bischoff, Christoph Puchstein (alle Herausgeber): &#039;&#039;Ernährungsmedizin.&#039;&#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3131002945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.saeure-basen-forum.de/saeure-basen-haushalt/nahrungsmitteltabelle/ &#039;&#039;Nahrungsmitteltabelle.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Säure-Basen Forum.&#039;&#039; Tabelle zu säure- und basenhaltigen Lebensmitteln.&lt;br /&gt;
* [https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/koerper/koerperfunktionen/uebersaeuerung-wissenschaftlich &#039;&#039;Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit.&#039;&#039; Chronologische Liste von Studien.&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose &#039;&#039;Azidose.&#039;&#039;] Artikel in Wikipedia mit ausführlicher Darstellung der schulmedizinischen Sichtweise zur Azidose (auf Blut bezogen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seiten, die EmbedVideo verwenden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=7217</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
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		<updated>2025-09-09T06:51:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz selbst versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Struktur- und Funktionsverlust der Gefäße setzen kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koronare Herzkrankheit ist mit ihren akuten Manifestationen weltweit die häufigste Todesursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden und Störungen des modulierenden Gefäßmuskeltonus vermindert sich der freie Blutfluss. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Gewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Medizin sind einige Ursachen bekannt, die in Zusammenhang stehen mit der Atherosklerose: Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Umweltverschmutzung, psychosoziale Einflüsse oder durch Einflüsse des Zeitgeists. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen, ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität und der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behandlung und Prävention ist übergeordnet der Wert der eigenen Aktivität herausgearbeitet. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, Anregungen, Orientierungen und praktische Lernfelder zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Inhalten wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus bis hin zum Absterben von Gewebe. Dies kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;]  In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzkranzgefäßerkrankungen mit ihren Folgen sind global die häufigste Todesursache und machen circa ein Drittel der Todesursachen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Artherosklerose und endothelialer Dysfunktion sind das Ergebnis eines schleichenden Prozesses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachenforschung zur Entstehung der KHK entwickelt sich beständig weiter. Beispielhaft wird in der aktuellen deutschen Leitlinie 2024 zu CCS (chronic coronary syndromes) festgestellt:&lt;br /&gt;
:„Das Verständnis der Pathophysiologie des CCS wandelt sich von einem einfachen zu einem komplexeren und dynamischeren Modell.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=9&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 7. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache der KHK wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis &#039;&#039;atherosclerosis (n.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass sich Blutgerinnsel [[w:Thrombus|Thromben]] bilden können. Insgesamt wird die Arterie härter und enger. Sie verliert ihre Elastizität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uniklinikum-jena.de/lbpathphys_media/Downloads/Pathophysiologie/Skripten/e_Herzinfarkt+Anders+f%C3%BCr+Studenten+mit+Kontrollfragen-p-902.pdf &#039;&#039;Pathophysiologie des Herz-Kreislaufsystems. Koronarinsuffizienz – Herzinfarkt.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Universitätsklinikum Jena.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorübergehende Verkrampfung der Herzkranzgefäße (diese krampfartige Gefäßverengung nennt man „Koronarspasmus“) kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch Stress, Nikotin, Mineralienverschiebung, Kälte oder körperliche Belastung ausgelöst werden. Ist das Endothel gesund, nimmt es die Schubspannung des Blutes wahr und kann Substanzen freisetzen, die regulierend auf den Gefäßtonus wirken. Durch die Atherosklerose geht jedoch diese Funktion verloren, was die Krampfneigung fördert. Da Krämpfe wiederum die Atherosklerose begünstigen, entsteht eine Abwärtspirale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Pathophysiologie_v934028_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose und/oder eines Spasmus kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lärm am Arbeitsplatz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lichtverschmutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/umwelt-lebensstilfaktoren-herz-kreislauf-risiko &#039;&#039;Wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Gelbe Liste. Farmindex.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Risikofaktoren_v934040_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Vorliegen von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=39&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 37–38. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] erhöht die Scherkräfte und die Gefäßwandspannung.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht&lt;br /&gt;
* Fettstoffwechselstörungen mit zu viel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter (bei Frauen nach den Wechseljahren)&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-D-Mangel-geht-aufs-Herz-266706.html &#039;&#039;KHK und Infarkt. Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ÄrzteZeitung.&#039;&#039; Abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;Gefühle prägen das Herz&amp;lt;br&amp;gt;([[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039;)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, ballaststoffreich ist und ungesättigte Fette bevorzugt, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf Herzgesund leben.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass sich im Sommer weniger Herzinfarkte ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlichen Ansatz ===&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont der anthroposophische Arzt und Autor [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslösen, da sie durch kollektive Untersuchungen gewonnen sind:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/gesundheit-entwicklung-gesetze/ Logik und Gesetze der Gesundheit XI – Die seelisch-geistige Entwicklung verläuft nicht nach mechanischen Kriterien.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also passiv fortbewegen. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist, und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang zwischen der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beziehung zwischen Menschen durch ein Thema.png|mini|330px|Eine inhaltliche Beziehung zu einem Gegenüber ist ein Grundbaustein der Wärmeentwicklung]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer passiven Wärmebildung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Sonnenbad und der Aktivierung der Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung, bei der die Wärme von Innen nach Außen strömt, hebt Heinz Grill die Wärmekraft des Gedankens hervor, der vom Menschen aktiv gedacht wird. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des [[a:Ätherleib|Ätherleibes]] und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Standpunkt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|330px|Ablagerungen in einem belasteten [[w:Blutserum|Blutserum]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode der Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|330px|Durchströmung und Zentrierung in einem gesunden Blutserum&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode der Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bei einer Erkrankung der kleinen Gefäße ist bisher außer der medikamentösen Therapie keine invasive Behandlungsmethode erfolgversprechend. Bei Erkrankung der großen Gefäße besteht zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Möglichkeit, einen [[w:Stent|Stent]] (Gefäßstütze) zu setzen oder anderer operativer Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufstellung und Beschreibung der medikamentösen und invasiv-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei der KHK gibt die „Patientenleitlinie zur [[w:Nationale Versorgungsleitlinie|Nationalen VersorgungsLeitlinie]]“. In Kapitel 7 wird die Behandlung mit Medikamenten dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=44&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel 7: &#039;&#039;Behandlung mit Medikamenten.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kapitel 8 die verschiedenen Möglichkeiten eines operativen Eingriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=72&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel&amp;amp;nbsp;8: &#039;&#039;Operative Eingriffe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Prävention (von lateinisch &#039;&#039;praevenire&#039;&#039; „zuvorkommen“, „verhüten“) versteht man in der Medizin Maßnahmen, die eine Schädigung eines gesunden Organismus verhindern können (&#039;&#039;Primärprävention&#039;&#039;), die symptomlose Krankheitsfrühstadien aufdecken (&#039;&#039;Sekundärprävention&#039;&#039;) sowie Maßnahmen, die Rückfälle verhindern oder ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können (&#039;&#039;Tertiärprävention&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prävention der KHK spielt das Risikofaktoren-Management eine Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen, die Risikofaktoren reduzieren oder besser vermeiden können. Zur Prävention gehört damit indirekt die auch medikamentöse Therapie von Begleiterkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]], [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] und Fettstoffwechselstörungen, da es sich hier ebenfalls um Risikofaktoren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KHK-Patienten können durch Änderungen ihres Lebensstils, ihrer Art und Weise der Lebensführung, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Zu den erfolgversprechenden Änderungen gehören die Beendigung des Rauchens, eine zielgerichtete Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht und Umgangsformen mit Stress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Ärzteblatt zieht in einem Übersichtsartikel zur Prävention bei KHK das Fazit, dass die Wirksamkeit der angeführten Lebensstilveränderungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache überschreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der eigenen Aktivität wird herausgestellt. So heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Patienteninformation der Versorgungsleitlinien zur KHK:&lt;br /&gt;
:„Den wichtigsten Teil der Behandlung übernehmen Sie dabei selbst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://register.awmf.org/assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-004pi1_S3_Chronische-KHK_2024-09.pdf &#039;&#039;Koronare Herzkrankheit. Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;AWMF online. Nationale Versorgungsleitlinien.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass eine Veränderung des Lebensstils, des Verhaltens, der Einstellung, ein Zurücklassen alter Gewohnheiten und die Entwicklung einer Selbstverantwortung grundsätzlich möglich ist. Diese Vermeidung oder das Angehen von Risikofaktoren ist ein Aspekt, den der Patient angehen kann. Ein anderer Aspekt ist die Schaffung neuer Perspektiven, indem der Mensch lernt, durch eigenen Einsatz Gesundheitskräfte zu aktivieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;K. D. Kolenda: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/102/26/a1889.pdf &#039;&#039;Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: Effizienz nachweisbar.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt&#039;&#039; (PDF). 102/2005, S. A1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wirth: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/lebensstilaenderung-zur-praevention-und-therapie-von-arteriosklerotischen-krankheiten-9612a253-53cc-4765-8541-a4f27d8822c5 &#039;&#039;Medizin. Lebensstiländerung zur Prävention und Therapie von arteriosklerotischen Krankheiten.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;[https://herzschule-muenchen.de/konzept/ &#039;&#039;Integratives Konzept.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Herzschule München. Mit integralem Herzverständnis heil werden.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führend ist dabei der Gedanke, dass der Mensch – auch der erwachsene Mensch – Neues lernen und umsetzen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf#page=100&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; PDF, S. 100. Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer konkreten Umsetzung gibt es vom Kochkurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; über Koronarsport&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. med. Julia Hofmann: &#039;&#039;[https://www.navigator-medizin.de/gesundheitsthemen/sport-und-gesundheit/herzsportgruppen.html Herzsportgruppen in meiner Nähe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Navigator-Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu verhaltenstherapeutischen Methoden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html#moderne-ordnungstherapie-und-mind-body-medizin Moderne Ordnungstherapie und Mind-Body-Medizin.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fülle von Empfehlungen, Angeboten, Ratgebern, Kursen und Schulungen. Angeboten werden diese institutionell aus dem Gesundheitssystem,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;  von fachübergreifenden therapeutischen Zusammenschlüssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; und andere. Sie basieren auf unterschiedlichen Herangehensweisen, Konzepten, Methoden und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sind die Gesetzmäßigkeiten des Lernens:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wissen erwerben&lt;br /&gt;
* Kennenlernen und Erfahren&lt;br /&gt;
* Ziele setzen&lt;br /&gt;
* Praktisches Einüben und Trainieren&lt;br /&gt;
* Wiederholung und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Umsetzung im Alltag&lt;br /&gt;
* Korrektur&lt;br /&gt;
* Verankerung über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildegard von Bingen.jpg|mini|340px|Für [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179), Äbtissin und Heilkundige, ist die Herzenshärte oder Hart&amp;amp;shy;herzigkeit (&#039;&#039;obstinatio&#039;&#039;) eine tiefere seelische Ursache für Gefäßverhärtung und Arteriosklerose. Sie sieht eine Heilung in der Tugend der Reue (&#039;&#039;compunctio cordis&#039;&#039;), die die Härte aufbricht. Wenn die Lebenskraft fließt, die sie Grünheit oder Grünkraft (&#039;&#039;viriditas&#039;&#039;) nennt, ist der Mensch vor Herz- und Kreislauferkrankungen geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.symptome.ch/wiki/Hildegardmedizin_Krankheiten_des_Herzen/ &#039;&#039;Krankheiten des Herzens. Hildegardheilkunde in neuer Sicht.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;symptome.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 18. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von ihr stammt der Aphorismus:&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;„Hat der Mensch die Heiterkeit seines Gemütes wiedererlangt, dann kehren auch die Gefäße&amp;lt;br&amp;gt;in ihren gesunden Zustand zurück.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aphorismen.de/zitat/161347 &#039;&#039;Aphorismus zum Thema Heiterkeit. Hildegard von Bingen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aphorismen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 18. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 gab der indische Arzt, Yogin und spiritueller Meister [[Swami Sivananda]] in seinem Buch &#039;&#039;Practice of Nature Cure&#039;&#039; zur Behandlung von Herzerkrankungen klare und konkrete Angaben. Sein Standpunkt umfasst sowohl medizinisches als auch spirituelles Wissen:&lt;br /&gt;
:„Bettruhe, körperliche und geistige Ruhe ist notwendig. Beseitige Verstopfung. Mache einen Einlauf. Beseitige Unreinheiten des Körpers. Vermeide übermäßiges Essen. Gib Zigaretten, Alkohol, Tee und Kaffee auf. Iss Obst und grünes Gemüse und gekeimte Bohnen. Die Ernährung sollte leicht und bekömmlich sein. Milch und Obst sind gut. […] Geregelte Ernährung und gute Gewohnheiten halten gesund. […] Vermeide zu harte Arbeit. Vermeide Überanstrengung und Überlastung. Nimm ein kaltes Bad. Nimm ein Sonnenbad und mache leichte körperliche Übungen. Atme sanft und tief. Wenn man die Körperübungen schrittweise steigert, ist das gut. Überanstrenge dich dabei nicht, so das du nicht in Atemnot gerätst. […] Kultiviere einen besonnenen Geist. Lebe ein regelmäßiges und diszipliniertes Leben. So wird der Körper rein und stark.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Practice of Nature Cure. [With a portrait.]&#039;&#039; Ausgabe 10. Sivananda Publication League, 1952. ([[y:Herzerkrankungen#Behandlung|Online]] mit deutscher Übersetzung auf &#039;&#039;yoga-vidya.de&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistiger Standpunkt ===&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Heilpraktiker und spirituelle Lehrer [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] (* 1960) sieht zur Heilung der Skleroseprozesse die „Wärmebildung“ des Menschen als wesentlich an:  &lt;br /&gt;
:„Die wichtigste Heilmaßnahme, um die sklerotischen Prozesse im Körper zu verhindern, geschieht durch eine körperliche, seelische und geistige Aktivität, die sinnvoll die gesamte menschliche Entwicklung bereichert. Für diese integrale Entwicklung bedarf es der [[a: Wärmeäther|Wärmebildung]], die jeden Tag erneut durch gesunde Aktivitäten herangebildet werden muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das große Buch der Heilkraft durch Yogaaktivität.&#039;&#039; 4.,&amp;amp;nbsp;vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2025. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2025, ISBN 978-3-948803-19-3, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Umsetzung und konkrete Entwicklung einer wärmebildenden Lebenskraft arbeitete er zehn Lernschritte aus. Wesentlich wird ein Unterscheidungsstudium angeregt zwischen einem Konsumverhalten, wo der Mensch nur für sich aus einer Sache etwas herausholen kann, und dem umfassend aufbauenden Wert, sich erlebend mit einer Sache, einer Idee oder einem Menschen auseinanderzusetzen. Diese eigenständig entwickelte Beziehung – eine seelisch-geistige Tätigkeit – vermehrt die Wärmebildung für eine gesamte Entwicklung.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/lebenskraft-waerme/ Zehn Lernschritte zur Entwicklung der wärmebildenden Lebenskraft.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Buch ===&lt;br /&gt;
* Annette Bopp, Thomas Breitkreuz, Andreas Fried, Jakob Gruber: &#039;&#039;Das Herz stärken. Das ganzheitliche Programm. Ganzheitliche Selbsthilfe bei Infarkt und Herzschwäche.&#039;&#039; Gräfe und Unzer Verlag, München 2011, ISBN 978-3-8338-2172-1.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8.&lt;br /&gt;
* Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32.&lt;br /&gt;
* Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst. Band 3.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Online ===&lt;br /&gt;
* [https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/nvl-004.html &#039;&#039;Chronische KHK.&#039;&#039;] – Nationale Versorgungsleitlinie der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Version 7.0 vom 30. August 2024.&lt;br /&gt;
* [https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie.&#039;&#039; ESC Pocket Guidelines Version 2024 (PDF).&lt;br /&gt;
* Ranya N. Sweis, Arif Jivan / Review von Jonathan G. Howlett: [https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Überprüft/überarbeitet Februar 2024, geändert Januar 2025.&lt;br /&gt;
* AOK-Bundesverband eGbR (Hrsg.): [https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de&#039;&#039;. 8. Auflage, April 2025 (PDF). &lt;br /&gt;
* Dr. med. Matthias Frank: [https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html &#039;&#039;Sekundärprävention. Naturheilkunde bei KHK.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Artikel vom 15. Dezember 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=7216</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
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		<updated>2025-09-09T06:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz selbst versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Struktur- und Funktionsverlust der Gefäße setzen kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koronare Herzkrankheit ist mit ihren akuten Manifestationen weltweit die häufigste Todesursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden und Störungen des modulierenden Gefäßmuskeltonus vermindert sich der freie Blutfluss. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Gewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Medizin sind einige Ursachen bekannt, die in Zusammenhang stehen mit der Atherosklerose: Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Umweltverschmutzung, psychosoziale Einflüsse oder durch Einflüsse des Zeitgeists. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen, ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität und der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behandlung und Prävention ist übergeordnet der Wert der eigenen Aktivität herausgearbeitet. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, Anregungen, Orientierungen und praktische Lernfelder zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Inhalten wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus bis hin zum Absterben von Gewebe. Dies kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;]  In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzkranzgefäßerkrankungen mit ihren Folgen sind global die häufigste Todesursache und machen circa ein Drittel der Todesursachen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Artherosklerose und endothelialer Dysfunktion sind das Ergebnis eines schleichenden Prozesses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachenforschung zur Entstehung der KHK entwickelt sich beständig weiter. Beispielhaft wird in der aktuellen deutschen Leitlinie 2024 zu CCS (chronic coronary syndromes) festgestellt:&lt;br /&gt;
:„Das Verständnis der Pathophysiologie des CCS wandelt sich von einem einfachen zu einem komplexeren und dynamischeren Modell.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=9&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 7. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache der KHK wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis &#039;&#039;atherosclerosis (n.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass sich Blutgerinnsel [[w:Thrombus|Thromben]] bilden können. Insgesamt wird die Arterie härter und enger. Sie verliert ihre Elastizität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uniklinikum-jena.de/lbpathphys_media/Downloads/Pathophysiologie/Skripten/e_Herzinfarkt+Anders+f%C3%BCr+Studenten+mit+Kontrollfragen-p-902.pdf &#039;&#039;Pathophysiologie des Herz-Kreislaufsystems. Koronarinsuffizienz – Herzinfarkt.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Universitätsklinikum Jena.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorübergehende Verkrampfung der Herzkranzgefäße (diese krampfartige Gefäßverengung nennt man „Koronarspasmus“) kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch Stress, Nikotin, Mineralienverschiebung, Kälte oder körperliche Belastung ausgelöst werden. Ist das Endothel gesund, nimmt es die Schubspannung des Blutes wahr und kann Substanzen freisetzen, die regulierend auf den Gefäßtonus wirken. Durch die Atherosklerose geht jedoch diese Funktion verloren, was die Krampfneigung fördert. Da Krämpfe wiederum die Atherosklerose begünstigen, entsteht eine Abwärtspirale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Pathophysiologie_v934028_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose und/oder eines Spasmus kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lärm am Arbeitsplatz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lichtverschmutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/umwelt-lebensstilfaktoren-herz-kreislauf-risiko &#039;&#039;Wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Gelbe Liste. Farmindex.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Risikofaktoren_v934040_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Vorliegen von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=39&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 37–38. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] erhöht die Scherkräfte und die Gefäßwandspannung.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht&lt;br /&gt;
* Fettstoffwechselstörungen mit zu viel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter (bei Frauen nach den Wechseljahren)&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-D-Mangel-geht-aufs-Herz-266706.html &#039;&#039;KHK und Infarkt. Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ÄrzteZeitung.&#039;&#039; Abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;Gefühle prägen das Herz&amp;lt;br&amp;gt;([[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039;)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, ballaststoffreich ist und ungesättigte Fette bevorzugt, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf Herzgesund leben.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass sich im Sommer weniger Herzinfarkte ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlichen Ansatz ===&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont der anthroposophische Arzt und Autor [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslösen, da sie durch kollektive Untersuchungen gewonnen sind:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/gesundheit-entwicklung-gesetze/ Logik und Gesetze der Gesundheit XI – Die seelisch-geistige Entwicklung verläuft nicht nach mechanischen Kriterien.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also passiv fortbewegen. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist, und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang zwischen der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beziehung zwischen Menschen durch ein Thema.png|mini|330px|Eine inhaltliche Beziehung zu einem Gegenüber ist ein Grundbaustein der Wärmeentwicklung]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer passiven Wärmebildung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Sonnenbad und der Aktivierung der Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung, bei der die Wärme von Innen nach Außen strömt, hebt Heinz Grill die Wärmekraft des Gedankens hervor, der vom Menschen aktiv gedacht wird. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des [[a:Ätherleib|Ätherleibes]] und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Standpunkt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|330px|Ablagerungen in einem belasteten [[w:Blutserum|Blutserum]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode der Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|330px|Durchströmung und Zentrierung in einem gesunden Blutserum&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode der Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bei einer Erkrankung der kleinen Gefäße ist bisher außer der medikamentösen Therapie keine invasive Behandlungsmethode erfolgversprechend. Bei Erkrankung der großen Gefäße besteht zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Möglichkeit, einen [[w:Stent|Stent]] (Gefäßstütze) zu setzen oder anderer operativer Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufstellung und Beschreibung der medikamentösen und invasiv-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei der KHK gibt die „Patientenleitlinie zur [[w:Nationale Versorgungsleitlinie|Nationalen VersorgungsLeitlinie]]“. In Kapitel 7 wird die Behandlung mit Medikamenten dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=44&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel 7: &#039;&#039;Behandlung mit Medikamenten.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kapitel 8 die verschiedenen Möglichkeiten eines operativen Eingriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=72&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel&amp;amp;nbsp;8: &#039;&#039;Operative Eingriffe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Prävention (von lateinisch &#039;&#039;praevenire&#039;&#039; „zuvorkommen“, „verhüten“) versteht man in der Medizin Maßnahmen, die eine Schädigung eines gesunden Organismus verhindern können (&#039;&#039;Primärprävention&#039;&#039;), die symptomlose Krankheitsfrühstadien aufdecken (&#039;&#039;Sekundärprävention&#039;&#039;) sowie Maßnahmen, die Rückfälle verhindern oder ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können (&#039;&#039;Tertiärprävention&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prävention der KHK spielt das Risikofaktoren-Management eine Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen, die Risikofaktoren reduzieren oder besser vermeiden können. Zur Prävention gehört damit indirekt die auch medikamentöse Therapie von Begleiterkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]], [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] und Fettstoffwechselstörungen, da es sich hier ebenfalls um Risikofaktoren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KHK-Patienten können durch Änderungen ihres Lebensstils, ihrer Art und Weise der Lebensführung, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Zu den erfolgversprechenden Änderungen gehören die Beendigung des Rauchens, eine zielgerichtete Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht und Umgangsformen mit Stress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Ärzteblatt zieht in einem Übersichtsartikel zur Prävention bei KHK das Fazit, dass die Wirksamkeit der angeführten Lebensstilveränderungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache überschreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der eigenen Aktivität wird herausgestellt. So heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Patienteninformation der Versorgungsleitlinien zur KHK:&lt;br /&gt;
:„Den wichtigsten Teil der Behandlung übernehmen Sie dabei selbst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://register.awmf.org/assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-004pi1_S3_Chronische-KHK_2024-09.pdf &#039;&#039;Koronare Herzkrankheit. Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;AWMF online. Nationale Versorgungsleitlinien.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass eine Veränderung des Lebensstils, des Verhaltens, der Einstellung, ein Zurücklassen alter Gewohnheiten und die Entwicklung einer Selbstverantwortung grundsätzlich möglich ist. Diese Vermeidung oder das Angehen von Risikofaktoren ist ein Aspekt, den der Patient angehen kann. Ein anderer Aspekt ist die Schaffung neuer Perspektiven, indem der Mensch lernt, durch eigenen Einsatz Gesundheitskräfte zu aktivieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;K. D. Kolenda: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/102/26/a1889.pdf &#039;&#039;Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: Effizienz nachweisbar.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt&#039;&#039; (PDF). 102/2005, S. A1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wirth: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/lebensstilaenderung-zur-praevention-und-therapie-von-arteriosklerotischen-krankheiten-9612a253-53cc-4765-8541-a4f27d8822c5 &#039;&#039;Medizin. Lebensstiländerung zur Prävention und Therapie von arteriosklerotischen Krankheiten.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;[https://herzschule-muenchen.de/konzept/ &#039;&#039;Integratives Konzept.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Herzschule München. Mit integralem Herzverständnis heil werden.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führend ist dabei der Gedanke, dass der Mensch – auch der erwachsene Mensch – Neues lernen und umsetzen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf#page=100&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; PDF, S. 100. Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer konkreten Umsetzung gibt es vom Kochkurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; über Koronarsport&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. med. Julia Hofmann: &#039;&#039;[https://www.navigator-medizin.de/gesundheitsthemen/sport-und-gesundheit/herzsportgruppen.html Herzsportgruppen in meiner Nähe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Navigator-Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu verhaltenstherapeutischen Methoden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html#moderne-ordnungstherapie-und-mind-body-medizin Moderne Ordnungstherapie und Mind-Body-Medizin.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fülle von Empfehlungen, Angeboten, Ratgebern, Kursen und Schulungen. Angeboten werden diese institutionell aus dem Gesundheitssystem,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;  von fachübergreifenden therapeutischen Zusammenschlüssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; und andere. Sie basieren auf unterschiedlichen Herangehensweisen, Konzepten, Methoden und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sind die Gesetzmäßigkeiten des Lernens:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wissen erwerben&lt;br /&gt;
* Kennenlernen und Erfahren&lt;br /&gt;
* Ziele setzen&lt;br /&gt;
* Praktisches Einüben und Trainieren&lt;br /&gt;
* Wiederholung und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Umsetzung im Alltag&lt;br /&gt;
* Korrektur&lt;br /&gt;
* Verankerung über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildegard von Bingen.jpg|mini|340px|Für [[w:Hildegard von Bingen|Hildegard von Bingen]] (1098–1179), Äbtissin und Heilkundige, ist die Herzenshärte oder Hart&amp;amp;shy;herzigkeit (&#039;&#039;obstinatio&#039;&#039;) eine tiefere seelische Ursache für Gefäßverhärtung und Arteriosklerose. Sie sieht eine Heilung in der Tugend der Reue (&#039;&#039;compunctio cordis&#039;&#039;), die die Härte aufbricht. Wenn die Lebenskraft fließt, die sie Grünheit oder Grünkraft (&#039;&#039;viriditas&#039;&#039;) nennt, ist der Mensch vor Herz- und Kreislauferkrankungen geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.symptome.ch/wiki/Hildegardmedizin_Krankheiten_des_Herzen/ &#039;&#039;Krankheiten des Herzens. Hildegardheilkunde in neuer Sicht.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;symptome.ch.&#039;&#039; Abgerufen am 18. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von ihr stammt der Aphorismus:&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;„Hat der Mensch die Heiterkeit seines Gemütes wiedererlangt, dann kehren auch die Gefäße&amp;lt;br&amp;gt;in ihren gesunden Zustand zurück.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aphorismen.de/zitat/161347 &#039;&#039;Aphorismus zum Thema Heiterkeit. Hildegard von Bingen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aphorismen.de.&#039;&#039; Abgerufen am 18. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 gab der indische Arzt, Yogin und spiritueller Meister [[Swami Sivananda]] in seinem Buch &#039;&#039;Practice of Nature Cure&#039;&#039; zur Behandlung von Herzerkrankungen klare und konkrete Angaben. Sein Standpunkt umfasst sowohl medizinisches als auch spirituelles Wissen:&lt;br /&gt;
:„Bettruhe, körperliche und geistige Ruhe ist notwendig. Beseitige Verstopfung. Mache einen Einlauf. Beseitige Unreinheiten des Körpers. Vermeide übermäßiges Essen. Gib Zigaretten, Alkohol, Tee und Kaffee auf. Iss Obst und grünes Gemüse und gekeimte Bohnen. Die Ernährung sollte leicht und bekömmlich sein. Milch und Obst sind gut. […] Geregelte Ernährung und gute Gewohnheiten halten gesund. […] Vermeide zu harte Arbeit. Vermeide Überanstrengung und Überlastung. Nimm ein kaltes Bad. Nimm ein Sonnenbad und mache leichte körperliche Übungen. Atme sanft und tief. Wenn man die Körperübungen schrittweise steigert, ist das gut. Überanstrenge dich dabei nicht, so das du nicht in Atemnot gerätst. […] Kultiviere einen besonnenen Geist. Lebe ein regelmäßiges und diszipliniertes Leben. So wird der Körper rein und stark.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Practice of Nature Cure. [With a portrait.]&#039;&#039; Ausgabe 10. Sivananda Publication League, 1952. ([[y:Herzerkrankungen#Behandlung|Online]] mit deutscher Übersetzung auf &#039;&#039;yoga-vidya.de&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistiger Standpunkt ===&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Heilpraktiker und spirituelle Lehrer [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] (* 1960) sieht zur Heilung der Skleroseprozesse die „Wärmebildung“ des Menschen als wesentlich an:  &lt;br /&gt;
:„Die wichtigste Heilmaßnahme, um die sklerotischen Prozesse im Körper zu verhindern, geschieht durch eine körperliche, seelische und geistige Aktivität, die sinnvoll die gesamte menschliche Entwicklung bereichert. Für diese integrale Entwicklung bedarf es der [[a: Wärmeäther|Wärmebildung]], die jeden Tag erneut durch gesunde Aktivitäten herangebildet werden muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das große Buch der Heilkraft durch Yogaaktivität.&#039;&#039; 4.,&amp;amp;nbsp;vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2025. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2025, ISBN 978-3-948803-19-3, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Umsetzung und konkrete Entwicklung einer wärmebildenden Lebenskraft arbeitete er zehn Lernschritte aus. Wesentlich wird ein Unterscheidungsstudium angeregt zwischen einem Konsumverhalten, wo der Mensch nur für sich aus einer Sache etwas herausholen kann, und dem umfassend aufbauenden Wert, sich erlebend mit einer Sache, einer Idee oder einem Menschen auseinanderzusetzen. Diese eigenständig entwickelte Beziehung – eine seelisch-geistige Tätigkeit – vermehrt die Wärmebildung für die gesamte Entwicklung.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/lebenskraft-waerme/ Zehn Lernschritte zur Entwicklung der wärmebildenden Lebenskraft.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Buch ===&lt;br /&gt;
* Annette Bopp, Thomas Breitkreuz, Andreas Fried, Jakob Gruber: &#039;&#039;Das Herz stärken. Das ganzheitliche Programm. Ganzheitliche Selbsthilfe bei Infarkt und Herzschwäche.&#039;&#039; Gräfe und Unzer Verlag, München 2011, ISBN 978-3-8338-2172-1.&lt;br /&gt;
* Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8.&lt;br /&gt;
* Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32.&lt;br /&gt;
* Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst. Band 3.&#039;&#039; 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Online ===&lt;br /&gt;
* [https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/nvl-004.html &#039;&#039;Chronische KHK.&#039;&#039;] – Nationale Versorgungsleitlinie der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Version 7.0 vom 30. August 2024.&lt;br /&gt;
* [https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie.&#039;&#039; ESC Pocket Guidelines Version 2024 (PDF).&lt;br /&gt;
* Ranya N. Sweis, Arif Jivan / Review von Jonathan G. Howlett: [https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Überprüft/überarbeitet Februar 2024, geändert Januar 2025.&lt;br /&gt;
* AOK-Bundesverband eGbR (Hrsg.): [https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de&#039;&#039;. 8. Auflage, April 2025 (PDF). &lt;br /&gt;
* Dr. med. Matthias Frank: [https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html &#039;&#039;Sekundärprävention. Naturheilkunde bei KHK.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Artikel vom 15. Dezember 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6952</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
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		<updated>2025-08-18T01:26:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz selbst versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Struktur- und Funktionsverlust der Gefäße setzen kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koronare Herzkrankheit ist mit ihren akuten Manifestationen weltweit die häufigste Todesursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden und Störungen des modulierenden Gefäßmuskeltonus vermindert sich der freie Blutfluss. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Gewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Ursachen stehen in Zusammenhang mit der Atherosklerose. Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Umweltverschmutzung, psychosoziale Einflüsse oder durch Einflüsse des Zeitgeists. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen. Ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert dahingehend die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität, der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behandlung und Prävention ist übergeordnet der Wert der eigenen Aktivität herausgearbeitet. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, Anregungen, Orientierungen und praktische Lernfelder zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Inhalten wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus bis hin zum Absterben von Gewebe. Diese kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms&#039;&#039;]  (PDF). In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzkranzgefäßerkrankungen mit ihren Folgen sind global die häufigste Todesursache und machen circa ein Drittel der Todesursachen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Artherosklerose und endothelialer Dysfunktion sind das Ergebnis eines schleichenden Prozesses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachenforschung zur Entstehung der KHK entwickelt sich beständig weiter. Beispielhaft wird in der aktuellen deutschen Leitlinie 2024 zu CCS (chronic coronary syndromes) festgestellt:&lt;br /&gt;
:„Das Verständnis der Pathophysiologie des CCS wandelt sich von einem einfachen zu einem komplexeren und dynamischeren Modell.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=9&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 7. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis &#039;&#039;atherosclerosis (n.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass sich Blutgerinnsel [[w:Thrombus|Thromben]] bilden können. Insgesamt wird die Arterie härter und enger. Sie verliert ihre Elastizität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uniklinikum-jena.de/lbpathphys_media/Downloads/Pathophysiologie/Skripten/e_Herzinfarkt+Anders+f%C3%BCr+Studenten+mit+Kontrollfragen-p-902.pdf &#039;&#039;Pathophysiologie des Herz-Kreislaufsystems. Koronarinsuffizienz – Herzinfarkt.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Universitätsklinikum Jena.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorübergehende Verkrampfung der Herzkranzgefäße (diese krampfartige Gefäßverengung nennt man „Koronarspasmus“) kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch Stress, Nikotin, Mineralienverschiebung, Kälte oder körperliche Belastung ausgelöst werden. Ist das Endothel gesund, nimmt es die Schubspannung des Blutes wahr und kann Substanzen freisetzen, die regulierend auf den Gefäßtonus wirken. Durch die Atherosklerose geht jedoch diese Funktion verloren, was die Krampfneigung fördert. Da Krämpfe wiederum die Atherosklerose begünstigen, entsteht eine Abwärtspirale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Pathophysiologie_v934028_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose und/oder eines Spasmus kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lärm am Arbeitsplatz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lichtverschmutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/umwelt-lebensstilfaktoren-herz-kreislauf-risiko &#039;&#039;Wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Gelbe Liste. Farmindex.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Risikofaktoren_v934040_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Vorliegen von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=39&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 37–38. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] erhöht die Scherkräfte und die Gefäßwandspannung.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht&lt;br /&gt;
* Fettstoffwechselstörungen mit zu viel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter bei Frauen nach den Wechseljahren&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-D-Mangel-geht-aufs-Herz-266706.html &#039;&#039;KHK und Infarkt. Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ÄrzteZeitung.&#039;&#039; Abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;Gefühle prägen das Herz&amp;lt;br&amp;gt;([[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039;)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, ballaststoffreich ist und ungesättigte Fette bevorzugt, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf Herzgesund leben.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass im Sommer weniger Herzinfarkte sich ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (KDK). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlicher Ansatz ===&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont der anthroposophische Arzt und Autor [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslösen, da sie durch kollektive Untersuchungen gewonnen sind:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/gesundheit-entwicklung-gesetze/ Logik und Gesetze der Gesundheit XI – Die seelisch-geistige Entwicklung verläuft nicht nach mechanischen Kriterien.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also passiv fortbewegen. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang zwischen der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beziehung zwischen Menschen durch ein Thema.png|mini|330px|Eine inhaltliche Beziehung zu einem Gegenüber ist ein Grundbaustein der Wärmeentwicklung]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer passiven Wärmebildung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Sonnenbad und der Aktivierung der Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung, bei der die Wärme von Innen nach Außen strömt, hebt Heinz Grill die Wärmekraft des Gedankens hervor, der vom Menschen aktiv gedacht wird. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des Ätherleibes und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Standpunkt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|Arterielle Ablagerungen&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|Arterielle Durchströmung und Zentrierung&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bei einer Erkrankung der kleinen Gefäße ist bisher außer der medikamentösen Therapie keine invasive Behandlungsmethode erfolgversprechend. Bei Erkrankung der großen Gefäße besteht zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Möglichkeit, einen Stent zu setzen oder anderer operativer Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufstellung und Beschreibung der medikamentösen und invasiv-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei der KHK gibt die „Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie“. In Kapitel 7 wird die Behandlung mit Medikamenten dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=44&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel 7: &#039;&#039;Behandlung mit Medikamenten.&#039;&#039;In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kapitel 8 die verschiedenen Möglichkeiten eines operativen Eingriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=72&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel&amp;amp;nbsp;8: &#039;&#039;Operative Eingriffe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Prävention (von lateinisch &#039;&#039;praevenire&#039;&#039; „zuvorkommen“, „verhüten“) versteht man in der Medizin Maßnahmen, die eine Schädigung eines gesunden Organismus verhindern können (&#039;&#039;Primärprävention&#039;&#039;), die symptomlose Krankheitsfrühstadien aufdecken (&#039;&#039;Sekundärprävention&#039;&#039;) sowie Maßnahmen, die Rückfälle verhindern oder ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können (&#039;&#039;Tertiärprävention&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prävention der KHK spielt das Risikofaktoren-Management eine Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen, die Risikofaktoren reduzieren oder besser vermeiden können. Zur Prävention gehört damit indirekt die auch medikamentöse Therapie von Begleiterkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen, da es sich hier ebenfalls um Risikofaktoren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KHK-Patienten können durch Änderungen ihres Lebensstils, ihrer Art und Weise der Lebensführung, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Zu den erfolgversprechenden Änderungen gehören die Beendigung des Rauchens, eine zielgerichtete Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht und Umgangsformen mit Stress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Ärzteblatt zieht in einem Übersichtsartikel zur Prävention bei KHK das Fazit, dass die Wirksamkeit der angeführten Lebensstilveränderungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache überschreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der eigenen Aktivität wird herausgestellt. So heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Patienteninformation der Versorgungsleitlinien zur KHK:&lt;br /&gt;
:„Den wichtigsten Teil der Behandlung übernehmen Sie dabei selbst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://register.awmf.org/assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-004pi1_S3_Chronische-KHK_2024-09.pdf &#039;&#039;Koronare Herzkrankheit. Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;AWMF online. Nationale Versorgungsleitlinien.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass eine Veränderung des Lebensstils, des Verhaltens, der Einstellung, ein Zurücklassen alter Gewohnheiten und die Entwicklung einer Selbstverantwortung grundsätzlich möglich ist. Diese Vermeidung oder das Angehen von Risikofaktoren ist ein Aspekt, den der Patient angehen kann. Ein anderer Aspekt ist die Schaffung neuer Perspektiven, indem der Mensch lernt, durch eigenen Einsatz Gesundheitskräfte zu aktivieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;K. D. Kolenda: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/102/26/a1889.pdf &#039;&#039;Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: Effizienz nachweisbar.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; 102/2005, S. A1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wirth: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/lebensstilaenderung-zur-praevention-und-therapie-von-arteriosklerotischen-krankheiten-9612a253-53cc-4765-8541-a4f27d8822c5 &#039;&#039;Medizin. Lebensstiländerung zur Prävention und Therapie von arteriosklerotischen Krankheiten.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;[https://herzschule-muenchen.de/konzept/ &#039;&#039;Integratives Konzept.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Herzschule München. Mit integralem Herzverständnis heil werden.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führend ist dabei der Gedanke, dass der Mensch – auch der erwachsene Mensch – Neues lernen und umsetzen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf#page=100&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; PDF, S. 100. Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer konkreten Umsetzung gibt es vom Kochkurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; über Koronarsport&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. med. Julia Hofmann: &#039;&#039;[https://www.navigator-medizin.de/gesundheitsthemen/sport-und-gesundheit/herzsportgruppen.html Herzsportgruppen in meiner Nähe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Navigator-Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu verhaltenstherapeutischen Methoden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html#moderne-ordnungstherapie-und-mind-body-medizin Moderne Ordnungstherapie und Mind-Body-Medizin.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fülle von Empfehlungen, Angeboten, Ratgebern, Kursen und Schulungen. Angeboten werden diese institutionell aus dem Gesundheitssystem,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;  von fachübergreifenden therapeutischen Zusammenschlüssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; und andere. Sie basieren auf unterschiedlichen Herangehensweisen, Konzepten, Methoden und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sind die Gesetzmäßigkeiten des Lernens:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wissen erwerben&lt;br /&gt;
* Kennenlernen und Erfahren&lt;br /&gt;
* Ziele setzen&lt;br /&gt;
* Praktisches Einüben und Trainieren&lt;br /&gt;
* Wiederholung und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Umsetzung im Alltag&lt;br /&gt;
* Korrektur&lt;br /&gt;
* Verankerung über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 gab der indische Arzt, Yogin und spiritueller Meister [[Swami Sivananda]] in seinem Buch &#039;&#039;Practice of Nature Cure&#039;&#039; zur Behandlung von Herzerkrankungen klare und konkrete Angaben. Sein Standpunkt umfasst sowohl medizinisches als auch spirituelles Wissen:&lt;br /&gt;
:„Bettruhe, körperliche und geistige Ruhe ist notwendig. Beseitige Verstopfung. Mache einen Einlauf. Beseitige Unreinheiten des Körpers. Vermeide übermäßiges Essen. Gib Zigaretten, Alkohol, Tee und Kaffee auf. Iss Obst und grünes Gemüse und gekeimte Bohnen. Die Ernährung sollte leicht und bekömmlich sein. Milch und Obst sind gut. […] Geregelte Ernährung und gute Gewohnheiten halten gesund. […] Vermeide zu harte Arbeit. Vermeide Überanstrengung und Überlastung. Nimm ein kaltes Bad. Nimm ein Sonnenbad und mache leichte körperliche Übungen. Atme sanft und tief. Wenn man die Körperübungen schrittweise steigert, ist das gut. Überanstrenge dich dabei nicht, so das du nicht in Atemnot gerätst. […] Kultiviere einen besonnenen Geist. Lebe ein regelmäßiges und diszipliniertes Leben. So wird der Körper rein und stark.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Practice of Nature Cure. [With a portrait.]&#039;&#039; Ausgabe 10. Sivananda Publication League, 1952. ([[y:Herzerkrankungen#Behandlung|Online]] mit deutscher Übersetzung auf &#039;&#039;yoga-vidya.de&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistiger Standpunkt ===&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Heilpraktiker und spirituelle Lehrer [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] (* 1960) sieht zur Heilung der Skleroseprozesse die „Wärmebildung“ des Menschen als wesentlich an:  &lt;br /&gt;
:„Die wichtigste Heilmaßnahme, um die sklerotischen Prozesse im Körper zu verhindern, geschieht durch eine körperliche, seelische und geistige Aktivität, die sinnvoll die gesamte menschliche Entwicklung bereichert. Für diese integrale Entwicklung bedarf es der Wärmebildung, die jeden Tag erneut durch gesunde Aktivitäten herangebildet werden muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das große Buch der Heilkraft durch Yogaaktivität.&#039;&#039; 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2025. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2025, ISBN 978-3-948803-19-3, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Umsetzung und konkrete Entwicklung einer wärmebildenden Lebenskraft arbeitete er zehn Lernschritte aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/lebenskraft-waerme/ Zehn Lernschritte zur Entwicklung der wärmebildenden Lebenskraft.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*x&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6951</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6951"/>
		<updated>2025-08-18T01:24:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz selbst versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Struktur- und Funktionsverlust der Gefäße setzen kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koronare Herzkrankheit ist mit ihren akuten Manifestationen weltweit die häufigste Todesursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden und Störungen des modulierenden Gefäßmuskeltonus vermindert sich der freie Blutfluss. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Gewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Ursachen stehen in Zusammenhang mit der Atherosklerose. Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Umweltverschmutzung, psychosoziale Einflüsse oder durch Einflüsse des Zeitgeists. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen. Ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert dahingehend die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität, der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behandlung und Prävention ist übergeordnet der Wert der eigenen Aktivität herausgearbeitet. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, Anregungen, Orientierungen und praktische Lernfelder zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Inhalten wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus bis hin zum Absterben von Gewebe. Diese kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms&#039;&#039;]  (PDF). In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzkranzgefäßerkrankungen mit ihren Folgen sind global die häufigste Todesursache und machen circa ein Drittel der Todesursachen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Artherosklerose und endothelialer Dysfunktion sind das Ergebnis eines schleichenden Prozesses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachenforschung zur Entstehung der KHK entwickelt sich beständig weiter. Beispielhaft wird in der aktuellen deutschen Leitlinie 2024 zu CCS (chronic coronary syndromes) festgestellt:&lt;br /&gt;
:„Das Verständnis der Pathophysiologie des CCS wandelt sich von einem einfachen zu einem komplexeren und dynamischeren Modell.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=9&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 7. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis &#039;&#039;atherosclerosis (n.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass sich Blutgerinnsel [[w:Thrombus|Thromben]] bilden können. Insgesamt wird die Arterie härter und enger. Sie verliert ihre Elastizität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uniklinikum-jena.de/lbpathphys_media/Downloads/Pathophysiologie/Skripten/e_Herzinfarkt+Anders+f%C3%BCr+Studenten+mit+Kontrollfragen-p-902.pdf &#039;&#039;Pathophysiologie des Herz-Kreislaufsystems. Koronarinsuffizienz – Herzinfarkt.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Universitätsklinikum Jena.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorübergehende Verkrampfung der Herzkranzgefäße (diese krampfartige Gefäßverengung nennt man „Koronarspasmus“) kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch Stress, Nikotin, Mineralienverschiebung, Kälte oder körperliche Belastung ausgelöst werden. Ist das Endothel gesund, nimmt es die Schubspannung des Blutes wahr und kann Substanzen freisetzen, die regulierend auf den Gefäßtonus wirken. Durch die Atherosklerose geht jedoch diese Funktion verloren, was die Krampfneigung fördert. Da Krämpfe wiederum die Atherosklerose begünstigen, entsteht eine Abwärtspirale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Pathophysiologie_v934028_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose und/oder eines Spasmus kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lärm am Arbeitsplatz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lichtverschmutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/umwelt-lebensstilfaktoren-herz-kreislauf-risiko &#039;&#039;Wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Gelbe Liste. Farmindex.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Risikofaktoren_v934040_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Vorliegen von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=39&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 37–38. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] erhöht die Scherkräfte und die Gefäßwandspannung.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht&lt;br /&gt;
* Fettstoffwechselstörungen mit zu viel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter bei Frauen nach den Wechseljahren&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-D-Mangel-geht-aufs-Herz-266706.html &#039;&#039;KHK und Infarkt. Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ÄrzteZeitung.&#039;&#039; Abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;Gefühle prägen das Herz&amp;lt;br&amp;gt;([[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039;)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, ballaststoffreich ist und ungesättigte Fette bevorzugt, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf Herzgesund leben.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass im Sommer weniger Herzinfarkte sich ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (KDK). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlicher Ansatz ===&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont der anthroposophische Arzt und Autor [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslösen, da sie durch kollektive Untersuchungen gewonnen sind:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/gesundheit-entwicklung-gesetze/ Logik und Gesetze der Gesundheit XI – Die seelisch-geistige Entwicklung verläuft nicht nach mechanischen Kriterien.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also passiv fortbewegen. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang zwischen der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beziehung zwischen Menschen durch ein Thema.png|mini|330px|Eine inhaltliche Beziehung zu einem Gegenüber ist ein Grundbaustein der Wärmeentwicklung]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer passiven Wärmebildung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Sonnenbad und der Aktivierung der Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung, bei der die Wärme von Innen nach Außen strömt, hebt Heinz Grill die Wärmekraft des Gedankens hervor, der vom Menschen aktiv gedacht wird. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des Ätherleibes und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Standpunkt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|Arterielle Ablagerungen&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|Arterielle Durchströmung und Zentrierung&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bei einer Erkrankung der kleinen Gefäße ist bisher außer der medikamentösen Therapie keine invasive Behandlungsmethode erfolgversprechend. Bei Erkrankung der großen Gefäße besteht zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Möglichkeit, einen Stent zu setzen oder anderer operativer Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufstellung und Beschreibung der medikamentösen und invasiv-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei der KHK gibt die „Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie“. In Kapitel 7 wird die Behandlung mit Medikamenten dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=44&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel 7: &#039;&#039;Behandlung mit Medikamenten.&#039;&#039;In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kapitel 8 die verschiedenen Möglichkeiten eines operativen Eingriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=72&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel&amp;amp;nbsp;8: &#039;&#039;Operative Eingriffe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Prävention (von lateinisch &#039;&#039;praevenire&#039;&#039; „zuvorkommen“, „verhüten“) versteht man in der Medizin Maßnahmen, die eine Schädigung eines gesunden Organismus verhindern können (&#039;&#039;Primärprävention&#039;&#039;), die symptomlose Krankheitsfrühstadien aufdecken (&#039;&#039;Sekundärprävention&#039;&#039;) sowie Maßnahmen, die Rückfälle verhindern oder ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können (&#039;&#039;Tertiärprävention&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prävention der KHK spielt das Risikofaktoren-Management eine Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen, die Risikofaktoren reduzieren oder besser vermeiden können. Zur Prävention gehört damit indirekt die auch medikamentöse Therapie von Begleiterkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen, da es sich hier ebenfalls um Risikofaktoren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KHK-Patienten können durch Änderungen ihres Lebensstils, ihrer Art und Weise der Lebensführung, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Zu den erfolgversprechenden Änderungen gehören die Beendigung des Rauchens, eine zielgerichtete Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht und Umgangsformen mit Stress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Ärzteblatt zieht in einem Übersichtsartikel zur Prävention bei KHK das Fazit, dass die Wirksamkeit der angeführten Lebensstilveränderungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache überschreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der eigenen Aktivität wird herausgestellt. So heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Patienteninformation der Versorgungsleitlinien zur KHK:&lt;br /&gt;
:„Den wichtigsten Teil der Behandlung übernehmen Sie dabei selbst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://register.awmf.org/assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-004pi1_S3_Chronische-KHK_2024-09.pdf &#039;&#039;Koronare Herzkrankheit. Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;AWMF online. Nationale Versorgungsleitlinien.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass eine Veränderung des Lebensstils, des Verhaltens, der Einstellung, ein Zurücklassen alter Gewohnheiten und die Entwicklung einer Selbstverantwortung grundsätzlich möglich ist. Diese Vermeidung oder das Angehen von Risikofaktoren ist ein Aspekt, den der Patient angehen kann. Ein anderer Aspekt ist die Schaffung neuer Perspektiven, indem der Mensch lernt, durch eigenen Einsatz Gesundheitskräfte zu aktivieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;K. D. Kolenda: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/102/26/a1889.pdf &#039;&#039;Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: Effizienz nachweisbar.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; 102/2005, S. A1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wirth: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/lebensstilaenderung-zur-praevention-und-therapie-von-arteriosklerotischen-krankheiten-9612a253-53cc-4765-8541-a4f27d8822c5 &#039;&#039;Medizin. Lebensstiländerung zur Prävention und Therapie von arteriosklerotischen Krankheiten.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;[https://herzschule-muenchen.de/konzept/ &#039;&#039;Integratives Konzept.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Herzschule München. Mit integralem Herzverständnis heil werden.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führend ist dabei der Gedanke, dass der Mensch – auch der erwachsene Mensch – Neues lernen und umsetzen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf#page=100&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; PDF, S. 100. Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer konkreten Umsetzung gibt es vom Kochkurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; über Koronarsport&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. med. Julia Hofmann: &#039;&#039;[https://www.navigator-medizin.de/gesundheitsthemen/sport-und-gesundheit/herzsportgruppen.html Herzsportgruppen in meiner Nähe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Navigator-Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu verhaltenstherapeutischen Methoden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html#moderne-ordnungstherapie-und-mind-body-medizin Moderne Ordnungstherapie und Mind-Body-Medizin.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fülle von Empfehlungen, Angeboten, Ratgebern, Kursen und Schulungen. Angeboten werden diese institutionell aus dem Gesundheitssystem,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;  von fachübergreifenden therapeutischen Zusammenschlüssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; und andere. Sie basieren auf unterschiedlichen Herangehensweisen, Konzepten, Methoden und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sind die Gesetzmäßigkeiten des Lernens:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wissen erwerben&lt;br /&gt;
* Kennenlernen und Erfahren&lt;br /&gt;
* Ziele setzen&lt;br /&gt;
* Praktisches Einüben und Trainieren&lt;br /&gt;
* Wiederholung und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Umsetzung im Alltag&lt;br /&gt;
* Korrektur&lt;br /&gt;
* Verankerung über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 gab der indische Arzt, Yogin und spiritueller Meister [[Swami Sivananda]] in seinem Buch &#039;&#039;Practice of Nature Cure&#039;&#039; zur Behandlung von Herzerkrankungen klare und konkrete Angaben. Sein Standpunkt umfasst sowohl medizinisches als auch spirituelles Wissen:&lt;br /&gt;
:„Bettruhe, körperliche und geistige Ruhe ist notwendig. Beseitige Verstopfung. Mache einen Einlauf. Beseitige Unreinheiten des Körpers. Vermeide übermäßiges Essen. Gib Zigaretten, Alkohol, Tee und Kaffee auf. Iss Obst und grünes Gemüse und gekeimte Bohnen. Die Ernährung sollte leicht und bekömmlich sein. Milch und Obst sind gut. […] Geregelte Ernährung und gute Gewohnheiten halten gesund. […] Vermeide zu harte Arbeit. Vermeide Überanstrengung und Überlastung. Nimm ein kaltes Bad. Nimm ein Sonnenbad und mache leichte körperliche Übungen. Atme sanft und tief. Wenn man die Körperübungen schrittweise steigert, ist das gut. Überanstrenge dich dabei nicht, so das du nicht in Atemnot gerätst. […] Kultiviere einen besonnenen Geist. Lebe ein regelmäßiges und diszipliniertes Leben. So wird der Körper rein und stark.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Practice of Nature Cure. [With a portrait.]&#039;&#039; Ausgabe 10. Sivananda Publication League, 1952. ([[y:Herzerkrankungen#Behandlung|Online]] mit deutscher Übersetzung auf &#039;&#039;yoga-vidya.de&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistiger Standpunkt ===&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Heilpraktiker und spirituelle Lehrer [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] (* 1960) sieht zur Heilung der Skleroseprozesse die „Wärmebildung“ des Menschen als wesentlich an:  &lt;br /&gt;
:„Die wichtigste Heilmaßnahme, um die sklerotischen Prozesse im Körper zu verhindern, geschieht durch eine körperliche, seelische und geistige Aktivität, die sinnvoll die gesamte menschliche Entwicklung bereichert. Für diese integrale Entwicklung bedarf es der Wärmebildung, die jeden Tag erneut durch gesunde Aktivitäten herangebildet werden muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das große Buch der Heilkraft durch Yogaaktivität.&#039;&#039; 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2025. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2025, ISBN 978-3-948803-19-3, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Umsetzung und konkrete Entwicklung einer wärmebildenden Lebenskraft arbeitete er zehn Lernschritte aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/lebenskraft-waerme/ Zehn Lernschritte zur Entwicklung der wärmebildenden Lebenskraft.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6950</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6950"/>
		<updated>2025-08-18T01:23:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz selbst versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Struktur- und Funktionsverlust der Gefäße setzen kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koronare Herzkrankheit ist mit ihren akuten Manifestationen weltweit die häufigste Todesursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden und Störungen des modulierenden Gefäßmuskeltonus vermindert sich der freie Blutfluss. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Gewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Ursachen stehen in Zusammenhang mit der Atherosklerose. Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Umweltverschmutzung, psychosoziale Einflüsse oder durch Einflüsse des Zeitgeists. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen. Ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert dahingehend die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität, der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behandlung und Prävention ist übergeordnet der Wert der eigenen Aktivität herausgearbeitet. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, Anregungen, Orientierungen und praktische Lernfelder zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Inhalten wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus bis hin zum Absterben von Gewebe. Diese kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms&#039;&#039;]  (PDF). In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzkranzgefäßerkrankungen mit ihren Folgen sind global die häufigste Todesursache und machen circa ein Drittel der Todesursachen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Artherosklerose und endothelialer Dysfunktion sind das Ergebnis eines schleichenden Prozesses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachenforschung zur Entstehung der KHK entwickelt sich beständig weiter. Beispielhaft wird in der aktuellen deutschen Leitlinie 2024 zu CCS (chronic coronary syndromes) festgestellt:&lt;br /&gt;
:„Das Verständnis der Pathophysiologie des CCS wandelt sich von einem einfachen zu einem komplexeren und dynamischeren Modell.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=9&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 7. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis &#039;&#039;atherosclerosis (n.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass sich Blutgerinnsel [[w:Thrombus|Thromben]] bilden können. Insgesamt wird die Arterie härter und enger. Sie verliert ihre Elastizität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uniklinikum-jena.de/lbpathphys_media/Downloads/Pathophysiologie/Skripten/e_Herzinfarkt+Anders+f%C3%BCr+Studenten+mit+Kontrollfragen-p-902.pdf &#039;&#039;Pathophysiologie des Herz-Kreislaufsystems. Koronarinsuffizienz – Herzinfarkt.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Universitätsklinikum Jena.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorübergehende Verkrampfung der Herzkranzgefäße (diese krampfartige Gefäßverengung nennt man „Koronarspasmus“) kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch Stress, Nikotin, Mineralienverschiebung, Kälte oder körperliche Belastung ausgelöst werden. Ist das Endothel gesund, nimmt es die Schubspannung des Blutes wahr und kann Substanzen freisetzen, die regulierend auf den Gefäßtonus wirken. Durch die Atherosklerose geht jedoch diese Funktion verloren, was die Krampfneigung fördert. Da Krämpfe wiederum die Atherosklerose begünstigen, entsteht eine Abwärtspirale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Pathophysiologie_v934028_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose und/oder eines Spasmus kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lärm am Arbeitsplatz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lichtverschmutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/umwelt-lebensstilfaktoren-herz-kreislauf-risiko &#039;&#039;Wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Gelbe Liste. Farmindex.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Risikofaktoren_v934040_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Vorliegen von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=39&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 37–38. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] erhöht die Scherkräfte und die Gefäßwandspannung.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht&lt;br /&gt;
* Fettstoffwechselstörungen mit zu viel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter bei Frauen nach den Wechseljahren&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-D-Mangel-geht-aufs-Herz-266706.html &#039;&#039;KHK und Infarkt. Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ÄrzteZeitung.&#039;&#039; Abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;Gefühle prägen das Herz&amp;lt;br&amp;gt;([[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039;)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, ballaststoffreich ist und ungesättigte Fette bevorzugt, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf Herzgesund leben.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass im Sommer weniger Herzinfarkte sich ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (KDK). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlicher Ansatz ===&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont der anthroposophische Arzt und Autor [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslösen, da sie durch kollektive Untersuchungen gewonnen sind:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/gesundheit-entwicklung-gesetze/ Logik und Gesetze der Gesundheit XI – Die seelisch-geistige Entwicklung verläuft nicht nach mechanischen Kriterien.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also passiv fortbewegen. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang zwischen der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beziehung zwischen Menschen durch ein Thema.png|mini|330px|Eine inhaltliche Beziehung zu einem Gegenüber ist ein Grundbaustein der Wärmeentwicklung]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer passiven Wärmebildung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Sonnenbad und der Aktivierung der Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung, bei der die Wärme von Innen nach Außen strömt, hebt Heinz Grill die Wärmekraft des Gedankens hervor, der vom Menschen aktiv gedacht wird. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des Ätherleibes und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Standpunkt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|Arterielle Ablagerungen&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|Arterielle Durchströmung und Zentrierung&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bei einer Erkrankung der kleinen Gefäße ist bisher außer der medikamentösen Therapie keine invasive Behandlungsmethode erfolgversprechend. Bei Erkrankung der großen Gefäße besteht zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Möglichkeit, einen Stent zu setzen oder anderer operativer Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufstellung und Beschreibung der medikamentösen und invasiv-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei der KHK gibt die „Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie“. In Kapitel 7 wird die Behandlung mit Medikamenten dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=44&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel 7: &#039;&#039;Behandlung mit Medikamenten.&#039;&#039;In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kapitel 8 die verschiedenen Möglichkeiten eines operativen Eingriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=72&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel&amp;amp;nbsp;8: &#039;&#039;Operative Eingriffe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Prävention (von lateinisch &#039;&#039;praevenire&#039;&#039; „zuvorkommen“, „verhüten“) versteht man in der Medizin Maßnahmen, die eine Schädigung eines gesunden Organismus verhindern können (&#039;&#039;Primärprävention&#039;&#039;), die symptomlose Krankheitsfrühstadien aufdecken (&#039;&#039;Sekundärprävention&#039;&#039;) sowie Maßnahmen, die Rückfälle verhindern oder ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können (&#039;&#039;Tertiärprävention&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prävention der KHK spielt das Risikofaktoren-Management eine Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen, die Risikofaktoren reduzieren oder besser vermeiden können. Zur Prävention gehört damit indirekt die auch medikamentöse Therapie von Begleiterkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen, da es sich hier ebenfalls um Risikofaktoren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KHK-Patienten können durch Änderungen ihres Lebensstils, ihrer Art und Weise der Lebensführung, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Zu den erfolgversprechenden Änderungen gehören die Beendigung des Rauchens, eine zielgerichtete Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht und Umgangsformen mit Stress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Ärzteblatt zieht in einem Übersichtsartikel zur Prävention bei KHK das Fazit, dass die Wirksamkeit der angeführten Lebensstilveränderungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache überschreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der eigenen Aktivität wird herausgestellt. So heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Patienteninformation der Versorgungsleitlinien zur KHK:&lt;br /&gt;
:„Den wichtigsten Teil der Behandlung übernehmen Sie dabei selbst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://register.awmf.org/assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-004pi1_S3_Chronische-KHK_2024-09.pdf &#039;&#039;Koronare Herzkrankheit. Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;AWMF online. Nationale Versorgungsleitlinien.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass eine Veränderung des Lebensstils, des Verhaltens, der Einstellung, ein Zurücklassen alter Gewohnheiten und die Entwicklung einer Selbstverantwortung grundsätzlich möglich ist. Diese Vermeidung oder das Angehen von Risikofaktoren ist ein Aspekt, den der Patient angehen kann. Ein anderer Aspekt ist die Schaffung neuer Perspektiven, indem der Mensch lernt, durch eigenen Einsatz Gesundheitskräfte zu aktivieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;K. D. Kolenda: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/102/26/a1889.pdf &#039;&#039;Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: Effizienz nachweisbar.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; 102/2005, S. A1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wirth: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/lebensstilaenderung-zur-praevention-und-therapie-von-arteriosklerotischen-krankheiten-9612a253-53cc-4765-8541-a4f27d8822c5 &#039;&#039;Medizin. Lebensstiländerung zur Prävention und Therapie von arteriosklerotischen Krankheiten.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;[https://herzschule-muenchen.de/konzept/ &#039;&#039;Integratives Konzept.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Herzschule München. Mit integralem Herzverständnis heil werden.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führend ist dabei der Gedanke, dass der Mensch – auch der erwachsene Mensch – Neues lernen und umsetzen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf#page=100&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; PDF, S. 100. Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer konkreten Umsetzung gibt es vom Kochkurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; über Koronarsport&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. med. Julia Hofmann: &#039;&#039;[https://www.navigator-medizin.de/gesundheitsthemen/sport-und-gesundheit/herzsportgruppen.html Herzsportgruppen in meiner Nähe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Navigator-Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu verhaltenstherapeutischen Methoden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html#moderne-ordnungstherapie-und-mind-body-medizin Moderne Ordnungstherapie und Mind-Body-Medizin.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fülle von Empfehlungen, Angeboten, Ratgebern, Kursen und Schulungen. Angeboten werden diese institutionell aus dem Gesundheitssystem,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;  von fachübergreifenden therapeutischen Zusammenschlüssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; und andere. Sie basieren auf unterschiedlichen Herangehensweisen, Konzepten, Methoden und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sind die Gesetzmäßigkeiten des Lernens:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wissen erwerben&lt;br /&gt;
* Kennenlernen und Erfahren&lt;br /&gt;
* Ziele setzen&lt;br /&gt;
* Praktisches Einüben und Trainieren&lt;br /&gt;
* Wiederholung und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Umsetzung im Alltag&lt;br /&gt;
* Korrektur&lt;br /&gt;
* Verankerung über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 gab der indische Arzt, Yogin und spiritueller Meister [[Swami Sivananda]] in seinem Buch &#039;&#039;Practice of Nature Cure&#039;&#039; zur Behandlung von Herzerkrankungen klare und konkrete Angaben. Sein Standpunkt umfasst sowohl medizinisches als auch spirituelles Wissen:&lt;br /&gt;
:„Bettruhe, körperliche und geistige Ruhe ist notwendig. Beseitige Verstopfung. Mache einen Einlauf. Beseitige Unreinheiten des Körpers. Vermeide übermäßiges Essen. Gib Zigaretten, Alkohol, Tee und Kaffee auf. Iss Obst und grünes Gemüse und gekeimte Bohnen. Die Ernährung sollte leicht und bekömmlich sein. Milch und Obst sind gut. […] Geregelte Ernährung und gute Gewohnheiten halten gesund. […] Vermeide zu harte Arbeit. Vermeide Überanstrengung und Überlastung. Nimm ein kaltes Bad. Nimm ein Sonnenbad und mache leichte körperliche Übungen. Atme sanft und tief. Wenn man die Körperübungen schrittweise steigert, ist das gut. Überanstrenge dich dabei nicht, so das du nicht in Atemnot gerätst. […] Kultiviere einen besonnenen Geist. Lebe ein regelmäßiges und diszipliniertes Leben. So wird der Körper rein und stark.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Practice of Nature Cure. [With a portrait.]&#039;&#039; Ausgabe 10. Sivananda Publication League, 1952. ([[y:Herzerkrankungen#Behandlung|Online]] mit deutscher Übersetzung auf &#039;&#039;yoga-vidya.de&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistiger Standpunkt ===&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Heilpraktiker und spirituelle Lehrer [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] (* 1960) sieht zur Heilung der Skleroseprozesse die „Wärmebildung“ des Menschen als wesentlich an:  &lt;br /&gt;
:„Die wichtigste Heilmaßnahme, um die sklerotischen Prozesse im Körper zu verhindern, geschieht durch eine körperliche, seelische und geistige Aktivität, die sinnvoll die gesamte menschliche Entwicklung bereichert. Für diese integrale Entwicklung bedarf es der Wärmebildung, die jeden Tag erneut durch gesunde Aktivitäten herangebildet werden muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das große Buch der Heilkraft durch Yogaaktivität.&#039;&#039; 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2025. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2025, ISBN 978-3-948803-19-3, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Umsetzung und konkrete Entwicklung einer wärmebildenden Lebenskraft arbeitete er zehn Lernschritte aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/lebenskraft-waerme/ Zehn Lernschritte zur Entwicklung der wärmebildenden Lebenskraft.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ba...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6949</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
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		<updated>2025-08-18T01:22:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz selbst versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Struktur- und Funktionsverlust der Gefäße setzen kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koronare Herzkrankheit ist mit ihren akuten Manifestationen weltweit die häufigste Todesursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden und Störungen des modulierenden Gefäßmuskeltonus vermindert sich der freie Blutfluss. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Gewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Ursachen stehen in Zusammenhang mit der Atherosklerose. Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Umweltverschmutzung, psychosoziale Einflüsse oder durch Einflüsse des Zeitgeists. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen. Ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert dahingehend die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität, der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Behandlung und Prävention ist übergeordnet der Wert der eigenen Aktivität herausgearbeitet. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen, Anregungen, Orientierungen und praktische Lernfelder zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Inhalten wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus bis hin zum Absterben von Gewebe. Diese kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms&#039;&#039;]  (PDF). In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzkranzgefäßerkrankungen mit ihren Folgen sind global die häufigste Todesursache und machen circa ein Drittel der Todesursachen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Artherosklerose und endothelialer Dysfunktion sind das Ergebnis eines schleichenden Prozesses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursachenforschung zur Entstehung der KHK entwickelt sich beständig weiter. Beispielhaft wird in der aktuellen deutschen Leitlinie 2024 zu CCS (chronic coronary syndromes) festgestellt:&lt;br /&gt;
:„Das Verständnis der Pathophysiologie des CCS wandelt sich von einem einfachen zu einem komplexeren und dynamischeren Modell.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=9&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 7. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis &#039;&#039;atherosclerosis (n.)&#039;&#039;] In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass sich Blutgerinnsel [[w:Thrombus|Thromben]] bilden können. Insgesamt wird die Arterie härter und enger. Sie verliert ihre Elastizität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uniklinikum-jena.de/lbpathphys_media/Downloads/Pathophysiologie/Skripten/e_Herzinfarkt+Anders+f%C3%BCr+Studenten+mit+Kontrollfragen-p-902.pdf &#039;&#039;Pathophysiologie des Herz-Kreislaufsystems. Koronarinsuffizienz – Herzinfarkt.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Universitätsklinikum Jena.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorübergehende Verkrampfung der Herzkranzgefäße (diese krampfartige Gefäßverengung nennt man „Koronarspasmus“) kann z.&amp;amp;nbsp;B. durch Stress, Nikotin, Mineralienverschiebung, Kälte oder körperliche Belastung ausgelöst werden. Ist das Endothel gesund, nimmt es die Schubspannung des Blutes wahr und kann Substanzen freisetzen, die regulierend auf den Gefäßtonus wirken. Durch die Atherosklerose geht jedoch diese Funktion verloren, was die Krampfneigung fördert. Da Krämpfe wiederum die Atherosklerose begünstigen, entsteht eine Abwärtspirale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Pathophysiologie_v934028_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose und/oder eines Spasmus kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lärm am Arbeitsplatz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lichtverschmutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/kardiologie/umwelt-lebensstilfaktoren-herz-kreislauf-risiko &#039;&#039;Wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Gelbe Liste. Farmindex.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msdmanuals.com/de/profi/herz-kreislauf-krankheiten/koronare-herzkrankheit/%C3%BCbersicht-zur-koronaren-herzkrankheit#Risikofaktoren_v934040_de &#039;&#039;Übersicht zur koronaren Herzkrankheit.&#039;&#039;] Abschnitt: &#039;&#039;Vorliegen von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit.&#039;&#039; In: &#039;&#039;MSD Manual.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leitlinien.dgk.org/files/08_2024_pocket_leitlinien_chronisches_koronarsyndrom.pdf#page=39&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Chronisches Koronarsyndrom. Leitlinien für das Management des chronischen Koronarsyndroms.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;DGK. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. ESC Pocket Guidelines Version 2024.&#039;&#039; PDF, S. 37–38. Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] erhöht die Scherkräfte und die Gefäßwandspannung.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht&lt;br /&gt;
* Fettstoffwechselstörungen mit zu viel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter bei Frauen nach den Wechseljahren&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-D-Mangel-geht-aufs-Herz-266706.html &#039;&#039;KHK und Infarkt. Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ÄrzteZeitung.&#039;&#039; Abgerufen am 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;Gefühle prägen das Herz&amp;lt;br&amp;gt;([[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039;)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, ballaststoffreich ist und ungesättigte Fette bevorzugt, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf Herzgesund leben.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass im Sommer weniger Herzinfarkte sich ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (KDK). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlicher Ansatz ===&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont der anthroposophische Arzt und Autor [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslösen, da sie durch kollektive Untersuchungen gewonnen sind:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/gesundheit-entwicklung-gesetze/ Logik und Gesetze der Gesundheit XI – Die seelisch-geistige Entwicklung verläuft nicht nach mechanischen Kriterien.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 6. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also passiv fortbewegen. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang zwischen der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beziehung zwischen Menschen durch ein Thema.png|mini|330px|Eine inhaltliche Beziehung zu einem Gegenüber ist ein Grundbaustein der Wärmeentwicklung]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu einer passiven Wärmebildung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Sonnenbad und der Aktivierung der Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung, bei der die Wärme von Innen nach Außen strömt, hebt Heinz Grill die Wärmekraft des Gedankens hervor, der vom Menschen aktiv gedacht wird. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des Ätherleibes und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung und Prävention ==&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Standpunkt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|Arterielle Ablagerungen&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|Arterielle Durchströmung und Zentrierung&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bei einer Erkrankung der kleinen Gefäße ist bisher außer der medikamentösen Therapie keine invasive Behandlungsmethode erfolgversprechend. Bei Erkrankung der großen Gefäße besteht zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Möglichkeit, einen Stent zu setzen oder anderer operativer Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufstellung und Beschreibung der medikamentösen und invasiv-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei der KHK gibt die „Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie“. In Kapitel 7 wird die Behandlung mit Medikamenten dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=44&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel 7: &#039;&#039;Behandlung mit Medikamenten.&#039;&#039;In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kapitel 8 die verschiedenen Möglichkeiten eines operativen Eingriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.herzwegweiser.de/fileadmin/Dateien/user_upload/nvl-004p1_S3_KHK_2023-07.pdf#page=72&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie.&#039;&#039;] Kapitel&amp;amp;nbsp;8: &#039;&#039;Operative Eingriffe.&#039;&#039; In: &#039;&#039;AWMF online&#039;&#039; (PDF). Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Prävention (von lateinisch &#039;&#039;praevenire&#039;&#039; „zuvorkommen“, „verhüten“) versteht man in der Medizin Maßnahmen, die eine Schädigung eines gesunden Organismus verhindern können (&#039;&#039;Primärprävention&#039;&#039;), die symptomlose Krankheitsfrühstadien aufdecken (&#039;&#039;Sekundärprävention&#039;&#039;) sowie Maßnahmen, die Rückfälle verhindern oder ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können (&#039;&#039;Tertiärprävention&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prävention der KHK spielt das Risikofaktoren-Management eine Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen, die Risikofaktoren reduzieren oder besser vermeiden können. Zur Prävention gehört damit indirekt die auch medikamentöse Therapie von Begleiterkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen, da es sich hier ebenfalls um Risikofaktoren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KHK-Patienten können durch Änderungen ihres Lebensstils, ihrer Art und Weise der Lebensführung, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Verlauf ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Zu den erfolgversprechenden Änderungen gehören die Beendigung des Rauchens, eine zielgerichtete Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht und Umgangsformen mit Stress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Ärzteblatt zieht in einem Übersichtsartikel zur Prävention bei KHK das Fazit, dass die Wirksamkeit der angeführten Lebensstilveränderungen in der Summe die Effektivität einer kombinierten medikamentösen Therapie um das Mehrfache überschreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der eigenen Aktivität wird herausgestellt. So heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Patienteninformation der Versorgungsleitlinien zur KHK:&lt;br /&gt;
:„Den wichtigsten Teil der Behandlung übernehmen Sie dabei selbst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;[https://register.awmf.org/assets/guidelines/Nationale_Versorgungs-Leitlinie/nvl-004pi1_S3_Chronische-KHK_2024-09.pdf &#039;&#039;Koronare Herzkrankheit. Wie schaffe ich es, an meiner Behandlung dranzubleiben?&#039;&#039;] In: &#039;&#039;AWMF online. Nationale Versorgungsleitlinien.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass eine Veränderung des Lebensstils, des Verhaltens, der Einstellung, ein Zurücklassen alter Gewohnheiten und die Entwicklung einer Selbstverantwortung grundsätzlich möglich ist. Diese Vermeidung oder das Angehen von Risikofaktoren ist ein Aspekt, den der Patient angehen kann. Ein anderer Aspekt ist die Schaffung neuer Perspektiven, indem der Mensch lernt, durch eigenen Einsatz Gesundheitskräfte zu aktivieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;K. D. Kolenda: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/102/26/a1889.pdf &#039;&#039;Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: Effizienz nachweisbar.&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; 102/2005, S. A1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wirth: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/lebensstilaenderung-zur-praevention-und-therapie-von-arteriosklerotischen-krankheiten-9612a253-53cc-4765-8541-a4f27d8822c5 &#039;&#039;Medizin. Lebensstiländerung zur Prävention und Therapie von arteriosklerotischen Krankheiten.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot;&amp;gt;[https://herzschule-muenchen.de/konzept/ &#039;&#039;Integratives Konzept.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Herzschule München. Mit integralem Herzverständnis heil werden.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führend ist dabei der Gedanke, dass der Mensch – auch der erwachsene Mensch – Neues lernen und umsetzen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/pdf/noindex/dmp/Herzgesund-leben.pdf#page=100&amp;amp;view=fit &#039;&#039;Herzgesund leben. Ein Handbuch für Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;aok.de.&#039;&#039; PDF, S. 100. Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer konkreten Umsetzung gibt es vom Kochkurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; über Koronarsport&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. med. Julia Hofmann: &#039;&#039;[https://www.navigator-medizin.de/gesundheitsthemen/sport-und-gesundheit/herzsportgruppen.html Herzsportgruppen in meiner Nähe.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Navigator-Medizin.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu verhaltenstherapeutischen Methoden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.hausaerztlichepraxis.digital/medizin/alternativmedizin/naturheilkunde-bei-khk-43026.html#moderne-ordnungstherapie-und-mind-body-medizin Moderne Ordnungstherapie und Mind-Body-Medizin.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Hausärztliche Praxis.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fülle von Empfehlungen, Angeboten, Ratgebern, Kursen und Schulungen. Angeboten werden diese institutionell aus dem Gesundheitssystem,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;  von fachübergreifenden therapeutischen Zusammenschlüssen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:9&amp;quot; /&amp;gt; und andere. Sie basieren auf unterschiedlichen Herangehensweisen, Konzepten, Methoden und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sind die Gesetzmäßigkeiten des Lernens:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wissen erwerben&lt;br /&gt;
* Kennenlernen und Erfahren&lt;br /&gt;
* Ziele setzen&lt;br /&gt;
* Praktisches Einüben und Trainieren&lt;br /&gt;
* Wiederholung und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Umsetzung im Alltag&lt;br /&gt;
* Korrektur&lt;br /&gt;
* Verankerung über einen längeren Zeitraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 gab der indische Arzt, Yogin und spiritueller Meister [[Swami Sivananda]] in seinem Buch &#039;&#039;Practice of Nature Cure&#039;&#039; zur Behandlung von Herzerkrankungen klare und konkrete Angaben. Sein Standpunkt umfasst sowohl medizinisches als auch spirituelles Wissen:&lt;br /&gt;
:„Bettruhe, körperliche und geistige Ruhe ist notwendig. Beseitige Verstopfung. Mache einen Einlauf. Beseitige Unreinheiten des Körpers. Vermeide übermäßiges Essen. Gib Zigaretten, Alkohol, Tee und Kaffee auf. Iss Obst und grünes Gemüse und gekeimte Bohnen. Die Ernährung sollte leicht und bekömmlich sein. Milch und Obst sind gut. […] Geregelte Ernährung und gute Gewohnheiten halten gesund. […] Vermeide zu harte Arbeit. Vermeide Überanstrengung und Überlastung. Nimm ein kaltes Bad. Nimm ein Sonnenbad und mache leichte körperliche Übungen. Atme sanft und tief. Wenn man die Körperübungen schrittweise steigert, ist das gut. Überanstrenge dich dabei nicht, so das du nicht in Atemnot gerätst. […] Kultiviere einen besonnenen Geist. Lebe ein regelmäßiges und diszipliniertes Leben. So wird der Körper rein und stark.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swami Sivananda: &#039;&#039;Practice of Nature Cure. [With a portrait.]&#039;&#039; Ausgabe 10. Sivananda Publication League, 1952. ([[y:Herzerkrankungen#Behandlung|Online]] mit deutscher Übersetzung auf &#039;&#039;yoga-vidya.de&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistiger Standpunkt ===&lt;br /&gt;
Der anthroposophische Heilpraktiker und spirituelle Lehrer [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] (* 1960) sieht zur Heilung der Skleroseprozesse die „Wärmebildung“ des Menschen als wesentlich an:  &lt;br /&gt;
:„Die wichtigste Heilmaßnahme, um die sklerotischen Prozesse im Körper zu verhindern, geschieht durch eine körperliche, seelische und geistige Aktivität, die sinnvoll die gesamte menschliche Entwicklung bereichert. Für diese integrale Entwicklung bedarf es der Wärmebildung, die jeden Tag erneut durch gesunde Aktivitäten herangebildet werden muss.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Das große Buch der Heilkraft durch Yogaaktivität.&#039;&#039; 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage 2025. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2025, ISBN 978-3-948803-19-3, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die praktische Umsetzung und konkrete Entwicklung einer wärmebildenden Lebenskraft arbeitete er zehn Lernschritte aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;[https://heinz-grill.de/lebenskraft-waerme/ Zehn Lernschritte zur Entwicklung der wärmebildenden Lebenskraft.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 17. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* a...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6715</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
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		<updated>2025-08-05T06:05:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ischaemic heart disease world map-Deaths per million persons-WHO2012.svg|mini|360px|&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Weltweite Todesfälle durch koronare Herzkrankheit&amp;lt;br&amp;gt;im Jahr 2012 (pro 1 Million Menschen):&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffff20|160–288}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ff9a20|692–894}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffe820|289–379}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#f08015|895–1.068}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffd820|380–460}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#e06815|1.069–1.443}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffc020|461–576}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#d85010|1.444–2.368}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffa020|577–691}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#d02010|2.369–7.233}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|360px|[[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039; (Ausschnitt)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Funktionale Anforderungen können nicht mehr bewältigt werden und münden in Absonderung, Ver- und Ablagerung, reaktive Entzündungsprozesse mit Gewebeumbau und Gewebeverhärtung, mangelnde Auflösung und Ausscheidung und kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen für die Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die KHK ist mit ihren akuten Manifestationen die häufigste Todesursache in den Industrienationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden versteifen diese, verlieren ihre Elastizität und verdicken. Der Gefäßquerschnitt und damit der freie Blutfluss vermindert sich, bis hin zur vollständigen Verstopfung. Die Folge einer Koronarsklerose ist damit eine verminderte Sauerstoffversorgung der [[w:Herzmuskulatur|Herzmuskulatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen. Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Ursachen stehen in Zusammenhang mit der Atherosklerose. Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch psychosoziale Einflüsse, durch Einflüsse des Zeitgeists oder der Umweltfaktoren. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen. Ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert dahingehend die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität, der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symptomatisch kann die koronare Herzkrankheit medikamentös, durch therapeutische Eingriffe mittels [[w:Herzkatheteruntersuchung|Herzkatheter]] und operativ behandelt werden. Eine zunehmende Verschlechterung kann verzögert oder angehalten werden. Therapeutisch und vorbeugend ist ein Angehen der Belastungen und der Mängel, der Risikofaktoren und die Behandlung bestehender Erkrankungen möglich. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich eine ganze Reihe von Anregungen, Orientierungen und praktischen Lernfeldern zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Stoffen wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Herzgewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Dysfunktion bei Atherosklerose]]&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis atherosclerosis (n.)]&#039;&#039; In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass [[w:Blutgerinnung|Blutgerinnungsreaktionen]] auftreten, die den Gefäßdurchmesser der Arterien weiter verringern. Das Endstadium dieses Prozesses wird umgangssprachlich als „Arterienverkalkung“ bezeichnet. Die Bildung der arteriosklerotischen Plaques, die schon in der Jugend anhand sogenannter &#039;&#039;fatty streaks&#039;&#039; (Fettstreifen) festgestellt werden können, ist bis zur vermehrten Bildung der [[w:Schaumzelle|Schaumzellen]] umkehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz). Die Arteriosklerose ist das Ergebnis eines in Stadien ablaufenden, schleichenden und fortschreitenden Prozesses, der über viele Jahre bis Jahrzehnte andauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lärm am Arbeitsplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RCA atherosclerosis.jpg|mini|Verengung einer Koronararterie durch Atherosklerose]]&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] schädigt die Gefäßwände, wenn er über über längere Zeit anhält.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht Fettstoffwechselstörungen mit zuviel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel bei Frauen nach den Wechseljahren&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung wird als Hauptfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Mortalität eingeschätzt. Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit und der Körpertemperatur ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass im Sommer weniger Herzinfarkte sich ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (KDK). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlicher Ansatz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|Arterielle Durchströmung und Zentrierung&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|Arterielle Ablagerungen&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), anthroposophischer Arzt und Autor, dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslöst, denn sie sind durch kollektive Untersuchungen gewonnen:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also im Bewegungselement passiv verhalten. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang mit der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;Bild 10 (Über ein Thema bzw. einen Gedanken zu einem Objekt entsteht Beziehung zwischen Menschen)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung steht die Wärmekraft des Gedankens. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum, wohingegen die Wärme durch körperliche Bewegung von Innen nach Außen strömt:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des Ätherleibes und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073731-7}}&lt;br /&gt;
{{Button &#039;zurück nach oben&#039;}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Medico</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.aurorawiki.de/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;diff=6713</id>
		<title>Koronare Herzkrankheit</title>
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		<updated>2025-08-04T15:45:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Medico: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Francisco de Goya - Self-Portrait with Dr. Arrieta - Google Art Project.jpg|mini|360px|[[w:Francisco de Goya|Francisco de Goya]]: &#039;&#039;Selbstportrait mit Dr. Arrieta&#039;&#039;,&amp;lt;br&amp;gt;gemalt nach seinem Herzanfall mit Widmung für den behandelnden Arzt Dr. Arrieta]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ischaemic heart disease world map-Deaths per million persons-WHO2012.svg|mini|360px|&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Weltweite Todesfälle durch koronare Herzkrankheit&amp;lt;br&amp;gt;im Jahr 2012 (pro 1 Million Menschen):&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffff20|160–288}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ff9a20|692–894}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffe820|289–379}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#f08015|895–1.068}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffd820|380–460}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#e06815|1.069–1.443}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffc020|461–576}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#d85010|1.444–2.368}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#ffa020|577–691}}&lt;br /&gt;
| {{Farblegende|#d02010|2.369–7.233}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Herzensschmiede, Albrecht Dürer (Ausschnitt).png|mini|360px|[[w:Albrecht Dürer|Albrecht Dürer]]: &#039;&#039;Herzensschmiede&#039;&#039; (Ausschnitt)]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;koronare Herzkrankheit&#039;&#039;&#039; (von altgriechisch κορώνα &#039;&#039;korona&#039;&#039; „Krone“, „Kranz“), kurz &#039;&#039;&#039;KHK&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;ischämische Herzkrankheit&#039;&#039;&#039;, ist eine Erkrankung der [[w:Herzkranzgefäß|Herzkranzgefäße]], die das Herz versorgen. !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine chronische, multifaktorielle Erkrankung degenerativer Art. Funktionale Anforderungen können nicht mehr bewältigt werden und münden in Absonderung, Ver- und Ablagerung, reaktive Entzündungsprozesse mit Gewebeumbau und Gewebeverhärtung, mangelnde Auflösung und Ausscheidung und kaskadenartige, weitere verschlechternde Folgen für die Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die KHK ist mit ihren akuten Manifestationen die häufigste Todesursache in den Industrienationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen wird die koronare Herzkrankheit durch [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) verursacht. Durch sich anhäufende Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden versteifen diese, verlieren ihre Elastizität und verdicken. Der Gefäßquerschnitt und damit der freie Blutfluss vermindert sich, bis hin zur vollständigen Verstopfung. Die Folge einer Koronarsklerose ist damit eine verminderte Sauerstoffversorgung der [[w:Herzmuskulatur|Herzmuskulatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese kann in der Folge zu [[w:Herzrhythmusstörungen|Herzrhythmusstörungen]] und [[w:Herzinsuffizienz|Herzinsuffizienz]] sowie akuten lebensbedrohlichen Komplikationen wie [[w:Herzinfarkt|Herzinfarkt]] und [[w:Plötzlicher Herztod|plötzlicher Herztod]] führen. Ein [[w:Leitsymptom|Leitsymptom]] der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]] (Brustenge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befund der Atherosklerose ist das Ergebnis eines Prozesses über längere Zeit. Was diese chronische Degeneration im individuellen Fall genau verursacht, ist Gegenstand fortdauernder Forschung der verschiedenen Disziplinen und nicht vollständig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Ursachen stehen in Zusammenhang mit der Atherosklerose. Zum einen sind es Belastungen des Blutes, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schadstoffe oder reaktive Stoffwechselprodukte oder Belastungen der Gefäße, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] oder [[Rosmarin#Bei_Diabetes_mellitus|Diabetes mellitus]] oder Belastungen des ganzen Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch psychosoziale Einflüsse, durch Einflüsse des Zeitgeists oder der Umweltfaktoren. Zum anderen können die Ursachen in einem Mangel an bestimmten Stoffen, einem Mangel an Bewegung (physisch und mental) oder einem Mangel an selbstbestimmter Lebensführung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geisteswissenschaft erforscht die Logik und die seelischen und geistigen Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf den Menschen. Ausgehend von der individuellen Entwicklung innerhalb einer universellen Entwicklung. Sie erweitert dahingehend die Ursachenforschung mit der Frage nach der Bedeutung des Bewusstseins, der selbstbestimmten Eigenaktivität, der Schöpferkraft des Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Abgerufen am 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symptomatisch kann die koronare Herzkrankheit medikamentös, durch therapeutische Eingriffe mittels [[w:Herzkatheteruntersuchung|Herzkatheter]] und operativ behandelt werden. Eine zunehmende Verschlechterung kann verzögert oder angehalten werden. Therapeutisch und vorbeugend ist ein Angehen der Belastungen und der Mängel, der Risikofaktoren und die Behandlung bestehender Erkrankungen möglich. Aus der Ursachenforschung heraus ergeben sich eine ganze Reihe von Anregungen, Orientierungen und praktischen Lernfeldern zu selbstaktiven Möglichkeiten, die von einer Ernährungsumstellung bis zur Veränderung der Lebens- und Denkgewohnheiten reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Herzkranzgefäße ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzkranzgefäße.png|mini|Herzkranzgefäße]]&lt;br /&gt;
Als Herzkranzgefäße bezeichnet man jene Arterien, die rechts und links als erste aus der Aorta abgehen und sich dann von oben nach unten kranzförmig verzweigen. Über das Blut versorgen sie das Herz mit allen lebensnotwendigen Stoffen wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie sich verengen, bis hin zum kompletten Verschluss, fällt das Herz oder Teilbereiche des Herzens zunächst schleichend, dann immer mehr aus einer gesunden und erhaltenden Versorgung heraus. Es kommt zu wenig Blut zur Belebung des Herzens an und Herzgewebe kann absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Ein Leitsymptom der KHK ist die [[w:Angina pectoris|Angina pectoris]], die Brustenge, die sich durch dumpfe, drückende, einschnürende Schmerzen in der Herzgegend äußert. Die Schmerzen können ausstrahlen in den linken Arm oder (seltener in beide Arme) oder in den Nacken, Unterkiefer, Oberbauch oder in den Rücken. Bei Frauen äußert sich die KHK eher in Kurzatmigkeit. Die Beschwerden sind oft belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann aber auch stumm, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Symptome verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
Die einzelnen Ursachen oder Risikofaktoren wirken nicht nur additiv, sondern erhöhen zusammen das kardiovasculäre Risiko überproportional (synergistisch). Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atherosklerose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Endothelial dysfunction Atherosclerosis.png|mini|380px|Phasen [[w:Endothel|endothelialer]] Dysfunktion bei Atherosklerose]]&lt;br /&gt;
Als häufigste Ursache wird der pathologische Befund der [[w:Atherosklerose|Atherosklerose]] festgestellt. Atherosklerose (von griechisch &#039;&#039;atheroma&#039;&#039;, von &#039;&#039;athērē&#039;&#039; „Brei“ und &#039;&#039;sklērosis&#039;&#039;, von &#039;&#039;sklēros&#039;&#039; „hart“)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.etymonline.com/word/atherosclerosis atherosclerosis (n.)]&#039;&#039; In: &#039;&#039;etymonline.com.&#039;&#039; Abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Form der Arteriosklerose und bezeichnet die krankhafte Einlagerung von [[w:Cholesterin#Aufnahme_in_die_Zellen|Cholesterinester]] und anderen Substanzen in die [[w:Tunica intima|innere Wandschicht]] arterieller Blutgefäße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Blut zugewandte Arterienschicht besteht aus einer feinen, einlagigen Zellschicht, dem [[w:Endothel|Endothel]]. [[w:Low Density Lipoprotein|Low Density Lipoprotein]] (LDL), die Transportform im Blut für Cholesterin und andere gesättigte Fette, kann, wenn sie und ihr Inhalt oxydiert wird, das Endothel verletzen und eindringen. Als Reaktion treten [[w:Fresszellen|Fresszellen]] ([[w:Makrophagen|Makrophagen]] des Immunsystems) auf, nehmen die oxydierten Fette in sich hinein und lagern sich als sogenannte Schaumzellen im Bindegewebe der Arterienwand ab. Dazukommende neue Ablagerungen können immer weiter über die Jahre stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verursacht eine Entzündungsreaktion, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen kann. Die Folge ist ein allmählicher, degenerativer Gewebeumbau mit Funktionsverlust durch Bindegewebewucherung, Verlagerung von Muskelzellen, Akkumulation von Kollagen und Einlagerung von knochenähnlichem Calciumphospat. Die Differenzierung geht verloren. In der Arterienwand entsteht eine bindegewebeartige Kappe, die im Inneren einen Fettkern aufweist ([[w:Vulnerable Plaque|Plaque]]). Als Reaktion finden entzündliche Prozesse statt, die unvollständig ablaufen. Diese Plaques sind instabil und brüchig, sodass [[w:Blutgerinnung|Blutgerinnungsreaktionen]] auftreten, die den Gefäßdurchmesser der Arterien weiter verringern. Das Endstadium dieses Prozesses wird umgangssprachlich als „Arterienverkalkung“ bezeichnet. Die Bildung der arteriosklerotischen Plaques, die schon in der Jugend anhand sogenannter &#039;&#039;fatty streaks&#039;&#039; (Fettstreifen) festgestellt werden können, ist bis zur vermehrten Bildung der [[w:Schaumzelle|Schaumzellen]] umkehrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Arteriosklerose kann der Herzmuskel bei körperlicher Belastung und psychischer Erregung oder bereits in Ruhe nicht mehr ausreichend durchblutet werden (Koronarinsuffizienz). Die Arteriosklerose ist das Ergebnis eines in Stadien ablaufenden, schleichenden und fortschreitenden Prozesses, der über viele Jahre bis Jahrzehnte andauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außeneinflüsse ===&lt;br /&gt;
Risikofaktoren aus der Außenwelt können sein: Umweltverschmutzung, Schadstoffe oder biophysikalische Belastungen,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2023/05/11/ungesunde-umwelt-verursacht-herz-kreislauf-erkrankungen-das-exposom-konzept/ Ungesunde Umwelt verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das Exposom-Konzept.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B. durch Feinstaub in der Luft und im Wasser,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/archiv/feinstaub-unterschaetztes-risiko-fuer-herz Feinstaub: unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsche Herzstiftung.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://healthnewsnet.de/news-2/freie-radikale-die-ursache-fuer-viele-krankheiten-14836/ Freie Radikale: Die Ursache für viele Krankheiten?]&#039;&#039; In: &#039;&#039;HealthNews.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Erde und in der Nahrung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/herz-kreislauf-erkrankungen/arteriosklerose-uebersicht/herzkreislauf-erkrankungen Diese Ursache für Herzkreislaufkrankheiten kennt kaum jemand.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Zentrum der Gesundheit&#039;&#039;. Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Lärm am Arbeitsplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/wp-content/uploads/pdfs/laerm-am-arbeitsplatz-herz.pdf Lärm am Arbeitsplatz erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;deutschesgesundheitsportal.de.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können substanziell das Endothel verletzen, in Folge von Stress das vegetative Nervensystem und den Hormonhaushalt belasten und zu einer Verkrampfung und Engstellung der Gefäße führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RCA atherosclerosis.jpg|mini|Verengung einer Koronararterie durch Atherosklerose]]&lt;br /&gt;
An weiteren Risikofaktoren, die einerseits in Belastungen und andererseits in Mängeln gründen, sind bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rauchen kann durch Sympathikusreizung die Gefäße verengen. Es setzt [[w:Radikal_(Chemie)#Radikale_in_der_Biologie|freie Radikale]] frei und enthält viele Schadstoffe.&lt;br /&gt;
* [[w:Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] schädigt die Gefäßwände, wenn er über über längere Zeit anhält.&lt;br /&gt;
* Diabetes mellitus, da hohe Blutzuckerwerte die Gefäßwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Übergewicht Fettstoffwechselstörungen mit zuviel Cholesterin und Triglycerieden.&lt;br /&gt;
* Chronische entzündliche Erkrankungen wie [[w:Rheumatoide Arthritis|rheumatoide Arthritis]], da Entzündungsprozesse die Zellwände schädigen können.&lt;br /&gt;
* Genetische Belastung oder hohes Lebensalter&lt;br /&gt;
* Vitamin D Mangel bei Frauen nach den Wechseljahren&lt;br /&gt;
* Bewegungsmangel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychosoziale Ursachen ===&lt;br /&gt;
Das Herz-Kreislauf-System wird durch persönliche Erlebnisse und psychische Erregung unmittelbar geprägt. Aus der Forschung der [[w:Psychokardiologie|Psychokardiologie]] sind folgende Zusammenhänge mit vermehrtem Auftreten der koronaren Herzkrankheit bekannt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Depression&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aerzteblatt.de/search/result/866de799-24b7-44ea-a09c-d69f569060eb?q=Psychosomatik+Herzerkrankungen Psychokardiologie: Das Herz als Projektionsort psychischer Konflikte.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Deutsches Ärzteblatt.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Starker andauernder negativer Stress&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/stress-so-krank-kann-er-machen/ Krankheiten durch Stress: So sehr kann die Belastung dem Körper schaden.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;AOK Gesundheitsmagazin.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Angst über längere Zeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Soziale Isolation&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Niedriger Sozialstatus&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds) Cardiovascular diseases (CVDs).]&#039;&#039; In: &#039;&#039;WHO.&#039;&#039; Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;August 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediterranean diet.jpg|mini|Die zur Zeit häufigste Ernährungs&amp;amp;shy;empfehlung bei KHK]]&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung, insbesondere der Konsum gesättigter Fettsäuren, welcher den Cholesterinspiegel erhöht, viel Zucker, wenig Obst und Gemüse sowie Schadstoffbelastungen durch Anbau, Herstellung, Zusatzstoffe, Verpackung und Verarbeitung hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entstehung der KHK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschesgesundheitsportal.de/2024/01/05/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-und-sterblichkeit-in-80-laendern/?indication=koronare-herzkrankheit &#039;&#039;KHK / Herzinfarkt. Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit in 80 Ländern.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsches GesundheitsPortal.&#039;&#039; Abgerufen am 2. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ungesunde Ernährung wird als Hauptfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Mortalität eingeschätzt. Eine Ernährung, die aus mehr Obst und Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, Fisch sowie Vollmilchprodukten besteht, bewirkt eine Verringerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer geringeren Sterblichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Jahreszeit und der Körpertemperatur ===&lt;br /&gt;
Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass im Sommer weniger Herzinfarkte sich ereignen und ein Maximum in der kalten Jahreszeit auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dgk.org/pressemitteilungen/2021-jahrestagung-pressemitteilungen/2021-jt-aktuelle-pm/2021-jt-aktuelle-pm-tag-3/kardiogener-schock-die-meisten-patienten-sterben-im-winter/ &#039;&#039;Kardiogener Schock: Die meisten Patienten sterben im Winter.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Deutsche Gesellschaft für Kardiologie&#039;&#039; (KDK). Abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025 (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generelles Phänomen ist, dass die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen in den letzten 160 Jahren um 0,6 °C gesunken ist und die vermeintlichen 37 °C nicht mehr gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/medizin/koerpertemperatur-des-menschen-ist-gesunken/ &#039;&#039;Medizin. Körpertemperatur des Menschen ist gesunken.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;scinexx.de.&#039;&#039; Abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachenforschung aus einem geisteswissenschaftlicher Ansatz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Zentrierung und Durchströmen.png|mini|Arterielle Durchströmung und Zentrierung&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KHK Ablagerungen.png|mini|Arterielle Ablagerungen&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Bildschaffende Methode durch Serumkristallisation)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Zur Forschung und Angabe der verschiedenen Risikofaktoren betont [[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]] (1921–2003), anthroposophischer Arzt und Autor, dass nicht bekannt sei, was diese beim einzelnen Individuum auslöst, denn sie sind durch kollektive Untersuchungen gewonnen:&lt;br /&gt;
:„Als nicht bekannt gilt, was diese Risikofaktoren auslösen. Sie spielen selbstverständlich eine bedeutende Rolle, sind aber durch kollektive Untersuchungen gewonnen, aus denen sich die individuelle Reaktionsart, die von Geist und Seele, d.&amp;amp;nbsp;h. den höheren Wesensgliedern des Menschen geprägt ist, nicht feststellen läßt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wolff: &#039;&#039;Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst&#039;&#039;. Band 3. 4. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, 1993, ISBN 3-7725-0531-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geisteswissenschaftliche Ansatz geht in Bezug auf die Gesundheit von der Entwicklung des Menschen aus. Diese Entwicklung wird so verstanden, dass der Mensch eigenständig etwas erschafft, das im Zusammenhang mit einer universalen Gesamtentwicklung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 regte [[Rudolf Steiner]] Mediziner zu einem vergleichenden Studium der Herztätigkeit an: Einerseits bei Menschen, die sich eigenständig bewegen und auseinandersetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Bauer, der seinen Acker bearbeitet, andererseits bei Menschen, die viel Auto oder Bahn fahren, sich also im Bewegungselement passiv verhalten. Er selbst hatte durch Beobachtung und Studium der Eurythmistinnen bemerkt, dass sich eine „durchseelte“ Bewegung harmonisierend auf die Herztätigkeit auswirkt:&lt;br /&gt;
:„Dieses passive Hingeben des Menschen an die Bewegung ist dasjenige, was alle Prozesse, die sich im Herzen stauen, gewissermaßen deformiert. […] Und da sehen sie die Verwandtschaft der Herztätigkeit mit dem Impuls der Wärme in der Welt, mit welcher der Mensch zusammenhängt. Sie sehen daraus, daß, wenn der Mensch genügend Wärme entwickelt durch seine eigene Tätigkeit, dieses gewisse Maß von genügender Wärmeentwicklung im Lebensprozess durch seine eigene Tätigkeit zu gleicher Zeit das Maß für die Gesundheit des Herzens ist. Man müsste daher bei Herzkranken immer darauf sehen, daß man eine Eigenbewegung, die recht sehr durchlebt wird, erzeugt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin.&#039;&#039; 6. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, 1985, ISBN 3-7274-6770-32, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulama 37 (Aguilar).jpg|mini|Der Mensch kann aktiv Wärme erzeugen, indem er durch körperliche Bewegung die Stoffwechselwärme anregt, „die zentrifugal aus seinem Körper aufsteigt und entsprechend, wie es die Schweißbildung anzeigt, an die Peripherie strömt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wille-menschliche-waerme/ &#039;&#039;Die Wärme und die Willenserkraftung.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 4. Februar 2021, abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch Forschungen von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] führen zu einem Zusammenhang mit der Wärme und der unabhängigen, bewussten Aktivität:&lt;br /&gt;
:„Die vorwiegend imponierenden Zeitkrankheiten, wie beispielsweise die Krebskrankheit, Immunschwächen, Nervenerkrankungen, sklerotische Gefäßprozesse, Infarkte, Abbauprozesse unphysiologischer Art in Knorpelsystemen und allgemein Erschöpfungszustände lassen einen gewissen Temperaturverlust erkennen oder es sind zumindest sehr große Unregelmäßigkeiten in der Verteilung der Wärme und daraus resultierende, immer wiederkehrende, chronisch werdende Entzündungsprozessen gegeben. […] Die meisten Erkrankungen sind durch Kälte verschiedenster Art verursacht, sie sind Folgen von Einseitigkeiten, materialistischen Fixierungen, isolierten Alltagsbedingungen und infolge der mangelnden Wärmeerkraftung fehlt den einzelnen Individuen nicht selten die Kraft, dem Leben mit Sinngehalt und bewusster Beziehung zu begegnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/spirituelle-heilkunde-waerme/ &#039;&#039;Die spirituelle Heilkunde und ihre praktische Anwendung im Leben – Teil 2.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen.&#039;&#039; Artikel vom 10. Juni 2023, abgerufen am 3. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf den Herzinfarkt drückt Heinz Grill aus, dass dieser im übersäuerten Blut beginne, das er als „kaltes“ oder „krankes“ Blut bezeichnet:&lt;br /&gt;
:„Der Herzinfarkt beginnt nicht im Herzmuskel selbst, sondern er beginnt im Blut, das einer beständigen Übersäuerung ausgesetzt ist. Die Übersäuerung ist immer ein Ausdruck einer nervlichen oder auch körperlichen Überforderung. Sie ist auch der Ausdruck eines Ungleichgewichtes. […] Die Übersäuerung ist dabei wie ein kaltes oder ein krankes Blut, das das Gewebe nicht mehr richtig versorgen kann. Dieses kalte Blut zeigt sich auch in einer Erkaltung des Gewebes. Die Kälte bewirkt nun wiederum eine Zusammenziehung und somit eine Verengung. Sie bewirkt aber auch eine Verkrampfung und ein Entgleisen der natürlichen Durchströmung. Die Kälte ist ein Ausdruck von fehlendem Leben. Sie ist ein Todeszeichen. Die Kälte ist ein Zeichen dafür, dass die Materie den Platz des Lebens einnehmen möchte, denn die Materie ist von Natur aus kalt. Sie ist nicht von Leben erfüllt. Das Blut dagegen mit seiner Wärme erfüllt das Leben. Ein gesundes Blut ist immer ein Ausdruck von Lebendigkeit, von wirklicher Frische, von Kraft und somit von Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Kosmos und Mensch.&#039;&#039; 4., vollkommen neu überarbeitete und erweiterte Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, 2015, ISBN 978-3-9815855-6-8, S. 247–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;Bild 10 (Über ein Thema bzw. einen Gedanken zu einem Objekt entsteht Beziehung zwischen Menschen)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur Stoffwechselwärme durch körperliche Bewegung steht die Wärmekraft des Gedankens. Diese Wärme wirkt von Außen nach Innen, von der Peripherie zu einem Zentrum, wohingegen die Wärme durch körperliche Bewegung von Innen nach Außen strömt:&lt;br /&gt;
:„Eine dritte Form Wärme zu entwickeln, geschieht durch die Regsamkeit des Bewusstseins im Sinne einer intensiven objektiven Anschauungsbildung, Vorstellungstätigkeit und daraus entstehenden Konzentrationsentwicklung. Diese Wärme, die aus dem aktiven bewusstseinsbildenden Regsamsein auf feinste Weise entflammt, sollte nicht mit dem sogenannten Intellektualismus, der mit seinen auszehrenden Anforderungen die heutige Zeit regiert, verwechselt werden. Eine wirkliche bewusste Denktätigkeit […] führt zu einer Erkraftung des Ätherleibes und fördert die sogenannte ätherische Wärme.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Grill: &#039;&#039;Bewusstsein und Immunsystem. Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde.&#039;&#039; Stephan Wunderlich Verlag, 2021, ISBN ‎978-3-948803-05-6, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:30px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln [https://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit Koronare Herzkrankheit] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Atherosklerose Atherosklerose] aus der deutschen freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.] Es ist in Wikipedia jeweils eine Liste von Autoren für die Artikel [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Koronare_Herzkrankheit&amp;amp;action=history Koronare Herzkrankheit] und [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atherosklerose&amp;amp;action=history Atherosklerose] einsehbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Medico</name></author>
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