Milch: Unterschied zwischen den Versionen
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Milch ist allgemein eine in den Milchdrüsen von Säugetieren gebildete Flüssigkeit, die | [[Datei:Milk-2474993 1920.jpg|mini|400px|Milch]] | ||
Im engeren Sinn ist mit Milch meist Muttermilch von weiblichen Rindern gemeint. | [[Datei:Zeichnung Kuh.jpg|mini|400px|Die Kuh mit ihrem ruhigen Wesen und ihren steifen Gliedern ist ein Ausdruck für das Erdenelement.<ref name=":1">Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.'' 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 81.</ref>]] | ||
Die wichtigsten Stoffe, die in der Milch als Emulgator für das Fett dienen, sind Lecithine (Phospholipide), weitere Lipide und bestimmte Milchproteine. Sie alle tragen dazu bei, dass das Milchfett fein verteilt bleibt und sich nicht an der Oberfläche absetzt. | '''Milch''' ist allgemein eine in den [[w:Milchdrüse|Milchdrüsen]] von Säugetieren gebildete Flüssigkeit, die zur Ernährung ihrer Neugeborenen dient. Sie ist eine weiße, trübe [[w:Emulsion|Emulsion]] bzw. [[w:Kolloide|kolloidale]] [[w:Dispersion (Chemie)|Dispersion]] von [[w:Proteine|Proteinen]], [[w:Milchzucker|Milchzucker]] und [[w:Milchfett|Milchfett]] in Wasser.<ref>Vollrath Hopp: ''Grundlagen der Chemischen Technologie für Praxis und Berufsbildung.'' Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2001, ISBN 3-527-29998-X, S. 207. ([http://books.google.at/books?id=2S0ZuBOhsVoC&pg=PA207&dq=Milch+Latex&hl=de&sa=X&ei=rrn-UdurL4jGtAba0IGYBQ&ved=0CD8Q6AEwAg#v=onepage&q=Milch%20Latex&f=false Auszugsweise online bei Google-Books])</ref> Im engeren Sinn ist mit Milch meist Muttermilch von weiblichen [[w:Hausrind#Kuh|Rindern]] gemeint. | ||
Die wichtigsten Stoffe, die in der Milch als [[w:Emulgator|Emulgator]] für das Fett dienen, sind [[w:Lecithine|Lecithine]] (Phospholipide), weitere [[w:Lipide|Lipide]] und bestimmte [[w:Kasein|Milchproteine]]. Sie alle tragen dazu bei, dass das Milchfett fein verteilt bleibt und sich nicht an der Oberfläche absetzt. | |||
Die Milch gilt als das älteste Nahrungsmittel des Menschen. Geisteswissenschaftliche Forschungen sprechen von einer spezifisch irdischen Nahrung, die den Menschen zum Erdenbürger macht, ohne ihn jedoch an das Irdische zu fesseln. | Die Milch gilt als das älteste Nahrungsmittel des Menschen. Geisteswissenschaftliche Forschungen sprechen von einer spezifisch irdischen Nahrung, die den Menschen zum Erdenbürger macht, ohne ihn jedoch an das Irdische zu fesseln. | ||
== | == Milchbildeprozess == | ||
Die Milch wird in den Milchdrüsen des weiblichen Organismus gebildet und stellt die erste natürliche Nahrung des Neugeborenen dar. Die Milchdrüsen sind in die Oberfläche eingelagert und gelten anatomisch gesehen als ein Komplex hochgradig modifizierter Schweißdrüsen. <ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2'' 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen | Die Milch wird in den Milchdrüsen des weiblichen Organismus gebildet und stellt die erste natürliche Nahrung des Neugeborenen dar. Die Milchdrüsen sind in die Oberfläche eingelagert und gelten anatomisch gesehen als ein Komplex hochgradig modifizierter Schweißdrüsen.<ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2.'' 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 14–22.</ref> Während der Schwangerschaft bzw. Trächtigkeit führen konstante Hormonspiegel ([[w:Östrogen|Östrogen]], [[w:Progesteron|Progesteron]]) aus der Plazenta sowie [[w:Prolaktin|Prolaktin]] aus der Hirnanhangdrüse zur Umwandlung der mütterlichen Brustdrüsenzellen in milchproduzierende Alveolarzellen.<ref name=":2" /> | ||
Während der Schwangerschaft bzw. Trächtigkeit führen konstante Hormonspiegel (Östrogen, Progesteron) aus der Plazenta sowie Prolaktin aus der Hirnanhangdrüse zur Umwandlung der mütterlichen Brustdrüsenzellen in milchproduzierende Alveolarzellen. | |||
Im dritten Trimenon tritt gelegentlich schon tropfenweise Vormilch (Kolostrum) aus. Zwei bis acht Tage nach der Geburt beginnt die Ausschüttung der Muttermilch (Laktation), zuerst unter hormonellem Einfluss (plötzlich verminderte Östrogen- und Gestagenspiegel, vermehrte Produktion von Prolaktin aus der Hypophyse), dann reflektorisch durch den Saugreiz des Kindes, der – ebenfalls aus der Hirnanhangdrüse – die Ausschüttung des Hormons Oxytocin bewirkt. Unter Einfluss von Oxytocin kontrahieren sich auch die Myoepithelzellen um die milchbildenden Drüsenbläschen (Alveolen), sodass die Milch während des Stillens aktiv ausgetrieben wird. | Im [[w:Schwangerschaft#Drittes_Trimenon|dritten Trimenon]] tritt gelegentlich schon tropfenweise Vormilch (Kolostrum) aus. Zwei bis acht Tage nach der Geburt beginnt die Ausschüttung der Muttermilch (Laktation), zuerst unter hormonellem Einfluss (plötzlich verminderte Östrogen- und [[w:Gestagene|Gestagenspiegel]], vermehrte Produktion von Prolaktin aus der [[w:Hypophyse|Hypophyse]]), dann reflektorisch durch den Saugreiz des Kindes, der – ebenfalls aus der Hirnanhangdrüse – die Ausschüttung des Hormons [[w:Oxytocin|Oxytocin]] bewirkt. Unter Einfluss von Oxytocin kontrahieren sich auch die [[w:Myoepithelzelle|Myoepithelzellen]] um die milchbildenden Drüsenbläschen (Alveolen), sodass die Milch während des Stillens aktiv ausgetrieben wird.<ref name=":2" /> | ||
Die von den Milchdrüsen produzierte Milch stellt eine ausgewogene und vollwertige Ernährung des Säuglings nach der Umstellung der Ernährung über die Nabelschnur dar. Mit dem Kolostrum werden in erhöhtem Maße Immunglobuline an den Säugling übertragen. | |||
Die von den Milchdrüsen produzierte Milch stellt eine ausgewogene und vollwertige Ernährung des Säuglings nach der Umstellung der Ernährung über die Nabelschnur dar. Mit dem [[w:Kolostrum|Kolostrum]] werden in erhöhtem Maße [[w:Immunglobuline|Immunglobuline]] an den Säugling übertragen.<ref name=":2">Wolfgang von Engelhardt (Hrsg.): ''Physiologie der Haustiere.'' Kapitel 23.1: ''Die Bedeutung der Laktation für die Brutpflege.'' Enke Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8304-1078-2. ([https://books.google.de/books?id=1NgFBbTbX_MC&pg=PA597&q=Milch%2BS%C3%A4ugetiere#v=onepage&q=Milch%2BS%C3%A4ugetiere&f=false Online])</ref> | |||
=== Der „pflanzliche“ Charakter der Milch – Aspekt aus geisteswissenschaftlicher Forschung === | |||
[[Rudolf Steiner]] beschreibt den Milchbildeprozess gegensätzlich zum Blutbildeprozess. Das Blut wird im Knochenmark gebildet, also im Innersten des Menschen, während die Milch in den peripher liegenden Milchdrüsen gebildet wird. Tritt das Blut nach außen, müssen starke Formkräfte über die Blutgerinnung eingreifen, damit der Mensch nicht verblutet. Die Milch hingegen hat die Tendenz, sich nach außen zu verströmen. Eine Gerinnung tritt bei der Milch erst durch die Berührung mit [[w:Lab|Lab]] und Säure ein.<ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2.'' 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 17–18.</ref> | |||
Während man bei den Pflanzen ebenfalls den Begriff „Milch“ für bestimmte Pflanzensäfte verwendet, ist das Blut eine Gemeinsamkeit von Tier und Mensch. In ihm lebt das Seelische, die Triebe und Leidenschaften. Da die Milch nicht mit dem Blutprozess in Kontakt kommt und somit von dem seelischen Element frei bleibt, kann sie als etwas bezeichnet werden, das eine Mittelstellung zwischen Tier und Pflanze einnimmt. [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] schreibt dazu: | |||
:„Verfolgt man den Entstehungsprozess, so erkennt man, dass das Tier nur das Medium ist, durch das die Milch hervorgebracht wird. Der Blutprozess des Tieres ist daran nicht beteiligt. Das Blut würde Beseelung und Verinnerlichung bringen. Die Bildung der Milch geschieht aber nicht in den Organen mit Durchblutung, sondern in den eigens dafür vorgesehenen Lymphwegen, deshalb ist die Milch keine tierische Substanz. Sie ist frei von Seelenkraft, sie steht dem Pflanzlichen näher.“<ref name=":1" /> | |||
Während man bei den Pflanzen ebenfalls den Begriff | |||
:„Verfolgt man den Entstehungsprozess, so erkennt man, dass das Tier nur das Medium ist, durch das die Milch hervorgebracht wird. Der Blutprozess des Tieres ist daran nicht beteiligt. Das Blut würde Beseelung und Verinnerlichung bringen. Die Bildung der Milch geschieht aber nicht in den Organen mit Durchblutung, sondern in den eigens dafür vorgesehenen Lymphwegen, deshalb ist die Milch keine tierische Substanz. Sie ist frei von Seelenkraft, sie steht dem Pflanzlichen näher.“ <ref | |||
== | == Substanz der Milch und deren gesundheitliche Wirkung == | ||
{| class="wikitable float-right" style="text-align:right | {| class="wikitable float-right" style="text-align:right;" | ||
|+ Zusammensetzung der Milch verschiedener | |+ Ungefähre Zusammensetzung der Milch verschiedener Lebewesen (Angaben in %) <br> | ||
|- | |- | ||
! Inhaltsstoffe | ! Inhaltsstoffe | ||
! | ! Mensch | ||
! Kuh | ! Kuh | ||
! Schaf | ! Schaf | ||
! Ziege | ! Ziege | ||
! Pferd | ! [[Hauspferd|Pferd]] | ||
! Rentier | ! Rentier | ||
! Büffel | ! Büffel | ||
|- | |- | ||
| [[Wasser]] || 87,2 | | [[w:Wasser|Wasser]] || 87,2 || 87,5 || 82,7 || 86,6 || 90,1 || 66,9 || 82,8 | ||
| 90,1 | |||
|- | |- | ||
| [[ | | [[w:Kohlenhydrate|Kohlenhydrate]] || 7,0 || 4,8 || 6,3 || 3,9 || 5,9 || 2,8 || 5,5 | ||
| 5,9 | |||
|- | |- | ||
| [[ | | [[w:Milchfett|Milchfett]] || 4,0 || < 4,2 || 5,3 || 3,7 || 1,5 || 16,9 || 7,4 | ||
| 1,5 | |||
|- | |- | ||
| [[ | | [[Eiweiß|Eiweiße]] || 1,5 || 3,5 || 4,6 || 4,2 || 2,1 || 16,9 || 3,6 | ||
| 2,1 | |||
|- | |- | ||
| [[ | | [[w:Spurenelement|Spurenelemente]] || 0,3 || 0,7 || 0,9 || 0,8 || 0,4 || 1,2 | ||
| 0,4 | |||
|} | |} | ||
Die Milch nimmt einen bedeutenden Platz in der Ernährung des Menschen ein. Sie ist zusammengesetzt aus Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten sowie Mineralien und Vitaminen. | Die Milch nimmt einen bedeutenden Platz in der Ernährung des Menschen ein. Sie ist zusammengesetzt aus [[Eiweiß]], Fetten, Kohlenhydraten sowie Mineralien und Vitaminen. | ||
Das Milcheiweiß, das Kasein ist ein für den Menschen gut verfügbares Eiweiß, das für alle Wachstumsprozesse und für den Muskelaufbau unverzichtbar ist. Es gilt als sehr hochwertig, da in diesem alle Aminosäuren zu finden sind, die der Mensch als Anregung benötigt, um sein eigenes, individuelles Eiweiß aufzubauen. Es zeichnet sich durch leichte Verdaulichkeit aus. | |||
Der Milchzucker, Lactose, kommt in kaum einem anderen Lebensmittel vor. Er besitzt im Vergleich zu anderen Zuckerarten eine längere Verweildauer in Magen und Darm und begünstigt dadurch eine bessere Verwertung von Kalzium- und Phosphoranteilen der Milch. Weiterhin regt der Milchzucker die Bildung wichtiger Einheiten im Gehirn und Nervensystem an. | Das Milcheiweiß, das [[w:Kasein|Kasein]], ist ein für den Menschen gut verfügbares Eiweiß, das für alle Wachstumsprozesse und für den Muskelaufbau unverzichtbar ist. Es gilt als sehr hochwertig, da in diesem alle Aminosäuren zu finden sind, die der Mensch als Anregung benötigt, um sein eigenes, individuelles Eiweiß aufzubauen. Es zeichnet sich durch leichte Verdaulichkeit aus.<ref>Rudolf Hauschka: ''Ernährungslehre.'' 9. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-465-01871-0, S. 74.</ref> | ||
Milchzucker wird durch die Vergärung durch Darmbakterien zu Milchsäure, die wiederum für die Erhaltung eines gesunden Darmmilieus verantwortlich ist. | |||
Wichtige Minerale in der Milch sind Kalzium, Phosphor und Magnesium. Kalzium benötigen die Säuglinge und Kleinkinder für die Knochenbildung, ebenso den Phosphor. Magnesium ist bei der Funktion der Reizleitung zwischen Nerv und Muskulatur notwendig. So reagiert der Herzmuskel sehr empfindlich, wenn eine Störung der Magnesiumprozesse vorliegt.<ref>Udo Renzenbrink: ''Ernährung in der zweiten Lebenshälfte'' 2. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1981, ISBN 3-7725-0169-9, S. | Der Milchzucker, [[w:Lactose|Lactose]], kommt in kaum einem anderen Lebensmittel vor. Er besitzt im Vergleich zu anderen Zuckerarten eine längere Verweildauer in Magen und Darm und begünstigt dadurch eine bessere Verwertung von Kalzium- und Phosphoranteilen der Milch. Weiterhin regt der Milchzucker die Bildung wichtiger Einheiten im Gehirn und Nervensystem an. Milchzucker wird durch die Vergärung durch Darmbakterien zu [[w:Milchsäure|Milchsäure]], die wiederum für die Erhaltung eines gesunden Darmmilieus verantwortlich ist.<ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2'' 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 44.</ref> | ||
Das Milchfett enthält alle Fettbausteine, die der Körper benötigt. Zu den kurzkettigen, leicht verdaulichen Fettsäuren gehört beispielsweise die Buttersäure, | |||
Konjugierte Linolsäuren werden im Pansen von Wiederkäuern gebildet und sind daher nur in Milch, Milchprodukten und Fleisch von Wiederkäuern vorzufinden. Sie bilden eine Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs (insbesondere Brustkrebs). Das Immunsystem wird gestärkt, der Muskelaufbau unterstützt und die Knochenbildung verbessert. <ref>[https://www.swissmilk.ch/de/ernaehrung/fett-cholesterin/omega-3-omega-6-fettsaeuren-verstaendlich-erklaert/ ''Omega-3, Omega-6 - Fettsäuren verständlich erklärt.''] In: | Wichtige Minerale in der Milch sind [[w:Kalzium|Kalzium]], [[w:Phosphor|Phosphor]] und [[w:Magnesium|Magnesium]]. Kalzium benötigen die Säuglinge und Kleinkinder für die Knochenbildung, ebenso den Phosphor. Magnesium ist bei der Funktion der Reizleitung zwischen Nerv und Muskulatur notwendig. So reagiert der Herzmuskel sehr empfindlich, wenn eine Störung der Magnesiumprozesse vorliegt.<ref>Udo Renzenbrink: ''Ernährung in der zweiten Lebenshälfte.'' 2. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1981, ISBN 3-7725-0169-9, S. 109–110.</ref> | ||
Lecithin, welches in der größten Konzentration in der Muttermilch vorkommt, wirkt besonders bei der Bildung des Gehirns und Nervensystems mit. Auch für die Leber ist diese Substanz von Bedeutung, sie fördert durch das aus Lecithin frei werdende Cholin die Entgiftungsfunktion. <ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2'' 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, | |||
Das [[w:Milchfett|Milchfett]] enthält alle Fettbausteine, die der Körper benötigt. Zu den kurzkettigen, leicht verdaulichen Fettsäuren gehört beispielsweise die [[w:Buttersäure|Buttersäure]], die eine krebshemmende Wirkung gerade auch bei Dickdarmkrebs aufweist. Gleichzeitig hat sie einen Heilwert für entzündete Darmschleimhautzellen. Langkettige Fettsäuren wie die [[w:Omega-3-Fettsäuren|Omega-3-Fettsäuren]], die der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann, kommen in der Milch in einem sehr günstigen Verhältnis vor. Diese haben eine schützende Wirkung auf das Herz- Kreislaufsystem. Konjugierte [[w:Linolsäure|Linolsäuren]] werden im [[w:Pansen|Pansen]] von Wiederkäuern gebildet und sind daher nur in Milch, Milchprodukten und Fleisch von Wiederkäuern vorzufinden. Sie bilden eine Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs (insbesondere Brustkrebs). Das Immunsystem wird gestärkt, der Muskelaufbau unterstützt und die Knochenbildung verbessert.<ref>[https://www.swissmilk.ch/de/ernaehrung/fett-cholesterin/omega-3-omega-6-fettsaeuren-verstaendlich-erklaert/ ''Omega-3, Omega-6 - Fettsäuren verständlich erklärt.''] In: ''swissmilk.ch.'' Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> | |||
[[w:Lecithin|Lecithin]], welches in der größten Konzentration in der Muttermilch vorkommt, wirkt besonders bei der Bildung des Gehirns und Nervensystems mit. Auch für die Leber ist diese Substanz von Bedeutung, sie fördert durch das aus Lecithin frei werdende [[w:Cholin|Cholin]] die Entgiftungsfunktion.<ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2''. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 44.</ref> | |||
== Gewinnung == | |||
[[Datei:Henryk Poddębski - Rolnictwo - hodowla (131-7173).jpg|mini|Manuelle Gewinnung durch Melken des Euters einer Milchkuh in Polen (1935)]] | |||
[[Datei:Melkkarussell.jpg|mini|Kühe beim maschinellen Melken in einem [[w:Melkstand#Melkkarussell|Melkkarussell]]]] | |||
Die Entwicklung der Milchwirtschaft begann im Zuge der so genannten [[w:Neolithische Revolution|neolithischen Revolution]] mit der Domestikation von Ziegen und Schafen, etwa vor 10.000 Jahren, in Westasien und andernorts, sowie mit der Domestikation von [[w:Auerochse|Auerochsen]] (Ur) vor etwa 8.500 Jahren vor allem in Südosteuropa. | |||
Für die Nahrungsmittelindustrie Europas sind Milchkühe der Hauptlieferant, in den Bergen, ertragsschwachen Gegenden und in früheren Zeiten auch das Schaf ([[w:Schafsmilch|Schafsmilch]]) und die Ziege ([[w:Ziegenmilch|Ziegenmilch). Für Trinkmilch melkt der Mensch auch [[Hauspferd|Hauspferde]] ([[w:Stutenmilch|Stutenmilch]]) und Hausesel ([[w:Eselsmilch|Eselsmilch]]), Yaks in West-China/Tibet, in den Anden Südamerikas teilweise auch [[w:Lama|Lamas]] (selten). Hoch im Norden wird auch die Milch der [[w:Ren|Rentiere]] genutzt; in Asien und Italien zur Käseproduktion (Mozzarella di Bufala) werden [[w:Wasserbüffel|Wasserbüffel]] gemolken und Büffelmilch gewonnen; im arabischen Raum wird, neben Ziegen- und Schafmilch, [[w:Kamelmilch|Milch von Kamelen]] konsumiert. | |||
In manchen Kulturen, welche meist aus Hirten und Nomaden hervorgegangen sind, steht die Milchtierhaltung, die Milch und ihre Produkte (etwa Käse, Joghurt) im Mittelpunkt der Ernährung und damit auch des Lebens. Ähnlich ist dies auch in der westlichen Welt. Andererseits gibt es auch Völker, die außer Muttermilch gar keine Milch verwenden. | |||
== Verarbeitung == | |||
Milch ist von Natur aus zum Direktverbrauch für die artspezifischen Neugeborenen bestimmt. Sie verändert sich bereits nach kurzem Stehen, beispielsweise durch Aufrahmen des Fettes oder auch durch Bakterien. Aber auch milchfremde Bestandteile, wie Schmutz vom Euter, den Gefäßen etc. können zu Verunreinigung führen. Kein Lebensmittel erfordert so viele hygienische Aufgaben wie die Milch.<ref>Werner Kollath: ''Die Ordnung unserer Nahrung'' 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 230.</ref> | |||
=== Haltbarkeit durch Erhitzen === | |||
Bis zur flächendeckenden Pasteurisierungspflicht in den 50er Jahren wurde Milch weltweit vor allem als Rohmilch oder roh fermentiertes Produkt konsumiert. | |||
Sowohl die frische Milch als auch aufkonzentrierte Milchprodukte wie Kondensmilch oder Kaffeesahne werden durch Erhitzen haltbar gemacht. Obwohl Sauermilchprodukte keiner Haltbarmachung bedürfen, werden auch diese meist aus pasteurisierter Milch hergestellt, um das Wachstum von unerwünschten Bakterienstämmen und Hefen zu unterdrücken. | |||
Es existieren verschiedene Verfahren der Wärmebehandlung, wobei im Supermarkt neben der [[w:H-Milch|H-Milch]], die durch Ultrhocherhitzung erzeugt wird, meist nur noch die sogenannte [[w:ESL-Milch|ESL-Milch]] (ESL steht für extended shelf life = länger im Ladenregal haltbar) zu finden ist, die etwas weniger hoch erhitzt wird als H-Milch. Der Verlust von Vitalstoffen ist jedoch ebenfalls hoch. ESL-Milch wird nicht als solche ausgewiesen, sie ist nur an der längeren Haltbarkeit zu erkennen.<ref>[https://yogaworld.de/weise-kraftquelle-milch-aus-ayurvedischer-sicht/ ''Weiße Kraftquelle – Milch aus ayurvedischer Sicht.''] In: ''yogaworld.de.'' Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> | |||
=== Mechanische Verfahren === | |||
Neben der Vollmilch existieren zahlreiche Milchprodukte, die durch unterschiedliche Verfahren aus der Milch gewonnen werden. Mechanische Verfahren wie beispielsweise das Zentrifugieren der Milch bewirken eine Trennung der fettreichen (Sahne) und fettarmen Milch (Magermilch). Aus der fettreichen Milch wird einerseits Butter und Buttermilch gewonnen, die fettarme Milch wird zu Quarkkäse und [[w:Molke|Molke]] weiterverarbeitet.<ref>Werner Kollath: ''Die Ordnung unserer Nahrung.'' 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 230–231.</ref> | |||
=== Säuerung === | |||
[[Datei:Curing cheeses, Haslev, Denmark, photo from The Encyclopedia of Food by Artemas Ward.jpg|mini|310px|Käse ist ein festes Milcherzeugnis,<ref>[https://www.gesetze-im-internet.de/k_sev/__1.html ''Käseverordnung, § 1 Begriffsbestimmungen (1):''] „Käse sind frische oder in verschiedenen Graden der Reife befindliche Erzeugnisse, die aus dickgelegter Käsereimilch hergestellt sind.“</ref> das – bis auf wenige Ausnahmen – durch Gerinnen aus einem Eiweißanteil der Milch, dem [[w:Kasein|Kasein]], gewonnen wird. Es ist das älteste Verfahren zur Haltbarmachung von Milch und deren Erzeugnissen.]] | |||
Ein natürlicher Prozess ist die Säuerung der Milch, die durch offen stehengelassene Milch eintritt, auf die Kleinlebewesen einwirken. Ein Teil des Milchzuckers wird dabei langsam in Milchsäure verwandelt. Gleichzeitig vollzieht sich durch die Milchsäurebildung ein Gerinnungsprozess des Eiweißes. Das Kasein, das zunächst mit dem Calcium verbunden ist, löst sich von diesem und gerinnt.<ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2.'' 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 43.</ref> Dieser Prozess wird durch Zugabe von Milchsäurebakterien oder auch von Lab bewusst in Gang gesetzt und für die Zubereitung verschiedenster Milchprodukte angewendet. | |||
Die Verarbeitungsstätten der Milch nennt man [[w:Molkerei|Molkereien]] (früher teilweise auch Meiereien) bzw. Käsereien, deren typische Produkte Sahne, Butter und Buttermilch, Käse sowie Sauermilch sind. | |||
=== Homogenisierung === | |||
Ziel der Homogenisierung ist es, den mittleren Durchmesser der in der Milch vorhandenen Fettkügelchen (mittlerer Durchmesser der nativen Globule 10 bis 30 µm) unter hohem Druck (150 bis 300 bar) stark zu reduzieren (mittlerer Tropfendurchmesser 1 bis 2 µm), damit die Milch nicht aufrahmt und wegen der vergrößerten Gesamtoberfläche leichter verdaut werden kann. Die vergrößerte Gesamtoberfläche sorgt auch für einen anderen Geschmack. Industriell geschieht diese „Zerkleinerung“ der Fetttröpfchen in großem Maßstab. Dazu wird die Milch unter hohem Druck auf eine Metallplatte gespritzt. Die Homogenisierung allein führt allerdings nicht dazu, dass die Milch aus mikrobieller Sicht länger haltbar wird.<ref name=":3" /> | |||
Indem die Milch ihre Neigung verliert, eine Rahmschicht zu bilden, erfährt sie in ihrer Struktur eine starke Veränderung. Die Argumentation, dass durch diesen Prozess die Fettkügelchen in der Kuhmilch sich jenen der menschlichen Muttermilch annähern und dadurch eine bessere Verdaulichkeit versprechen, wird teilweise hinterfragt. Die Bildung in der Muttermilch findet nicht durch den hohen Druck statt, der beim Homogenisieren herrscht, und es bleibt fraglich, welche Auswirkung die Veränderung der Milch auf deren Qualität wirklich hat.<ref name=":3">Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2''. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 39.</ref> | |||
=== Milchprodukte und deren Herstellung === | |||
Die Nahrungsmittelindustrie verarbeitet die Milch in zahlreichen Formen und zu vielfältigen Produkten (Milchprodukte), angefangen von Butter, Rahm, der Verkäsung bis hin zu Backwaren- oder Speiseeisherstellung sowie Derivaten, vom Einsatz in der Fleischverarbeitung oder in der Fertignahrungsherstellung bis hin zur Pharmazie und Kosmetika. | |||
Übersicht: | |||
<div style="margin-left:11px"> | |||
[[Datei:Milch.svg|mini|center|900px|Milchprodukte und deren Herstellung]] | |||
</div> | |||
== Auswirkungen auf die Milchqualität durch Züchtung und Haltung der Kühe == | |||
=== Steigerung der Milchleistung durch Züchtung === | |||
Für die Milchproduktion gezüchtete Kühe geben pro Tag rund 50 Liter Milch. Die Urkuh hingegen gab mit bis zu fünf Litern knapp 10 Prozent davon. Die Milchleistung ist von jährlich 500–600 kg auf heute 6.000–10.000 kg je Kuh angestiegen. | |||
Zurückzuführen ist diese Steigerung auf Zucht und Forschung, um die Milchleistung permanent zu optimieren. Aus dieser Zucht gingen reine Milchkuh-Zuchtlinien hervor. Auch das Gewicht einer durchschnittlichen Kuh in der modernen Milchproduktion ist durch Zuchterfolge und Futtermaßnahmen um etwa 400 kg gesteigert worden.<ref>[https://web.archive.org/web/20201123153918/https://milchliebe.de/milchsorten/kuhmilch/wie-viel-liter-milch-gibt-eine-kuh-am-tag/ ''Wie viel Liter Milch gibt eine Kuh am Tag und im Jahr?''] In: ''milchliebe.de.'' Archivlink, abgerufen am 10. August 2025.</ref> | |||
== | === Enthornung und Züchtung hornloser Rinder === | ||
[[Datei:Paintings_from_the_Chauvet_cave_(museum_replica).jpg|mini|350px|Prähistorische Abbildungen und Schädelfunde zeigen, dass Rinder schon immer Hörner hatten|alt=Paintings_from_the_Chauvet_cave_(museum_replica)]] | |||
Rinder haben von Natur aus Hörner. Erst vor ca. 250 Jahren begann man in wenigen Regionen mit der Züchtung hornloser Rinderrassen. Die Enthornung wird vor allem in der konventionellen Tierhaltung von Rindern durchgeführt. In modernen Haltungsverfahren für Rinder werden die Tiere in Ställen frei laufend gehalten (Laufstall). Da Rinder wegen ihrer Hörner einen gewissen Mindestabstand zueinander einhalten, benötigen die Tiere in Laufställen mehr Platz. Hornlose Rinder halten weniger Abstand zueinander, wodurch die Ställe kleiner und die Kosten geringer gehalten werden können.<ref name=":0">[https://www.demeter.de/kuehe-haben-hoerner ''Demeter setzt sich für den Erhalt von Kühen mit Hörnern ein.''] In: ''demeter.de.'' Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> | |||
In | |||
Die Richtlinien des Demeter-Verbandes verbieten die Enthornung und die Züchtung hornloser Tiere. Die Tiere sollen nicht den „Produktionsbedingungen“ angepasst werden. Stattdessen werden Ställe in entsprechender Größe gebaut, um eine möglichst artgerechte Haltung zu gewährleisten.<ref name=":0" /> | |||
→ Siehe auch [[Geweih#Geistige_Forschung_mit_Vergleich:_Geweih_%E2%80%93_Kuhhorn|„Geistige Forschung mit Vergleich: Geweih – Kuhhorn“]] | |||
[[ | Heutige Forschungsergebnisse zeigen auf, dass sich mit der Hochleistungszucht zuerst die Milchfettzusammensetzung ändert. Die Kühe benötigen in der Folge eine große Menge an Energie, die nicht mehr allein durch [[w:Futtermittel#Raufutter|Raufutter]] (Gräser und Klee) abgedeckt werden kann, sondern Kraftfutter. Teilweise wird mit [[w:Maissilage|Maissilage]], [[Getreide]] und [[w:Soja|Soja]] zugefüttert. Dies wirkt sich als erstes auf die Milchfettqualität beeinträchtigend aus, was im Verhältnis der Omega-6- zu den Omega-3-Fettsäuren der Milch sichtbar wird, das naturgemäß günstig in der Milch angelegt wäre.<ref>Ton Baars: [https://orgprints.org/36850/1/LE4-19_Fo_Kuhhorn%2C%20Milchqualit%C3%A4t%20und%20W%C3%A4rmeregulierung_Baars.pdf ''Kuhhorn, Milchqualität und Wärmeregulierung.''] PDF, S. 42. Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> | ||
Außerdem führen Studien den Anstieg von [[w:Rindertuberkulose|Rindertuberkulose]] auf die Verabreichung großer Kraftfuttergaben zurück, welche die Widerstandsfähigkeit der Tiere schwächen.<ref>Werner Kollath: ''Die Ordnung unserer Nahrung.'' 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 237.</ref> | |||
Heutzutage werden über 98 % der Kühe in Massentierhaltungsanlagen gehalten, wodurch ihre Bewegungsmöglichkeit stark eingeschränkt ist. Die Folge ist eine allgemeine Schwächung durch die nicht artgerechte Haltung. Die kranken Tiere werden häufig nicht von den gesunden getrennt und individuell behandelt, sondern es wird dem gesamten Bestand Antibiotika verabreicht, um die Erreger schnell abzutöten. Wird die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit nicht eingehalten, können Antibiotikarückstände in Nahrungsmittel tierischen Ursprungs wie z. B. Eier, Milch oder Fleisch gelangen. Dies bedeutet für den Verbraucher ein direktes Gesundheitsrisiko, da Antibiotikarückstände als potentiell kanzerogen oder toxisch eingestuft werden oder auch das allergische Potential erhöhen. | |||
Auch erhöht sich das Risiko der Bildung resistenter Bakterien, die ebenfalls zum Verbraucher gelangen können.<ref>[https://www.bund.net/massentierhaltung/antibiotika/ ''Industrielle Tierhaltung: Einsatz großer Antibiotika-Mengen.''] In: ''bund.net.'' Abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> | |||
== | == Gesundheitliche Aspekte des Milchkonsums == | ||
Ist die Qualität der Milch durch eine artgerechte Haltung und Fütterung gegeben, gilt diese gerade auch in unbehandeltem Zustand (Rohmilch) als ein kräftigendes und wachstumsförderndes Nahrungsmittel, das den Abbauprozessen im Menschen entgegenwirken kann.<ref>Udo Renzenbrink: ''Ernährung in der zweiten Lebenshälfte.'' 2. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1981, ISBN 3-7725-0169-9, S. 114.</ref> | |||
=== Roh- bzw. Vollmilch === | |||
{{Zitat|Als Träger hochwertigsten [[Eiweiß|Eiweißes]] und aufgrund ihrer sonstigen Nährstoffe ist sie [die Milch, Anm. d. Verf.] für die Erhaltung des Lebens von größter Bedeutung, was sich auch daraus ergibt, dass sie von der Natur dafür bestimmt ist, für das Neugeborene als Muttermilch anfangs die ausschließliche Nahrung darzustellen. Sie muss also alle für die Entwicklung notwendigen Stoffe enthalten.|[[w:Werner Kollath|Werner Kollath]] (1892–1970)<ref>Werner Kollath: ''Die Ordnung unserer Nahrung'' 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 227.</ref>}} | |||
[[ | |||
Die | |||
Der Basler Physiologe [[w:Gustav von Bunge|Gustav von Bunge]] (1844–1920) erforschte den Zusammenhang des Eiweißgehaltes mit dem Wachstum des menschlichen Säuglings bzw. Säugetierjungen und kam zu dem Ergebnis, dass schnellwachsende Tiere einen hohen Eiweiß- und Aschengehalt in ihrer Milch haben, während der Mensch den niedrigsten Gehalt aller untersuchten Milchen aufweist. Er erkannte als erster die artspezifische Zusammensetzung der Milch, die das Optimum an Nährstoffen für die entsprechende Tierspezies enthält: | |||
:„Man wird daher nicht ohne Schädigung des Säuglings seine Muttermilch mit der Milch einer anderen Tierspezies vertauschen oder gar eine künstliche Nahrung für ihn zusammensetzen können.“<ref>Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2.'' 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 25–26.</ref> | |||
Die Milch ist also angepasst an die Reserven, die der Säugling vom Mutterleib mitbekommen hat. Ihr fehlen deshalb für den Erwachsenen notwendige Substanzen, beispielsweise das Eisen. Jedoch gilt die Milch auch als das kalkreichste Lebensmittel und stellt daher eine Ergänzung zu unserer eher kalkarmen Kost wie beispielsweise dem [[Getreide]] dar.<ref name=":4">Werner Kollath: ''Die Ordnung unserer Nahrung.'' 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 228.</ref> | |||
=== | === Gesäuerte Milchprodukte === | ||
: | [[Datei:Joghurt.jpg|mini|Joghurt ist ein gesäuertes Milchprodukt]] | ||
Die Säuerung von Milchprodukten kann als eine Art „Vorverdauung“ bezeichnet werden, da die Milch im Magen ebenfalls gesäuert wird und gerinnt. Durch die Säuerung werden Milchprodukte einerseits also leichter verdaulich, andererseits entstehen mit der Säuerung neben der Milchsäure geringe Mengen an [[w:Buttersäure|Buttersäure]], [[w:Ameisensäure|Ameisensäure]], Kohlensäure sowie [[w:Essigsäure|Essigsäure]], welche auf die Verdauung eine reinigende, belebende Wirkung haben.<ref name=":5" /> | |||
[[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] beschreibt die heilsame Wirkung der gesäuerten Milchprodukte wie folgt: | |||
:„Die Milchsäure durchdringt den Erdenstoff des meist doch schwer verdaulichen Nahrungsmittels mit [[a:Lichtäther|Lichtätherkräften]] und regt auf diese Weise die Verdaulichkeit wie auch die gesamte Dynamik der Milch an. Gesäuerte Milchprodukte sind deshalb sehr dynamische Lebensmittel. Eines der empfehlenswertesten Produkte ist die Buttermilch. Sie besitzt eine gewisse antikanzerogene Wirkung. Gleichzeitig ist sie ein Diätikum, das den Körper vor Ablagerungen behütet.“<ref name=":5">Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung'' 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 84.</ref> | |||
Heinz Grill beschreibt die heilsame Wirkung der gesäuerten Milchprodukte wie folgt: | |||
:„Die Milchsäure durchdringt den Erdenstoff des meist doch schwer verdaulichen Nahrungsmittels mit Lichtätherkräften und regt auf diese Weise die Verdaulichkeit wie auch die gesamte Dynamik der Milch an. Gesäuerte Milchprodukte sind deshalb sehr dynamische Lebensmittel. Eines der empfehlenswertesten Produkte ist die Buttermilch. Sie besitzt eine gewisse antikanzerogene Wirkung. Gleichzeitig ist sie ein Diätikum, das den Körper vor Ablagerungen behütet.“<ref>Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung'' | |||
===Homogenisierte Produkte=== | === Homogenisierte Produkte === | ||
Dagegen hat die Behandlung der Milch durch Hocherhitzung bei der Sterilisierung oder durch große Druckbelastungen bei der Homogenisierung eine gesundheitlich beeinträchtigende Wirkung. | Dagegen hat die Behandlung der Milch durch Hocherhitzung bei der Sterilisierung oder durch große Druckbelastungen bei der Homogenisierung eine gesundheitlich beeinträchtigende Wirkung. | ||
===Unterschiede zwischen Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch=== | Eine Langzeitstudie an Katzen, durchgeführt über mehrere Generationen, zeigte auf, dass die mit Rohmilch ernährten Katzen gesund blieben und auch von Generation zu Generation normale Geburten hatten. Die Tiere, die mit wärmebehandelter Milch gefüttert wurden, wiesen nach wenigen Generationen eine Verkürzung der Lebensdauer, Fehlgeburten, verschiedene degenerative Krankheiten etc. auf. Gesteigert traten diese Phänomene bei pasteurisierter Milch und [[w:Milchpulver|Trockenmilch]] auf und zeigten sich am auffälligsten bei [[w:Kondensmilch|Kondensmilch]]. Bei letzterer waren nach vier Generationen die meisten Tiere nicht mehr fortpflanzungsfähig. Bei den Katzen, die behandelte Milch zu sich nahmen ein, trat eine allgemeine Schwächung der Lebenskraft des Organismus ein, die meist erst über mehrere Generationen sichtbar geworden ist.<ref>[[Otto Wolff (Mediziner)|Otto Wolff]]: ''Was essen wir eigentlich?'' 1. Auflage der Neuausgabe. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7725-2612-1, S. 31–32.</ref> | ||
Schafsmilch besitzt | |||
Weiterhin enthält Schafsmilch einen hohen Gehalt an | === Unterschiede zwischen Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch === | ||
Ziegenmilch hat einen geringeren Eiweißgehalt | [[Datei:Ammoudi Ziege 04.jpg|mini|Ziegen sind wahre Kletterkünstler und für ihren neugierigen, vorwitzigen und eigenwilligen Charakter bekannt.<ref>[https://ziegen-halten.de/verhalten-und-wesen-der-ziegen/ ''Verhalten und Wesen der Ziegen.''] In: ''ziegen-halten.de.'' Abgerufen am 6. August 2025.</ref>]] | ||
Schafsmilch besitzt gegenüber der Kuhmilch einen erhöhten Eiweiß- und Fettgehalt. Ein wesentlicher Unterschied jedoch ist eine Eigenschaft des Milchfettes, die bei der Schafsmilch besonders ausgeprägt ist: das Milchfett bildet Kügelchen, die kleiner sind als jene der Kuhmilch und der menschlichen Muttermilch ähnlicher. Daher spricht man von einer leichteren Verdaulichkeit und guten Verträglichkeit der Schafsmilch und ihrer heilsamen Wirkung bei Magen- und Leberpatienten.<ref name=":6" /> | |||
Weiterhin enthält Schafsmilch einen hohen Gehalt an [[w:Orotsäure|Orotsäure]], die eine wachstumssteigernde Wirkung besitzt. Auch beim Aufbau gewisser im Leberstoffwechsel wichtiger Stoffe ([[w:Pyrimidine|Pyrimidine]]) ist die Orotsäure beteiligt und wird aus diesem Grund auch bei [[w:Parenchym#Bei_Wirbeltieren|Leberparenchymschäden]], in der [[w:Geriatrie|Geriatrie]] und zur [[w:Rekonvaleszenz|Rekonvaleszenz]] eingesetzt.<ref name=":6" /> | |||
Ziegenmilch hat einen geringeren Eiweißgehalt als Kuh- oder Schafsmilch, ihr Zuckergehalt ist jedoch höher. Ihr Fettgehalt gleicht der der menschlichen Muttermilch, sie ist jedoch ärmer an Vitaminen.<ref name=":6">Gerhard Schmidt: ''Dynamische Ernährungslehre 2.'' 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 48–49.</ref> | |||
=== Unverträglichkeiten und Allergien === | |||
Es existieren Unverträglichkeiten auf das Nahrungsmittel Milch und die daraus hergestellten Produkte. Sie basieren darauf, dass Milchbestandteile im Körper nicht hinreichend aufgespalten werden können (z. B. wegen [[w:Lactoseintoleranz|Lactoseintoleranz]] oder [[w:Kuhmilchallergie|Kuhmilchallergie]]) oder darauf, dass sonstige Inhaltsstoffe der Milch nicht vertragen werden. Die Fähigkeit, den in der Milch enthaltenen Milchzucker auch als Erwachsener verdauen zu können, ist eine genetisch recht junge Entwicklung, die schätzungsweise vor 8000 bis 9000 Jahre begonnen hat.<ref>E. J. Hollox u. a.: ''Lactase Haplotype Diversity in the Old World.'' In: ''American Journal of Human Genetics.'' Band 68, 2001, S. 161.</ref> | |||
Zu ihrer Ausbreitung kam es vermutlich zuerst in Nord- und Mitteleuropa mit oder kurz nach dem dortigen Beginn der [[w:Jungsteinzeit|Jungsteinzeit]] (Neolithikum), als sich mit Beginn der Viehzucht die Verträglichkeit als positives Selektionskriterium erwies.<ref>Janina Duerr: ''Milchnutzung in der Alten Welt – Eine Archäozoologische und Kulturhistorische Untersuchung.'' In: ''Archäologische Informationen.'' Band 29, 2006, S. 221–222. ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/12125 Online] PDF, S. 83)</ref> | |||
Zur Verdauung der Lactose ist das Enzym [[w:Lactase|Lactase]] erforderlich, dessen Produktion bei Kleinkindern während der Stillzeit voll ausgeprägt ist, in späteren Jahren aber teilweise oder vollständig zurückgeht. Klinische Versuche haben ergeben, dass ein Teil der Menschen aufgrund dessen bei der Aufnahme von Lactose mit Beschwerden (Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, Magendrücken, Aufstoßen, [[w:Meteorismus|Meteorismus]], [[w:Kolik|Koliken]], Bauchschmerzen, Darmkrämpfen, Übelkeit bis zum Erbrechen, Migräneattacken, Kreislaufproblemen oder Schwächeanfällen) reagieren (Laktoseintoleranz). Etwa 10–15 Prozent aller Erwachsenen in Europa vertragen keine lactosehaltige Milch. | |||
Das [[w:Bundesinstitut für Risikobewertung|Bundesinstitut für Risikobewertung]] (BfR) sieht in Kuhmilch, neben Hühnerei, Fisch, Soja, [[Weizen]] und Erdnüssen/Nüssen eines der „wichtigsten Allergie auslösenden Lebensmittel im Kindesalter“. Bei Vorliegen einer familiären Neigung ([[w:Atopie|Atopie]]) könne es infolge einer Nahrungsmittelallergie zu [[w:Neurodermitis|Neurodermitis]], Heuschnupfen und [[w:Asthma bronchiale|Asthma bronchiale]] kommen. | |||
Insgesamt zeigt sich bei Personen, die viel Milch konsumieren, tendenziell ein Mangel an Widerstandskraft anstelle einer Stärkung des Abwehrsystems. | |||
[[Datei:Cows in the Swiss Alps.jpg|mini|Kühe in den Schweizer Alpen]] | |||
Diese negativen Auswirkungen der im Grunde sehr gesund wirkenden Milch scheinen einherzugehen mit dem Umgang des Menschen mit den Tieren. Die Tiere werden nicht mehr als Lebewesen gesehen, sondern nach ihrem Nutzwert betrachtet und dementsprechend behandelt. Industrielle, nach maximalem Gewinn strebende Agrargesellschaften verdrängen die kleinen, traditionellen Betriebe und damit eine gesunde Beziehung zwischen Mensch und Tier.<ref>[https://www.provieh.de/themen/industrielle-massentierhaltung/ ''Industrielle Intensivtierhaltung.''] In: ''provieh.de.'' Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> | |||
Heinz Grill vertritt aus geistiger Forschung den Standpunkt, dass die Haltung des Menschen am Anfang dieser Prozesse steht: | |||
:„Der Mensch hat das Recht, die Erde zu bebauen […] und aus ihr für seinen Genuss Früchte zu nehmen. Die Erde ist seine Lebensheimat. […] Doch muss er gleichzeitig auch die moralische Verantwortung gegenüber allem Leben und der Natur in einem sehr sensitiven und doch irdischen Sinn entwickeln. Er darf nämlich nicht mehr nehmen als das wirkliche Arbeiten und Tätigsein, das ihm ein Gefühl der Bodennähe und des In-Beziehung-Seins zur Erde gibt, hervorbringt. Nimmt er beispielsweise zu sehr die Hybris von Machtgelüsten auf und will er mit seinem Betrieb nur gewinnorientiert arbeiten, so verliert er dieses eigentliche und lebensspendende elementare Lebensgefühl. Die Landwirtschaft und die Haltung von Tieren schenkt ein versöhnliches Gefühl mit dem Mutterstoff der Erde. Dieses versöhnliche Gefühl, das in einem ruhigen und ehrwürdigen bäuerlichen Betrieb leben kann, strahlt in die Lymphgänge der Kühe hinein und bringt die gesunde Milch hervor.“<ref>Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.'' 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 83.</ref> | |||
=== Die Milch in traditionellen Ernährungslehren === | |||
In der [[w:Traditionelle chinesische Medizin|Traditionellen Chinesischen Medizin]] (TCM) gilt die Milch allgemein als süß, leicht kühlend und befeuchtend. Sie wirkt auf Herz, Nieren und Lunge. Sie wird entsprechend ihrer energetischen Eigenschaften als Yin-fördernd betrachtet, welches einen ausdehnenden Charakter besitzt. Bei Trockenheit und Säftemangel, beispielsweise trockenem Husten, trockener Haut, kann Milch einen Ausgleich bringen.<ref> [https://avicenna-freiburg.de/milchprodukte-wirkung-auf-die-gesundheit/?v=15fc885b9ab6 ''Milchprodukte und ihre Wirkung auf die Gesundheit: Ein Blick aus der TCM- Perspektive.''] In: ''avicenna-freiburg.de.'' Abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> | |||
In der [[w:Makrobiotik|Makrobiotik]] hingegen wird vom Verzehr von Milchprodukten abgeraten. Milch und Milchprodukte gelten als schädlich, denn sie seien für Menschen (außer Muttermilch) „Fremdkörper“, die wegen des Kasein-Gehaltes angeblich Schleim im Darm und in den Atemwegen bilden und diverse Krankheiten verursachen.<ref>Claus Leitzmann u. a.: ''Alternative Ernährungsformen.'' 1999, S. 81–91.</ref> | |||
Aus der Sicht der Ayurvedischen Ernährungslehre, welche die Nahrungsmittel in drei verschiedene Kategorien einteilt, gilt die Milch als „sattvisch“, als rein. Sattvische Nahrungsmittel fördern ein ausgeglichenes Leben und tragen zu positivem Denken bei. Es gibt Lebensmittel, die zu sehr vitaler, gesteigerter Antriebskraft und eventuell auch zu Überschwenglichkeit in den Gefühlen führen und andere, die eine Trägheit und Schwere bewirken. Milch hingegen hat keine dieser spezifischen Wirkungen, sondern lässt das Gefühlsleben frei und stellt eine reine Kraft für ein seelisches Wachstum zur Verfügung.<ref name=":1" /> | |||
=== Wirkung auf den Menschen aus Sicht der Geisteswissenschaft === | |||
Die Milch gilt aus geisteswissenschaftlicher Sicht als ein Nahrungsmittel, das den Menschen in ein nahes Verhältnis zur Erde bringt. Dies ist für das Neugeborene, das erst eine Beziehung zu dem Irdischen entwickeln muss von großer Bedeutung. [[Rudolf Steiner]] (1861–1925) drückt aus geistiger Forschung aus, dass die Milchnahrung den Menschen in Zusammenhang mit den Verhältnissen der Erde bringt: | |||
:„Wenn man nun das Erlebnis sozusagen der Milchnahrung nimmt, so zeigt sich die Milchnahrung vor dem Blick, vor dem Erlebnis des Okkultisten so, daß sie für den Menschenleib – wir wollen bei dem Menschen bleiben – dasjenige bedeutet, was ihn sozusagen an die Erde, an unseren Planeten fesselt, was ihn zusammenbringt mit dem Menschengeschlecht auf der Erde als zu einer gemeinsamen Gattung mit diesem Menschengeschlecht gehörig. Daß die Menschen ein Ganzes ausmachen auch in bezug auf das physische Hüllensystem, das wird mit befördert dadurch, daß Lebendiges Nahrung für Lebendiges im tierischen Sinn bereitet. Und man kann sagen: Alles das, was durch die Milchnahrung dem menschlichen Organismus zugeführt wird, das bereitet ihn dazu, ein menschliches Erdengeschöpf zu sein, bringt ihn zusammen mit den Verhältnissen der Erde, aber es fesselt ihn nicht eigentlich an die Erde. Es macht ihn zum Erdenbürger und hindert ihn nicht, ein Bürger des ganzen Sonnensystems zu sein.“<ref>Rudolf Steiner: ''Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?'' GA 145. 5. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1986, ISBN 3-7274-1450-2, S. 28. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_145.pdf#page=28&view=Fit Online])</ref> | |||
== | == Literatur == | ||
* Tanja Kongerslev Thorning, Anne Raben, Tine Tholstrup, Sabita S. Soedamah-Muthu, Ian Givens, Arne Astrup: ''Milk and dairy products: good or bad for human health? An assessment of the totality of scientific evidence.'' In: ''Food & Nutrition Research.'' 2016, Band 60, Nummer 1, S. 32527 (englisch). ([https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5122229/ Online]) | |||
* Inge Riemelt: ''Milchwirtschaftliche Mikrobiologie''. Behrs Verlag 2005, ISBN 3-89947-049-4. | |||
* Erwin Märtlbauer, Heinz Becker (Hrsg.): ''Milchkunde und Milchhygiene''. UTB, 2016, ISBN 978-3-8252-8664-4. | |||
== | == Siehe auch == | ||
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]] | |||
* [[:Kategorie:Heilsame Ernährung|Kategorie: Heilsame Ernährung]] | |||
{{Gesundheitshinweis}} | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references /> | |||
{{Wikipedia|Milch}} | |||
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[[Kategorie:Heilsame Ernährung]] | |||
Aktuelle Version vom 2. Januar 2026, 07:29 Uhr


Milch ist allgemein eine in den Milchdrüsen von Säugetieren gebildete Flüssigkeit, die zur Ernährung ihrer Neugeborenen dient. Sie ist eine weiße, trübe Emulsion bzw. kolloidale Dispersion von Proteinen, Milchzucker und Milchfett in Wasser.[2] Im engeren Sinn ist mit Milch meist Muttermilch von weiblichen Rindern gemeint.
Die wichtigsten Stoffe, die in der Milch als Emulgator für das Fett dienen, sind Lecithine (Phospholipide), weitere Lipide und bestimmte Milchproteine. Sie alle tragen dazu bei, dass das Milchfett fein verteilt bleibt und sich nicht an der Oberfläche absetzt.
Die Milch gilt als das älteste Nahrungsmittel des Menschen. Geisteswissenschaftliche Forschungen sprechen von einer spezifisch irdischen Nahrung, die den Menschen zum Erdenbürger macht, ohne ihn jedoch an das Irdische zu fesseln.
Milchbildeprozess
Die Milch wird in den Milchdrüsen des weiblichen Organismus gebildet und stellt die erste natürliche Nahrung des Neugeborenen dar. Die Milchdrüsen sind in die Oberfläche eingelagert und gelten anatomisch gesehen als ein Komplex hochgradig modifizierter Schweißdrüsen.[3] Während der Schwangerschaft bzw. Trächtigkeit führen konstante Hormonspiegel (Östrogen, Progesteron) aus der Plazenta sowie Prolaktin aus der Hirnanhangdrüse zur Umwandlung der mütterlichen Brustdrüsenzellen in milchproduzierende Alveolarzellen.[4]
Im dritten Trimenon tritt gelegentlich schon tropfenweise Vormilch (Kolostrum) aus. Zwei bis acht Tage nach der Geburt beginnt die Ausschüttung der Muttermilch (Laktation), zuerst unter hormonellem Einfluss (plötzlich verminderte Östrogen- und Gestagenspiegel, vermehrte Produktion von Prolaktin aus der Hypophyse), dann reflektorisch durch den Saugreiz des Kindes, der – ebenfalls aus der Hirnanhangdrüse – die Ausschüttung des Hormons Oxytocin bewirkt. Unter Einfluss von Oxytocin kontrahieren sich auch die Myoepithelzellen um die milchbildenden Drüsenbläschen (Alveolen), sodass die Milch während des Stillens aktiv ausgetrieben wird.[4]
Die von den Milchdrüsen produzierte Milch stellt eine ausgewogene und vollwertige Ernährung des Säuglings nach der Umstellung der Ernährung über die Nabelschnur dar. Mit dem Kolostrum werden in erhöhtem Maße Immunglobuline an den Säugling übertragen.[4]
Der „pflanzliche“ Charakter der Milch – Aspekt aus geisteswissenschaftlicher Forschung
Rudolf Steiner beschreibt den Milchbildeprozess gegensätzlich zum Blutbildeprozess. Das Blut wird im Knochenmark gebildet, also im Innersten des Menschen, während die Milch in den peripher liegenden Milchdrüsen gebildet wird. Tritt das Blut nach außen, müssen starke Formkräfte über die Blutgerinnung eingreifen, damit der Mensch nicht verblutet. Die Milch hingegen hat die Tendenz, sich nach außen zu verströmen. Eine Gerinnung tritt bei der Milch erst durch die Berührung mit Lab und Säure ein.[5]
Während man bei den Pflanzen ebenfalls den Begriff „Milch“ für bestimmte Pflanzensäfte verwendet, ist das Blut eine Gemeinsamkeit von Tier und Mensch. In ihm lebt das Seelische, die Triebe und Leidenschaften. Da die Milch nicht mit dem Blutprozess in Kontakt kommt und somit von dem seelischen Element frei bleibt, kann sie als etwas bezeichnet werden, das eine Mittelstellung zwischen Tier und Pflanze einnimmt. Heinz Grill schreibt dazu:
- „Verfolgt man den Entstehungsprozess, so erkennt man, dass das Tier nur das Medium ist, durch das die Milch hervorgebracht wird. Der Blutprozess des Tieres ist daran nicht beteiligt. Das Blut würde Beseelung und Verinnerlichung bringen. Die Bildung der Milch geschieht aber nicht in den Organen mit Durchblutung, sondern in den eigens dafür vorgesehenen Lymphwegen, deshalb ist die Milch keine tierische Substanz. Sie ist frei von Seelenkraft, sie steht dem Pflanzlichen näher.“[1]
Substanz der Milch und deren gesundheitliche Wirkung
| Inhaltsstoffe | Mensch | Kuh | Schaf | Ziege | Pferd | Rentier | Büffel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wasser | 87,2 | 87,5 | 82,7 | 86,6 | 90,1 | 66,9 | 82,8 |
| Kohlenhydrate | 7,0 | 4,8 | 6,3 | 3,9 | 5,9 | 2,8 | 5,5 |
| Milchfett | 4,0 | < 4,2 | 5,3 | 3,7 | 1,5 | 16,9 | 7,4 |
| Eiweiße | 1,5 | 3,5 | 4,6 | 4,2 | 2,1 | 16,9 | 3,6 |
| Spurenelemente | 0,3 | 0,7 | 0,9 | 0,8 | 0,4 | 1,2 |
Die Milch nimmt einen bedeutenden Platz in der Ernährung des Menschen ein. Sie ist zusammengesetzt aus Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten sowie Mineralien und Vitaminen.
Das Milcheiweiß, das Kasein, ist ein für den Menschen gut verfügbares Eiweiß, das für alle Wachstumsprozesse und für den Muskelaufbau unverzichtbar ist. Es gilt als sehr hochwertig, da in diesem alle Aminosäuren zu finden sind, die der Mensch als Anregung benötigt, um sein eigenes, individuelles Eiweiß aufzubauen. Es zeichnet sich durch leichte Verdaulichkeit aus.[6]
Der Milchzucker, Lactose, kommt in kaum einem anderen Lebensmittel vor. Er besitzt im Vergleich zu anderen Zuckerarten eine längere Verweildauer in Magen und Darm und begünstigt dadurch eine bessere Verwertung von Kalzium- und Phosphoranteilen der Milch. Weiterhin regt der Milchzucker die Bildung wichtiger Einheiten im Gehirn und Nervensystem an. Milchzucker wird durch die Vergärung durch Darmbakterien zu Milchsäure, die wiederum für die Erhaltung eines gesunden Darmmilieus verantwortlich ist.[7]
Wichtige Minerale in der Milch sind Kalzium, Phosphor und Magnesium. Kalzium benötigen die Säuglinge und Kleinkinder für die Knochenbildung, ebenso den Phosphor. Magnesium ist bei der Funktion der Reizleitung zwischen Nerv und Muskulatur notwendig. So reagiert der Herzmuskel sehr empfindlich, wenn eine Störung der Magnesiumprozesse vorliegt.[8]
Das Milchfett enthält alle Fettbausteine, die der Körper benötigt. Zu den kurzkettigen, leicht verdaulichen Fettsäuren gehört beispielsweise die Buttersäure, die eine krebshemmende Wirkung gerade auch bei Dickdarmkrebs aufweist. Gleichzeitig hat sie einen Heilwert für entzündete Darmschleimhautzellen. Langkettige Fettsäuren wie die Omega-3-Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann, kommen in der Milch in einem sehr günstigen Verhältnis vor. Diese haben eine schützende Wirkung auf das Herz- Kreislaufsystem. Konjugierte Linolsäuren werden im Pansen von Wiederkäuern gebildet und sind daher nur in Milch, Milchprodukten und Fleisch von Wiederkäuern vorzufinden. Sie bilden eine Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs (insbesondere Brustkrebs). Das Immunsystem wird gestärkt, der Muskelaufbau unterstützt und die Knochenbildung verbessert.[9]
Lecithin, welches in der größten Konzentration in der Muttermilch vorkommt, wirkt besonders bei der Bildung des Gehirns und Nervensystems mit. Auch für die Leber ist diese Substanz von Bedeutung, sie fördert durch das aus Lecithin frei werdende Cholin die Entgiftungsfunktion.[10]
Gewinnung


Die Entwicklung der Milchwirtschaft begann im Zuge der so genannten neolithischen Revolution mit der Domestikation von Ziegen und Schafen, etwa vor 10.000 Jahren, in Westasien und andernorts, sowie mit der Domestikation von Auerochsen (Ur) vor etwa 8.500 Jahren vor allem in Südosteuropa.
Für die Nahrungsmittelindustrie Europas sind Milchkühe der Hauptlieferant, in den Bergen, ertragsschwachen Gegenden und in früheren Zeiten auch das Schaf (Schafsmilch) und die Ziege ([[w:Ziegenmilch|Ziegenmilch). Für Trinkmilch melkt der Mensch auch Hauspferde (Stutenmilch) und Hausesel (Eselsmilch), Yaks in West-China/Tibet, in den Anden Südamerikas teilweise auch Lamas (selten). Hoch im Norden wird auch die Milch der Rentiere genutzt; in Asien und Italien zur Käseproduktion (Mozzarella di Bufala) werden Wasserbüffel gemolken und Büffelmilch gewonnen; im arabischen Raum wird, neben Ziegen- und Schafmilch, Milch von Kamelen konsumiert.
In manchen Kulturen, welche meist aus Hirten und Nomaden hervorgegangen sind, steht die Milchtierhaltung, die Milch und ihre Produkte (etwa Käse, Joghurt) im Mittelpunkt der Ernährung und damit auch des Lebens. Ähnlich ist dies auch in der westlichen Welt. Andererseits gibt es auch Völker, die außer Muttermilch gar keine Milch verwenden.
Verarbeitung
Milch ist von Natur aus zum Direktverbrauch für die artspezifischen Neugeborenen bestimmt. Sie verändert sich bereits nach kurzem Stehen, beispielsweise durch Aufrahmen des Fettes oder auch durch Bakterien. Aber auch milchfremde Bestandteile, wie Schmutz vom Euter, den Gefäßen etc. können zu Verunreinigung führen. Kein Lebensmittel erfordert so viele hygienische Aufgaben wie die Milch.[11]
Haltbarkeit durch Erhitzen
Bis zur flächendeckenden Pasteurisierungspflicht in den 50er Jahren wurde Milch weltweit vor allem als Rohmilch oder roh fermentiertes Produkt konsumiert.
Sowohl die frische Milch als auch aufkonzentrierte Milchprodukte wie Kondensmilch oder Kaffeesahne werden durch Erhitzen haltbar gemacht. Obwohl Sauermilchprodukte keiner Haltbarmachung bedürfen, werden auch diese meist aus pasteurisierter Milch hergestellt, um das Wachstum von unerwünschten Bakterienstämmen und Hefen zu unterdrücken.
Es existieren verschiedene Verfahren der Wärmebehandlung, wobei im Supermarkt neben der H-Milch, die durch Ultrhocherhitzung erzeugt wird, meist nur noch die sogenannte ESL-Milch (ESL steht für extended shelf life = länger im Ladenregal haltbar) zu finden ist, die etwas weniger hoch erhitzt wird als H-Milch. Der Verlust von Vitalstoffen ist jedoch ebenfalls hoch. ESL-Milch wird nicht als solche ausgewiesen, sie ist nur an der längeren Haltbarkeit zu erkennen.[12]
Mechanische Verfahren
Neben der Vollmilch existieren zahlreiche Milchprodukte, die durch unterschiedliche Verfahren aus der Milch gewonnen werden. Mechanische Verfahren wie beispielsweise das Zentrifugieren der Milch bewirken eine Trennung der fettreichen (Sahne) und fettarmen Milch (Magermilch). Aus der fettreichen Milch wird einerseits Butter und Buttermilch gewonnen, die fettarme Milch wird zu Quarkkäse und Molke weiterverarbeitet.[13]
Säuerung

Ein natürlicher Prozess ist die Säuerung der Milch, die durch offen stehengelassene Milch eintritt, auf die Kleinlebewesen einwirken. Ein Teil des Milchzuckers wird dabei langsam in Milchsäure verwandelt. Gleichzeitig vollzieht sich durch die Milchsäurebildung ein Gerinnungsprozess des Eiweißes. Das Kasein, das zunächst mit dem Calcium verbunden ist, löst sich von diesem und gerinnt.[15] Dieser Prozess wird durch Zugabe von Milchsäurebakterien oder auch von Lab bewusst in Gang gesetzt und für die Zubereitung verschiedenster Milchprodukte angewendet.
Die Verarbeitungsstätten der Milch nennt man Molkereien (früher teilweise auch Meiereien) bzw. Käsereien, deren typische Produkte Sahne, Butter und Buttermilch, Käse sowie Sauermilch sind.
Homogenisierung
Ziel der Homogenisierung ist es, den mittleren Durchmesser der in der Milch vorhandenen Fettkügelchen (mittlerer Durchmesser der nativen Globule 10 bis 30 µm) unter hohem Druck (150 bis 300 bar) stark zu reduzieren (mittlerer Tropfendurchmesser 1 bis 2 µm), damit die Milch nicht aufrahmt und wegen der vergrößerten Gesamtoberfläche leichter verdaut werden kann. Die vergrößerte Gesamtoberfläche sorgt auch für einen anderen Geschmack. Industriell geschieht diese „Zerkleinerung“ der Fetttröpfchen in großem Maßstab. Dazu wird die Milch unter hohem Druck auf eine Metallplatte gespritzt. Die Homogenisierung allein führt allerdings nicht dazu, dass die Milch aus mikrobieller Sicht länger haltbar wird.[16]
Indem die Milch ihre Neigung verliert, eine Rahmschicht zu bilden, erfährt sie in ihrer Struktur eine starke Veränderung. Die Argumentation, dass durch diesen Prozess die Fettkügelchen in der Kuhmilch sich jenen der menschlichen Muttermilch annähern und dadurch eine bessere Verdaulichkeit versprechen, wird teilweise hinterfragt. Die Bildung in der Muttermilch findet nicht durch den hohen Druck statt, der beim Homogenisieren herrscht, und es bleibt fraglich, welche Auswirkung die Veränderung der Milch auf deren Qualität wirklich hat.[16]
Milchprodukte und deren Herstellung
Die Nahrungsmittelindustrie verarbeitet die Milch in zahlreichen Formen und zu vielfältigen Produkten (Milchprodukte), angefangen von Butter, Rahm, der Verkäsung bis hin zu Backwaren- oder Speiseeisherstellung sowie Derivaten, vom Einsatz in der Fleischverarbeitung oder in der Fertignahrungsherstellung bis hin zur Pharmazie und Kosmetika.
Übersicht:
Auswirkungen auf die Milchqualität durch Züchtung und Haltung der Kühe
Steigerung der Milchleistung durch Züchtung
Für die Milchproduktion gezüchtete Kühe geben pro Tag rund 50 Liter Milch. Die Urkuh hingegen gab mit bis zu fünf Litern knapp 10 Prozent davon. Die Milchleistung ist von jährlich 500–600 kg auf heute 6.000–10.000 kg je Kuh angestiegen.
Zurückzuführen ist diese Steigerung auf Zucht und Forschung, um die Milchleistung permanent zu optimieren. Aus dieser Zucht gingen reine Milchkuh-Zuchtlinien hervor. Auch das Gewicht einer durchschnittlichen Kuh in der modernen Milchproduktion ist durch Zuchterfolge und Futtermaßnahmen um etwa 400 kg gesteigert worden.[17]
Enthornung und Züchtung hornloser Rinder

Rinder haben von Natur aus Hörner. Erst vor ca. 250 Jahren begann man in wenigen Regionen mit der Züchtung hornloser Rinderrassen. Die Enthornung wird vor allem in der konventionellen Tierhaltung von Rindern durchgeführt. In modernen Haltungsverfahren für Rinder werden die Tiere in Ställen frei laufend gehalten (Laufstall). Da Rinder wegen ihrer Hörner einen gewissen Mindestabstand zueinander einhalten, benötigen die Tiere in Laufställen mehr Platz. Hornlose Rinder halten weniger Abstand zueinander, wodurch die Ställe kleiner und die Kosten geringer gehalten werden können.[18]
Die Richtlinien des Demeter-Verbandes verbieten die Enthornung und die Züchtung hornloser Tiere. Die Tiere sollen nicht den „Produktionsbedingungen“ angepasst werden. Stattdessen werden Ställe in entsprechender Größe gebaut, um eine möglichst artgerechte Haltung zu gewährleisten.[18]
→ Siehe auch „Geistige Forschung mit Vergleich: Geweih – Kuhhorn“
Heutige Forschungsergebnisse zeigen auf, dass sich mit der Hochleistungszucht zuerst die Milchfettzusammensetzung ändert. Die Kühe benötigen in der Folge eine große Menge an Energie, die nicht mehr allein durch Raufutter (Gräser und Klee) abgedeckt werden kann, sondern Kraftfutter. Teilweise wird mit Maissilage, Getreide und Soja zugefüttert. Dies wirkt sich als erstes auf die Milchfettqualität beeinträchtigend aus, was im Verhältnis der Omega-6- zu den Omega-3-Fettsäuren der Milch sichtbar wird, das naturgemäß günstig in der Milch angelegt wäre.[19]
Außerdem führen Studien den Anstieg von Rindertuberkulose auf die Verabreichung großer Kraftfuttergaben zurück, welche die Widerstandsfähigkeit der Tiere schwächen.[20]
Heutzutage werden über 98 % der Kühe in Massentierhaltungsanlagen gehalten, wodurch ihre Bewegungsmöglichkeit stark eingeschränkt ist. Die Folge ist eine allgemeine Schwächung durch die nicht artgerechte Haltung. Die kranken Tiere werden häufig nicht von den gesunden getrennt und individuell behandelt, sondern es wird dem gesamten Bestand Antibiotika verabreicht, um die Erreger schnell abzutöten. Wird die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit nicht eingehalten, können Antibiotikarückstände in Nahrungsmittel tierischen Ursprungs wie z. B. Eier, Milch oder Fleisch gelangen. Dies bedeutet für den Verbraucher ein direktes Gesundheitsrisiko, da Antibiotikarückstände als potentiell kanzerogen oder toxisch eingestuft werden oder auch das allergische Potential erhöhen.
Auch erhöht sich das Risiko der Bildung resistenter Bakterien, die ebenfalls zum Verbraucher gelangen können.[21]
Gesundheitliche Aspekte des Milchkonsums
Ist die Qualität der Milch durch eine artgerechte Haltung und Fütterung gegeben, gilt diese gerade auch in unbehandeltem Zustand (Rohmilch) als ein kräftigendes und wachstumsförderndes Nahrungsmittel, das den Abbauprozessen im Menschen entgegenwirken kann.[22]
Roh- bzw. Vollmilch
„Als Träger hochwertigsten Eiweißes und aufgrund ihrer sonstigen Nährstoffe ist sie [die Milch, Anm. d. Verf.] für die Erhaltung des Lebens von größter Bedeutung, was sich auch daraus ergibt, dass sie von der Natur dafür bestimmt ist, für das Neugeborene als Muttermilch anfangs die ausschließliche Nahrung darzustellen. Sie muss also alle für die Entwicklung notwendigen Stoffe enthalten.“
Der Basler Physiologe Gustav von Bunge (1844–1920) erforschte den Zusammenhang des Eiweißgehaltes mit dem Wachstum des menschlichen Säuglings bzw. Säugetierjungen und kam zu dem Ergebnis, dass schnellwachsende Tiere einen hohen Eiweiß- und Aschengehalt in ihrer Milch haben, während der Mensch den niedrigsten Gehalt aller untersuchten Milchen aufweist. Er erkannte als erster die artspezifische Zusammensetzung der Milch, die das Optimum an Nährstoffen für die entsprechende Tierspezies enthält:
- „Man wird daher nicht ohne Schädigung des Säuglings seine Muttermilch mit der Milch einer anderen Tierspezies vertauschen oder gar eine künstliche Nahrung für ihn zusammensetzen können.“[24]
Die Milch ist also angepasst an die Reserven, die der Säugling vom Mutterleib mitbekommen hat. Ihr fehlen deshalb für den Erwachsenen notwendige Substanzen, beispielsweise das Eisen. Jedoch gilt die Milch auch als das kalkreichste Lebensmittel und stellt daher eine Ergänzung zu unserer eher kalkarmen Kost wie beispielsweise dem Getreide dar.[25]
Gesäuerte Milchprodukte

Die Säuerung von Milchprodukten kann als eine Art „Vorverdauung“ bezeichnet werden, da die Milch im Magen ebenfalls gesäuert wird und gerinnt. Durch die Säuerung werden Milchprodukte einerseits also leichter verdaulich, andererseits entstehen mit der Säuerung neben der Milchsäure geringe Mengen an Buttersäure, Ameisensäure, Kohlensäure sowie Essigsäure, welche auf die Verdauung eine reinigende, belebende Wirkung haben.[26]
Heinz Grill beschreibt die heilsame Wirkung der gesäuerten Milchprodukte wie folgt:
- „Die Milchsäure durchdringt den Erdenstoff des meist doch schwer verdaulichen Nahrungsmittels mit Lichtätherkräften und regt auf diese Weise die Verdaulichkeit wie auch die gesamte Dynamik der Milch an. Gesäuerte Milchprodukte sind deshalb sehr dynamische Lebensmittel. Eines der empfehlenswertesten Produkte ist die Buttermilch. Sie besitzt eine gewisse antikanzerogene Wirkung. Gleichzeitig ist sie ein Diätikum, das den Körper vor Ablagerungen behütet.“[26]
Homogenisierte Produkte
Dagegen hat die Behandlung der Milch durch Hocherhitzung bei der Sterilisierung oder durch große Druckbelastungen bei der Homogenisierung eine gesundheitlich beeinträchtigende Wirkung.
Eine Langzeitstudie an Katzen, durchgeführt über mehrere Generationen, zeigte auf, dass die mit Rohmilch ernährten Katzen gesund blieben und auch von Generation zu Generation normale Geburten hatten. Die Tiere, die mit wärmebehandelter Milch gefüttert wurden, wiesen nach wenigen Generationen eine Verkürzung der Lebensdauer, Fehlgeburten, verschiedene degenerative Krankheiten etc. auf. Gesteigert traten diese Phänomene bei pasteurisierter Milch und Trockenmilch auf und zeigten sich am auffälligsten bei Kondensmilch. Bei letzterer waren nach vier Generationen die meisten Tiere nicht mehr fortpflanzungsfähig. Bei den Katzen, die behandelte Milch zu sich nahmen ein, trat eine allgemeine Schwächung der Lebenskraft des Organismus ein, die meist erst über mehrere Generationen sichtbar geworden ist.[27]
Unterschiede zwischen Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch

Schafsmilch besitzt gegenüber der Kuhmilch einen erhöhten Eiweiß- und Fettgehalt. Ein wesentlicher Unterschied jedoch ist eine Eigenschaft des Milchfettes, die bei der Schafsmilch besonders ausgeprägt ist: das Milchfett bildet Kügelchen, die kleiner sind als jene der Kuhmilch und der menschlichen Muttermilch ähnlicher. Daher spricht man von einer leichteren Verdaulichkeit und guten Verträglichkeit der Schafsmilch und ihrer heilsamen Wirkung bei Magen- und Leberpatienten.[29]
Weiterhin enthält Schafsmilch einen hohen Gehalt an Orotsäure, die eine wachstumssteigernde Wirkung besitzt. Auch beim Aufbau gewisser im Leberstoffwechsel wichtiger Stoffe (Pyrimidine) ist die Orotsäure beteiligt und wird aus diesem Grund auch bei Leberparenchymschäden, in der Geriatrie und zur Rekonvaleszenz eingesetzt.[29]
Ziegenmilch hat einen geringeren Eiweißgehalt als Kuh- oder Schafsmilch, ihr Zuckergehalt ist jedoch höher. Ihr Fettgehalt gleicht der der menschlichen Muttermilch, sie ist jedoch ärmer an Vitaminen.[29]
Unverträglichkeiten und Allergien
Es existieren Unverträglichkeiten auf das Nahrungsmittel Milch und die daraus hergestellten Produkte. Sie basieren darauf, dass Milchbestandteile im Körper nicht hinreichend aufgespalten werden können (z. B. wegen Lactoseintoleranz oder Kuhmilchallergie) oder darauf, dass sonstige Inhaltsstoffe der Milch nicht vertragen werden. Die Fähigkeit, den in der Milch enthaltenen Milchzucker auch als Erwachsener verdauen zu können, ist eine genetisch recht junge Entwicklung, die schätzungsweise vor 8000 bis 9000 Jahre begonnen hat.[30]
Zu ihrer Ausbreitung kam es vermutlich zuerst in Nord- und Mitteleuropa mit oder kurz nach dem dortigen Beginn der Jungsteinzeit (Neolithikum), als sich mit Beginn der Viehzucht die Verträglichkeit als positives Selektionskriterium erwies.[31]
Zur Verdauung der Lactose ist das Enzym Lactase erforderlich, dessen Produktion bei Kleinkindern während der Stillzeit voll ausgeprägt ist, in späteren Jahren aber teilweise oder vollständig zurückgeht. Klinische Versuche haben ergeben, dass ein Teil der Menschen aufgrund dessen bei der Aufnahme von Lactose mit Beschwerden (Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, Magendrücken, Aufstoßen, Meteorismus, Koliken, Bauchschmerzen, Darmkrämpfen, Übelkeit bis zum Erbrechen, Migräneattacken, Kreislaufproblemen oder Schwächeanfällen) reagieren (Laktoseintoleranz). Etwa 10–15 Prozent aller Erwachsenen in Europa vertragen keine lactosehaltige Milch.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht in Kuhmilch, neben Hühnerei, Fisch, Soja, Weizen und Erdnüssen/Nüssen eines der „wichtigsten Allergie auslösenden Lebensmittel im Kindesalter“. Bei Vorliegen einer familiären Neigung (Atopie) könne es infolge einer Nahrungsmittelallergie zu Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma bronchiale kommen.
Insgesamt zeigt sich bei Personen, die viel Milch konsumieren, tendenziell ein Mangel an Widerstandskraft anstelle einer Stärkung des Abwehrsystems.

Diese negativen Auswirkungen der im Grunde sehr gesund wirkenden Milch scheinen einherzugehen mit dem Umgang des Menschen mit den Tieren. Die Tiere werden nicht mehr als Lebewesen gesehen, sondern nach ihrem Nutzwert betrachtet und dementsprechend behandelt. Industrielle, nach maximalem Gewinn strebende Agrargesellschaften verdrängen die kleinen, traditionellen Betriebe und damit eine gesunde Beziehung zwischen Mensch und Tier.[32]
Heinz Grill vertritt aus geistiger Forschung den Standpunkt, dass die Haltung des Menschen am Anfang dieser Prozesse steht:
- „Der Mensch hat das Recht, die Erde zu bebauen […] und aus ihr für seinen Genuss Früchte zu nehmen. Die Erde ist seine Lebensheimat. […] Doch muss er gleichzeitig auch die moralische Verantwortung gegenüber allem Leben und der Natur in einem sehr sensitiven und doch irdischen Sinn entwickeln. Er darf nämlich nicht mehr nehmen als das wirkliche Arbeiten und Tätigsein, das ihm ein Gefühl der Bodennähe und des In-Beziehung-Seins zur Erde gibt, hervorbringt. Nimmt er beispielsweise zu sehr die Hybris von Machtgelüsten auf und will er mit seinem Betrieb nur gewinnorientiert arbeiten, so verliert er dieses eigentliche und lebensspendende elementare Lebensgefühl. Die Landwirtschaft und die Haltung von Tieren schenkt ein versöhnliches Gefühl mit dem Mutterstoff der Erde. Dieses versöhnliche Gefühl, das in einem ruhigen und ehrwürdigen bäuerlichen Betrieb leben kann, strahlt in die Lymphgänge der Kühe hinein und bringt die gesunde Milch hervor.“[33]
Die Milch in traditionellen Ernährungslehren
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Milch allgemein als süß, leicht kühlend und befeuchtend. Sie wirkt auf Herz, Nieren und Lunge. Sie wird entsprechend ihrer energetischen Eigenschaften als Yin-fördernd betrachtet, welches einen ausdehnenden Charakter besitzt. Bei Trockenheit und Säftemangel, beispielsweise trockenem Husten, trockener Haut, kann Milch einen Ausgleich bringen.[34]
In der Makrobiotik hingegen wird vom Verzehr von Milchprodukten abgeraten. Milch und Milchprodukte gelten als schädlich, denn sie seien für Menschen (außer Muttermilch) „Fremdkörper“, die wegen des Kasein-Gehaltes angeblich Schleim im Darm und in den Atemwegen bilden und diverse Krankheiten verursachen.[35]
Aus der Sicht der Ayurvedischen Ernährungslehre, welche die Nahrungsmittel in drei verschiedene Kategorien einteilt, gilt die Milch als „sattvisch“, als rein. Sattvische Nahrungsmittel fördern ein ausgeglichenes Leben und tragen zu positivem Denken bei. Es gibt Lebensmittel, die zu sehr vitaler, gesteigerter Antriebskraft und eventuell auch zu Überschwenglichkeit in den Gefühlen führen und andere, die eine Trägheit und Schwere bewirken. Milch hingegen hat keine dieser spezifischen Wirkungen, sondern lässt das Gefühlsleben frei und stellt eine reine Kraft für ein seelisches Wachstum zur Verfügung.[1]
Wirkung auf den Menschen aus Sicht der Geisteswissenschaft
Die Milch gilt aus geisteswissenschaftlicher Sicht als ein Nahrungsmittel, das den Menschen in ein nahes Verhältnis zur Erde bringt. Dies ist für das Neugeborene, das erst eine Beziehung zu dem Irdischen entwickeln muss von großer Bedeutung. Rudolf Steiner (1861–1925) drückt aus geistiger Forschung aus, dass die Milchnahrung den Menschen in Zusammenhang mit den Verhältnissen der Erde bringt:
- „Wenn man nun das Erlebnis sozusagen der Milchnahrung nimmt, so zeigt sich die Milchnahrung vor dem Blick, vor dem Erlebnis des Okkultisten so, daß sie für den Menschenleib – wir wollen bei dem Menschen bleiben – dasjenige bedeutet, was ihn sozusagen an die Erde, an unseren Planeten fesselt, was ihn zusammenbringt mit dem Menschengeschlecht auf der Erde als zu einer gemeinsamen Gattung mit diesem Menschengeschlecht gehörig. Daß die Menschen ein Ganzes ausmachen auch in bezug auf das physische Hüllensystem, das wird mit befördert dadurch, daß Lebendiges Nahrung für Lebendiges im tierischen Sinn bereitet. Und man kann sagen: Alles das, was durch die Milchnahrung dem menschlichen Organismus zugeführt wird, das bereitet ihn dazu, ein menschliches Erdengeschöpf zu sein, bringt ihn zusammen mit den Verhältnissen der Erde, aber es fesselt ihn nicht eigentlich an die Erde. Es macht ihn zum Erdenbürger und hindert ihn nicht, ein Bürger des ganzen Sonnensystems zu sein.“[36]
Literatur
- Tanja Kongerslev Thorning, Anne Raben, Tine Tholstrup, Sabita S. Soedamah-Muthu, Ian Givens, Arne Astrup: Milk and dairy products: good or bad for human health? An assessment of the totality of scientific evidence. In: Food & Nutrition Research. 2016, Band 60, Nummer 1, S. 32527 (englisch). (Online)
- Inge Riemelt: Milchwirtschaftliche Mikrobiologie. Behrs Verlag 2005, ISBN 3-89947-049-4.
- Erwin Märtlbauer, Heinz Becker (Hrsg.): Milchkunde und Milchhygiene. UTB, 2016, ISBN 978-3-8252-8664-4.
Siehe auch
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Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung. 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 81.
- ↑ Vollrath Hopp: Grundlagen der Chemischen Technologie für Praxis und Berufsbildung. Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2001, ISBN 3-527-29998-X, S. 207. (Auszugsweise online bei Google-Books)
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 14–22.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Wolfgang von Engelhardt (Hrsg.): Physiologie der Haustiere. Kapitel 23.1: Die Bedeutung der Laktation für die Brutpflege. Enke Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8304-1078-2. (Online)
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 17–18.
- ↑ Rudolf Hauschka: Ernährungslehre. 9. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-465-01871-0, S. 74.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 44.
- ↑ Udo Renzenbrink: Ernährung in der zweiten Lebenshälfte. 2. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1981, ISBN 3-7725-0169-9, S. 109–110.
- ↑ Omega-3, Omega-6 - Fettsäuren verständlich erklärt. In: swissmilk.ch. Abgerufen am 30. Juli 2025.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 44.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 230.
- ↑ Weiße Kraftquelle – Milch aus ayurvedischer Sicht. In: yogaworld.de. Abgerufen am 30. Juli 2025.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung. 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 230–231.
- ↑ Käseverordnung, § 1 Begriffsbestimmungen (1): „Käse sind frische oder in verschiedenen Graden der Reife befindliche Erzeugnisse, die aus dickgelegter Käsereimilch hergestellt sind.“
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 43.
- ↑ 16,0 16,1 Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 39.
- ↑ Wie viel Liter Milch gibt eine Kuh am Tag und im Jahr? In: milchliebe.de. Archivlink, abgerufen am 10. August 2025.
- ↑ 18,0 18,1 Demeter setzt sich für den Erhalt von Kühen mit Hörnern ein. In: demeter.de. Abgerufen am 30. Juli 2025.
- ↑ Ton Baars: Kuhhorn, Milchqualität und Wärmeregulierung. PDF, S. 42. Abgerufen am 30. Juli 2025.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung. 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 237.
- ↑ Industrielle Tierhaltung: Einsatz großer Antibiotika-Mengen. In: bund.net. Abgerufen am 29. Juli 2025.
- ↑ Udo Renzenbrink: Ernährung in der zweiten Lebenshälfte. 2. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1981, ISBN 3-7725-0169-9, S. 114.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 227.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 25–26.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung. 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 228.
- ↑ 26,0 26,1 Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 84.
- ↑ Otto Wolff: Was essen wir eigentlich? 1. Auflage der Neuausgabe. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7725-2612-1, S. 31–32.
- ↑ Verhalten und Wesen der Ziegen. In: ziegen-halten.de. Abgerufen am 6. August 2025.
- ↑ 29,0 29,1 29,2 Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2. 1. Auflage. Proteus-Verlag, St. Gallen 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 48–49.
- ↑ E. J. Hollox u. a.: Lactase Haplotype Diversity in the Old World. In: American Journal of Human Genetics. Band 68, 2001, S. 161.
- ↑ Janina Duerr: Milchnutzung in der Alten Welt – Eine Archäozoologische und Kulturhistorische Untersuchung. In: Archäologische Informationen. Band 29, 2006, S. 221–222. (Online PDF, S. 83)
- ↑ Industrielle Intensivtierhaltung. In: provieh.de. Abgerufen am 30. Juli 2025.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung. 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 83.
- ↑ Milchprodukte und ihre Wirkung auf die Gesundheit: Ein Blick aus der TCM- Perspektive. In: avicenna-freiburg.de. Abgerufen am 29. Juli 2025.
- ↑ Claus Leitzmann u. a.: Alternative Ernährungsformen. 1999, S. 81–91.
- ↑ Rudolf Steiner: Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst? GA 145. 5. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1986, ISBN 3-7274-1450-2, S. 28. (Online)
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