Benutzer:Myogika/Ästhetik: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
Alltagssprachlich wiederum wird der Ausdruck ''ästhetisch'' häufig als [[Synonym]] für ''schön'', ''geschmackvoll'' oder ''ansprechend'' verwendet. Jemand, der auf schöne und schöngeistige Dinge besonderen Wert legt, wird als ''Ästhet'' oder ''Feingeist'' bezeichnet. | Alltagssprachlich wiederum wird der Ausdruck ''ästhetisch'' häufig als [[Synonym]] für ''schön'', ''geschmackvoll'' oder ''ansprechend'' verwendet. Jemand, der auf schöne und schöngeistige Dinge besonderen Wert legt, wird als ''Ästhet'' oder ''Feingeist'' bezeichnet. | ||
== Begriffsgeschichte == | |||
Mit seinen ''Meditationes'' (1735) begründete [[Alexander Gottlieb Baumgarten]] die Ästhetik in Deutschland als eigenständige philosophische Disziplin. In seiner ''Aesthetica'' von 1750/58 definierte Baumgarten die Ästhetik als „die Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis“ (§ 1) und bezeichnete sie als „ältere Schwester“ der [[Logik]] (§ 13).<ref>A. G. Baumgarten: ''Theoretische Ästhetik. Die grundlegenden Abschnitte aus der „Aesthetica“'' (1750/58). Übersetzt und herausgegeben von Hans Rudolf Schweizer. Meiner, Hamburg 1983.</ref> | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
<references /> | <references /> | ||
{{Button 'zurück nach oben'}} | {{Button 'zurück nach oben'}} | ||
Version vom 9. Mai 2026, 20:45 Uhr
Ästhetik (von Vorlage:GrcS „Wahrnehmung, Empfindung“) ist im Allgemeinen die Lehre von der Wahrnehmung, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst.
In der Wissenschaft bezeichnet der Begriff in einem engeren Sinne die Eigenschaften, die einen Einfluss darauf haben, wie Menschen etwas unter Schönheitsgesichtspunkten bewerten. In einem weiteren Sinn bezeichnet ästhetisch die Eigenschaften, die beeinflussen, wie etwas auf uns wirkt.[1]
In der Philosophie wird das Wort oft abweichend gebraucht. Ästhetik bezeichnet dort entweder die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung allgemein (nicht nur von Kunst) oder aber eine philosophische (oder etwa soziologische) Theorie von Kunst bzw. Design. Nach einigen (insbesondere Immanuel Kant folgenden) Auffassungen entscheiden über ästhetische Bewertungen nicht einfach rein subjektive Kategorien wie „schön“ und „hässlich“, die wegen bestimmter Eigenschaften dem Gegenstand beigelegt werden. Entscheidend sei vielmehr die Art und Weise der Sinnlichkeit oder Sinnhaftigkeit. Andere (semiotische) ästhetische Theorien betonen, dass gerade Letztere nur im Rahmen spezifischer Zeichensysteme verstehbar sei. Besonders in empirischen Studien (etwa in der experimentellen Ästhetik), aber auch in einigen philosophischen Theorien spricht man, wie im Alltagssprachgebrauch, von Ästhetik als Wissenschaft oder Theorie der Schönheit (und somit auch Hässlichkeit), die untersucht, wie ästhetische Urteile zustande kommen. Im angelsächsischen Raum wird aesthetics teilweise stärker in diesem Sinne verstanden. Einige, besonders jüngere, Ansätze versuchen auch, beide Aspekte zusammenzuführen.
Alltagssprachlich wiederum wird der Ausdruck ästhetisch häufig als Synonym für schön, geschmackvoll oder ansprechend verwendet. Jemand, der auf schöne und schöngeistige Dinge besonderen Wert legt, wird als Ästhet oder Feingeist bezeichnet.
Begriffsgeschichte
Mit seinen Meditationes (1735) begründete Alexander Gottlieb Baumgarten die Ästhetik in Deutschland als eigenständige philosophische Disziplin. In seiner Aesthetica von 1750/58 definierte Baumgarten die Ästhetik als „die Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis“ (§ 1) und bezeichnete sie als „ältere Schwester“ der Logik (§ 13).[2]
Einzelnachweise
| ↑ zurück nach oben |
