Zwiebel: Unterschied zwischen den Versionen

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<div style="text-align:right;">(Titelfoto)</div>
Die '''Zwiebel''' (''Allium cepa''), auch '''Küchenzwiebel''', '''Gartenzwiebel''', '''Speisezwiebel''', '''Zibolle''' (von italienisch ''cipolla'') genannt, gehört botanisch zur Pflanzenfamilie der [[w:Amaryllisgewächse|Amaryllisgewächse]] (''Amaryllidaceae'' – Narzissengewächse) und ist innerhalb dieser Familie der Unterfamilie der [[w:Lauchgewächse|Lauchgewächse]] (''Allioideae'') zugeordnet.


Sie ist eine prall gefüllte, wässrig-schleimige tropfenförmige Knolle mit kleinen feinen Würzelchen. Sie bildet sich in mehreren, in sich abgeschlossenen, eng aneinanderhaftenden Schalen. Die äußerste Schale ist eine sehr dünne und trockene Haut. Sie kann einfach abgelöst werden. Im Bild der Zwiebel zeigt sich eine ausgewogene Struktur- und Formkraft.
Die Zwiebel gehört als Wurzelgemüse zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.
('''Hinweis''': Kurze Darstellung der geistigen Bedeutung in die Einleitung einfügen.)
== Beschreibung ==
=== Liliengewächse ===
Die typische Zwiebel kommt nur bei den [[w:Monokotyledonen|Monokotyledonen]] (einkeimblättrige Pflanzen) vor. Besonders in den Familien der [[w:Liliengewächse|Liliengewächse]] (''Liliaceae'') und der Amaryllisgewächse (''Amaryllidaceae'') häufen sich die Zwiebelpflanzen. [[Lilie]], [[w:Tulpen|Tulpe]] und [[w:Hyazinthen|Hyazinthe]], [[w:Milchsterne|Milchstern]] u.&nbsp;a. sowie alle Laucharten, zu denen auch die Küchenzwiebel gehört, sind zwiebeltragende Liliengewächse.<ref name=":0">Gerbert Grohmann: ''Die Pflanze. Ein Weg zum Verständnis ihres Wesens.'' Band 2. 7. Auflage. Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 1991, ISBN 3-7725-0503-1, S. 109.</ref> Zu diesen ausdauernden krautigen Pflanzen gehören weiters Gewürzpflanzen wie beispielsweise [[w:Lauch|Lauch]], [[w:Knoblauch|Knoblauch]], [[w:Bärlauch|Bärlauch]], [[w:Schnittlauch|Schnittlauch]] oder [[w:Schalotte|Schalotte]].
Innerhalb der Liliengewächse erreichen die einkeimblättrigen Pflanzen ihre vollkommenste Ausprägung als Blütenpflanzen.
Aus anthroposophischer Sicht stellen bei ihrer Mannigfaltigkeit doch ein gut überschaubares, im Grunde einfaches Motiv des Pflanzenwerdens dar. Die ätherische Stauung, die wäßrig-schleimige Schwellung, ist die eine Seite; in der Zwiebel-Knollen-Wurzelstockbildung drückt sich die plastische Stauung und Schwellung aus, also im unterirdischen Gebiet. Sie greift oft auf den Blattprozess über, der meist an der Region der unterirdischen Organe festgehalten wird und Rosetten formt.<ref name=":0" />
('''Hinweis''': Dieser Absatz enthält spezifische anthroposophische Begriffe wie Zwiebel-Knollen-Wurzelstockbildung oder plastische Stauung etc. Das müsste für den normalen Leser noch näher geführt werden.)
=== Zwiebel ===
Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe [[w:Zwiebel als Pflanzenteil|Zwiebel als Pflanzenteil]]). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art ''Allium cepa'' oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.
Die Zwiebelbildung selbst, die bald unter, bald halb in der Erde steckt, ist ein im Knospenzustand geschlossenes zurückgehaltenes, angeschwollenes Blatthaftes – gewissermaßen ein festgehaltener Blattschopf – um einen zusammengestauchten Sproß. Wie bei vielen Monokotyledonen ist die Wurzelbildung selbst aber schwach und einfach. Nach der Forschung des anthroposophischen Heilmittelforschers [[a:Wilhelm Pelikan|Wilhelm Pelikan]] zeigt dies, dass sie einer Frühzeit der Erdenentwicklung und Pflanzenbildung ihr Dasein verdanken, in der noch nicht die mineralische feste Erde von heute, sondern ein weicherer plastisch-flüssiger Boden den Grund abgab. Es findet keine Stärkebildung statt. Der Assimilationsprozess verdichtet zu einer schleimig-zuckrigen Phase, die das Wässrige zäh festhält und es vor dem Verdunsten im Luftbereich bewahrt.<ref>Wilhelm Pelikan: ''Heilpflanzenkunde Band I.'' 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.</ref> Die Zwiebel bleibt sozusagen in der wässrigen Erdsphäre stehen, ohne verhärtende Tendenzen in sich aufzunehmen.
('''Hinweis''': Dieser Absatz enthält spezifische anthroposophische Begriffe. Das müsste für den normalen Leser noch näher geführt werden.)
                                                                                                                                                                   
== Herkunft und Verbreitung ==
<div style="text-align:right;">(Foto: Zwiebel in der Erde)</div>
Die Küchenzwiebel existiert, von gelegentlichen Verwilderungen abgesehen, nur noch als reine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen. Es sind weder wildwachsende Populationen bekannt noch konnte bisher eine andere wildlebende Allium-Art als direkter Vorfahre identifiziert werden. Solange die Abstammung ungeklärt ist, kann auch die geographische Herkunft der Küchenzwiebel nicht genau bestimmt werden. Oft anzutreffen sind Angaben wie „Mittelasien“ oder „Afghanistan“.
('''Hinweis''': Dieser Absatz ist wörtlich von der [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1555683#cite_ref-0 Website Academic Zwiebel] übernommen. Das ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht statthaft. Bitte mit eigenen Worten neu formulieren. Sollte die Übernahme von anderen Webseiten – außer Wikipedia – auch an anderen Stellen des Artikels stattgefunden haben, bitte ebenso verfahren.)
== Geschichte ==
Die Geschichte der Zwiebel als Heil- und Nahrungsmittel reicht weit in das Altertum zurück. Archäologische Funde belegen, dass Zwiebeln schon vor über 5000 Jahren in Mesopotamien angebaut wurden. Die Chaldäer bauten sie bereits 4000 v.&nbsp;Chr. an. Die Zwiebel und auch der Knoblauch hatten bereits bei den alten Ägyptern kulturelle Bedeutung. Als Opfergabe wurde sie den Verstorbenen als Wegbegleitung für die Reise in Jenseits beigelegt. Im Grab des altägyptischen Pharaos [[w:Tutanchamun|Tutanchamun]] (regierte bis etwa 1332 v.&nbsp;Chr.) wurden Überreste von Zwiebeln gefunden. Den Arbeitern an den Pyramiden wurden täglich Rationen an Lauchgewächsen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebeln zugewiesen.
Die Römer brachten die Zwiebel vermutlich aus dem asiatischen Raum mit nach Europa und verbreiteten sie bei ihren Landzügen. Sie wurde zu einer der häufigsten Gemüsearten in Europa. Im 15. Jahrhundert begannen die Holländer vielfältige Sorten zu züchten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.
== Kultivierung und Pflanzenentwicklung ==
Die Küchenzwiebeln werden ausgesät oder als Stecklinge vermehrt. Die Samen der Zwiebel beginnen bei etwa 5&nbsp;°C zu keimen. Von der Aussaat der Zwiebel bis zur Ernte vergehen etwa 4 Monate. Als Zwiebel ist ein in der Erde sich entwickelndes Speicherorgan benannt und wird von zahlreichen Gartenpflanzen (z.&nbsp;B. Tulpenzwiebel) so bezeichnet.
('''Hinweis''': Der letzte Satz ist nicht verständlich. Die Gartenpflanzen „bezeichnen“?)
Charakteristisch bei der Küchenzwiebel ist es, dass sie nach Aussaat feine Wurzelhärchen bilden und nur die untersten Teile der röhrenförmig ineinander liegenden grünen Blätter sich zu einem weißen Spross verdicken und Schalen bilden.
Als Steckling vermehrt, treibt die Küchenzwiebel im ersten Jahr in lockeren, durchlässigen humosen Böden an sonnigen, warmen Plätzen aus ihrer Schale einen Schopf aus lufteinschließenden Röhrenblättern oberirdisch aus. Das Wachstum dieser ''Liliaceae'' baut sich im ersten Jahr im Zwiebelig-Wurzelnahen auf und hält die Röhrenblätter am Grund. Diese sammeln das Sonnenlicht in der Photosynthese und speichern die Nährstoffe in der Zwiebel als Speicherorgan.
('''Hinweis''': „hält die Röhrenblätter am Grund“ ist nicht sogleich verständlich. Was heißt das?)
<div style="text-align:right;">(Foto: Jung geerntete Zwiebel mit den grünen Blättern)</div>
<div style="text-align:right;">(Foto: Blütenknospe Allium cepa)</div>
<div style="text-align:right;">(Foto: Zwiebelknospe von der Küchenzwiebel kurz vor dem Aufblühen)</div>
('''Hinweis''': Eine größere Anzahl von Fotos müssten entweder in einer Galerie nebeneinander dargestellt oder im Artikel jeweils an gewünschten Stellen für sich alleine eingestellt werden. Insgesamt passt es nicht zur Universalität des Artikels, dass eine so große Anzahl von Zeichnungen einer Künstlerin (obwohl hervorragend) vertreten sind. Es soll ja ein allgemeiner umfassender Artikel sein und nicht ein Artikel über das Kunstschaffen einer Künstlerin zur Zwiebel. Auf Commons gibt es viele, zum Teil sehr gute Fotos.)
Die Blütenbildung setzt erst ein, wenn die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und zudem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war.
Sind diese Bedingungen erfüllt, streckt sich die Zwiebelscheibe bis zu einem 120&nbsp;cm langen röhrenförmigen, im unteren Teil bauchigen Schaft und entwickelt im zweiten Vegetationsjahr in luftiger Höhe einen sphärischen Blütenstand, eine Kugeldolde, wo alle blütentragenden Achsen an einer Spitze des Sprosses ansetzen. Es bilden sich bei der Zwiebel bis zu 100 weißlich-grünlich gefärbte, strahlige Einzelblüten. Dies weist auf ein Überwiegen der kosmischen statt irdischer Bildekräfte hin.
Die Einzelblütchen haben in den Schwefelverbindungen einen stofflich feurigen Bezug zu Licht und Wärme. Die Pflanze verwandelt und verlagert die sulfurisch-tragende Verbindung von der luftigen Blüte bis hinein in das irdisch-mineralisch flüssige Speicherorgan.
('''Hinweis''': Die letzten beiden Absätze enthalten wieder spezifische anthroposophische Begriffe. Quelle? Z. B. warum das Wort „sphärisch“?
<div style="text-align:right;">(Foto: Sphärischer Blütenstand (Kugeldolde) vom Kugel-Zierlauch)</div>
Zwischen den polaren Gegensätzen, den oberirdischen, blütentragenden Pflanzenteilen und der erdverbundenen, wässrigen Zwiebel, besteht eine beständige, auch stoffliche Verbindung über [[a:Schwefel|Schwefelverbindungen]]. Schwefel kommt vom lateinischen Wort ''sulphur'' „Schwefel“, von sol-ferre (''Sol'' „Sonne“ und ''ferre'' „tragen“) und bedeutet wörtlich „Sonnenträger“.
Die Zwiebel durchtränkt ihr ganzes Wesen mit dem Blütenprozess. Sie führt das Aroma und eine gewisse weckende Schärfe bis in die Blatt- und Stengelregion. Nun erstarkt die Zwiebel mit der ganzen Pflanze, bis sie prall ausgereift ist und vom Gärtner geerntet wird.
('''Hinweis''': Wieder der Hinweis auf die Verwendung von spezifischen anthroposophischen Begriffen. Quelle? Verständlichkeit? Siehe Hinweis zu Schwefel weiter unten.)
Das Speicherorgan der Zwiebel wird von der Botanik als „Schalenzwiebel“ eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu „Schuppenzwiebeln“, die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen (achselständig) werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen.
Die Streifennervigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen des Blattes der Zwiebel und in der Zeichnung von der Künstlerin auf sehr plastisch wirkende Weise herausgearbeitet. Es laufen mehrere Nerven parallel oder bogig nebeneinander, ohne sich zu verzweigen und zeigen in der Zwiebel schichtartige Zusammenschlüsse der Zwiebelringe. Die äußeren abgestorbenen Blatthäutchen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um die neue Zwiebel bilden.
('''Hinweis''': Welche Zeichnung ist das? Das Wort „Streifennervigkeit“ ist unbekannt und müsste für den Leser erläutert werden?)
Die Züchtung hat sich darauf orientiert, dass die Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als [[w:Scharlotte|Schalotten]] bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.
== Die Küchenzwiebel aus chemischer Sicht ==
Zwiebeln enthalten ein sulfidhaltiges ätherisches Öl und viel Allicin, eine schwefelhaltige Säure, die man beim Aufschneiden deutlich riecht, die Tränen und Brennen der Augen auslöst, im Kontakt mit der Mundschleimhaut einen Schärfereiz bewirkt, auf der Haut hingegen ein Kribbeln und Kühle hervorruft.
('''Hinweis''': Welche Quelle können wir angeben für „sulfidhaltiges ätherisches Öl und viel Allicin“?)
Die Zwiebel speichert neben [[w:Fructane|Fructanen]] (Zuckerverbindungen), auf die der süßliche Geschmack der Zwiebel zurückzuführen ist, noch weitere Stoffe. Diese sind, neben den beachtlichen Mengen an Schwefel, verschiedene Mineralien, ganz besonders Kalzium, Kalium, Eisen und das Spurenelement Selen. Der Schwefel ist durch seine impulsive Licht- und Wärmewirkung charakterisiert.<ref>Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.'' 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 100.</ref>
('''Hinweis''': Schwefel ist weiter oben bereits erwähnt. Es ist sinnvoll, den Schwefel nur an einer Stelle zu bearbeiten.)
In allen Pflanzenteilen aromatisch durchschwefelt, trägt die Zwiebel „sulfurische“ Stoffe der verschiedensten Art in sich. Diese Stoffe gehen aus einem Sulfurprozeß hervor, wobei ein wichtiges Moment dieses Prozesses die Wärme ist. Weitere Substanzen, die aus den Plastisch Flüssigen Prozessen entstammen, sind: Schleim, [[w:Inulin|Inulin]], Zucker, Vitamin C.<ref>Wilhelm Pelikan: ''Heilpflanzenkunde Band I.'' 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 348.</ref>
('''Hinweis''': Begriff „Plastisch Flüssigen Prozessen“ ist dem normalen Leser unbekannt.)
Auch eine Reihe homologer Substitutionsprodukte des oxidierten Cysteins, der einfachsten schwefelhaltigen Aminosäure, werden in der Zwiebel gefunden.
('''Hinweis''': Was ist ein Substitutionsprodukt?)
Etwa 60% der Trocken-Masse der Zwiebel sind Kohlehydrate. Die Pflanzen der Gattung ''Allium'' bilden und speichern jedoch keine Stärke. Ihre Reserve-Kohlehydrate sind Polymere, bestehend aus vielen Fructose-Einheiten und einem Glucose-Rest am Anfang eines Moleküls. Die Zwiebel ist besonders reich an gelben und zum Teil roten Pigmenten, an Quercetin, Kaempferol u. a. Flavonoiden und Anthocyanen. Auch Kaffeesäure, Ferulasäure, Protocatechusäure u. a. sind reichlich vorhanden. Abkochungen der Zwiebel-Schale können deshalb zum Gelbfärben von Textilien und Oster-Eiern benutzt werden.
Die frische Zwiebel ist neben den oben genannten Substanzen relativ reich an Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Polyphenol Quercetin, Allicin Carotin, Phosphor, und Fluor. Weiters enthält sie B-Vitamine.
Rote Zwiebeln haben einen höheren Anteil an Antioxidantien wie Flavonoid, Querecetin und Polyphenol Anthocyanin. Der Knoblauch (''Allium sativum'') sammelt seine schwefeligen und aromatischen Substanzen ganz in der Knolle.<ref>Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.'' 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 100.</ref>
<div style="text-align:right;">(Foto: Knoblauch (Allium sativum)</div>
('''Hinweis''': Wir könnten für dieses Kapitel auch die [[w:Zwiebel#Inhaltsstoffe|Nährwerttabelle]] aus Wikipedia einfügen.)
== Kultur ==
('''Hinweis''': Die Kapitelüberschrift ist ungewöhnlich. Weiter oben ist bereits die Kultivierung angesprochen, später kommt die Überschrift kulturelle Bedeutung.)
=== Anbau und Ernte ===
Die Zwiebel ist eine sehr sortenreiche Kulturpflanze. Bekannt sind im deutschsprachigen Raum unter anderem die Sorten „Rote Braunschweiger“ (rotfleischig), „Stuttgarter Riesen“ (weißfleischig) und „Zittauer Gelbe Riesen“ (weißfleischig).
Beim Anbau der Küchenzwiebel ist die Bodenqualität von größter Wichtigkeit. Als guter Boden gilt altgedüngtes, humoses, sandig-lehmiges und nicht zu feuchtes Land. Besonders gut wachsen die Gemüse, wenn im Anbaugebiet ein eher trockenes Hoch- und Spätsommerwetter vorherrscht. In „rohem Boden“, der noch nicht lange in Kultur ist, gedeihen die Pflanzen nicht gut. Auch gerade erst tief bearbeitetes, sogenanntes rigoltes Land, ist nicht empfehlenswert. Hier wachsen die Zwiebeln ins Unendliche und bilden nur dicke Strünke aus, werden nicht fest und lagerfähig.
('''Hinweis''': Quelle für die Aussage mit dem rigolten Land?)
„Saatzwiebel“ bezieht sich auf Zwiebelsamen, die direkt in die Erde gesät werden, um Zwiebeln zu ziehen, während „Steckzwiebeln“ vorgezogene kleine Zwiebeln sind, die im Frühjahr oder Herbst gesteckt werden.
==== Einjährige Kultur ====
Bei der einjährigen Kultur sät man die kleinen schwarzen Samen von ''Allium cepa'' direkt ins Freiland oder in ein Frühbeet. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr ins Freiland. Nur in wärmeren Gegenden sät man ab Ende Februar (bis Anfang April) die sogenannten Saatzwiebeln oder Zwiebelsamen direkt in die Erde, um Zwiebeln zu ziehen. Saatzwiebeln bieten eine größere Sortenauswahl und sind oft robuster als Steckzwiebeln, benötigen aber eine längere Kulturdauer.
Eine andere Anbaumethode ist die Aussaat Anfang März ins Frühbeet. Auf diese Art entstehen die sogenannten „Pflanzzwiebeln“ oder „Steckzwiebeln", die vorgezogene kleine Zwiebeln sind, die im Frühjahr oder Herbst in die Erde gesteckt werden. Diese Kultur empfiehlt sich in einem etwas schweren, kräftigen, feuchten Boden, der sich im Frühjahr spät erwärmt und deshalb zur Aussaat an Ort und Stelle nicht so gut eignet ist, weil die Samen noch langsamer keimen, aufgehen und sich entwickeln.
==== Zweijährige Kultur ====
Bei zweijähriger Kultur sät man die Samen gegen Ende April auf ein Beet mit magerem Boden aus. Dadurch bilden sich nur kleine Zwiebelchen (Bulben), welche nach der Abtrocknung des Laubes so bald als möglich geerntet werden müssen. Die kleineren (Haselnussgröße) werden aussortiert, gut getrocknet und über den Winter in luftdurchlässigen Beuteln oder Netzen aufbewahrt. Das sind die sogenannten Steckzwiebeln. Die Überwinterung sollte in einem warmen Raum erfolgen, sonst gehen sie nach dem Pflanzen sofort in die Blüte! und bilden keine Knollen aus.
('''Hinweis''': Die Referenz www.der kleine garten ist zu ungenau. Genauen Ziellink angeben.)
Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“:
* Sommerzwiebeln (die eigentlichen Küchenzwiebeln) werden im zeitigen Frühjahr gesät oder, bei Steckzwiebelkultur, gesteckt und zwischen August und Oktober geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz bis in den März des Folgejahres lagerfähig sind.
* Die etwas saftigeren und milderen Winterzwiebeln – genauer ausgedrückt: überwinternd kultivierte Zwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.
Die Ernte aus der zweijährigen Kultur gilt als wohlschmeckender als die der einjährigen. Im März des folgenden Jahres werden die Zwiebeln mit einem optimalen Reihenabstand von 20 Zentimeter und einem Pflanzenabstand von 8 bis 10 Zentimeter gesteckt. Dabei sollten die Spitzen noch aus der Erde schauen.
Die zweijährige Kultur ist überall dort zu empfehlen, wo die Winter lang oder die Sommer zu trocken sind.
==== Ernte ====
Die Ernte der Zwiebel ''(Allii cepae bulbus). Postitiv Monographie der Kommission E.'' erfolgt im August, bei Steckzwiebeln schon im Juni und bei überwinterten Zwiebeln im Mai. Ihr Geruch ist scharf und beißend. Der Geschmack der Zwiebel ist beißend würzig und ein wenig süß. Im trockenen Zustand entwickeln sie einen aromatischen Geruch und milden Geschmack.<ref>Siegfried Bäumler: ''Heilpflanzenpraxis heute.'' Sonderausgabe der 1. Auflage. Urban&Fischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-437-57271-5.</ref>
('''Hinweis''': Was ist das für ein Begriff: ''(Allii cepae bulbus). Postitiv Monographie der Kommission E.?'')
=== Etymologische Bedeutung ===
Der Pflanzenname mittelhochdeutsch ''zwibel, zwibolle,'' althochdeutsch ''zwibollo'', ''cipolle'' ist durch romanische Vermittlung aus spätlateinisch ''cepulla'' „Zwiebel“ entlehnt. Dies beruht auf lateinisch ''cepula'', das eine Verkleinerungsform zu ''cepa'' „Zwiebel“ ist. Das lateinische Wort selbst stammt aus einer unbekannten Sprache. Das deutsche Wort wurde wohl schon im Althochdeutschen volksetymologisch als ''zwie-bolle'' „zweifache Bolle“ (''Bolle'' „runder Körper, Knolle“) gedeutet. Es bezeichnet auch den knollenartig verdickten „unterirdischen“ Spross der Zwiebelpflanze und anderer Pflanzen.
Das seit dem 17. Jahrhundert bezeugte, von „Zwiebel“ abgeleitete Verb ''zwiebeln'' „jemand hart herannehmen, quälen“, ist wohl als „wie eine Zwiebel abblättern, schinden“ zu verstehen.
('''Hinweis''': Genauen Link angeben zum Artikel in „academic dictionarys and encyclopedias“.)
=== Kulturelle Bedeutung ===
==== Die Zwiebel in der Literatur ====
[[Datei:Johann Christian Reinhart - Goethe und Schiller im Gespräch.jpg|thumb|Friedrich Schiller (rechts) im Gespräch mit Johann Wolfgang von Goethe,<br>Federzeichnung von [[w:Johann Christian Reinhart|Johann Christian Reinhart]] (1804)]]
Seit der Aufklärung haben Denker die Zwiebel gelegentlich mit dem Apfel verglichen. Da ist der strahlende Apfel, der Inbegriff der Fruchtbarkeit. Er ist die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis, deren Kern die Wahrheit enthält. Und da ist die kernlose Zwiebel, die aus nichts anderem zu bestehen scheint als aus Hülle.
('''Hinweis''': Woher stammt diese Aussage? Quelle.)
Zwischen [[a:Friedrich Schiller|Friedrich Schiller]] (1759–1805) und [[a:Johann Wolfgang von Goethe|Johann Wolfgang von Goethe]] (1749–1832) ist folgender Dialog überliefert. Der deutsche Dichter Schiller sagte:
:„Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält?“<ref>Quellennachweis noch erbringen</ref>
Sein Weimarer Nachbar Goethe antwortete durch die listigen Worte:
:„Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.“<ref>Quellennachweis noch erbringen</ref>
Friedrich Schiller vermittelt die Frage, ob die Wahrheit wie eine Zwiebel aus Schichten besteht, die nach und nach abgeschält werden können. Das Wesen der Wahrheit ist vielschichtig und wenn der Mensch durch tiefere eigenständige Auseinandersetzung sich ihr annähert, wird sie sichtbarer.
('''Hinweis''': Dieser Dialog bräuchte eine runde Darstellung, die ich mal angedeutet habe und Quellenangabe für die Sätze. Der letzte Abschnitt ist eine Interpretation und kann so nicht stehen bleiben. AuroraWiki bildet das vorhandene Wissen ab, also: gibt es eine Quelle für diese Aussage?)
Goethe schwärmte vom Zwiebelmarkt in Weimar, der seit 1653 bis heute am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Goethe lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel und ließ die vom Weimarer Zwiebelmarkt gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen.
('''Hinweis''': Quelle?)
==== Die Zwiebel im kulturell-religiösen Sinn ====
[[Datei:Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|mini|350px|[[Isis]] mit weit ausgebreiteten Flügeln]]
In der Antike, insbesondere im alten Ägypten, wurde die Zwiebel als heilige Pflanze verehrt. Archäologen haben Beweise gefunden, dass Zwiebeln in den Gräbern von Pharaonen platziert wurden. Im pharaonischen Ägypten war die Zwiebel der großen Göttin [[Isis]] geweiht.
('''Hinweis''': Quelle?)
Nach [[a:Rudolf Hauschka|Rudolf Hauschka]] (1891–1961), Begründer des Unternehmens Wala Heilmittel GmbH und Entwickler eines rhythmischen Herstellungsprozesses, walten Weisheitskräfte oder eine Mondenweisheit in den Liliengewächsen. Wo sie durch Züchtung zu Nahrungspflanzen wurden, wie bei der Küchenzwiebel, dem Knoblauch und anderen Lauchen (Schnittlauch, Porree usw.) zeigt sich eine Beziehung zum Nervensystem.<ref>Rudolf Hauschka: ''Ernährungslehre. Zum Verständnis der Physiologie der Verdauung und der ponderablen und imponderablen Qualitäten der Nahrungsstoffe.'' 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1951, S. 114.</ref>
Die Zwiebel war in Ägypten wie in Palästina und Israel ein beliebtes Knollengemüse und wird im Talmud beispielsweise im 3. Kapitel mehrfach behandelt,<ref>[https://www.talmud.de/tlmd/talmud-uebersetzung/eruwin/eruwin-kapitel-3/ ''Eruwin Kapitel 3. Der Talmud, Traktat (Massechet) Eruwin in deutscher Übersetzung von Lazarus Goldschmidt.''] In: ''talmud.de.'' Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref> wohingegen sie sie in der Bibel nur einmal Erwähnung findet. Im 4. Buch Mose 11,5 steht:
:„Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;“<ref>[https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose11%2C5 4. Mose 11,5.] In: ''Bibelserver. Elberfelder Bibel.'' Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>
==== Die Zwiebel in der Kunst (Auswahl) ====
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Sientje van Houten Onions (1881).jpg|''Onions'' (1881)<br>[[w:Sientje van Houten|Sientje van Houten]] (1834–1909)
Onions and Oleanders by Wada Eisaku.jpg|''Zwiebeln und Oleander'' (1948)<br>[[w:Wada Eisaku|Wada Eisaku]] (1854–1959)
...|''Schalenzwiebel''<br>APG
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== Verwendung ==
=== Ernährung ===
Verwendet wird die Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten. Sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen, z. B. im Gemüse, mitgedünstet.
Sie kann in verschiedensten Formvariationen geschnitten werden und nach Einlegen für etwa 30 Minuten in Essig als Salatgewürz beigegeben werden. Die Zwiebel sollte nach dem Schneiden nicht allzu lange liegen gelassen werden, da sich bereits allein durch das Schälen und dann durch das Liegen einige Inhaltsstoffe in der Luft verflüchtigen.
Heinz Grill gibt den Hinweis, dass der rohen Zwiebel durch Einlegen in Essig und Salz die „Schärfe der Schwefelverbindung (Allylsulfid)“ genommen wird. Für den Menschen wird sie dadurch bekömmlicher.<ref name=":1" />
<div style="text-align:right;">(Foto: Rote Zwiebel Schneidevorgang, cookinglight.com, https://www.idntimes.com)</div>
<div style="text-align:right;">(Foto: Zwiebelringe von roter Zwiebel, iStock)</div>
('''Hinweis''': Bitte genaue Links zu den Fotos)
Der Aufbau und die Erhaltung einer gesunden Darmflora gehört zur Gesundheitsförderung für das Immunsystem. Dabei unterscheidet man präbiotisch (= Nahrung für die Darmflora wie Ballaststoffe) und probiotisch (= Zufuhr von nützlichen Bakterien, z.&nbsp;B. im Joghurt).
Die Nahrung ist zuerst fremd für den Organismus und muss verdaut werden. Diese Tätigkeit des Abbaus führt zur inneren Regsamkeit, sie stellt das eigentlich Nährende dar. Es kommt darauf an, was man isst und wie es gelingt, diese Nahrung abzubauen. Aufbauend wirken die angeregten ätherischen Kräfte. Zur Unterstützung der Verdauung haben wir Helfer im Darm: die Darmflora oder Mikrobiota.
Wie können wir durch Nahrung unser Immunsystem kräftigen und welche Lebensmittel eignen sich besonders dafür?
Dazu gehört auch die Zwiebel, die wie Meerrettich antibiotische Wirkung zeigt. Immunstärkende Lebensmittel, schwefelhaltige Lebensmittel sind die Zwiebel, der Knoblauch, der Lauch, der Schnittlauch und besonders der Meerrettich.<ref>Petra Kühne, Arbeitskreis für Ernährungsforschung e.V.</ref>
('''Hinweis''': Quelle? in den letzten beiden Absätzen ist wohl ein anthroposophischer Standpunkt dargelegt und sollte als solcher gekennzeichnet werden.)
Gemäß Ayurveda sind Zwiebeln schwer verdaulich und erhöhen Pitta,<ref>wikipedia</ref> daher sollten sie aus dieser Sicht sparsam verwendet werden. Bei übermäßigem Konsum können sie gemäß der ayurvedischen Sicht zu Trägheit und Ruhelosigkeit führen. Rohe Zwiebeln sollte man ganz meiden, vor allem nachts.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM),<ref>wikipedia</ref> einer Heilwirkung nach der Chinesischen Diätetik, wird die Geschmacksrichtung der rohen Zwiebel als scharf, süß  und Gebraten als süß beschrieben. Die Zwiebeln sollten durch die Zubereitung nicht ihre Schärfe verlieren; man sollte sie daher keinesfalls zu lange erhitzen.<ref name=":2">[https://chinesische-medizin-ludwigsburg.de/tcm-wissen/tcm-ernaehrungstabelle/zwiebel-tcm-heilwirkung ''Zwiebel.''] In: ''Chinesische Heilkunst Ludwigsburg.'' Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>
('''Hinweis''': Die Einfügung „einer Heilwirkung nach der Chinesischen Diätetik“ verstehe ich im Zusammenhang mit TCM nicht.)
Ein zentraler Satz der Ernährungslehre der TCM lautet: „Nahrungsmittel und Heildrogen stammen aus derselben Quelle“. Tatsächlich sind die Übergänge von Nahrungsmittel zu Drogen fließend. Häufig werden in China auch Kochrezepte durch Heildrogen ergänzt. Schon früh wurde in China erkannt, dass die richtige Ernährung die Entstehung von Krankheit verhindert. So wurde die Prävention zum Hauptaspekt.
Obwohl die Zwiebel ein gesundes Nahrungsmittel ist, sollte man wissen, dass sie in zu großen Mengen auf den Magen schlagen kann. Bei längerer Anwendung wird dazu empfohlen, maximal 100 g pro Tag zu verwenden.
('''Hinweis''': Quelle für den zentralen Satz im vorletzten Absatz. Woher kommt die Empfehlung im letzten Absatz?)
=== Zwiebel als Heilpflanze ===
Die Zwiebel war die Heilpflanze des Jahres 2015.<ref>''[https://web.archive.org/web/20140815221341/http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&view=article&id=185:zwiebel-ist-heilpflanze-des-jahres-2015-&catid=36:pressetexte&Itemid=188 Die Zwiebel ist Heilpflanze des Jahres 2015.]'' In: ''NHV Theophrastus.'' Archivlink, abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>
In der Naturheilkunde verwendet man die Zwiebel bei Atemwegserkrankungen, besonders gegen Husten und Schnupfen. Die Zwiebel wirkt aber auch im Verdauungsapparat des Menschen: Sie lindert Magen- und Darmbeschwerden. In der Zwiebel sind Inhaltsstoffe enthalten, die dem Knoblauch ähnlich sind, allerdings nicht so hoch konzentriert. Diese beugen altersbedingten Gefäßkrankheiten und auch einigen Tumorleiden vor. Der Saft der Zwiebel wirkt antimikrobiell und wird oft zur äußerlichen Behandlung von Mückenstichen oder Blutergüssen empfohlen. Zwiebelsaft oder Sirup wirkt bei Husten und Bronchitis.
('''Hinweis''': Quelle?)
In der anthroposophischen Medizin ist der Leitgedanke zur Anwendung, dass die Zwiebel abschwellende, schmerzstillende sowie antientzündliche Eigenschaften hat. Sie kann durch ihren Schwefelreichtum Stoffwechselprozesse anregen. Neben der abschwellenden Wirkung auf die Schleimhäute besitzt die Zwiebel durch ihre ätherischen Öle auch stark antiseptische Wirkungen. So wie durch das Schneiden der Zwiebel ihre gestauten Kräfte in Bewegung gebracht werden, so geschieht dies auch bei gestauten und entzündeten Krankheitsprozessen, bei denen die Zwiebel zur Anwendung kommt. ''Allium cepa'' wird auch bei Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen und Neuralgien eingesetzt.
('''Hinweis''': Ist Allium cepa in diesem Fall der Name einer Medizin?)
Die antientzündliche abschwellende belebende Wirkung der Zwiebel wird auch für die Herstellung einer Mercurialis-Salbe verwendet, in der auch die Inhaltsstoffe Ringelblume (Calendula) und Mercurialis (Bingelkraut) enthalten sind. Diese Salbe ist bei Formen eitriger Prozesse im Hautbereich hilfreich.
('''Hinweis''': Quelle für die letzten beiden Absätzen mit ihren Aussagen?)
Die Zwiebel wird als ''Allium cepa e bulbo'' bei scharfem Fließschnupfen, bei Verschlimmerung bei Zimmerwärme angewendet.<ref>Franziska Roemer: ''Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin.'' Karl F. Haug Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-8304-7708-2. S. xxx</ref>
('''Hinweis''': Ist Allium cepa e bulbo ein Medikament?)
In der anthroposophischen Pflege findet die Zwiebel Einsatz für Äußere Anwendungen. Bei eitriger Angina werden Halswickel mit der Zwiebel empfohlen, bei Erkältungen und grippalen Infekten, Infekten der oberen Luftwege Stirn-Fußsohlen Auflagen der Zwiebel. Ohrenschmerzen können nach Abklärung mit dem Arzt mittels Zwiebel-Ohrsäckchen gemildert werden.<ref>''[https://www.pflege-vademecum.de/zhw.php Zwiebel-Halswickel.]'' In: ''Vademecum. Äußere Anwendungen in der Anthroposophischen Pflege.'' Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>
Der wässrige Schleim, die Allylsulfensäure Aliin wirkt entzündungshemmend und schmerzlösend bei Stauungen und Entzündungen verschiedener Genesen, insbesondere in den Atemwegen und der Nasen-Rachenschleimhaut. Akute und stockende chronische Entzündungen werden durch die sulfurischen Wärmeprozesse ausgeleitet.
('''Hinweis''': Quelle?)
Bei der Zwiebel ist die verdauungsfördernde, stoffwechselbeschleunigende „sulfurische“ Wirkung stark betont. Der Gallenfluss wird gefördert, die Diurese wird kräftig angeregt, wässrige Stauungen, Ödeme Ausschwitzungen in die Gewebe überwunden und ausgesondert.<ref>Wilhelm Pelikan: ''Heilpflanzenkunde Band I.'' 4. Auflage. Verlag Goetheanum, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 343.</ref>
Der Schwefel gehört chemisch zu wohl den aktivsten aller Stoffe. Er ist ein Stoff, der Beziehung zu Wärme hat. So entstammt Schwefel aus Gegenden, die vulkanisch durchwärmt sind (Sizilien, Spanien).  Der Schwefel stammt aus dem Meer, er findet sich als Bestandteil der als schwefelsaure Magnesia (Magnesiumsulfat) vorkommt. Er wirkt verbindlich, verbindend, Möglichkeiten schaffend, wärmend. Die Stoffe durchkochend. Er spielt im organischen Leben und so in den Stoffwechselprozessen eine wichtige vermittelnde Rolle.<ref>Rudolf Hauschka: ''Substanzlehr. 4. Auflage. Vittorio Klostermann Frankfurt am Main Verlag, 1966, S.194.</ref>
Aufgrund ihres Schwefelanteils wird die Zwiebel auch zur Lösung von Schwermetallen aus deren Depots im Körper eingesetzt. Die gelösten Schwermetalle können dann in Chelaten gebunden und ausgeschieden werden.
Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Organbezug der Zwiebel auf die Lunge, Milz, Magen, Darm, Leber, Herz gewiesen. Die Wirkung der Zwiebel wird als Schweiß treibend, Oberfläche öffnend, Magen kräftigend, den Appetit fördernd, das Qi regulierend und die Mitte freimachend charakterisiert. Sie wird angewendet bei Leere der Mitte, wenn verminderter Appetit, Völlegefühl oder Durchfall auftritt. Nach der Verbindung von westlicher mit chinesischer Medizin wird die Zwiebel auch bei Hypertonie, Hyperlipämie und koronaren Herzerkrankungen eingesetzt. Doch Vorsicht ist gemäß TCM geboten, bei Lungen- Hitze, sowie Magen-Hitze. Auch Bei Anzeichen für Yin-Leere, wie verschwommene Sicht.<ref name=":2" />
Die Homöopathie setzt potenzierte Zwiebel bei Ohrenschmerzen, zahlreichen Erkältungssymptomen, bei Asthma und Altersbronchitis ein.
Die Eigenschaften der Zwiebel werden in Ayurveda mit scharf, süß, stärkend, aromatisch, antibakteriell, erwärmend, aphrodisierend, schleimlösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und harntreibend gelistet. Zwiebeln stimulieren die Verdauung und sind appetitanregend.  Bei Verbrennungen, Hautkrankheiten und allergischen Ekzemen kann die Zwiebel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dies stoppt auch den Juckreiz. Bei kältebedingten Ohrenschmerzen sollen 2 Tropfen warmen Zwiebelsaft in die Ohren geträufelt Hilfe geben. Zur Fiebersenkung werden Fußsohlen und Handflächen mit einer Zwiebel eingerieben und ein mit Zwiebelsaft getränktes Tuch wird auf die Stirn gelegt.
In der ayurvedischen Naturheilpraxis steht die Heilkraft der Zwiebel mit dem Schwefel in Verbindung.  Die Zwiebel wirkt entgiftend auf den ganzen Organismus. Außerdem wirkt sie probiotisch, indem die „guten Bakterien“ im Darm gefördert und das Immunsystem gestärkt wird.
('''Hinweis''': Quelle für die letzten beiden Absätze?)
Hildegard von Bingen schreibt in ihrem berühmten Werk „Physica“, in dem sie die Pflanzenwelt ihrer Zeit beschreibt, über die Zwiebel:
:„Die Zwiebel hat keine rechte Wärme, sondern aggressive Feuchtigkeit. Sie ist roh gegessen ebenso giftig und schädlich wie der Saft unnützer Kräuter. Gekocht ist sie gesund zu essen, weil durch das Feuer die Schadstoffe in ihr vermindert sind.“
('''Hinweis''': Quelle für das Zitat?)
Aufgrund ihrer Feuchtigkeit empfiehlt Hildegard von Bingen die Zwiebel daher nur bei Fieber und bei Gicht. Erst Paracelsus hebt die Zwiebel im 16. Jahrhundert auf ein Podest. Er hat den Satz geprägt: „Eine Zwiebel ist so viel wert wie eine ganze Apotheke.“
('''Hinweis''': Quelle für das Zitat von Paracelsus?)
Die Kommission E nennt eine Anwendungsmöglichkeit von Zwiebel gegen Appetitlosigkeit oder auch vorbeugend gegen eine Arteriosklerose.
('''Hinweis''': Was ist Kommission E + Beleg.)
== Geistige Bedeutung der Zwiebel ==
Die Küchenzwiebel wird von [[a:Heinz Grill|Heinz Grill]] aus geistiger Sicht wie folgt beschrieben:
[[Datei:Hành-Tây.jpg|mini|350px|„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen.“ (Heinz Grill)]]
:„Der Blick mit geistigem Auge auf eine schöne weiße Küchenzwiebel offenbart, dass sich in ihr erstaunlich kräftigende Formbildetendenzen oder Formbildeentitäten ausprägen. Wie lilafarben, rötlich und bläulich zeigt die weiße Küchenzwiebel eine regelrechte Kraft zur Formverdichtung. Diese Fähigkeit liegt wohl nicht nur an dem Überwiegen der schwefeligen Verbindungen, die in der wässrigen Substanz organisiert sind, sondern in der sehr gut ausgebildeten mineralischen Gesamtkomponente. Gleichzeitig offenbart die Sphäre um die Zwiebel einen hohen hellen Lichtcharakter, der durchaus eine sehr schöne reinigende Sphäre erzeugen kann.
:Aus dieser Sicht heraus, müsste die Zwiebel, wie auch in Maßen der Knoblauch und der Schnittlauch, eine der besten Gewürzlieferanten sein, die eine Speise sowohl festigen als auch in eine wiederum kosmische Leichtigkeit überführen können. Indem die Zwiebel zu einem Getreidegericht, zu einem Gemüse oder eventuell auch als Brotbelag verwendet wird, fördert sie harmonische, sowohl zentripetale als auch zentrifugale Richtungswirkungen. Sie kann in diesem Sinne die gesamten Ätherkrafte in einer Speise ausgleichen. Die Verwendung dieser Pflanzen in der Küche kann eine Heilkunst im feinfühligen und wohlproportionierten ästhetischen Sinne fördern.“<ref name=":1">Heinz Grill: ''Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung.'' 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 100–102.</ref>
Die 4 Elemente, die gleichsam die 4 Ätherelemente (der Feuer- oder Wärmeäther, der Lichtäther, der chemische oder Zahlenäther und der Lebensäther) darstellen, wurden erstmals von [[Rudolf Steiner]] beschrieben. Der Ätherleib trägt das Kennzeichen der Anziehung in sich und kann Kräfte, die in der Umgebung liegen, in sich akkumulieren.<ref name=":1" />
Der Querschnitt durch eine Zwiebel zeigt eine nach innen organisierte Ringstruktur. Die Zwiebel ist eine relativ stark wässrige Pflanze, die jedoch mit den Ringstrukturen dieses Wasser nach innen hinein organisiert und strukturiert ist. Sie ist ein sehr gutes Hilfsmittel, damit eine erste Entwässerung im Körper durch eine bessere Flüssigkeitsorganisierung eingeleitet wird:
:„Die entwässernde Wirkung der Zwiebel beruht auf der Fähigkeit, dass sie das Wässrige wohl organisieren kann und daraus Formstrukturen erschafft.“<ref name=":1" />
<div style="text-align:right;">(Foto: Einzelne Ringbildungen der Zwiebel)</div>
<div style="text-align:right;">(Foto: Zusammenziehung der inneren Ringe, im Äußeren Heranbilden neuer Ringe)</div>                                                                                                                 
('''Hinweis''': Für diese Fotos besitzt der STW Verlag die Rechte. Wir können sie nicht einfach übernehmen. Vorschlag: Eigene Zeichnungen anfertigen.)
Das Wirken der roten wie auch der weißen Zwiebel beschreibt Heinz Grill aus metaphysischer Sicht wie folgt:
:„Sie wirken nach einer ätherischen Sicht zusammenziehend, obwohl sie vom Geschmack her einen schärflichen Charakter besitzen. Diese ätherische Wirkung dürfte wohl für den gesamten Heilscharakter dieses hervorragenden Liliengewächses verantwortlich sein.“
:„Der sogenannte chemische Äther bildet seine Weiterentwicklung oder in diesem Falle seine Zwiebelringe, in dem er sich nach innen zusammenzieht.  Im Querschnitt dieser Frucht sind auf sehr schöne Weise diese einzelnen Ringbildungen erkennbar. Unsichtbar und geheimnisvoll vollzieht sich das ätherische Wachstum, indem sich die inneren Ringe zusammenziehen, um im Äußeren neue Ringe zu bilden.“
:„Es handelt sich bei der Zwiebel daher nicht um eine Stauung in der Knollenbildung, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern um eine außerordentlich gut organisierte Aufbauarbeit von verschiedenen Ringen. Das Wasser wird organisiert.
Die Zwiebel wirkt heilsam gerade durch ihre zusammenziehende Wirkung auf den gesamten Körper. Insbesondere auf den Wasserhaushalt, Die Ätherkräfte können harmonisch den Stoffwechsel durchdringen.“<ref name=":1" />
('''Hinweis''': Den Teil über den chemischen Äther habe ich herausgenommen, das würde zu sehr ins Detail führen. Ebenso die Gedanken zum Zwiebelturm. Wenn, dann würde ich empfehlen, den Zwiebelturm im Kapitel „Kulturelle Bedeutung" einzufügen, gerne mit dem geeistigen Gedanken, aber ohne den chemischen Äther.)
                                                                                                                                                             
=== Verständnis zu Gesundheit und Krankheit ===
('''Hinweis''': Diese Kapitel-Unterüberschrift erschließt sich mir noch nicht. Bitte überlegen.)
Der große Yogi [[Swami Sivananda]] empfahl, keine Zwiebeln und keinen Knoblauch zu essen, da diese Pflanzengewächse die Schwere im seelischen Dasein fördern würden. Wesentlich für Sivananda war das beeinträchtigende Gefühl, das die Nahrungsmittel für die Meditation geben. Der Okzidentale ist in seiner leiblichen Kondition meist für diese feinen innerleiblichen Ströme nicht so sehr sensibel, wie der feinfühlige Leib des Yogin.
('''Hinweis''': Quelle?)
<div style="text-align:right;">(Foto: Roter, weißer Zwiebel, Knoblauch yogawiki ist '''urheberrechtlich geschützt'''.)</div>
Am meisten ist es erwähnenswert, dass die Widerstandskräfte durch die Zwiebelgewächse angeregt werden. Ein Zuviel an Knoblauch und Zwiebel jedoch umgibt das Bewusstsein mit einer dämmerhaften Hülle. So ist darauf zu achten, dass durch die Zwiebelgewächse, und vor allem durch den Knoblauch, nicht eine einseitige und durchaus bewusstseinstrübende Ausstrahlung gefördert wird.
('''Hinweis''': Wo steht diese Aussage?)
('''Hinweis''': Die folgenden beiden Zitaten von Heinz Grill habe ich herausgenommen. Das wird einfach zu viel, auch das Thema zum chmischen Äther. Das Wesentliche aus seiner Sicht scheint doch gesagt.)
Rudolf Steiner wies daraufhin, dass bei Grippeerkrankten interessanterweise ein Duft nach Zwiebeln und Knoblauch zu bemerken sei und vom Menschen dasjenige mitgemacht wird, was in dem Grippeerkrankten stattfindet.
:„Dieser Knoblauchduft, den der [Grippekranke] hat, der bewirkt, dass sein Kopf dumpf wird, weil ein ganz bestimmtes Organ im Kopfe, das man das Sensorium nennt, nicht ordentlich von dem Stoff versorgt wird. Dadurch haben wir den Grippedreck in uns, dass gerade in der Mitte des Kopfes ein Organ nicht ordentlich versorgt wird. In diesem Duft – das kann man also mit einer ganz feinen Nase riechen – ist immer etwas Zwiebel- und Knoblauchduft drinnen. Ja, den macht man ja mit. So wie wir die krächzende und grunzende Stimme des Menschen mitmachen, so machen wir innerlich das mit, was der Mensch da ausdünstet, und wir kriegen dadurch unsern eigenen Astralleib, unsere eigene Tätigkeit in Unordnung. Die bewirkt nun auch, dass ein solcher Boden, wie er geeignet ist für Zwiebeln und Knoblauch, abgesetzt wird, und wir kriegen auch die Grippe. Das hat noch gar nichts mit Bakterien oder Bazillen zu tun; das hat einfach mit der Beziehung von Mensch zu Mensch etwas zu tun.“ <ref>Rudolf Steiner: ''Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.'' GA 348. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1983, ISBN 3-7274-3480-5 (Ln), S. 166. ([https://odysseetheater.org/GA/Buecher/GA_348.pdf#page=166&view=fit Online])</ref>
('''Hinweis''': Die Einleitung zu dieser Beobachtung von Steiner sollte noch verbindender zum gesamten Kapitel sein.)
== Literatur ==
* ...
* ...
== Siehe auch ==
* [[Ernährung aus ganzheitlicher Sicht]]
* [[:Kategorie:Pflanzenreich|Kategorie Pflanzenreich]]
== Weblinks ==
* {{Commons|Category:Allium cepa|Zwiebel}}
== Einzelnachweise ==
<references />
{{Wikipedia|Zwiebel}}
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073850-4}}
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Version vom 18. Juli 2025, 09:08 Uhr