Übersäuerung des Bindegewebes: Unterschied zwischen den Versionen

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pH-Wert und Wasserstoff samt bewegtes Bild
Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper
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Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von ''potentia Hydrogenii'', der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.
Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen [[w:Dekadischer Logarithmus|dekadischen Logarithmus]] der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von ''potentia Hydrogenii'', der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.


Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.<ref>[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation ''Säure-Basen-Regulation.''] In: ''MSD Manual.'' Abgerufen am 14. September 2025.</ref>
Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.<ref name=":0">[https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/s%C3%A4ure-basen-regulation-und-st%C3%B6rungen/s%C3%A4ure-basen-regulation ''Säure-Basen-Regulation.''] In: ''MSD Manual.'' Abgerufen am 14. September 2025.</ref>
 
=== Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper ===
[[Datei:Säureverteilung.png|mini|340px|<div style="text-align:center;">pH-Werte der Körperflüssigkeiten:<br>Dem Bewusstsein zugänglich – sauer<br>Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch<ref>Rudolf Hauschka: ''Ernährungslehre.'' 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209</ref></div>]]
Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.<ref name=":0" />
 
Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.<ref name=":1">Michael Worlitschek: [https://www.narayana-verlag.de/homeopathy/pdf/Praxis-des-Saeure-Basen-Haushalts-Michael-Worlitschek.11143_2Grundlagen_der_Sauren_Basen_Haushalts.pdf ''Praxis des Säure-Basen-Haushalts.''] Leseausschnitt (PDF). In: ''narayana-verlag.de.'' Abgerufen am 14. September 2025. </ref><ref>''[https://ib-rauch.de/okbau/bauchemie/ph-wert.html Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele.]'' In: ''ib-rauch.de.'' Abgerufen am 14. September 2025.</ref>
 
Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.<ref name=":1" />
 
 





Version vom 14. September 2025, 17:21 Uhr

Datei:Полевое титрование.jpg
Eine Studentin testet eine Grundwasser­probe auf Säurebelastung

Die Übersäuerung des Bindegewebes wird auch als Gewebsazidose bezeichnet. Azidose, auch Acidose (von lateinisch acidus „sauer“), heißt „Übersäuerung“.

Das eher flüssig, fasrige Bindegewebe umhüllt und verbindet im ganzen Körper alle Organe und verfeinert sich bis an die Berührung der einzelnen Zellen. Es ist der Vermittler zwischen dem Blut und den Zellen. Eine Überlastung des Blutes von Säuren betrifft dieses Grundbindegewebe als erstes. Wenn dann die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ungenügend erfolgt, tritt eine Übersäuerung des Bindegewebes oder Teilbereichen davon ein.

Im Bereich der Schulmedizin ist das Krankheitsbild der Azidose streng an die Abweichung des pH-Wert des Blutes gekoppelt. Im Bereich der Naturheilkunde, der biologischen, komplementären oder alternativen Medizin wird unter Übersäuerung oder latenter Übersäuerung eine Störung benannt, bei welcher der pH-Wert des Blutes im Normbereich liegt, aber das Bindegewebe übersäuert und die Mineralpufferreserve angegriffen ist.

Der pH-Wert ist die Maßeinheit für den Säure- und Basengehalt im menschlichen Körper.[1] Im Körper bestehen in den verschiedenen Organen unterschiedliche pH-Bereiche. Am strengsten wird das Blut in einem leicht basischen Bereich gehalten.

Aus geisteswissenschaftlicher Forschung drücken sich in Säuren und Basen weiterreichende Prozesse des Menschseins aus. Die innerleiblichen Säure-Basen-Differenzen müssen ausgeglichen und die über die Außenwelt hereinkommenden Säuren und Basen, z. B. der Nahrung, bewältigt werden. Dies geschieht über eine weise abgestimmte Regulation durch das Blut, die Lunge, die Nieren und die Knochen. Säuren entstehen im Körper bei Belastungen und vielfach über die Verdauung.

Die Milieustörung durch Säureüberlastung im Bindegewebe kann Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben. Die Symptome zeigen sich auch im psychischen Bereich. Eine spezielle Diagnostik ist entwickelt worden.

Die Ernährung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der Behandlung. Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist es ausschlaggebend, in welchem Verhältnis das Bewusstsein zur Ernährung steht und diese günstig gestalten kann.

Grundlegendes zum Säure-Basen-Haushalt des Menschen

Datei:Sun AR2835 sunspot in Hydrogen-alpha spectrum captured with an amateur telescope.gif
Eine Aufnahme der Sonne mit Hydrogenfilter. Wasserstoff ist mit 98 % der Hauptbestandteil der Sonne, beim Menschen macht er 10 % seines Gewichts aus.

pH-Wert und Wasserstoff

Säure lässt sich im Lebendigen nicht von Base trennen, da ein beständiger Übergang stattfindet. Der Säure- und Basengehalt in den Körperflüssigkeiten wird mit der Messeinheit pH angegeben, dem negativen dekadischen Logarithmus der Wasserstoffionen-Konzentration. pH kommt von potentia Hydrogenii, der „Wirkungskraft des Wasserstoffs“. Eine Substanz, die Wasserstoff (chemisches Zeichen: H) abgibt, wird als Säure bezeichnet, diejenige die H aufnimmt, als Base. Der Wasserstoff, genauer das Hyon H plus (H+), ist ein sehr reaktionsfreudiges Element.

Auf der pH-Skala bedeutet ein Wert von 7 Neutralität, über 7 ist basisch oder alkalisch und unter 7 ist sauer.[2]

Säure-Basen-Verhältnisse im menschlichen Körper

Datei:Säureverteilung.png
pH-Werte der Körperflüssigkeiten:
Dem Bewusstsein zugänglich – sauer
Bei unbewussten Stoffwechselprozessen – basisch[3]

Das Blut wird sehr streng in einem eng begrenzten pH-Bereich gehalten. Dieser ist nicht neutral, sondern leicht alkalisch innerhalb eines pH-Wertes von 7,43–7,37. Ein Abweichen würde zu folgenschweren Struktur- und Funktionsveränderungen von Eiweiß führen, mit welchem der Wasserstoff leicht reagiert.[2]

Nicht jede einzelne Körperzelle wird von einem eigenen Blutgefäß ver- und entsorgt. Diese Verbindung geschieht über das Bindegewebe, in dem sich Blut und auch die Lymphe mit ihren Endstromgebieten bis hin zu den Zellen verströmen – und umgekehrt. Das Bindegewebe, in diesem Zusammenhang auch Matrix oder Grundgewebe genannt, wirkt mit den darin enthaltenen Nerven wie ein Kommunikationssystem, das die Verbindung übernimmt sowie als Austauschmedium und Filter wirkt. Die Lymphe liegt wie das Blut im pH-Bereich 7,4–7,3. Die Zelle selber tendiert zum neutral-sauren Bereich mit einem pH-Wert von ca 6,9. Das Bindegewebe liegt dazwischen.[4][5]

Die verschiedenen Organe des Körpers arbeiten in unterschiedlichen pH-Milieus. Ihr pH-Bereich ist oft breiter eingestellt als beim Blut, je nach Funktion und Einfluss. Beispielsweise schwankt der pH-Wert bei der eher alkalisch eingestellten Galle oder der eher sauer eingestellten Blase, gemäß dem Prozess der Verdauungsstoffwechselleistung, die gerade erbracht wird.[4]



Einzelnachweise

  1. Bedeutung von pH. In: etymonline.com. Abgerufen am 14. September 2025.
  2. 2,0 2,1 Säure-Basen-Regulation. In: MSD Manual. Abgerufen am 14. September 2025.
  3. Rudolf Hauschka: Ernährungslehre. 10. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, 1999, ISBN 978-3-465-03021-8, S. 209
  4. 4,0 4,1 Michael Worlitschek: Praxis des Säure-Basen-Haushalts. Leseausschnitt (PDF). In: narayana-verlag.de. Abgerufen am 14. September 2025.
  5. Der pH-Wert (Wasserstoffionenkonzentration) – Erklärung und Beispiele. In: ib-rauch.de. Abgerufen am 14. September 2025.


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