Petersilie: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Petersilie hat einen für die Pflanzenfamilie der Doldenblütler typischen zusammengesetzten Blütenstand, der [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]] genannt wird. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden. | |||
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Wilhelm Pelikan beschreibt als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der [[w:Wald-Sanikel|Wald-Sanikel]] oder die [[w:Sterndolde|Sterndolde]] (''Astrantia''). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim [[w:Wiesen-Kerbel|Wiesen-Kerbel]], beim [[w:Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] und bei der Petersilie. Beim [[w:Fenchel|Fenchel]] und [[w:Dill|Dill]] hingegen zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.<ref>Wilhelm Pelikan: ''Heilpflanzenkunde.'' Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64</ref> | |||
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.<ref>''[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/sekretbehaelter/60804 Sekretbehälter.]'' In: ''spektrum.de.'' Abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> | |||
Interessant erscheint die Gliederung der Gattungen der Doldenblütler nach morphologischen und ätherklimatischen Gesichtspunkten von Jochen Bockemühl: | |||
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* In Nordeuropa kommen große, erdverbundene, zum Teil massige Pflanzen mit flächigen Blattspreiten vor, z. B. [[w:Engelwurzen|Engelwurz]] (''Angelica archangelica'') oder [[w:Bärenklau|Bärenklau]] (''Heracleum''). | |||
* In Mitteleuropa finden sich krautige, kerbelartige Pflanzen mit feinerer Gliederung der Blätter. Hierzu gehören beispielsweise die Petersilie, [[w:Kerbel|Kerbel]], [[w:Giersch|Giersch]], [[w:Meisterwurz|Meisterwurz]], Sterndolde, Sanikel, [[w:Karotte|Karotte]] und [[w:Echter Kümmel|Echter Kümmel]]. | |||
* In Südeuropa: Zum Süden hin sind die Stängelblätter oftmals stark zusammengezogen wie beim Fenchel oder fädig zerteilt ([[w:Anis|Anis]], Fenchel, [[w:Dill (Pflanze)|Dill]], [[w:Kreuzkümmel|Kreuzkümmel]] und [[w:Echter Koriander|Echter Koriander]]). | |||
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Bei nördlichen Arten zeigt sich im Geschmack immer etwas Zusammenziehendes, Krautiges und auch Scharfes, hingegen entfalten die mediterranen Arten eher blumige, aromatische Geschmacksaromen.<ref>Jochen Bockemühl: ''Doldengewächse. Ein Leitfaden zur Heilpflanzenerkenntnis.'' Band 3. Verlag am Goetheanum, Dornach 2003, S. 17–67.</ref> | |||
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.<ref>Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: ''Pflanzensystematik.'' 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.</ref> | |||
=== Vegetative Merkmale === | |||
Die vegetativen Merkmale der Petersilie umfassen die gefiederten Blätter und die schützenden Blattscheiden. Bei den Kulturformen sind die Laubblätter glatt oder kraus. | |||
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Version vom 1. Oktober 2025, 18:03 Uhr

Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Petroselinum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.
Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Aus geistiger Forschung ist dem Petersilienkraut eine formende, zentrierende, stark zentripetale Wirkung mit gleichzeitig ausstrahlender Kraft eigen. Die Petersilie wirkt formgebend auf das Herz.
Botanische Einordnung und Merkmale
Merkmale der Doldenblütler
Die Petersilie hat einen für die Pflanzenfamilie der Doldenblütler typischen zusammengesetzten Blütenstand, der Doppeldolde genannt wird. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.

Wilhelm Pelikan beschreibt als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der Wald-Sanikel oder die Sterndolde (Astrantia). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim Wiesen-Kerbel, beim Gefleckten Schierling und bei der Petersilie. Beim Fenchel und Dill hingegen zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.[1]
Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.[2]
Interessant erscheint die Gliederung der Gattungen der Doldenblütler nach morphologischen und ätherklimatischen Gesichtspunkten von Jochen Bockemühl:
- In Nordeuropa kommen große, erdverbundene, zum Teil massige Pflanzen mit flächigen Blattspreiten vor, z. B. Engelwurz (Angelica archangelica) oder Bärenklau (Heracleum).
- In Mitteleuropa finden sich krautige, kerbelartige Pflanzen mit feinerer Gliederung der Blätter. Hierzu gehören beispielsweise die Petersilie, Kerbel, Giersch, Meisterwurz, Sterndolde, Sanikel, Karotte und Echter Kümmel.
- In Südeuropa: Zum Süden hin sind die Stängelblätter oftmals stark zusammengezogen wie beim Fenchel oder fädig zerteilt (Anis, Fenchel, Dill, Kreuzkümmel und Echter Koriander).
Bei nördlichen Arten zeigt sich im Geschmack immer etwas Zusammenziehendes, Krautiges und auch Scharfes, hingegen entfalten die mediterranen Arten eher blumige, aromatische Geschmacksaromen.[3]
Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.[4]
Vegetative Merkmale
Die vegetativen Merkmale der Petersilie umfassen die gefiederten Blätter und die schützenden Blattscheiden. Bei den Kulturformen sind die Laubblätter glatt oder kraus.
Einzelnachweise
- ↑ Wilhelm Pelikan: Heilpflanzenkunde. Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64
- ↑ Sekretbehälter. In: spektrum.de. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
- ↑ Jochen Bockemühl: Doldengewächse. Ein Leitfaden zur Heilpflanzenerkenntnis. Band 3. Verlag am Goetheanum, Dornach 2003, S. 17–67.
- ↑ Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: Pflanzensystematik. 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.
Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel Petersilie aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht dort unter der Lizenz Creative-Commons Namensnennung-ShareAlike 4.0 International. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren einsehbar.
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