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:„Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, noch andererseits einen faulen Baum, der gute Frucht bringt; denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen noch liest man von einem Dornbusch eine Traube. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund. (Lk 6,43–45)<ref>''[https://www.csv-bibel.de/bibel/lukas-6 Lukas 6.]'' In: ''Elberfelder Übersetzung. Edition CSV.'' Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref> | |||
Im Matthäusevangelium bezieht sich der Kontext auf die Prüfung eines Propheten. Im Lukasevangelium ist die Verbindung weniger offensichtlich. Der schottische Minister [[wen:William Robertson Nicoll|William Robertson Nicoll]] legt nahe, dass „der Schlüssel wahrscheinlich in dem Wort ὑποκριτά (''hypokrita'') zu finden ist, das auf jemanden angewendet wird, der durch seine Tadelsucht behauptet, heilig zu sein, aber in Wirklichkeit ein größerer Sünder ist als diejenigen, die er beschuldigt. Diese Kombination aus Heiligem und Sünder wird durch diese Aussprüche als unmöglich erklärt.“<ref>William Robertson Nicoll: ''[https://biblehub.com/commentaries/egt/luke/6.htm Expositor's Greek Testament on Luke 6.]'' 1897, siehe Vers 6,43. In: ''biblehub.com.'' Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref> | |||
== Theologische Interpretationen == | == Theologische Interpretationen == | ||
Version vom 21. Dezember 2025, 23:36 Uhr

Jesu Christi Gleichnis vom Baum und seinen Früchten findet sich in zwei ähnlichen Passagen im Neuen Testament, in der Bergpredigt im Evangelium nach Matthäus (Mt 7,15–20) und in der Feldpredigt im Evangelium nach Lukas (Lk 6,43–45).[1]
Die Textstellen zum Gleichnis vom Baum und seinen Früchten
Evangelium nach Matthäus
Das Gleichnis vom Baum und seinen Früchten ist Teil der Bergpredigt (Mt 5,1–7,29). Es steht im letzten der sieben Teile der Bergpredigt.
Jesus Christus spricht im 7. Kapitel verschiedene ernste Worte aus und warnt in diesem Gleichnis vor falschen Propheten. Er vergleicht einen falschen Propheten mit einem faulen Baum, der schlechte Früchte bringt:
- „Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch kann ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ (Mt 7,15–20)[2]
Vergleich zur Parallelstelle im Evangelium nach Lukas
Das Bild vom Baum mit den Früchten ist auch Teil des Lukasevangeliums. Es steht dort in der Feldrede, und weist deutliche Parallelen zur Bergpredigt auf. Die Übereinstimmungen sind zum Teil wörtlich. Im dritten Teil der Feldrede finden sich verschiedene Gleichnisse, darunter jenes vom unfruchtbaren Baum:
- „Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, noch andererseits einen faulen Baum, der gute Frucht bringt; denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen noch liest man von einem Dornbusch eine Traube. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund. (Lk 6,43–45)[3]
Im Matthäusevangelium bezieht sich der Kontext auf die Prüfung eines Propheten. Im Lukasevangelium ist die Verbindung weniger offensichtlich. Der schottische Minister William Robertson Nicoll legt nahe, dass „der Schlüssel wahrscheinlich in dem Wort ὑποκριτά (hypokrita) zu finden ist, das auf jemanden angewendet wird, der durch seine Tadelsucht behauptet, heilig zu sein, aber in Wirklichkeit ein größerer Sünder ist als diejenigen, die er beschuldigt. Diese Kombination aus Heiligem und Sünder wird durch diese Aussprüche als unmöglich erklärt.“[4]
Theologische Interpretationen
Sichtweise in der Anthroposophie
Standpunkt aus geistiger Forschung
Die Persönlichkeitsstruktur im 7. Chakra als Frucht
Analogie des Mantra Yad bhavan tad bhavati zum Gleichnis
Verwendung als Redewendung
Ungenauigkeit beim Zitieren des Gleichnisses
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Millar Burrows: Jesus in the first three Gospels. 1977, ISBN 0-687-20089-X, S. 122 und 195.
- ↑ Matthäus 7. In: Elberfelder Übersetzung. Edition CSV. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Lukas 6. In: Elberfelder Übersetzung. Edition CSV. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ William Robertson Nicoll: Expositor's Greek Testament on Luke 6. 1897, siehe Vers 6,43. In: biblehub.com. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel The Tree and Its Fruits aus der freien Enzyklopädie en.wikipedia.org und steht dort unter der Lizenz Creative-Commons Namensnennung-ShareAlike 4.0 International. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren einsehbar.
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