Petersilie: Unterschied zwischen den Versionen

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Kapitel Vegetatives Wachstum
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== Botanische Einordnung und Merkmale ==
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Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung ''[[w:Petroselinum|Petroselinum]]'' innerhalb der Familie der Doldenblütler (''Apiaceae''). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.
Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung ''[[w:Petroselinum|Petroselinum]]'' innerhalb der Familie der Doldenblütler (''Apiaceae''). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte [[w:Dolde#Doppeldolde|Doppeldolde]]. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.


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Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.
Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.


Sie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasserdurchlässigen Boden. Die Aussaat der Petersilie sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.<ref>''[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]'' In: ''biozac.de.'' Abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref>
Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser&shy;durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.<ref>''[https://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvpetro.htm Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill.]'' In: ''biozac.de.'' Abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref>


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Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die [[w:Wurzelpetersilie|Wurzelpetersilie]] wird ab Oktober/November geerntet.<ref>[https://www.obst-gemuese.at/product/pages/glatte-petersilie ''Glatte Petersilie.''] In: ''obst-gemuese.at.'' Abgerufen am 8. Oktober 2025. </ref>

Version vom 8. Oktober 2025, 21:09 Uhr

Petersilie (Petroselinum crispum)

Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Ursprünglich ist die Petersilie im mediterranen Raum beheimatet, von wo sie sich in alle Welt verbreitete. Sie wird aufgrund ihrer aromatischen Geschmacksaromen als beliebtes Küchengewürz eingesetzt.

Es gibt hauptsächlich zwei bekannte Sorten von der Petersilie, die glatte Petersilie (Petroselinum crispum var. neapolitanum) und die krause Petersilie (Petroselinum crispum var. crispum).

Als Arzneipflanze wurde die Petersilie bereits in der Antike von Hippokrates und später von Albertus Magnus als Diuretikum (harntreibendes Mittel) angewendet. Sie galt in der Antike als Symbol der Freude und der Festlichkeit.

Aus geistiger Sicht wirkt die Petersilie formgebend auf das Herz.

Botanische Einordnung und Merkmale

Schema der Doppeldolde

Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört botanisch zur Ordnung der Apiales und ist eine Pflanzenart aus der Gattung Petroselinum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Typisch für diese Pflanzenfamilie ist der zusammengesetzte Blütenstand, die sogenannte Doppeldolde. Bei einer Doppeldolde gehen von der Hauptachse Seitenachsen aus, die mit kleinen Dolden, den sogenannten Döldchen, abschließen. Doldenblütler, auch „Umbelliferen“ genannt, sind überwiegend Kräuter oder Stauden.

Wilhelm Pelikan beschreibt aus goetheanistischer Anschauungsweise als besonderes Merkmal der Familie der Doldenblütler den Gestaltungsreichtum der Blätter. Gekerbte, gezähnte oder zerteilte Blätter entwickeln die schatten- und feuchtigkeitsliebende Waldkräuter, wie z. B. der Wald-Sanikel oder die Sterndolde (Astrantia). Doppelt und dreifach gliedern sich die Blätter der Wiesenpflanzen dieser Familie auf, z. B. beim Wiesen-Kerbel, beim Gefleckten Schierling und bei der Petersilie. Beim Fenchel und Dill wiederum zeigt sich das Blätterwerk luftig aufgliedert und faden-fein.[1]

Die Vertreter dieser Familie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, die vor allem in den Früchten vorkommen. In allen Pflanzenteilen finden sich schizogene Sekretgänge, die ätherisches Öl und auch Gummiharze speichern.[2]

Viele Arten der Doldenblütler werden als Gewürz- und Arzneipflanzen verwendet.[3]

Beschreibung und Lebenszyklus

Vegetatives Wachstum

Keimblätter der krausen Petersilie

Die Petersilie ist zweijährig oder mehrjährig und wächst vor allem in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten. Nach dem Keimen bildet die Pflanze im ersten Jahr je nach Sortenwahl Blattrosetten mit glatten oder krausen Blättern, welche doppelt- bis dreifach-fiederteilig und im Umriss dreieckig gestaltet sind. Es zeigen sich wechselnde Paare großer und kleiner grüner Blättchen. Die Blattscheiden umhüllen schützend die Sprossachse.[4]

Eine Behaarung ist weder bei den Blättern noch bei den kahlen und aufrechten Stängeln entwickelt. [5] Die Petersilie bildet je nach Exemplar meist mehrere Stängel, die stielrund bis leicht gerillt sowie häufig röhrig sind. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, die oberen Stängelblätter umgeben mit breiten, weißen Blattscheiden.

Die Blätter der glatten Petersilie

Die beste Zeit für die Aussaat der Petersilie im Freiland ist der Mai, in Vorkultur, z. B. in Blumentöpfen auf der Fensterbank, kann sie kann zwischen März und April erfolgen.[5] Die Samen müssen mit Erde bedeckt sein, da die Petersilie zu den Dunkelkeimern gehört.[6]

Bis sich das erste Keimblatt entwickelt, können nach der Aussaat bis zu vier Wochen vergehen.

Die Petersilie benötigt für ihr Wachstum einen nährstoffreichen, feuchten, aber wasser­durchlässigen Boden. Die Aussaat sollte nicht an Vorjahresstandorten und an Standorten anderer Doldengewächse, wie Möhre, Sellerie oder Dill erfolgen. Als gute Vorkulturen eignen sich Porree oder Zwiebeln.[7]

Im Freiland ist die Erntezeit der Petersilie je nach Lage von Juni bis November. Wird die Pflanze im Glashaus gezogen, ist sie ganzjährig verfügbar. Die Wurzelpetersilie wird ab Oktober/November geerntet.[8]

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Pelikan: Heilpflanzenkunde. Band 1. 4. Auflage. Philosophisch-anthroposophischer Verlag, Dornach 1980, ISBN 3-7235-0084-6, S. 64.
  2. Sekretbehälter. In: spektrum.de. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  3. Focko Weberling, Hans Otto Schwantes: Pflanzensystematik. 7. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8252-0062-0, S. 175.
  4. Ernst F. Welle: Kleines Repetitorium der Botanik. 15. Auflage. Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2011, ISBN 978-3-582-04159-3, S. 28, 36 und 108.
  5. 5,0 5,1 Petersilie. In: Kräuterbuch. Abgerufen am 8. Oktober 2025.
  6. Ist die Petersilie einer der Lichtkeimer? In: Pflanzenschule. Abgerufen am 8. Oktober 2025.
  7. Petroselinum crispum (Mill.) Nym. ex A.W.Hill. In: biozac.de. Abgerufen am 8. Oktober 2025.
  8. Glatte Petersilie. In: obst-gemuese.at. Abgerufen am 8. Oktober 2025.
Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel Petersilie aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht dort unter der Lizenz Creative-Commons Namensnennung-ShareAlike 4.0 International. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren einsehbar.


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