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Die Sinnesorgane dienen dem Wahrnehmen und der Orientierung in der Außenwelt und entwickeln sich sowohl pränatal als auch in den ersten Lebensjahren: | Die Sinnesorgane dienen dem Wahrnehmen und der Orientierung in der Außenwelt und entwickeln sich sowohl pränatal als auch in den ersten Lebensjahren: | ||
:„Auch wenn gesunde Kinder bereits mit einem voll entwickelten Sinnessystem auf die Welt kommen: Seine Funktionsfähigkeit wird erst durch die ständige Inanspruchnahme verbessert. Die Verbindung mehrerer Sinneserfahrungen zu einem umfassenden Eindruck kommt durch tägliches Üben zustande.“<ref>[https://www.herder.de/kk/fachwissen/sinnliche-wahrnehmung/ ''Sinnliche Wahrnehmung U3.''] In: Kleinstkinder in Kita und Tagespflege.'' Abgerufen am 11. November 2025.</ref> | :„Auch wenn gesunde Kinder bereits mit einem voll entwickelten Sinnessystem auf die Welt kommen: Seine Funktionsfähigkeit wird erst durch die ständige Inanspruchnahme verbessert. Die Verbindung mehrerer Sinneserfahrungen zu einem umfassenden Eindruck kommt durch tägliches Üben zustande.“<ref>[https://www.herder.de/kk/fachwissen/sinnliche-wahrnehmung/ ''Sinnliche Wahrnehmung U3.''] In: Kleinstkinder in Kita und Tagespflege.'' Abgerufen am 11. November 2025.</ref> | ||
Version vom 14. November 2025, 18:20 Uhr
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- Pratyahara
Pratyahara ist die 5. Stufe oder Glied der insgesamt acht Stufen des Ashtanga Yoga oder Raja Yoga (achtgliedriges Yoga), wie dies von Patanjali in einem der ältesten überlieferten Werke über Yoga, dem Yoga-Sutra beschrieben wurde. Es folgt auf das Pranayama (4. Stufe, die Beherrschung des Atems) und führt zum Dharana (6. Stufe, Konzentration) und Dhyana (7. Stufe, Meditation). Es geht um die Disziplinierung der Sinne (Indriya, „Fühler“), wie Geschmack, Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und des Geistes durch ein Sich-nach-innen-Richten.[1]
Durch diese Internalisierung des Bewusstseins sollen Sinneseindrücke allgemein bewusster und kontrollierbarer werden. Durch regelmäßiges Üben wird so die Durchführung weiterer Stufen erleichtert. Es handelt sich aber nicht um eine Beschränkung der Sinne, im Gegenteil soll der Geist zur Wahrnehmung von Feinheiten geschult werden, die den Sinnen sonst verborgen blieben.
Auf fortgeschrittenem Niveau wird auch gelehrt, wie die Aktivität der unwillkürlichen Muskulatur beeinflusst werden kann. Diese Techniken gehen fließend in das Pranayama über. Eine andere Technik des Pratyahara ist die Konzentration auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, das Ajna-Chakra (drittes Auge). Aus geistiger Sicht hat das Üben von Pratyahara nicht nur Auswirkungen auf das Bewusstsein des Übenden, sondern wirkt gleichzeitig befreiend auf das Betrachtungsobjekt, sodass sich dieses immer mehr in seiner wahren Gestalt offenbaren kann. (…)
Definition und Herkunft von Pratyahara
Pratyahara (Sanskrit: प्रत्याहार pratyāhāra m.) Zurückziehung (der Truppen aus der Schlacht), Rückzug; Auflösung, Vernichtung (des Geschaffenen); Zurückziehen der Sinne (Indriya) von ihren Objekten (Vishaya), fünftes Glied des Ashtanga Yoga (Raja Yoga) Systems; das "Zurückhalten des Mondnektars" (im Goraksha Shataka).
Pratyahara ist ein Begriff aus dem klassischen Raja Yoga und bezeichnet den Rückzug der Sinne. Im Yoga Sutra von Patanjali, einem der ältesten Texte des Yoga, wird Pratyahara als fünfter Schritt auf dem achtgliedrigen Pfad beschrieben. Es geht darum, die Aufmerksamkeit von den äußeren Sinneseindrücken abzuziehen und bewusst nach innen zu lenken.
Raja Yoga, der „königliche Yogaweg“, umfasst acht Stufen, die dich Schritt für Schritt zur Meisterschaft über den Geist führen. Neben ethischen Grundlagen (Yamas und Niyamas), körperlichen Übungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayama) gehört Pratyahara zu den entscheidenden Schritten, um in die Meditation einzutauchen.
Patanjali schreibt:
- „Wenn die Sinne nicht in Kontakt mit den Objekten treten, und gleichsam in die Natur des Geistes eingehen, dann entsteht Pratyahara – Zurückziehen der Sinne. So entsteht die höchste Meisterschaft über die Sinne.“
Die Entwicklung der Sinnesorgane
Die Sinnesorgane dienen dem Wahrnehmen und der Orientierung in der Außenwelt und entwickeln sich sowohl pränatal als auch in den ersten Lebensjahren:
- „Auch wenn gesunde Kinder bereits mit einem voll entwickelten Sinnessystem auf die Welt kommen: Seine Funktionsfähigkeit wird erst durch die ständige Inanspruchnahme verbessert. Die Verbindung mehrerer Sinneserfahrungen zu einem umfassenden Eindruck kommt durch tägliches Üben zustande.“[1]
- ↑ Sinnliche Wahrnehmung U3. In: Kleinstkinder in Kita und Tagespflege. Abgerufen am 11. November 2025.
