Hafer: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 26: | Zeile 26: | ||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
[[Datei:Haver_Avena_sativa_ligula2.jpg|200px|mini|right|Ligula - Blatthäutchen am Übergang von Blattspreite zur Blattscheide]] | |||
[[Datei:Avena sativa II.jpg|200px|mini|right|Rispe des Hafer]] | |||
=== Vegetative Merkmale === | === Vegetative Merkmale === | ||
Saat-Hafer ist eine einjährige [[w:krautige Pflanze|krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Meter erreicht. Die Halme sind aufrecht oder gekniet-aufsteigend, glatt und kahl und haben 4 bis 8 Knoten. Die Ligula ist eine 3 bis 5 Millimeter langer häutiger Saum. Die Blattspreiten sind 5 bis 15 (bis 20) Millimeter breit und werden bis 45 Zentimeter lang.<ref>Hans Joachim Conert:''Familie Poaceae.'' In: Gustav Hegi: '' Illustrierte Flora von Mitteleuropa.'' 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.</ref> | Saat-Hafer ist eine einjährige [[w:krautige Pflanze|krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Meter erreicht. Die Halme sind aufrecht oder gekniet-aufsteigend, glatt und kahl und haben 4 bis 8 Knoten. Die Ligula ist eine 3 bis 5 Millimeter langer häutiger Saum. Die Blattspreiten sind 5 bis 15 (bis 20) Millimeter breit und werden bis 45 Zentimeter lang.<ref>Hans Joachim Conert:''Familie Poaceae.'' In: Gustav Hegi: '' Illustrierte Flora von Mitteleuropa.'' 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.</ref> | ||
=== Generative Merkmale === | === Generative Merkmale === | ||
Dieses [[w:Rispengras|Rispengras]] hat einen 15 bis 30 Zentimeter langen, allseitswendigen [[w:Rispe|rispigen]] [[w:Blütenstand|Blütenstand]], der zum Teil wiederum verzweigte Rispen trägt, die sich sanft nach unten neigen. Am oberen Ende tragen die Rispen [[w:Ähre|Ährchen]] mit zwei bis drei Blüten, von denen meist nur zwei fruchtbar sind. Die Ährchenachse zerfällt bei der Reife nicht. Die Ährchen sind anfangs aufrecht, später überhängend. Die Hüllspelzen sind bei einer Länge von 20 bis 30 Millimetern untereinander fast gleich, sieben- bis neunnervig, lanzettlich, dünnhäutig mit breiten, weißlich durchsichtigen Rändern. Die Deckspelzen sind siebennervig, 12 bis 24 Millimeter lang, am oberen Ende eingekerbt mit zwei kurzen, spitzen Seitenlappen und auf dem Rücken in der Mitte begrannt oder unbegrannt. Die Vorspelzen sind 10 bis 20 Millimeter lang und auf den Kielen kurz und dicht bewimpert. Die [[w:Staubblätter|Staubblätter]] sind 2,5 bis 4 Millimeter lang.<ref>Hans Joachim Conert:''Familie Poaceae.'' In: Gustav Hegi: '' Illustrierte Flora von Mitteleuropa.'' 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.</ref> Die spindelförmigen Körner sind bei der Reife mit der kurzbegrannten [[w:Deckspelze|Deckspelze]] und der [[w:Vorspelze|Vorspelze]] fest verwachsen. Die [[w:Spelze|Spelze]]n umgeben das eigentliche Korn. | Dieses [[w:Rispengras|Rispengras]] hat einen 15 bis 30 Zentimeter langen, allseitswendigen [[w:Rispe|rispigen]] [[w:Blütenstand|Blütenstand]], der zum Teil wiederum verzweigte Rispen trägt, die sich sanft nach unten neigen. Am oberen Ende tragen die Rispen [[w:Ähre|Ährchen]] mit zwei bis drei Blüten, von denen meist nur zwei fruchtbar sind. Die Ährchenachse zerfällt bei der Reife nicht. Die Ährchen sind anfangs aufrecht, später überhängend. Die Hüllspelzen sind bei einer Länge von 20 bis 30 Millimetern untereinander fast gleich, sieben- bis neunnervig, lanzettlich, dünnhäutig mit breiten, weißlich durchsichtigen Rändern. Die Deckspelzen sind siebennervig, 12 bis 24 Millimeter lang, am oberen Ende eingekerbt mit zwei kurzen, spitzen Seitenlappen und auf dem Rücken in der Mitte begrannt oder unbegrannt. Die Vorspelzen sind 10 bis 20 Millimeter lang und auf den Kielen kurz und dicht bewimpert. Die [[w:Staubblätter|Staubblätter]] sind 2,5 bis 4 Millimeter lang.<ref>Hans Joachim Conert:''Familie Poaceae.'' In: Gustav Hegi: '' Illustrierte Flora von Mitteleuropa.'' 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.</ref> Die spindelförmigen Körner sind bei der Reife mit der kurzbegrannten [[w:Deckspelze|Deckspelze]] und der [[w:Vorspelze|Vorspelze]] fest verwachsen. Die [[w:Spelze|Spelze]]n umgeben das eigentliche Korn. | ||
Version vom 13. Dezember 2025, 23:28 Uhr
Echter Hafer oder Saat-Hafer (Avena sativa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hafer (Avena) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Er zählt zu den sieben echten Getreiden. Es werden Spelzhafer (Avena sattiva) und Nackthafer (Avena nudisattiva)[1] unterschieden.
Hafer wird ernährungsphysiologisch als eine der gesündesten Getreidearten bezeichnet und wurde 2017 wegen seiner heilsamen Eigenschaften zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.[2] Er wird auch als Phytopharmakon bezeichnet
Die in vergangenen Zeiten teils sehr hohen Anbau- und Erntemengen von Hafer spiegeln jedoch nicht den realen Verbrauch für die menschliche Ernährung wider, denn Hafer wurde größtenteils als kräftiges Futter für Rinder, Geflügel und vor allem für Pferde (als Arbeits- und Zugtiere) verwendet. Erst in neuerer Zeit findet er wieder mehr Beachtung in seinem Wert für die menschliche Ernährung.
Neben seinen aufbauenden körperlichen Wirkungen wird er auch im Hinblick auf seine seelisch aktivierende Kraft beschrieben. Aus geistiger Sicht werden ihm Qualitäten wie Liebe, schöpferische Kraft, innere Wärme zugeordnet.
Geschichte
Es wird angenommen, dass Hafer zunächst mehr als Begleitgras auf Weizen- und Gerstenfeldern wuchs, da immer nur kleine Mengen von Haferkörnern in Funden aus dem Altertum enthalten waren. Die ersten Nachweise für die Nutzung von Hafer finden sich vor etwa 7000 Jahren (5000 v. Chr.) und zwar in Polen sowie in den heutigen Ländern Rumänien, Moldawien und Ungarn.
Die ersten Belege für eine Nutzung in Mitteleuropa finden sich um 2200 v. Chr.. Der früheste Nachweis für Haferanbau stammt aus den Pfahlbausiedlungen der Bronzezeit (ca. 2200 - 800 v. Chr. ) in der Schweiz.[3][4] Im Historischen Lexikon der Schweiz schreibt Stefanie Jacomet:
- "Hafer beginnt in Europa – auch in der Schweiz – ab der Bronzezeit regelmässig aufzutreten. Zumeist handelt es sich dabei um Wildhafer. Eindeutige Funde von Kulturhafer gibt es erst seit der Eisenzeit [Anm.: etwa um 800 v. Chr.]. In der Römerzeit [Anm.: 200 v. Chr. - 480 n. Chr.[5]] sind dann auch aus der Schweiz Vorratsfunde bekannt. Insbesondere für das hohe und späte Mittelalter [Anm.: 1050 – 1500 n. Chr.] ist Hafer zum Teil in grossen Mengen nachweisbar. Er war das im schweizerischen Mittelland und in der Nordwestschweiz vorherrschende Sommergetreide im Rotationssystem der Dreizelgenwirtschaft."[6]
Auch die Germanen [Anm.: ca. 100 v. Chr. - 500 n. Chr.[7]] schätzten den Hafer. Dies spiegelt sich auch in dem Ausdruck "Haferfresser", den die Römer für die Germanen verächtlich gebrauchten.
Bis ins Mittelalter [Anm.: 600 n. Chr.] war der Haferanbau auf das Gebiet nördlich des Mains beschränkt. Ab dem Hochmittelalter [Anm.: 1050 n. Chr.] ist Hafer in Mittelgebirgslagen eine bedeutende Feldfrucht, die erst durch die Einführung der Kartoffel [Anm.: 18. Jhr.] ihre Stellung verlor. Die Bedeutung des Hafers wird auch darin deutlich, dass er in deutschen Familiennamen vorkommt, z. B. Haferkamp (= Hafer-Feld). Ab dem Mittelalter findet man die Nutzung von Hafer auch im Süden Europas.[8]
Bis in die Neuzeit [Anm.: ab 1500 n. Chr.] wurde Hafer in klimatisch wenig günstigen Gegenden Deutschlands häufig angebaut, da er bei ungünstigen Witterungsbedingungen (Staunässe, Trockenheit, mangelnde Bodenqualität) und schlechter Nährstoffversorgung stabilere Erträge liefert als zum Beispiel Sommergerste. Noch 1939 rangierte Hafer in der weltweiten Bedeutung nach Weizen und Mais an dritter Stelle der Getreidearten. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Anbau zurückgegangen, zum Teil wegen der Motorisierung, die Zugpferde (als Haferkonsumenten) mehr und mehr überflüssig machte und damit die Nachfrage senkte.
- "Hafer war der Treibstoff vor der Motorisierung. Als Futter für Transport- und Militärpferde war er unerlässlich."[9]
In Deutschland war Hafer noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Roggen die wichtigste Getreideart. Heute ist der Haferanbau sowohl in Deutschland[10] als auch weltweit[11] gegenüber den anderen Getreidearten von untergeordneter Bedeutung und die Erntemengen sind tendenziell fallend.
Beschreibung


Vegetative Merkmale
Saat-Hafer ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Meter erreicht. Die Halme sind aufrecht oder gekniet-aufsteigend, glatt und kahl und haben 4 bis 8 Knoten. Die Ligula ist eine 3 bis 5 Millimeter langer häutiger Saum. Die Blattspreiten sind 5 bis 15 (bis 20) Millimeter breit und werden bis 45 Zentimeter lang.[12]
Generative Merkmale
Dieses Rispengras hat einen 15 bis 30 Zentimeter langen, allseitswendigen rispigen Blütenstand, der zum Teil wiederum verzweigte Rispen trägt, die sich sanft nach unten neigen. Am oberen Ende tragen die Rispen Ährchen mit zwei bis drei Blüten, von denen meist nur zwei fruchtbar sind. Die Ährchenachse zerfällt bei der Reife nicht. Die Ährchen sind anfangs aufrecht, später überhängend. Die Hüllspelzen sind bei einer Länge von 20 bis 30 Millimetern untereinander fast gleich, sieben- bis neunnervig, lanzettlich, dünnhäutig mit breiten, weißlich durchsichtigen Rändern. Die Deckspelzen sind siebennervig, 12 bis 24 Millimeter lang, am oberen Ende eingekerbt mit zwei kurzen, spitzen Seitenlappen und auf dem Rücken in der Mitte begrannt oder unbegrannt. Die Vorspelzen sind 10 bis 20 Millimeter lang und auf den Kielen kurz und dicht bewimpert. Die Staubblätter sind 2,5 bis 4 Millimeter lang.[13] Die spindelförmigen Körner sind bei der Reife mit der kurzbegrannten Deckspelze und der Vorspelze fest verwachsen. Die Spelzen umgeben das eigentliche Korn.
Einer 2023 veröffentlichten Studie zufolge ergab sich nach DNA-Sequenzierung folgendes Ergebnis: Die Entwicklungslinien von Nackt-Hafer und Saat-Hafer (Avena sativa) haben sich vor ca. 51.000 Jahren getrennt. Beide Arten wurden offenbar unabhängig voneinander domestiziert.[14]
Eigenschaften und gesundheitliche Bedeutung
Saat-Hafer gilt als die hochwertigste Getreideart, die in Mitteleuropa angebaut wird.[15] Er wird auch als Phytopharmakon bezeichnet.
- "Bei Phytopharmaka handelt es sich um Wirkstoffe rein pflanzlicher Herkunft, die seit Menschengedenken zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Wie alle Phytopharmaka ist auch der Hafer ein Vielstoffgemisch, [...] Es unterscheidet sich von anderen Getreiden insbesondere durch seine hohe Konzentration spezifischer funktioneller Bestandteile [...]"[16]
Aufgrund der vielfältigen Anwendungen und Wirkungen wurde der Saat-Hafer von einer Arbeitsgruppe der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gewählt.[17]
Hervorzuheben sind folgende Inhaltsstoffe mit ihren entsprechenden Wirkungen auf den menschlichen Organismus:
Besondere Qualität der Kohlenhydrate
Zu den Kohlenhydraten in einer Pflanze zählen Stärke, süße Stoffe, die Ballaststoffe und sogar verholzte Teile. Obwohl die Ballaststoffe im Dünndarm weder aufgenommen noch verdaut werden können, sind sie dennoch bedeutungsvoll für die Gesundheit.
100 g Hafer enthalten etwa 10 g Ballaststoffe (zum Vergleich: Weizen und Roggen enthalten ca. 13,2 g). Jedoch sind beim Hafer etwa die Hälfte (ca. 4,5 g) sogenannte Beta-Glucane, welche eine besondere gesundheitlich Wirkung entfalten (Gerste enthält sogar ca. 4,8 g Beta-Glucane, Roggen 2,3 g und Weizen nur 0,8 g).[18] Diese Ballaststoffe kommen im Haferkorn überwiegend in der äußeren Schicht des Mehlkörpers, der Subaleuronschicht, vor.
Entzündungshemmend für Darm, prebiotisch – besseres Gleichgewicht die Darmflora
Wie alle Ballaststoffe können auch die Beta-Glucane nicht direkt von uns im Darm verdaut werden, jedoch sind sie im Gegensatz zu den übrigen Ballaststoffen wasserlöslich und können so von den Bakterien im Dickdarm (Mikrobiota/Darmflora) verdaut, d. h. von diesen zu kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat, Acetat und Propionat fermentiert werden. Diese Stoffe bewirken eine Senkung des pH-Wertes, das Darmmilieu wird also sauerer und so verhindern sie insbesondere die Fehlbesiedlung des Dickdarms durch krankmachende Keime (da diese in der leicht sauren Umgebung absterben).[19] Zudem gedeihen die diese Stoffe bildenden Darmbakterien am besten in dem von ihnen selbst geschaffenen leicht sauren Milieu. Auch andere milchsäure bildende Darmbakterien benötigen das saure Milieu sowie die Beta-Glucane als "Futter".
Kurzkettige Fettsäuren sind darüber hinaus wichtige Regulatoren für einen gesunden Stoffwechsel. Butyrat dient als wichtigster Nährstoff für die Darmschleimhautzellen und wirkt entzündungshemmend.[20][21]
Regulierung des Blutzuckerspiegels – Bedeutung bei Diabetes
Beta-Glucane aus Getreide machen bei einer ausreichend hohen Konzentration in der Nahrung den Speisebrei im Magen-Darm-Trakt zähflüssiger.[22] Sie verzögern so den Abbau der Nährstoffe, insbesondere den Aufschluss von Kohlenhydraten zu Zucker und die Resorption ins Blut. Der Verzehr von Hafer- und Gerstenprodukten mit einem hohen Beta-Glucan-Gehalt führt so zu einem geringeren und zeitverzögerten Anstieg des Blutzuckerspiegels nach den Mahlzeiten und in der Folge zu einer verringerten Insulinausschüttung. Das gilt für Diabetiker und Nicht-Diabetiker gleichermaßen.[23] Ein solcher Effekt auf Blutzucker und Insulinspiegel ist für Beta-Glucane aus Hafer und aus Gerste nachgewiesen; ob dies auch für Fertigprodukte mit unter Hochdruck gegartem Hafer gilt, ist nicht nachgewiesen.[24]
Laut dem anthroposophischen Arzt Dr. Udo Renzenbrink gibt es im Hafer noch eine weitere Art von Kohlenhydraten, die für den Diabetiker von Bedeutung ist, da sie sich vom "Fruchtzucker ableiten" und daher ohne Beteiligung von Insulin verwertet werden können.[25]
- "Hafer-Tage" (nach Carl von Noorden) in der Diabetestherapie: Mediziner, Diabetologen und Diabetesberater wenden zum Teil die sogenannten Hafertage an. Dabei handelt es sich um eine spezielle haferbetonte Kost, die über zwei bis maximal drei Tage eingenommen wird. Sie stellt eine besondere und sehr intensive Form der diätetischen Intervention in der Behandlung der Insulinresistenz bei Diabetes mellitus Typ 2 dar. Ziel ist es, mit einer einfachen Methode Blutzuckerwerte zu verbessern, die Insulinresistenz zu verringern und somit die Insulinsensitivität zu erhöhen. Dadurch wird weniger Insulin für die Verarbeitung der Glucose benötigt. Wissenschaftliche Studien und Erfahrungen aus der Praxis bestätigen die Reduzierung der Insulinzufuhr nach dieser Anwendung.[26][27]
Absenkung des Cholesterinspiegels im Blut
Zudem verringern Beta-Glucane aus Hafer[28] und Gerste[29] den Cholesteringehalt im Blut. Sie binden nämlich Gallensäure und Cholesterin im Darm.
- “Die gebundenen Substanzen werden zusammen mit den unverdaulichen Ballaststoffen ausgeschieden, wodurch die Rückresorption der Gallensäuren aus dem unteren Darmabschnitt (Ileum) reduziert wird. Dadurch wird die Leber angeregt, aus dem im Blut befindlichen Cholesterin neue Gallensäuren zu synthetisieren. In der Folge verbleibt insgesamt weniger Cholesterin im Blut und der Gesamt- sowie der LDL-Cholesterinspiegel sinken. HDL-Cholesterinwerte und Triglyceride bleiben indes unverändert.“[30]
Die EU-Verordnung zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben sieht vor, dass verzehrsfertige Lebensmittel, die mindestens ein Gramm Hafer-Beta-Glucan pro Verzehrportion enthalten, mit dem cholesterinsenkenden Effekt ausgelobt werden dürfen. Dazu müssen sie den Hinweis tragen, dass insgesamt drei Gramm Hafer-Beta-Glucan pro Tag erforderlich sind. Mit einer Portion von 40 - 50 g Haferflocken sind 3 Gramm Beta-Glucane erreicht.[31][32]
Günstige Wirkung bei Entzündungen in Magen und Darm
Die Beta-Glucane sind, wie oben beschrieben, verantwortlich für die Schleimbildung (zähflüssige Konsistenz) bei gekochtem Hafer und Gerste. Dieser Schleim kleidet die gereizte bzw. entzündete Magen- oder Darmschleimhaut gelartig aus und wirkt beruhigend und schützend, weil die Magensäure oder andere reizende Substanzen die Schleimhaut nicht mehr so leicht erreichen.[33] Die stark quellfähigen Beta-Glucane können zudem überschüssige Magensäure binden wodurch die Reizungen im Magen zusätzlich reduziert werden.[34]
Gute Sättigung
Da die Beta-Glucane große Wassermengen binden können, erhöhen sie das Volumen der aufgenommenen Nahrung. Die Magenentleerung verzögert sich und es tritt schneller eine Sättigung ein.
Sehr hochwertiges Eiweiß
Das Hafereiweiß wird als besonders ausgewogen bezeichnet. Hafer enthält alle acht essenziellen Aminosäuren (lebensnotwendig, da unser Körper sie nicht selbst herstellen kann). Auch andere Getreide enthalten alle acht essenziellen Aminosäuren, jedoch sind sie beim Hafer besonders vollständig. Der Verzehr von 100 g Hafer deckt den Tagesbedarf von sechs essentiellen Aminosäuren. (Im Vergleich dazu decken 100 g Weizen oder Mais den Tagesbedarf von jeweils nur einer essentiellen Aminosäure.) Nur die beiden Amminosäuren Lysin und Methionin, bleiben beim Hafer etwas unter dem Tagesbedarf und dennoch weist er den höchsten Lysingehalt aller Getreide auf.
Die Angaben in der Tabelle beziehen sich auf 100 g essbaren Mehlanteil.[35]
Zusätzlich sind diese Prolamine in den Getreidearten strukturell unterschiedlich, d. h. sie haben etwas verschiedene Proteinsequenzen. Beim Hafer heißt dieses Prolamin Avenin (beim Weizen Gliadin, beim Roggen Secalin und bei Gerste Hordein). Wegen der unterschiedlichen Proteinstruktur löst das Avenin im Hafer grundsätzlich weniger immunologische Reaktionen als das Gliadin im Weizen aus. Zöliakie und AllergienFür viele Allergiker und Betroffene von Zöliakie sowie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom, Kurzdarmsyndrom) ist nur Gliadin, nicht aber zugleich auch jedes andere Gluten unverträglich. Die in dieser Weise Betroffenen müssen deshalb zwar die klassischen Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Triticale, und ihre botanischen Vorläufer) meiden, können aber Hafer und Haferprodukte je nach Empfindlichkeit gegebenenfalls vertragen. Es muss hier aber sichergestellt sein, dass der Hafer beim lebensmitteltechnologischen Behandlungsprozess nicht mit Weizen usw. kontaminiert wurde. Wie sehr eine gluten-freie Diät eine einseitige Ernährung mit Mangelerscheinungen begünstigt, darauf weist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hin. In der von ihr genannten Studie wird Hafer deshalb als bedeutende Alternative zur Verbesserung der täglichen Ernährung vorgeschlagen.
Hoher Anteil ungesättigter FettsäurenHafer ist das Getreide mit dem höchsten Fettgehalt: 100 g enthalten durchschnittlich 7 g Fett (Weizen hat ca. 2 g). Etwa 5 g des Fettes besteht aus ungesättigten Fettsäuren. Die zweifach ungesättigte Linolsäure (Omega 6) hat mit 2,4 g den größten Anteil.[38] Dr. Udo Renzenbrink weist auf die Bedeutung hin:
Ernährungsphysiologisch wertvolle Mineralstoffe und VitamineDie Angaben in der Tabelle beziehen sich auf 100 g Haferflocken.
|
- ↑ Nackthafer In: Cultivari - GetreideZüchtungsForschung. Abgerufen am 27. November 2025
- ↑ Arzneipflanze des Jahres 2017 In: IPBP - Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie - Universität Münster. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Zum Thema Hafer In: Agrargenossenschaft Wörlitz e.G.. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Kulturpflanzen in der Schweiz – Hafer In: Research Gate. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Das Römische Reich In: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Historisches Lexikon Schweiz - Hafer In: Historisches Lexikon der Schweiz HLS – Hafer. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Germanische Zeit In: Universität Münster. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Hafer In: transparenz GENTECHNIK. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Zum Thema Hafer In: Agrargenossenschaft Wörlitz e.G.. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Haferanbau und Haferernte In: Hafer Die Alleskörner - Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V., Berlin. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Ertrag von Hafer: Weltweite Entwicklung von 1961-2021 In: Proplanta - Informationszentrum für die Landwirschaft. Abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Hans Joachim Conert:Familie Poaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.
- ↑ Hans Joachim Conert:Familie Poaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.
- ↑ Jinsheng Nan, Yu Ling, Jianghong An, Ting Wang, Mingna Chai, Jun Fu, Gaochao Wang, Cai Yang, Yan Yang, Bing Han: Genome resequencing reveals independent domestication and breeding improvement of naked oat. In: GigaScience, Band 12, Nr. 2023, 1. August 2023, S. giad061; doi:10.1093/gigascience/giad061 Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Heilender Hafer - das hochwertigste Getreide Mitteleuropas In: bvaeb – Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Ernährung - Hafer und Herzgesundheit - Instrument zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen In: sportärztezeitung. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Arzneipflanze des Jahres 2017 In: IPBP - Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie - Universität Münster. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ β-Glucane – die Immunbooster In: Receptura Apotheke. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ H. Kasper: Ernährungsmedizin und Diätetik. Urban & Fischer Verlag. München/Jena 2000, Kapitel 1, S. 76–85 (2.1.).
- ↑ Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. (2013): Ballaststoffe neu betrachtet. DGEinfo. 08: 114-118.
- ↑ Ballaststoffe In: DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ H. Anttila, T. Sontag-Strohm, H. Salovaara: Viscosity of beta-glucan in oat products. In: Agricultural and Food Science. Band 13, 2004, S. 80–87.
- ↑ Andreea Zurbau, Jarvis C. Noronha, Tauseef A. Khan, John L. Sievenpiper & Thomas M. S. Wolever : „The effect of oat β-glucan on postprandial blood glucose and insulin responses: a systematic review and meta-analysis.“ In: European Journal of Clinical Nutrition, Band 75, Nummer 11, S. 1540–1554, 2021, PMID 33608654, PMC 8563417, DOI 10.1038/s41430-021-00875-9
- ↑ Beta-glucans from oats and/or barley in a ready-to-eat cereal manufactured via pressure cooking In: efsa-Journal - Europäische Behörde zur Lebensmittelsicherheit. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 118.
- ↑ A. Lammert: Clinical Benefit of a Short Term Dietary Oatmeal Intervention in Patients with Type 2 Diabetes and Severe Insulin Resistance: A Pilot Study. 2007. doi:10.1055/s-2007-984456
- ↑ Haferkur senkt Insulinbedarf In: Hamburger Abendblatt., 3. September 2010. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ [https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:296:0026:0028:DE:PDF Verordnung über die Zulassung bzw. Nichtzulassung bestimmter gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel betreffend die Verringerung eines Krankheitsrisikos] In: Amtsblatt der Europäischen Union - VERORDNUNG (EU) Nr. 1160/2011 DER KOMMISSION vom 14. November 2011. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ [https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32012R1048 Verordnung zur Zulassung einer gesundheitsbezogenen Angabe über Lebensmittel betreffend die Verringerung eines Krankheitsrisikos] In: Amtsblatt der Europäischen Union - Verordnung (EU) Nr. 1048/2012 Der Kommission vom 8. November 2012. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Beta-Glucane: Wunderwaffe der Natur? In: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention – FEP. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Verordnung vom 14. November 2011 über die Zulassung bzw. Nichtzulassung bestimmter gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel betreffend die Verringerung eines Krankheitsrisikos In: Amtsblatt der Europäischen Union. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Ernährung - Hafer und Herzgesundheit - Instrument zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen In: sportärztezeitung. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Die gesunden Getreideflocken sind mehr als nur Frühstück In: AOK – Gesundheitswelt der AOK Sachsen. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Wie lässt sich Sodbrennen kurzfristig lindern? In: DKV – Deutsche Krankenversicherung. Abgerufen am 5. Dezember.
- ↑ Haferprodukte mit modifiziertem Gehalt an β-Glucanen und resistenter Stärke und ihre Effekte auf den Gastrointestinaltrakt unter In-vitro- und In-vivo-Bedingungen In: Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades "doctor rerum naturalium" (Dr. rer. nat.) von Barbora Držíková in der Wissenschaftsdisziplin "Physiologie der Ernährung" - eingereicht an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, 30. Mai 2005. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Hafer in der glutenfreien Ernährung In: Dr. Schär Institute. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Faktenübersicht - Hafer in der glutenfreien Ernährung In: KErn - Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Nährwerttabellen für Haferflocken, Haferkleie und Haferdrink In: Hafer der Alleskörner. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Udo Renzenbrink: Die sieben Getreide. 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 118-119.
- ↑ Nährwerttabellen für Haferflocken, Haferkleie und Haferdrink In: Hafer der Alleskörner. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Referenzwerte für Vitamine und Mineralstoffe In: Verbraucherzentrale. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 120.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 120.
- ↑ Ernährung - Hafer und Herzgesundheit - Instrument zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen In: sportärztezeitung. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 121.
- ↑ Hildegard Diät – Einzelheiten In: St. Hildegard – Stiftung. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Rudolf Hauschka: Ernährungslehre. 9. Auflage 1989, Klostermann Verlag, Frankfurt am Main, ISBN 3-465-01871-0, S. 116-117.
- ↑ Rudolf Hauschka: Ernährungslehre. 9. Auflage 1989, Klostermann Verlag, Frankfurt am Main, ISBN 3-465-01871-0, S. 118.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 116.
- ↑ Hans Christian Anders In: Märchen.com. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 116.
- ↑ Udo Renzenbrink: „Die sieben Getreide“, 2. Auflage. Rudolf Geering Verlag, Dornach/Schweiz, 1983, ISBN 3-7235-0303-9, S. 121-122.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung. 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 184-185.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung. 9. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2015, ISBN 978-3-9815855-2-0, S. 60.
- ↑ Rupprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.
- ↑ Distribution In: Royal Botanic Gardens - Kew - Plants of the World online. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Hans Joachim Conert:Familie Poaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1985, ISBN 3-489-52020-3, S. 218–220.
- ↑ Hafer – der Allrounder in der modernen Ernährung In: Saaten Union - Züchtung ist Zukunft. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Hafer – der Allrounder in der modernen Ernährung In: Saaten Union - Züchtung ist Zukunft. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ hafer-bleibt-gefragt-anbauflaeche-2025-deutlich-gestiegen In: Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e. V. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Hafer: Primus unter den Körnern In: UGB – Verein für unabhängige Gesundheitsberatung. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Herstellung von Haferflocken In: Ernährung lehren und lernen. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Process for preparing an instant oat cereal In: Google Patents. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Fragen und Antworten zur Ernährung mit Frühstückscerealien, Berlin, 19. Februar 2019 In: Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e. V. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ [[https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=celex:31987R1898 Verordnung (EWG) Nr. 1898/87 des Rates vom 2. Juli 1987 über den Schutz der Bezeichnung der Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung. In: 'European Union - EUR-Lex. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Hafer In: Getreide.org. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Johannes Jühling: Die Tiere in der deutschen Volksmedizin alter und neuer Zeit nach den in der kgl. öffentlichen Bibliothek zu Dresden vorhandenen gedruckten und ungedruckten Quellen. Mit einem Anhange von Segen und einem Geleitworte von M. Höfler. Polytechnische Buchhandlung R. Schulze, Mittweida 1900, S. 128 und 131 f.
- ↑ 68,0 68,1 Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen Franckh-Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09387-5.
- ↑ R. Sur, A. Nigam, D. Grote, F. Liebel, M. D. Southall: Avenanthramides, polyphenols from oats, exhibit anti-inflammatory and anti-itch activity. In: Archives of dermatological research Band 300, Nummer 10, November 2008, Vorlage:ISSN, S. 569–574, doi:10.1007/s00403-008-0858-x, PMID 18461339.
- ↑ 70,0 70,1 Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 53, online.
- ↑ Duden.
- ↑ Vgl. auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 160 („Avena – habbern […] Egilops […] – haver“: Avena sativa L.)

