Weizen

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Weizenfeld

Als Weizen wird eine Reihe von Pflanzenarten der Süßgräser (Poaceae) der Gattung Triticum bezeichnet. Der heute angebaute Weizen hat sich aus mehrfachen Kreuzungen verschiedener Getreide- und Wildgrasarten (Einkorn und Emmer) entwickelt. Das Wildeinkorn gilt als das erste, schon vor etwa 10.000 Jahren verwendete Getreide.[1]

Der Begriff Weizen existiert etwa seit dem 8. Jh. n. Chr.[2] und leitet sich etymologisch vom „weißen“ (hellen) Mehl und der hellen Farbe der Weizenfrucht ab. Der Gattungsname Triticum (Mahlfrucht, Dreschgetreide) kommt vom lateinischen Partizip tritum „gerieben, gedroschen“.[3]

Weizen hat sich über die gesamte Welt ausgebreitet und ist heute das für die menschliche Ernährung am meisten angebaute Getreide.

In vielen Religionen und Mythologien nimmt der Weizen eine zentrale Stellung ein, da er für Fruchtbarkeit, Leben, Tod und Wiedergeburt steht. In der ayurvedischen Ernährung gehört er zu jeder Mahlzeit. In den letzten Jahren ist ein Anstieg von Unverträglichkeiten gegenüber dem Weizen zu beobachten, welche auch Thema aktueller Studien ist. Aus ganzheitlich-metaphysischer Sichtweise wird er als das Getreide der Mitte, der Harmonie bezeichnet, mit der Kraft des Gebens benannt und in der kosmischen Entsprechung der Sonne zugeordnet.

Allgemeine Bedeutung

Körner des Weichweizens

Weizen nimmt weltweit die größte Anbaufläche ein und der Welthandel mit Weizen übertrifft die Handelsmenge aller anderen Feldfrüchte zusammengenommen. Nach dem Mais und vor dem Reis erreicht Weizen die größte Erntemenge und ist in unterschiedlicher Ausprägung in allen Kulturkreisen bekannt.[4]

Es werden vor allem zwei Arten angebaut: Weichweizen und Hartweizen. Weichweizen (Brotweizen) macht über 90 % der weltweiten Erntemenge aus.[5] Weichweizen ist meist ein Kolbenweizen.[6] Der Begriff bezieht sich auf das Erscheinungsbild der Ähre, die sich von Gerste und Roggen daran unterschieden lässt, dass die kräftigen Körner keine Grannen (Nacktweizen) besitzen. Die Ähren des eher in trockenem Klima angebauten Hartweizens tragen hingegen häufig Grannen (Grannenweizen, Bartweizen). Hartweizen macht weltweit bis zu 10 % der Erntemenge aus. Die eher gelblichen Körner haben einen hohen Proteingehalt (Gluten/Kleber) und werden etwa zur Herstellung von Pasta/Nudeln genutzt.[6]

Genetisch werden Weizenarten in diploide (Einkorn), tetraploide (Rauweizen) und hexaploide (Weichweizen) Formengruppen eingeteilt.[6] Ursprünglich gab es eine große Farben- und Formenvielfalt.

Domestizierung, Züchtung und Ausbreitung des Anbaus

Geschichte

Einkorn mit seinen schmalen Ähren
Die kräftigen Ähren des Emmer
Weizen mit Grannen

Der heutige Saatweizen ging aus der Kreuzung mehrerer Getreide- und Wildgrasarten hervor. Die ersten angebauten Weizenarten waren Wildes Einkorn (Triticum boeoticum)[7] – später die domestizierte Form Einkorn (Triticum monococcum) und Wilder Emmer (Triticum dicoccoides) – später der domestizierte Emmer (Triticum dicoccum). Ihr Herkunftsgebiet ist der Vordere Orient (Fruchtbarer Halbmond).

Man findet auch heute noch Wildformen des Einkorns, so dass die Domestizierung mittels menschlicher Auslese klar erscheint. Aus dem Einkorn entwickelte sich durch Bildung eines Additionsbastards mit einem anderen Wildgras (evtl. Aegilops speltoides) in vorgeschichtlicher Zeit der tetraploide Emmer (Triticum dicoccum), aus dem später durch Zucht Arten wie Hartweizen und Kamut entstanden.

Die ältesten Weich- bzw. Nacktweizenfunde stammen aus der Zeit zwischen 7800 und 5200 v. Chr. aus dem Gebiet des heutigen Iran.[6] Damit ist Weizen nach der Gerste die zweitälteste Getreideart. Mit seiner Ausbreitung nach Nordafrika und Europa gewann der Weizen grundlegende Bedeutung.

In der Kulturgeschichte Mitteleuropas gilt die Zeit vor etwa 6000 Jahren als Epoche, in der die Menschen sesshaft wurden. Es beginnt nun die systematische Landnutzung d. h. Ackerbau und Viehzucht lösen das Jäger- und Sammlertum ab. Einkorn und Emmer, also die beiden Vorgänger-Getreidearten des Weizens, waren die wichtigsten Getreidearten zur Mehlgewinnung. Sie bildeten die Grundlage für die menschliche Ernährung in dem Moment in dem der Mensch vom Sammeln zum gezielten Kultivieren von Ackerland übergeht. Um 1000 v. Chr. setzte dann der Rückgang des Anbaus der Urgetreidearten ein, da sich ertragreichere Getreidesorten, wie Gerste und Dinkel und später dann der Weizen durchsetzten.[8]

Jeder Legionär im Römischen Reich (4. Jh. v. Chr. – 284 n. Chr.) erhielt ca. 1 kg Weizen pro Tag für seine Verpflegung und zusätzlich noch etwas Fett und Salz. Einen Teil erhielt er als ganze Körner und konnte sich daraus seine Hauptmahlzeit, einen Schrotmehlbrei, den sogenannten "puls" kochen. Den anderen Teil erhielt er in Form von Brot und Zwieback.“[9]

Ab dem 6. Jh. (beginnendes Mittelalter) reduzierte sich der Anbau von Emmer und Einkorn, es verblieben nur wenige Grenzertragsstandorte.[8]

Durch das Weißbrot, das ab dem 11. Jahrhundert richtig in Mode kam, etablierte sich der Weizen immer mehr. Weißbrot reicht jedoch bis in das antike Ägypten (etwa 2100–1700 v. Chr.) zurück. Dort erhielten Beamte als Teil ihres Lohns täglich zwei Laibe Weißbrot.

Da der Weizen bei weniger Arbeitsaufwand größere Ernteerträge lieferte, konnte er sich schließlich im 18. Jahrhundert endgültig in der Landwirtschaft ausbreiten.[10]

Der heute vorwiegend angebaute Weichweizen (Triticum aestivum) ist eine jüngere Züchtung und genetisch relativ weit von dem in historischen Quellen genannten „Weizen“ entfernt. Der Weizen Roms war Emmer (far). Der moderne Weizen entstand durch die Aufnahme des gesamten Gensatzes des Wildgrases Aegilops tauschii Coss. in den Emmer.

Forschung

Studie zur Entschlüsselung des Brotweizengenoms

Eine Studie zur Entschlüsselung des Brotweizengenoms kommt zu dem Ergebnis, dass es aufgrund seiner langen Hybridisierungsgeschichte ca. 17 Milliarden Basenpaare enthält und damit rund fünfmal so lang ist, wie das des Menschen.[11]

In einem jahrelangen Projekt unter Teilnahme von 200 Forschern aus 73 Einrichtungen konnte das Weizengenom kartiert werden.[12] Im August 2018 berichtete das Magazin Science, dass das International Wheat Genome Sequencing Consortium das Genom des Weichweizens fast komplett entschlüsselt habe.[13][14] Ein wichtiger Teilschritt war zuvor 2017 gelungen, indem das Genom von tetraploidem Emmer, der einen Teil des hexaploiden Weizens darstellt, sequenziert wurde.[15] Weizenzüchter aus bedeutenden Exportländern erwarten große Fortschritte bei konventionell und gentechnisch erzeugten Sorten, je genauer die Lage und Funktion der einzelnen Gene bekannt ist.[16]

Versuche zu gentechnisch verändertem Weizen

In den USA wurde 2004 ein von Monsanto hergestellter transgener Weizen, der Glyphosatresistenz gegenüber dem Pflanzenschutzmittel Roundup (Glyphosat ) vermittelt, zum Anbau zugelassen.[17] Monsanto hat in den folgenden Jahren aber auf eine Kommerzialisierung verzichtet wegen des Widerstands der EU, Japans, Kanadas und anderer Staaten, der den lukrativen Export amerikanischen Weizens gefährdet hätte.[18][19] Da nachgewiesen wurde, dass ein Auskreuzen von Transgenen aus gentechnisch verändertem Weizen auf verwandte Grasarten, wie Walch (Aegilops cylindrica) möglich ist, ist der Einsatz gentechnisch veränderten Weizens problematisch.[20] Im Jahr 2013 wurde glyphosatresistenter Weizen in einem Acker in Oregon (USA) gefunden. Auf welche Weise dieser transgene Weizen, der aus der Produktion von Monsanto stammt, unkontrolliert wachsen konnte, ist nicht aufgeklärt worden.[21] In der Schweiz führt die Universität Zürich seit 2008 Feldversuche mit transgenen Weizenlinien durch, die eine höhere Resistenz gegen Mehltau aufweisen.[22]

Beschreibung

Getreideähre in der Blüte – es treten dabei nur die Staubgefäße hervor

Vegetative Merkmale

Die Weizen-Arten sind einjährige Gräser, die Wuchshöhen von etwa 40 bis 160 Zentimeter erreichen und die Büschel bilden. Der Halm ist rundlich und aufrecht. Die Blattscheiden sind bis zum Grund hin offen. Das Blatthäutchen ist ein kurzer häutiger Saum. Die Blattspreiten sind 4 bis 20 Zentimeter lang und flach ausgebreitet. Sie tragen am Grund zwei sichelförmige Öhrchen.[23]

Generative Merkmale

Der endständige Blütenstand ist eine Ähre, die (ohne die Grannen) 6 bis 18 Zentimeter lang wird. Die Ährchen sitzen meist zweizeilig oder einzeln und wechselständig und ungestielt an den Knoten der Ährenspindel. Die Ährchen sind 2- bis 5- (bis 9-) blütig und sind seitlich zusammengedrückt. Die Hüllspelzen sind untereinander fast gleich, drei- bis elf-nervig, bauchig; ihr Kiel läuft in einen kräftigen Zahn oder in eine Granne aus. Die Deckspelzen sind 7- bis 11-nervig, kahnförmig und sind unbegrannt oder laufen in eine Granne aus. Die zweinervigen Vorspelzen sind meist nur wenig kürzer als die Deckspelzen. Die Staubbeutel der 3 Staubblätter sind 2 bis 5 Millimeter lang.[23] Die Früchte werden botanisch als „einsamige Schließfrüchte“ (Karyopsen) bezeichnet, die Tausendkornmasse beträgt 40–65 Gramm.

Systematik

Datei:391 Triticums L.jpg
A Rauweizen (Triticum turgidum)
B Hartweizen (Triticum turgidum subsp. durum)
C Polnischer Weizen/Gommer (Triticum turgidum subsp. polonicum)[6]
D Dinkel (Triticum aestivum subsp. spelta)

Die Gattung Triticum umfasst nach R. Govaerts fünf Arten, von denen fast jede mehrere Unterarten umfasst.

Arten

  • Weichweizen (Triticum aestivum); wird weltweit kultiviert. Einige Unterarten sind:
    • Zwergweizen, Igelweizen oder Binkel (Triticum aestivum): Er kommt ursprünglich von Transkaukasien bis Israel vor.[24]
    • Dinkel (Triticum aestivum): Ursprünglich in Transkaukasien.
    • Kugelweizen (Triticum aestivum): Kommt wild vom südlichen Pakistan bis zum nordwestlichen Indien vor.[24]
  • Einkorn (Triticum monococcum): Die Heimat ist Ost- und Südosteuropa sowie Westasien und der Kaukasusraum.[24]
  • Triticum timopheevii kommt von der südöstlichen Türkei bis zum nordwestlichen Iran vor.[24]
  • Rauweizen, Nacktweizen oder Englischer Weizen (Triticum turgidum): Die Heimat ist Westasien. Zu den Unterarten gehören:
    • Emmer (Triticum turgidum) Wild in der südöstlichen Türkei.[24]
    • Hartweizen, Durumzweizen, Gerstenweizen oder Glasweizen[25] (Triticum turgidum subsp. durum (Desf.) Husn., Syn.: Triticum durum Desf.): Wild in Ägypten.[24]
    • Khorasan-Weizen, Kamut (Triticum turgidum'): Es kommt vom nördlichen Irak zum nördlichen Iran und dem nordwestlichen China vor.[24] Möglicherweise ein natürlicher Hybrid aus Hartweizen (Triticum durum) und einer Weizen-Wildform (Triticum polonicum).

Eigenschaften des Weizen und die Bedeutung für den Menschen

Ayurvedische Sichtweise

Im Ayurveda zählt Weizen zu „den wichtigsten Nährstoffträgern für den Gewebeaufbau“ und ist in jedem traditionellen ayurvedischen Menü als Fladenbrot oder Süßspeise enthalten. In den Schriften wird er als ein Getreide beschrieben, das leicht verdaulich ist und den Körper und die Psyche stärkt. Es werden besonders seine verbindenden und „zusammenfügenden Kräfte“ betont. Deshalb wird er als Heilsuppen zubereitet, die bei Knochenbrüchen gegeben werden und als süße Laddhuspeise, um die mentale Leistungsfähigkeit zu steigern. Es werden seine regenerativen und aufbauenden Wirkungen bei gleichzeitiger sehr leichter Verdaulichkeit hervorgehoben und er wird deshalb insbesondere für Menschen, die ausgezehrt und kraftlos sind, empfohlen. Kerstin Rosenberg weist auf die sehr starken züchterischen Veränderungen beim Weizen hin, die vermehrt zu Unverträglichkeiten führen. Als Möglichkeit für die tägliche Ernährung werden die ursprünglicheren Sorten wie das Einkorn und der Emmer in biologischer und biodynamischer Qualität genannt.[26]

Anthroposophische Sicht

Der Arzt Dr. Udo Renzenbrink hat den Weizens bezüglich seiner gesundheitlichen Wirkungen und im Hinblick auf die mentale und physische Kraft des Menschen erforscht. Ausgehend von den Eigenschaften des Weizens beschreibt er die weizenspezifischen Unterschiede von raffiniertem und Vollkornmehl und anhand geschichtlicher Entwicklungen, bezieht er sich auf die kulturelle Bedeutung der Weizenernährung:

„Der Weizen wirkt unter den Getreiden am meisten harmonisierend. Er gleicht aus und entlastet. Daher gibt man ihn gerne als Diätetikum bei Herz- und Kreislaufstörungen, zusammen mit Früchten. Auch gilt der Weizen wegen seiner leichten Verdaulichkeit als das bevorzugte Getreide für den geistig Arbeitenden.“[27]
„[…] aber auch den Gliedmassen verleiht er Kraft. […] schliesslich hat der römische Legionär bei seiner Weizenkost fast die ganze damals bekannte Welt erobert und dabei gewaltige Marschleistungen vollbracht.“[28]

Neben den harmonischen Eigenschaften erwähnt Dr. Renzenbrink ebenso die Nachteile die aus seinen Eigenschaften erwachsen können:

„Der Mehlkörper des Weizens ist nicht so stark »durchmineralisiert« wie z.B. bei Gerste. Die mineralischen Prozesse sind stärker auf die Randschichten beschränkt, wo auch das Eiweiss angereichert ist. Darum ist beim Weizen in besonderem Masse notwendig, das ganze Korn für die Ernährung zu verarbeiten. Das raffinierte Produkt, das nur die Substanzen des Mehlkörpers ohne diejenigen der peripheren Schichten enthält, hat nur geringen Nährwert.“[27]
„Der Weizen trug […] zur Entartung der Ernährungssitten bei, denn er allein gestattet die Herstellung immer feinerer Mehlarten, die zur Bereitung raffiniertester Backwaren dienen. In diesem Sinne ist der Weizen eine verführerische Gabe der Natur. Unbesonnen und im Übermaß konsumiert, bedroht er die Völker die sich ihm einseitig und ausschließlich zuwenden. […] Heutzutage wird er […] wie in der Dekadenzzeit der Römer und Griechen in extremer Weise bevorzugt. In einer gewöhnlichen Bäckerei sind 95% der Erzeugnisse raffinierte Weissmehlprodukte aus Weizen.“[27]
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Zöliakie, Allergien und Sensitivität durch Weizen

Weizen ist das am meisten konsumierte Getreide weltweit und es treten zunehmend häufiger Unverträglichkeiten und Beschwerden nach Weizenkonsum auf. Neuere Studien haben gezeigt, dass in Deutschland etwa 1% der Bevölkerung von Zöliakie betroffen ist. Das entspricht 1 Person von 100. Jedoch wird davon ausgegangen, dass bei etwa 80 - 90 % der Personen die Zöliakie unentdeckt ist, da sie sich in unspezifischen Symptomen äußert, bzw. ohne Symptome bleibt.[29]

Folgende Unverträglichkeiten werden unterschieden

Zöliakie
Bei Zöliakie löst Gluten eine Entzündung der Darmschleimhaut aus. „Zusätzlich richtet sich das Immunsystem gegen die Darmschleimhaut, was die Entzündung noch verstärkt.“[30]

Weizenallergie
Die spezifische Immunabwehr des Körpers reagiert auf verschiedene im Weizen enthaltene Eiweiße, darunter auch das Gluten. Eine typische Weizenallergie ist das Bäckerasthma.[31]

Weizensensitivität - NCGS (Non-Celiac Gluten Sensitivity)
Bei der Weizensensitivität handelt es sich um eine Empfindlichkeit gegenüber Weizen, die aber nicht zu krankhaften Veränderungen der Darmschleimhaut führt. Die Beschwerden lassen oft schon nach, wenn man nur sehr wenig Weizen zu sich nimmt.[30] Es treten Symptome ähnlich einer Zöliakie auf, obwohl keine Zöliakie vorliegt. Es wird vermutet, dass sie eine Reaktion auf Bestandteile des Weizens ist, beispielsweise bestimmte Enzyme, die sogenannten Amylase-Trypsin-Inhibitoren aber auch fermentierbare Einfach- und Mehrfachzucker.[31] Die Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATIs) sind Enzyme, die nachweislich bei Tieren die Verdauung von Stärke und Eiweißen hemmen.[32]

Studien bezüglich der Ursachen für die Unverträglichkeiten

Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie

Eine Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie (LBS) an der Technischen Universität München und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung [33] ging der Frage nach den Ursachen für die Unverträglichkeiten nach. Der Eiweißgehalt von 100 g Weizen liegt bei etwa 10 bis 12 g. Etwa 75 - 80 Prozent davon sind Glutene. Gluten wird aus verschiedenen Eiweißmolekülen gebildet, welche „sich grob in zwei Untergruppen einteilen: die Gliadine und die Glutenine.“[33] Vor allem die Gliadine stünden laut der Lebensmittelchemikerin Darina Pronin vom LBS im Verdacht, Erkrankungen wie Zöliakie oder Weizenallergien auszulösen.

„Viele Menschen befürchten, dass moderne Weizenzüchtungen mehr immunreaktives Eiweiß enthalten als früher und dies die Ursache für die gestiegene Erkrankungshäufigkeit ist“, sagt Darina Pronin, welche im Rahmen ihrer Doktorarbeit maßgeblich an der Studie beteiligt war.

Zur Klärung der Frage wie groß die Unterschiede zwischen alten und neuen Sorten nun wirklich sind, untersuchte Darina Pronin mit ihrem Team in den Jahren 2015, 2016 und 2017 60 verschiedene Weizensorten auf ihren Eiweißgehalt. Es wurden Weizensorten, die im Zeitraum 1891 – 2010 besonders häufig angebaut wurden, ausgewählt. Aus jedem Jahrzehnt wählten sie 5 verschiedene Sorten. Die Samen erhielten sie aus dem Saatgutarchiv des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten wurden die Samen in den 3 aufeinander folgenden Jahren unter gleichen geografischen und klimatischen Verhältnissen angebaut.[33] Sie kamen zu folgendem Ergebnis:

„Wie Analysen des Wissenschaftlerteams zeigen, enthalten moderne Weizensorten insgesamt etwas weniger Eiweiß als alte. Der Glutengehalt blieb dagegen über die letzten 120 Jahre konstant, wobei sich die Zusammensetzung des Glutens jedoch leicht veränderte. Während der Anteil der kritisch gesehenen Gliadine um rund 18 Prozent sank, stieg im Verhältnis der Gehalt der Glutenine um etwa 25 Prozent an. Darüber hinaus beobachteten die Forschenden, dass mit einer höheren Niederschlagsmenge im Erntejahr auch ein höherer Glutengehalt der Proben einherging.“[33]
„Zudem haben wir zumindest auf Eiweißebene keine Hinweise darauf gefunden, dass sich das immunreaktive Potential des Weizens durch die züchterischen Maßnahmen verändert hat, erläutert Katharina Scherf. [...] Jedoch seien auch noch nicht alle im Weizen enthaltenen Eiweißarten im Hinblick auf ihre physiologischen Effekte untersucht, gibt Scherf zu bedenken.“[33]

Studie des Karlsruher Institut für Technologie

Im Zeitraum von 2013 bis 2020 führte auch das Karlsruher Institut für Technologie eine Studie mit der Fragestellung „Sind alte Weizensorten besser verträglich als moderne?“ durch. In Anbauversuchen wurden 5 Weizenarten verglichen, und zwar Brotweizen, Dinkel, Durumweizen (Hartweizen), Emmer und Einkorn. Von jeder dieser Arten wurden jeweils 15 Sorten ausgesät und dies zusätzlich noch an 4 verschiedenen Standorten, sodass insgesamt 300 verschiedene Proben zur Verfügung standen.[32]

Die Untersuchung kam zu folgendem Ergebnis:

„Deutliche Unterschiede zwischen den Weizenarten, einzelnen Sorten & Standorten bzw. Erntejahren
Alte Weizenarten enthalten mehr Protein, Gluten und Gliadine und weniger Glutenine als Brotweizen
Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich alte und moderne Brotweizensorten hinsichtlich ihrer Verträglichkeit unterscheiden“[32]

Studie der Unis Hohenheim und Mainz zur Eiweißqualität

Diese Studie aus dem Jahr 2023 untersucht die Eiweißqualität von Weizen und ihre Bedeutung für Unverträglichkeiten und Allergien. Dipl.-Ing. und Landwirt Karl Bockholt, Crossmedia-Redakteur für Acker- und Grünland im Deutschen Landwirtschaftsverlag (dlv) berichtet, dass diese Studie zu dem Ergebnis kommt, dass sich Hart- und Weichweizen, Einkorn, Emmer und Dinkel sehr deutlich in der Zusammensetzung ihrer Eiweiße unterscheiden. Er zitiert Prof. Dr. Friedrich Longin von der Landessaatzuchtanstalt, der die Studie als nach seinem Wissen bisher umfangreichste Studie zu den Eiweißen im Getreide bezeichnet.

Weizen liefere beim Verzehr von 100–150 g Mehl täglich etwa 20 % der pro Tag benötigten Eiweißmenge. Nach Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz würden jedoch bis zu 10 % der Personen, die Weizenprodukte essen, nachher über Beschwerden klagen. Die Eiweiße führten zur sogenannten Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NCWS).

Weichweizen und Dinkel wiesen laut der Studie in etwa die gleiche Häufigkeit an Allergenen auf, bei Hartweizen und Emmer sei sie um das 2-fache und bei Einkorn sogar um etwa das 5,4-fache reduziert. Hierfür gebe es bisher noch keine Erklärung, jedoch unterscheiden sich die Getreidearten in ihrer Menge an Alpha-Amylase/Trypsin-Inhibitoren (ATIs). Diese stünden laut Prof. Dr. Stefan Tenzer von der Uni Mainz in Verdacht, entzündliche Reaktionen auszulösen. Einkorn enthalte eine deutlich geringere Menge an ATIs als die anderen Weizenarten.[34][35]

Forschung der Getreidezüchtung Peter Kunz

Diese Forschungen zu gesundheitsrelevanten Veränderungen des Weizens und der Getreide sind auf Basis des biologischen und biodynamischen Anbaus erfolgt. Über einen Zeitraum von 40 Jahren hat Peter Kunz geforscht, beobachtet und an der Entwicklung von Weizensorten züchterisch gearbeitet, welche im Gleichgewicht befindliche Eigenschaften enthalten.[36] Mit Blick auf die letzten 120 Jahre konnte er beobachten, wie sich durch züchterische Veränderungen die gesamten Stoffwechselprozesse in den Getreidepflanzen verschoben haben und die neuen Pflanzen mehr Biomasse bilden und stärker bestocken (d. h. mehr Halme aus einem Korn herauswachsen).[37]

„Das gilt nicht nur für die konventionelle Landwirtschaft sondern auch für den Biolandbau, auch ohne Kunstdünger und Pestizide, allein durch die tiefere Bodenbearbeitung, die Verbesserung der Hofdüngerwirtschaft und der Fruchtfolgen werden heute meistens doppelt so hohe Erträge erreicht wie auf den gleichen Standorten vor 100 Jahren.[37]

Dies bedeutet, dass auf den Feldern die Getreidepflanzen dichter stehen und deshalb dünnere und längere Halme ausbilden, wodurch sich die Standfestigkeit verschlechterte. Die Züchter begannen nun mit Kreuzungen zur Verkürzung der Halme und es gelang diese um 10 – 20 % zu verkürzen.“[37]

„Ab den 1960er Jahren kamen immer mehr neue Kurzstrohtypen mit sogenannten Rht Genen aus asiatischen Zwergweizen und aus der Mutationszüchtung mittels radioaktiver Bestrahlung und Chemikalien zum Einsatz. Diese Halmverkürzung um weitere 20-30% erlaubte einen neuen Intensivierungsschritt und führte zur ersten „Grünen Revolution“. Seit etwa 1980 tragen alle neuen Weizensorten derartige Rht Gene und erreichen noch Pflanzenlängen von 50 bis maximal 90 Zentimeter.“[37]

Infolge der kürzeren Halme bilden die Getreidepflanzen breitere Blätter aus, was die Fläche für die Photosynthese erhöht. Das bessere Stickstoffangebot im Boden durch die bereits erwähnte bessere Düngung führt zusätzlich zu einer höheren Chlorophylldichte im Blatt. Folglich verstärkt sich die Assimilation und die Biomassebildung, d. h. die Pflanzen bilden mehr physische Substanz. Dieses Wachstum bezeichnet den primären Stoffwechsel der Pflanze. Dieser dominiert folglich den „sekundären Stoffwechsel“, der „immer mit der Blüte- und mit dem Reifeimpuls verbunden ist, ...“ und schwächt diesen ab.[37]

„Es werden grössere Zellen mit schwächeren Zellwänden gebildet, da die Ausdifferenzierung und die Verholzung des Strohs zurückgedrängt wird. Komponenten des sekundären Stoffwechsels sind u.a. Phenole, Carotene und Anthocyane, welche den Stoffwechsel der Pflanze dank ihrem antioxydativen Potential gesund erhalten und eindringende Pathogene zum Teil auch direkt hemmen können. Darüber hinaus sind die sekundären Komponenten auch sehr wichtig für die Ausbildung von Geschmacks-und Geruchs- Substanzen bis hin zu Bitterstoffen und Giften.“[37]

Bei guten Kulturpflanzen würden sich der primäre und der sekundäre Stoffwechsel während des gesamten Wachstums im Gleichgewicht halten. Bei den neuen Sorten kann immer eine Verstärkung des vegetativen Wachstums beobachtet werden,

„... verbunden mit einer gleichzeitigen Verfrühung des Blühimpulses aufgrund der Halmverkürzung. So wird die Fruchtbildung und –Reifung aus der ursprünglich von Licht- und Wärme geprägten Zone mehr in den kühlfeuchten vegetativen Bereich verlagert. Das Mikroklima im Bestand und in der unmittelbaren Umgebung der Ähre wird verändert.[37]

Die kürzeren Halme sind steifer und so wird die Luftbewegung im Feld vermindert, wodurch Feuchtigkeit schlechter abtrocknen kann und Pilzkrankheiten wie z. B. Fusarien vor allem bei feuchter Witterung leichter vom Boden bis zu den Ähren aufsteigen. Die Pilze können starke Toxine bilden und zu gravierenden Ertrags- und Qualitätsminderungen führen.[37]

„Tatsächlich finden sich – neben der gesundheitsgefährdenden Fusarium-Toxin-Problematik - neuerdings auch Berichte über die Bildung von cyanogenen Glycosiden bei Getreiden, aus denen bei der Weiterverarbeitung Blausäure gebildet wird und die ein gesundheitlich bedenkliches Ausmass annehmen können. Wohl bemerkt: Das betrifft keine kranken, sondern äusserlich völlig gesund aussehende Pflanzen.“[37]

Abschließend resümiert Peter Kurz, dass bei der Reifung, also durch den sekundären Stoffwechsel die bisher von der Pflanze gebildete Substanz verfeinert und „der Verdauungsfähigkeit des Menschen angenähert“ wird, und ihm Kräfte des Kosmos vermittelt und verfügbar gemacht werden.[37] Durch die Abschwächung des sekundären Stoffwechsels in den neuen Weizensorten, ist ein Gesamtungleichgewicht in den Pflanzen gegeben, das notwendigerweise, verglichen mit den alten Sorten, auch eine veränderte Wirkungen im Menschen entfalten muss.


Religiöse Bedeutung

Prof. Dr. Peter Riede von der Evangelisch-Theologische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen beschreibt den Weizen im Zusammenhang mit dem religiösen und dem alltäglichen Leben der Menschen in Zeiten des Alten und Neuen Testament. Er zitiert dafür viele verschiedene Bibelstellen, in denen der Weizen u. a. als Getreideopfer eine wichtige Rolle spielte, Schaubrote aus ihm gebacken wurden, verdorrte Weizenfelder als Zeichen von Unheil und Gericht oder im Gegenteil eine reiche Sättigung der Menschen durch eine gute Weizenernte als Zuwendung Gottes verstanden wurden. Neben vielen weiteren Bildern nennt er das Bild der Trennung von Spreu und Weizen im Neuen Testament, das sich auf die Trennung von Bösen und Guten bezieht. Ebenso erwähnt er die Aussage, dass die Jünger wie der Weizen ausgesiebt werden sollen.[38]

Metaphysische und geistige Aspekte

Anthroposophischer Ansatz

Weizenhalm in seiner auffallend vertikalen Aufrichtung
Weizenfeld in goldenem Schimmer

Aus anthroposophischer Sicht beschreibt Dr. Udo Renzenbrink die Gestalt der Pflanze in ihrer Beziehung zum Licht sowie zur aufrechten körperlichen Haltung des Menschen.

„Unter den Getreidearten bildet der Weizen die harmonische Mitte. Er verkörpert in reiner Weise die Eigenschaften der hochgezüchteten Gramineen. Die senkrechte Wachstumsachse, ein Hauptgestaltungsprinzip dieser Familie, setzt sich bis in die Ährenspindel hinein fort. Um sie herum gliedern sich rhythmisch die einzelnen Körner.
Wilhelm Pelikan hat für die Halme den treffenden Ausdruck 'Lichtpfeil' geprägt und damit der Angabe Rudolf Steiners Ausdruck verliehen, dass die Strahlen der Sonne durch die Pflanze zum Mittelpunkt der Erde zielen. Es ist eine sprechende Geste der Getreide, insbesondere des Weizens, sich ganz in diese senkrechte Lichtstrahlung einzufügen. Und es kann auch bedeutsam erscheinen, dass das aufrecht sich haltende Erdenwesen Mensch gerade das Getreide als Hauptnahrungsmittel braucht.
Die Sonnenbeziehung erleben wir auch, wenn wir den Blick auf einem reifen Weizenfeld ruhen lassen, das, auf belebten Böden in leuchtendem Gold erstrahlt. Und wir ahnen, dass wir mit der Körnerfrucht etwas von der Geistigkeit der Sonne in uns aufnehmen.“[39]

Der Chemiker und Pionier der biologisch-dynamischen Landwirtschaft Ehrenfried E. Pfeiffer benennt Aussagen von Rudolf Steiner zum Schwächerwerden des Weizens und weiterer Pflanzen durch einseitige Düngung:

„Von dem Grundgedanken der kosmischen Schöpfungskonstellation ausgehend, kann man annehmen, dass in jeder Gattung oder Unterart [Anm.: einer Pflanze] der Ursprungsimpuls langsam abebbt und sich verliert. Dieser Ursprungsimpuls als Formkraft wird durch die Vermittlung bestimmter Organe (Chromosome z. B.) in der Pflanze vererbt. Einseitige Stoffdüngung verdrängt allmählich das Nachwirken der Ursprungskräfte, so dass die Pflanze »schwächer« wird. Die Samenqualität degeneriert. Dies war die Frage, die zuerst an R. Steiner herangebracht wurde und die Entstehung der biologisch-dynamischen Methode auslöste. […] Rudolf Steiner wies darauf hin, dass manche der »vergewaltigten«, d. h. ihrem Ursprung entfremdeten Naturpflanzen bereits so degenerieren, dass man sich am Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr auf ihren Anbau werde verlassen können. Es wurden u. a. der Weizen und die Kartoffel erwähnt, […].“[40]

Weizenfelder im Werk von Vincent van Gogh

Datei:Vincent van Gogh - Wheatfield with a reaper - Google Art Project.jpg
Weizenfeld mit Schnitter bei aufgehender Sonne
(Vincent van Gogh)
Datei:Van Gogh - Weizenfeld mit Blick auf Arles.jpeg
Weizenfeld mit Blick auf Arles
(Vincent van Gogh)

Der niederländische Maler Vincent van Gogh (1853–1890) hat dutzende Male Weizenfelder gemalt. Viele davon erscheinen in leuchtendem sonnenhaftem Goldgelb und sehr oft sind arbeitende Menschen beim Ernten der Weizenähren zu sehen.

Diese Serie von Gemälden spiegelt seine starke Verbundenheit mit der Natur, sein religiöses Fühlen und seine Anerkennung für die Arbeit von handwerklich tätigen Menschen wider. Er hatte den Wunsch, mit seinen Bildern anderen Menschen Trost zu spenden. Besonders fasziniert war van Gogh von der engen Beziehung, die die Bauern mit den Zyklen der Natur (Aussaat, Ernte) hatten. Seine Aufmerksamkeit zogen auch die zu Garben aufgestellten Weizenbündel an, die er immer wieder gemalt hat.[41]

Pflügen, Säen und Ernten waren für van Gogh Ausdruck der Bemühung des Menschen, eine Führung über die Rhythmen der Natur zu gewinnen. Die Weizengarbe und der Sämann waren Sinnbilder für die Ewigkeit und der unwiderrufliche Tod drückte sich im Schnitter mit seiner Sense aus. In dem Gemälde Der Sämann sowie in den Bildern von Weizenfeldern bei Sonnenuntergang sind die dunklen Stunden dargestellt, in denen die Keimung und Erneuerung stattfindet.[41]

Folgendes Zitat (aus dem Englischen übersetzt) von Van Gogh zeigt, dass er den Weizen nicht nur als physische Erscheinung betrachtete, sondern bildhaft mit der Entwicklung des Menschen in Verbindung brachte:

„Was kann man anderes tun, wenn man an all die Dinge denkt, deren Grund man nicht kennt, als sich ein Weizenfeld anzusehen? Die Geschichte dieser Pflanzen ist wie unsere eigene; denn sind wir, die wir von Brot leben, nicht in vielerlei Hinsicht wie Weizen, zumindest sind wir gezwungen, uns dem Wachstum einer Pflanze zu unterwerfen, ohne uns bewegen zu können, womit ich meine, in welche Richtung uns unsere Vorstellungskraft treibt, und wie derselbe Weizen geerntet zu werden, wenn wir reif sind?“[42]

Ein weiteres Zitat von Van Gogh (aus dem Englischen übersetzt) zeigt seine spirituellen Überlegungen, die er mit dem Weizen verbindet:

„Gerade wenn man lernt, ohne Klagen zu leiden, wenn man lernt, den Schmerz ohne Abscheu zu betrachten, riskiert man Schwindelgefühle, und doch ist es möglich, dass man sogar einen vagen Blick auf die Wahrscheinlichkeit erhascht, dass wir auf der anderen Seite des Lebens einen guten Grund für die Existenz des Schmerzes sehen werden, der von hier aus gesehen manchmal den ganzen Horizont ausfüllt und die Ausmaße einer hoffnungslosen Flut annimmt. Wir wissen sehr wenig darüber, über seine Ausmaße, und es ist besser, auf ein Weizenfeld zu schauen, selbst wenn es nur ein Bild ist.“[43]

Geistige Sicht

Hohe Kraft des Gebens

Lichtkraft
sensibles Denken
sensibles Fühlen
sonniges Herz
Harmonie und Lebensgleichgewicht

Kohlenhydrate, Kieselsäure, Eiweiße, Fette

Der Autor und Geistforscher Heinz Grill spricht von einer geistigen Dimension, die über den Getreiden lebt. Beim Weizen charakterisiert er diese als „Hohe Kraft des Gebens“. Weiterhin benennt er die „Lichtkraft“ und auf der seelischen Ebene ein „sensibles Denken, sensibles Fühlen und ein sonniges Herz“, sowie „Harmonie und Lebensgleichgewicht“. Auf der physischen Ebene erwähnt er die Kohlenhydrate, Kieselsäure, Eiweiße und Fette als nennenswerte Inhaltsstoffe.

Er verweist darauf, dass es sich bei der obersten Eigenschaft um eine geistige handelt, die sich bei jedem Getreide anders ausdrückt:

„Die oberste Eigenschaft hat sehr wenig mit den Inhaltsstoffen der einzelnen Sorte zu tun. Die lebendige geistige Dimension, die über dem Getreide strahlt, schenkt dem Menschen die Liebe, die Religion, das Vertrauen, die Meditation, die gebende Kraft, das Wissen und das Licht. Dies sind alles geistige Eigenschaften, die mit den Stoffen der Materie korrespondieren, jedoch nicht primär von diesen abstammen.“[44]

Rudolf Steiner erwähnt den Weizen meist in vergleichenden Betrachtungen mit der Kartoffel und der Wirkungsweise der Kohlenhydrate in der Verdauung sowie deren Bedeutung für den gesamten menschlichen Organismus.

„Da drinnen [Anm.: im Weizen oder Roggen usw.] sind nun auch die Kohlehydrate, und zwar so, daß der Mensch in der günstigsten Weise Stärke bereitet, Zucker bereitet, sich also eigentlich durch die Kohlehydrate der Feldfrüchte so stark machen kann, als es nur möglich ist. – Denken Sie nur einmal, wie stark gerade die Leute auf dem Lande werden dadurch, daß sie einfach viel von ihrem Brot essen, in dem die Feldfrüchte drinnen sind! Sie müssen nur an sich schon gesunde Körper haben; gerade wenn man gröberes Brot verträgt, ist es eigentlich die allergesündeste Nahrung. Sie müssen gesunde Körper haben; aber dann wird gerade der Körper durch die Stärke- und Zuckerbereitung ganz besonders stark.“[45]

Ackerbaulich wichtige Weizenarten

Arten

  • Weichweizen (Triticum aestivum) wird mit der weitesten Verbreitung angebaut. Es gibt eine Vielzahl von Sorten, die an unterschiedliche Klimate angepasst sind.
  • Dinkel oder Spelz (Triticum aestivum) wird als spezielles Brotgetreide begrenzt angebaut. Das in der Milchreife geerntete und gedarrte Korn, Grünkern genannt, ist mineralstoffreich und stark aromatisch. (Durch das Darren bei 120–150  °C auf der Darrpfanne, erhält der Grünkern durch die Hitzeentwicklung und den Buchenholzrauch seinen spezifischen Geschmack.)
  • Emmer (Triticum turgidum) ist eine Weizenart, die historisch angebaut wurde, heute aber keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat.
  • Hartweizen (Triticum turgidum)
  • Einkorn (Triticum monococcum) ist die älteste Kulturweizenart. Sie wird heute noch aus wissenschaftlichen Gründen oder zu Illustrationszwecken angebaut, ist aber auch im Naturkosthandel wieder erhältlich.


Anbau

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Schematischer Längsschnitt durch ein Weizenkorn
Datei:Die Frau als Hausärztin (1911) 039 Schnitt durch ein Weizenkorn.png
Verschiedene Schichten des Weizenkorns
Datei:Stickstoffaufnahme Getreide.svg
Stickstoffgaben werden zu verschiedenen Zeitpunkten benötigt

Weizen stellt an Klima, Boden und Wasserversorgung höhere Ansprüche als andere Getreidearten. Weizen ist an trockene und warme Sommer angepasst. Eine moderne Kreuzung aus Weizen und Roggen, Triticale, erlaubt den Anbau in kühleren Klimazonen.

Winterweizen

In Deutschland wird auf über 90 % der Weizenanbauflächen Winterweizen ausgesät. Winterweizen wird, nach Ende der Keimruhe des Saatguts, im Herbst ausgesät (ab Ende September bis in den Dezember hinein). Abhängig von Höhenlage und Saatzeitpunkt werden ungefähr 280 bis 520 Körner pro m² ausgesät.

Bei Saat in das herbstliche Saatbett ist zu beachten, dass Weizen kein Dunkelkeimer ist, sondern ein lichtneutrales Keimverhalten aufweist. Bei der Saattiefe muss daher keine besonders große Tiefe gewählt werden, um gute Keimung zu gewährleisten.[46] Bei feuchtwarmem Boden keimen die Samenkörner schnell und führen in 15–20 Tagen zum Feldaufgang. Die kleinen Pflanzen bilden Nebensprossen (Bestockung) aus und überwintern.

Wie alle Wintergetreidearten benötigt auch Winterweizen zum Abbau der Schosshemmung eine Vernalisation durch Frosttemperaturen. Die Hauptbestockung findet erst im Frühjahr statt und ist stark von Sorte und Pflegemaßnahmen abhängig. Bei später Aussaat, die meistens mit niedrigen Bodentemperaturen verbunden ist, verläuft die Keimung langsamer. Eine Keimung findet allerdings auch noch bei Bodentemperaturen von 2 bis 4 °C statt.[47] Winterweizen ist daher spätsaatverträglich, die Aussaat somit bis Dezember möglich. Eine späte Aussaat kann aber zu unteroptimalen Ernteerträgen führen und verlangt höhere Saatdichten. Obwohl Weizen (sortenabhängig) bis ca. −20 °C frostresistent ist, bevorzugt er insgesamt ein gemäßigtes Klima.

Im Frühjahr setzt das Streckungswachstum (Schossen) ein, und die Blätter entwickeln sich. Am Ende der Streckungsphase ist bereits eine vollständige Ähre mit Ährchen und Blüten vorhanden. Die Ähren schieben nach außen, und mit der Blüte ist die Pflanzenentwicklung abgeschlossen. Die Befruchtung bei Weizen findet überwiegend als Selbstbefruchtung statt und sie geschieht meist in der noch geschlossenen Blüte.[48] Nach der (Selbst-)Befruchtung entwickeln sich die Körner. Je Pflanze bilden sich zwei bis drei Ähren tragende Halme aus, was etwa 350 bis 700 Halme je m² entspricht.

In jeder Ähre bilden sich etwa 25 bis 40 Körner aus. Sie bestehen in der Vollreife aus ca. 70 % Stärke, ca. 10–12 % Eiweiß, ca. 2 % Fett und ca. 14 % Wasser. Die Höhe der genannten Inhaltsstoffe hängt von der Sorte, der Düngung und beim Wasser von Luftfeuchtigkeit sowie Regen ab.

Gegen Unkräuter, Schadinsekten, Pilze und übermäßiges Wachstum sind im konventionellen Anbau mehrere Pflanzenschutzanwendungen erforderlich. Für den optimalen Ertrag hat auch eine ausreichende und ausgeglichene Nährstoffversorgung zu erfolgen, wobei insbesondere die Stickstoffdüngung in mehreren Gaben (Portionen) notwendig ist.

Die Ernte findet im Hochsommer des auf die Aussaat folgenden Jahres statt. Das Stroh verbleibt gehäckselt auf dem Feld oder wird als Einstreu für die Tiere zu Ballen gepresst und abgefahren. Ab Ende der 2000er Jahre wurde auch vermehrt die sogenannte Sikkation betrieben. Hierbei wird das Getreide kurz vor der Ernte mit Herbiziden (wie Glyphosat) gespritzt, um die Reife zu beschleunigen. Eine Anwendung von Glyphosat zur Arbeitserleichterung entspricht aber nicht der guten fachlichen Praxis und wurde deshalb ab 2014 eingeschränkt und ist nun seit 2024 gänzlich verboten.

Sommerweizen

Sommerweizen (Hartweizen Triticum durum bzw. Weichweizen Triticum sativum)[49] wird möglichst frühzeitig im Frühjahr ausgesät; er braucht keine Vegetationsruhephase, muss also nicht vernalisiert werden. Seine Kornerträge liegen in der Regel deutlich unter denen von Winterweizen. Die Körner haben eine glasigere Struktur als Winterweizen, sind aber eiweißreicher. Die Sommerweizenproduktion machte in Deutschland im Jahr 2009 mit 0,2 Mio. t lediglich 0,8 % der gesamten Weizenernte aus.

Unter „Wechselweizen“ versteht man einen Sommerweizen, der bereits im Herbst (November/Dezember) des Vorjahres ausgesät werden kann.

Wirtschaftliche Bedeutung

Bedeutung als Grundnahrungsmittel

Datei:Reife Weizenaehren.jpg
Reife Weizenähren

Die Weltgetreideernte bei Weizen betrug im Jahr 2021 781 Mio. t, der Verbrauch lag bei 783 Mio. t.[50] Davon wurden in Deutschland rund 22 Mio. t. geerntet und wie folgt verwendet: Etwa 6 Mio. t. wurden als Nahrungsweizen verwendet, 7,4 Mio. t. als Tierfutter, etwa 1,6 Mio. t. für die Energiegewinnung genützt, 1,2 Mio. t. von der Industrie unter anderem zu Stärke verarbeitet und der übrige Weizen wurde exportiert.[51]

Weizen ist für Menschen in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel (Brotgetreide) und hat eine große Bedeutung in der Tiermast. Hartweizen ist besonders für die Herstellung von Teigwaren (Hartweizengrieß) geeignet – wird aber in Deutschland so gut wie nicht angebaut (2009: 62.000 t, dies entspricht lediglich 0,2 % der gesamten Weizenproduktion). Geschälte und polierte Weizenkörner finden als Graupen in der Küche Verwendung.

Datei:Gekeimter Weizen BMK.jpg
Gekeimte Weizenkörner

Erkrankungen

Weizenbrand, eine durch den Pilz Magnaporthe oryzae pathotype Triticum verursachte Erkrankung, breitet sich seit den 1980er-Jahren rapide aus und beeinträchtigt die Weizenproduktion in tropischen und subtropischen Regionen weltweit.[52]

Weizenkeimöl

Weizen enthält (wie oben ersichtlich) nur wenig Fett. Der Ölgehalt der Weizenkeime liegt zwischen 8 und 12 %. Das Öl besteht zu über 60 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, davon zu ca. 88 % aus der Omega-6-Fettsäure Linolsäure. Weizenkeimöl hat einen Anteil von über 200 mg Vitamin E pro 100 g[53] und ist damit das Öl mit dem höchsten Gesamtgehalt an diesem Vitamin. Das Vitamin E in Weizenkeimöl besteht überwiegend aus α-Tocopherol, mit etwa 1,2 mg/100 g sind auch etwas Tocotrienole enthalten. Weizenkeimöl weist nur eine geringe Oxidationsstabilität auf.[54]

Sonstiges

  • Weizenstroh kann als Flechtwerk dienen z. B. für Strohhüte oder zu Faserplatten[55] verarbeitet werden.

Siehe auch

Literatur

  • John Percival: The Wheat Plant. A monograph. Duckworth & Co, London, 1921 (englisch).
  • Olaf Christen (Hrsg.): Winterweizen. Das Handbuch für Profis. DLG-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-7690-0719-0.
  • Elisabeth Schiemann: Weizen, Roggen, Gerste. Systematik, Geschichte und Verwendung. Gustav Fischer, Jena 1948.
  • Udo Renzenbrink: Die sieben Getreide Rudolf Geering Verlag, Dornach 1983.
  • Wilfried Seibel (Hrsg.): Warenkunde Getreide – Inhaltsstoffe, Analytik, Reinigung, Trocknung, Lagerung, Vermarktung, Verarbeitung. Agrimedia, Bergen/Dumme 2005, ISBN 3-86037-257-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Einzelnachweise

  1. Weizen. In: AgriLexikon. Abgerufen am 18. November 2025.
  2. Weizen. In: DWDS. Abgerufen am 18. November 2025.
  3. Alois Walde: Lateinisches etymologisches Wörterbuch. 3. Auflage besorgt von Johann Baptist Hofmann, I–III, Heidelberg 1938–1965, Band II, S. 707.
  4. Weizen, Triticum. In: 2000m². Abgerufen am 23. November 2025
  5. K. F. X. Mayer: A chromosome-based draft sequence of the hexaploid bread wheat (Triticum aestivum) genome. In: Science. 345. Jahrgang, Nr. 6194, 2014, S. 1251788. (Online PDF, englisch)
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 Artikel Weizen mit Darstellung alter Sorten. In: VERNlandsorten.de. Abgerufen am 23. November 2025.
  7. [1] In: ResearchGate. Abgerufen am 24. November 2025.
  8. 8,0 8,1 Einkorn und Emmer – Getreide mit Vergangenheit. In: domaene-oppenheim.de. Abgerufen am 18. November 2025.
  9. Das römische Heer. Größe und Aufbau des Heeres in der Kaiserzeit. In: Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. Abgerufen am 18. November 2025.
  10. Alte Getreidesorten – Emmer, Einkorn und Co. In: planet-wissen.de. Abgerufen am 18. November 2025.
  11. Significant Work Still Needed to Really Crack Wheat’s Genetic Code. In: wheatgenome.org. Abgerufen am 23. November 2025 (englisch).
  12. Weizen. Die Entschlüsselung des Monstergenoms. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 23. November 2025.
  13. Elizabeth Pennisi: Wheat’s complex genome finally deciphered, offering hope for better harvests and nonallergenic varieties. In: Science. Artikel vom 16. August 2018, abgerufen am 23. November 2025.
  14. Hilfe im Kampf gegen Hunger. Erbgut des Weizens entschlüsselt. In: n-tv.de. Artikel vom 16. August 2018, abgerufen am 23. November 2025.
  15. Raz Avni et al.: Wild emmer genome architecture and diversity elucidate wheat evolution and domestication. Science 357 (6346), 2017, S. 93–97. (Zusammenfassung in: Science) Abgerufen am 25. November 2025.
  16. Cristobal Uauy: Wheat genomics comes of age. Curr Opin Plant Biol 36, 2017, S. 142–148. (Online in: ScienceDirekt) Abgerufen am 25. November 2025.
  17. Wheat (Triticum aestivum) GM Events (2 Events). In: ISAAA Inc. Abgerufen am 23. November 2025 (englisch).
  18. Erik Stokstad: Biotechnology. Monsanto pulls the plug on genetically modified wheat. In: Science. Band 304, Nr. 5674, 2004, S. 1088–1089. (Online in: Science)Abgerufen am 25. November 2025 (englisch).
  19. Monsanto wheat scandal: What the discovery of unapproved genetically engineered wheat means for our food. In: Friends of the Earth. Abgerufen am 23. November 2025.
  20. Alejandro Perez-Jones et al.: Hybridization in a Commercial Production Field between Imidazolinone-Resistant Winter Wheat and Jointed Goatgrass (Aegilops cylindrica) Results in Pollen-Mediated Gene Flow of Imi1. Weed Science 58(4), 2010, S. 395–401. (Zusammenfassung in: Cambridge University Press) Abgerufen am 25. November 2025 (englisch).
  21. Jeffrey L Fox: Volunteer GM wheat, mischief or carelessness? Nat Biotechnol. 31(8), 2013, S. 669–670. (Online in: nature biotechnology)
  22. Freisetzungsversuch mit GVO: BAFU bewilligt ergänzende Forschungsarbeiten. In: News Service Bund. Artikel vom 31. März 2021 abgerufen am 23. November 2025.
  23. 23,0 23,1 Hans Joachim Conert: Familie Poaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3, S. 830–843. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1997, ISBN 3-489-52020-3.
  24. 24,0 24,1 24,2 24,3 24,4 24,5 24,6 Rafael Govaerts (Hrsg.): World Checklist of Selected Plant Families. Triticum In: Royal Botanic Gardens Kew. Abgerufen am 23. November 2025.
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  45. Rudolf Steiner: Die Schöpfung der Welt und des Menschen. Über Welt- und Menschenentstehung und den Gang der Kulturentwickelung der Menschheit. Ernährungsfragen. Erdenleben und Sternenwirken. GA 354. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1999, ISBN 3-7274-3540-2, S. 101–102. (Online)
  46. Klaus-Ulrich Heyland (Hrsg.): Spezieller Pflanzenbau (= Landwirtschaftliches Lehrbuch. Band 2). 7., völlig neubearb. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-1080-6, S. 165 ff. und S. 316 f.
  47. Heyland (Hrsg.): Spezieller Pflanzenbau. S. 317.
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  49. Jürgen Martin: Die ‚Ulmer Wundarznei‘. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 176.
  50. Bericht zur Markt- und Versorgungslage. Getreide 2023. In: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Abgerufen am 23. November 2025.
  51. Hat Deutschland genug Getreide – um sich zu versorgen? - Die Fakten. In: agrarheute. Abgerufen am 23. November 2025.
  52. Bernd Müller: Goldene Ähren, dunkle Flecken: Wodurch Weizen bedroht ist. In: telepolis.de. Abgerufen am 23. November 2025.
  53. Anna Stahl, Helmut Heseker: Vitamin E: Physiologie, Funktionen, Vorkommen, Referenzwerte und Versorgung in Deutschland. In: Ernährungs-Umschau, PDF, S. 608–615. Abgerufen am 23. November 2025.
  54. Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Auflage. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2.
  55. Sascha Peters: Materialrevolution II. De Gruyter, 2014, ISBN 978-3-03821-000-9, S. 69.
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