Benutzer:Findus/Luzifer
Luzifer kommt aus dem lateinischen lux „Licht“ und ferre „bringen“. Er wird auch als „Lichtbringer, Lichtträger“ bzw. „Bringer der Morgenröte“ bezeichnet. Der poetische Name des Morgensterns, also der Venus, wörtlich der «Träger des Lichts», der lichtvolle rote Teufel, oft auch als Diabolos (griech. Διάβολος, Diàbolos = Durcheinanderwerfer, Verwirrer, von Διά-βαλλειν, dia-balläin = durcheinanderwerfen) bezeichnet.
Nach Rudolf Steiner wird er identisch mit dem im Koran genannten Iblis, in der Bibel durch die Schlange symbolisiert, die sich in das Paradies schleicht und den Menschen verführt, um vom «Baum der Erkenntnis» zu essen. Oft wird Luzifer auch als geflügelter Drache dargestellt. In der Vision des Ezechiel auch als geflügelter Stier. Luzifer hat sich vor allem in der durch Verwandlung des Astralleibes entstandenen Empfindungsseele verankert Vorlage:GZ und stachelt hier die sinnlichen Begierden und Triebe an.
Herkunft der luziferischen Wesenheiten
Die luziferischen Wesenheiten haben auf dem alten Mond, der früheren Verkörperung unserer Erde, ihre Menschheitsstufe, d.h. ihre Ich-Entwicklung durchgemacht, dabei aber nicht ihr volles Entwicklungsziel erreicht. Heute stehen sie auf einer Entwicklungsstufe zwischen Mensch und Engel und werden zu Verführern des heutigen Menschen, indem sie seinem Astralleib selbstsüchtige sinnliche Triebe und Begierden einpflanzen. Sie bereiten aber gerade dadurch auch die Freiheit des Menschen vor.
An anderer Stelle charakterisiert Rudolf Steiner Luzifer als zurückgebliebenen Erzengel:
Luzifer und die Selbstständigkeit des Menschen
Die Lüge ist für die regelrechten Wesen der dritten Hierarchie unmöglich. Sie müssen ihr wahres Wesen offenbaren und haben im Rückblick auf diese Offenbarung ihr waches Selbstbewusstsein. Jede Lüge, jede Täuschung in der Selbstoffenbarung würde ihr Bewusstsein auslöschen. Die Wesenheiten der dritten Hierarchie haben aber auch kein eigenständiges Innenleben wie der Mensch. Wenden sie willentlich ihren Blick von der Selbstoffenbarung ab, so erfüllt sich durch die bedingungslose Hingabe an die höheren Hierarchien ihr Bewusstsein mit den Inhalten der höheren geistigen Welten. Geist-Erfüllung ist ihr Innenleben. Anders ist das bei den luziferischen Wesenheiten:
