Kritik

Kritik kommt von dem griechischen Wort kritikē, welches abgeleitet ist von dem griechischen Wort krínein‚ was zu deutsch „(unter-)scheiden“ und „trennen“ sowie „prüfen“ und „beurteilen“ bedeutet.[2]
Man versteht unter Kritik die Beurteilung einer Sache oder Person oder deren Äußerungen mit entsprechenden Worten. Sie gilt im Sinne einer Kunst der Beurteilung als eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten.[3]
Grundsätzlich lässt sich eine den Mitmenschen förderliche und konstruktive Kritik von einem destruktiven Aburteilen unterscheiden. Wenn sie in der Sache und nicht persönlich verletzend gehalten ist, nimmt Kritik eine ordnende und gegenseitig aufbauende Funktion unter Menschen ein.
Rudolf Steiner unterschied zwischen überflüssiger Kritik, der man sich um des geistigen Fortschritts willen enthalten muss, und der Verpflichtung zur Kritik, wenn sie berechtigt, sachlich und notwendig erscheint. Der Geistforscher Heinz Grill, der eine Form der Dreigliederung für jede konstruktive Kritik als nötig erachtet, räumt dieser eine große Bedeutung für die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit und des Zusammenlebens unter Menschen ein.
Geistige Forschung zeigt, dass auch die Verstorbenen in der nachtodlichen Welt eine weiterführende, konstruktive Kritik wünschen. Sie wollen, dass sachlich Falsches oder noch Unvollkommenes in eine Richtung der möglichen Verbesserung geführt wird.
Begriffsherkunft

Erst Ende des 17. Jahrhunderts wird der Begriff Kritik im Sprachgebrauch angewandt und in der Folge immer häufiger.[4]
Das Grimmsche Wörterbuch beschreibt den Begriff wie folgt: „Eigentlich die Kunst des fachmäszigen Urtheilens oder Beurtheilens in Sachen der Künste und Wissenschaften.“[5]
Kritik wurde als ein Begriff in der Philosophie verwendet, bezog sich aber hauptsächlich auf Kunstprodukte, wie Theaterstücke, Literatur und Musik. Der deutsche Schriftsteller und Theatersekretär Albert Emil Brachvogel (1824–1878) wies ähnlich wie die Gebrüder Grimm auf die Notwendigkeit einer Fachkunde des Kritikers hin: „Der Kritiker, welcher das Urteil und den Geschmack des Publikums bilden soll, muß ihm genau sagen können, "warum" ihm etwas gefällt oder nicht, muß sagen können, wie das Schlechte besser zu machen sei, oder er ist ein Schwätzer ohne Gewissen.“[6]
Formen der Kritik
Tadel
Der Begriff des Tadels ist älter und und geht wahrscheinlich auf das althochdeutsche Wort zadal zurück, was im 8. Jahrhundert mit Mangel und Not in Verbindung stand. Während sich der alte Wortsinn auf Fehler und Makel bezieht, steht der Tadel heute mehr in Verbindung mit Rüge oder einem missbilligendem Urteil wegen eines Fehlers oder falschen Verhaltens.[7] Charakteristisch ist, dass Tadel in scharfer Weise vorgebracht wird.[8] Mit einem Tadel steht neben der Kritik mehr eine Maßregelung oder auch Strafe als Konsequenz in Verbindung. Im Juristischen gibt es folgende Definition: „Der Tadel ist eine disziplinarische Maßnahme, die von einer Person oder Institution gegen eine andere Person verhängt wird, um ein Fehlverhalten zu rügen und den Betroffenen dazu anzuhalten, es in Zukunft zu unterlassen.“[9] Der Tadel erstreckt sich auf schulische Erziehungsmaßnahmen, berufliche Disziplinarmaßnahmen oder gerichtlichen Sanktionen.
Der Einsatz des Wortes Tadel ist zurückgewichen. Ein zu häufig angewendeter Tadel ist für die Entwicklung des Selbstbewusstseins nicht förderlich.[10]
Schmähkritik

Laut Bundesverfassungsgericht bezeichnet die Schmähkritik eine Äußerung, bei der nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht.[11] Dabei wird die Dialogbereitschaft von der schmähenden Person verweigert. Es geht ihr vielmehr um öffentliche Beleidigung, Verunglimpfung und Zerstörung der Persönlichkeit des anderen. Schmähkritik wird grundsätzlich nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Moderne Online-Bewertungsplattformen haben der Schmähkritik neue Verbreitungskanäle eröffnet und ihre Wirkung potenziert. Die Anonymität des Internets verstärkt die Problematik erheblich. Nutzer fühlen sich durch die scheinbare Unerkennbarkeit ermutigt, Äußerungen zu tätigen, die sie in einem persönlichen Gespräch niemals verwenden würden. Diese Enthemmung führt zu einer Verrohung der Sprache und einer Zunahme schmähender Äußerungen. Unsolide Schmähkritik kann im Internet sehr schnell und weit verbreitet werden. Werden diffamierenden Bewertungen im Zuge von systematischen Kampagnen gezielt gegen eine Personen oder ein Unternehmen eingesetzt, können existenzbedrohende Auswirkungen entstehen.[12]
Das modern gewordene Lästern über Dinge oder andere Menschen sowie das despektierliche Herabwürdigen anderer unterscheidet sich von der konstruktiven Kritikfähigkeit. „Destruktive Kritik ist die vollkommen gegensätzliche Form des Kritisierens und zielt nicht darauf ab, Ihnen bei der Weiterentwicklung in Ihrem Job oder Ihrer Persönlichkeit zu helfen.“[13]
Konstruktive Kritik
Nicht die Person als solche, sondern mehr die sachliche Auseinandersetzung und die Verbesserung der Sache, steht bei der konstruktiven Kritik im Zentrum. Der erste deutsche Reichskanzler, Otto von Bismarck, formulierte es in der Weise: „Ich bin dankbar für die schärfste Kritik, wenn sie nur sachlich bleibt.“[14] Sachlichkeit wird mit Klarheit und Vorausschaubarkeit verbunden, während Gefühle immer einen Anteil Unberechenbarkeit haben. Emotionen erscheinen in dem Zusammenhang der konstruktiven Kritik als Hindernis und Störung.[15]
Den Unterschied zwischen Konstruktivität und Destruktivität einer Kritik kann folgendes Bild beschreiben: „Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Bildhauer. Destruktive Kritik wäre wie ein Hammer, der den Stein zerschmettert. Konstruktive Kritik hingegen ist wie ein präziser Meißel, der gezielt arbeitet und dabei hilft, eine schöne Skulptur zu erschaffen. Jeder Schlag hat einen Zweck und bringt das Kunstwerk seinem vollendeten Zustand näher.“[16]
Dieses Bild macht deutlich, dass es für eine konstruktive Kritik einerseits eine präzise Wahrnehmung für das braucht, was ungünstig oder fehlerhaft ist, und anderseits eine Vorstellungen von einem idealen Ziel vorhanden sein muss.
Konstruktive Kritik wird als „eine ehrliche und respektvolle Bewertung [angesehen], die Schwächen aufzeigt, aber immer darauf abzielt, Lösungen zu finden und zu verbessern.“[17] Es gibt für Gespräche, in denen Feedback im Sinne einer konstruktiven Kritik gegeben wird, viele praktische, methodische Regeln, wie etwa: Ausgang von konkreten Beobachtungen, Formulierungen aus der Ich-Perspektive, Vermeidungen von Schuldzuweisungen, Drohungen und Pauschalisierungen, Einbringen von Verbesserungsvorschlägen, Miteinbeziehen des Gegenübers.[18][19]

Neben diesen methodischen Hilfestellungen betont der Schweizer Theologe und diplomierte Coach Urs R. Bärtschi folgendes: „Die hohe Kunst eines Feedbackgesprächs besteht folglich darin, die Zuhörbereitschaft aufrechtzuerhalten, selbst wenn unangenehme Dinge angesprochen werden. Dafür bedarf es hoher sozialer Fähigkeiten und eines guten Gespürs für Menschen. Es reicht nicht aus, sich an Feedbackregeln zu halten – die innere Haltung muss stimmen. Überlegen Sie, wie Sie Ihr Gegenüber dabei unterstützen können, einen Schritt weiter zu gehen, sich zu entwickeln. Die meisten Menschen können gut analysieren und Anhaltspunkte für ihre Kritik liefern. Dies allein reicht nicht, um Lernprozesse auszulösen. Es bedarf weiterführender Impulse, um das konstruktive Potential des Empfängers in Bewegung zu setzen.“[20] Ein deutsches Sprichwort bringt dieses Mögliche sehr einfach, aber doch prägnant zum Ausdruck: „Kritik ist kein abwertendes Werturteil, sondern nur Hilfe für das Werdende.“[21]
Die Bedeutung konstruktiver Kritik liegt in ihrer Fähigkeit, Menschen zu helfen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen. Sie schafft eine Brücke zwischen dem aktuellen Zustand und dem gewünschten Ergebnis. Dabei ist sie immer lösungsorientiert und bietet konkrete, umsetzbare Verbesserungsvorschläge.[22]
Selbstkritik
Der Schriftsteller Christian Morgenstern weist auf den Zusammenhang von Kritik und Selbstkritik hin, indem er sagt: „In dem Maße, wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik an anderen“.[23]
Der kritische Umgang mit sich selbst ist einerseits mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion verbunden, das heißt sein eigenes Denken, Fühlen und Handeln wie ein ruhiger Beobachter oder Zeuge beurteilen zu lernen. Größere Objektivität und eine große Motivation zur Weiterentwicklung können daraus resultieren. Selbstkritik kann, wenn sie konstruktiv ist, „ein wichtiges Mittel zur geistigen, ethischen und spirituellen Entwicklung der Persönlichkeit [sein]. Gerade im Raja-Yoga und Karma-Yoga spielt die Fähigkeit zur Selbstkritik eine wichtige Rolle.“[24]
Andererseits spielt extreme und einseitige Selbstkritik eine Rolle bei psychischen Erkrankungen, wie etwa bei Depressionen mit starker Selbstwertminderung.[25] Diese ungesunden Formen müssen jedoch von einer Selbstkritik in entwicklungsdynamischer Absicht abgegrenzt werden.
Kritik in der Philosophie
Der Begriff Kritik hat sich in der Philosophie als „eine Grundvoraussetzung für die Freiheit des einzelnen Menschen [entwickelt]: Nur wer sich und seine Umwelt kritisch reflektiert, kann eine freie Entscheidung treffen.“[26]
Als der erste große neuzeitliche Theoretiker der Kritik gilt Pierre Bayle, der 1697 Kritik als diejenige Tätigkeit definierte, die Vernunft und Offenbarung scheide, und damit den entscheidenden Schritt in Richtung auf einen praxisorientierten Kritikbegriff vollzog.[27] Wissenschaftlichkeit und Religion, die als Exegese bis dahin eine Einheit gebildet hatten, wurden hier restmals strikt geschieden, die Textkritik wurde überkonfessionell und religionskritisch und der Kritikbegriff konnte von nun an auf Bereiche angewendet werden, in denen das bis dahin nie unternommen worden war.[28]
Im Schrifttum des englischen Philosophen Shaftesbury (1671–1713) war der Kritikbegriff zentral.[29] Shaftesbury wollte die im Umgang mit Kunst geschärfte Urteilsfähigkeit des Menschen auch in anderen Lebensbereichen nutzbar werden lassen, besonders in solchen, die sein zentrales Glück ausmachen: seine Freiheit und sein Menschsein. Kritik war für ihn vor allem Selbstgespräch und Selbstkritik; der Mensch müsse seine eigenen Urteile und Handlungsmotive überprüfen, um sein Urteilsvermögen entwickeln und schärfen zu können. Die Selbsterkenntnis müsse jeder anderen Erkenntnis vorausgehen, weil nur sie ganz zuverlässig sei; da der Mensch von Natur aus aber ein soziales Wesen sei, müsse auf die Selbstaufklärung die Aufklärung, der öffentliche Gebrauch der Vernunft folgen. Kritik war für Shaftesbury die fundamentale Geisteshaltung der zivilisierten Gesellschaft. Der Kritikbegriff wurde bei ihm universal in dem Sinne, dass er nicht mehr nur die Ästhetik betraf, sondern nun auch die Ethik einschloss. Die Aufgabe, ein gutes Urteilsvermögen zu entwickeln und zu gebrauchen, wies Shaftesbury insbesondere den Schriftstellern und den (Literatur-)Kritikern zu.[30]
Es war Immanuel Kant, der sich über den Kritikbegriff in der Philosophie besonders hervorgetan hat. Mit seinen drei Kritiken, also seinen bedeutenden Werken Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft und Kritik der Urteilskraft gilt Kant als der wichtigste Vertreter der Aufklärung.[31] Das Wort „Kritik“ im Titel steht aber nicht für „kritisieren“ im Sinn von „bemängeln“, sondern für „durchleuchten, überprüfen, durchdenken“.[32] Mit der Anregung Kants, alles zu hinterfragen, steht auch der von ihm stammende Leitspruch der Aufklärung in Verbindung, den er 1784 prägte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Kants Kritik der reinen Vernunft ist daher als eindrucksvolles Plädoyer für eine durch Kritik aufgeklärte „allgemeine Menschenvernunft“ aufgenommen worden. Die Kritik, der „sich alles unterwerfen muß“, dringt auf „freie und öffentliche Prüfung“ und macht auch vor Religion und Gesetzgebung nicht halt.“[33]
Kritik steht für Kant in Zusammenhang mit „durchleuchten, durchdenken, überprüfen“. Diese mentalen Prozesse des menschlichen Vermögens stärken die Urteilskraft. „Kritik […] ist ein erlerntes Vermögen.“[34] Kritik gründet sich auf die Fähigkeit des Menschen, zu beurteilen. Der etymologische Herkunft zeigt ebenfalls diesen Zusammenhang.
Psychologische Perspektive
Als Kommunikation über Probleme bildet Kritik eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass Probleme behoben werden können. Da niemand seine Handlungen gern in Frage gestellt sieht, wird sie vom Empfänger meist als unangenehm empfunden. Umgekehrt erteilen Menschen auch ungern Kritik, weil sie wissen, dass diese kaum willkommen ist. Die erlernte Fähigkeit, Kritik nicht als Angriff gegen die eigene Person, sondern als nützlichen Hinweis für Handlungsverbesserungen aufzunehmen, und die erlernte Fähigkeit, Kritik so zu üben und zu formulieren, dass sie, anstatt zu Kränkung, im Gegenteil motiviert, wird als Kritikkompetenz bezeichnet. Sie gilt somit als eine Komponente der allgemeineren Sozialen Kompetenzen.
Zu unterscheiden sind aktive und passive Kritikfähigkeit. Wird der Begriff ohne eines dieser Attribute verwendet, sollte sich die Art aus dem Zusammenhang ergeben, ansonsten ist die Qualität der Quelle zu hinterfragen. Beide Formen werden normalerweise graduell eingestuft.[35]
- Aktive Kritikfähigkeit bedeutet das Vermögen, konstruktive Kritik üben zu können. Diese Fähigkeit geht im Allgemeinen mit Beurteilungsvermögen und empathischer Kommunikationskompetenz einher.
- Passive Kritikfähigkeit bedeutet, empfangene Kritik konstruktiv verwerten zu können. Dafür sind zusätzliche Faktoren wie emotionale Selbstkontrolle und empathische Einschätzung des Kritisierenden maßgeblich.
Geistige Sicht zur Kritik
Rudolf Steiner

Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, hat sich über Kritik wiederholt geäußert. Einerseits spricht er von der Notwendigkeit, dass sich derjenige, der sich um spirituelle Entwicklung bemüht, sich von der allgemein üblichen und meist unsoliden Kritik distanzieren muss. Besonders dort, wo es um mentale Übungen zur Empathieförderung geht, ist Rudolf Steiner das Zurückhalten des schnellfertigen Aburteilens wichtig. Beispielsweise führt er aus, dass es für die Ausbildung des Herzzentrums von Bedeutung ist, die seelische Tugendkräfte der Duldsamkeit und Toleranz gegenüber Menschen, anderen Wesen und auch Tatsachen zu entwickeln.
- „Der Geheimschüler unterdrückt alle überflüssige Kritik gegenüber dem Unvollkommenen, Bösen und Schlechten und sucht vielmehr alles zu begreifen, was an ihn herantritt.“[36]
An dieser Stelle erscheint das Unterlassen der Kritik wichtig, denn vorschnelle Urteile und oberflächliche Kritik verhindern gerade das tiefere und intensivere In-Beziehung-Treten mit dem Herantretenden.
Andererseits gibt es klare Aussagen von Rudolf Steiner, dass es auch eine Verpflichtung zur Kritik gibt. „Nicht etwa soll man berechtigte Kritik vermeiden; wenn die Kritik eine sachliche ist, so wäre es natürlich eine Schwäche, das Schlechte für gut auszugeben.“[37] Er weist auf die Notwendigkeit hin, Kritik zu tätigen, selbst wenn sie vorübergehend den Fortschritt in der Entwicklung hemmen sollte.[38] Sie zu unterlassen, wäre Egoismus.
Im Besonderen sieht Rudolf Steiner die Dringlichkeit, sich gegenüber Kritik und falschen Urteilen gegenüber der Anthroposophie zu positionieren:
- „Es ist im höheren Sinne des Wortes lieblos gegenüber einem Menschen, wenn man ihm so etwas verzeiht. Denn man verurteilt ihn dadurch karmisch zur Wesens- und Bedeutungslosigkeit nach dem Tode. Wenn man ihn auf die Unmöglichkeit eines solchen Urteils aufmerksam macht, erleichtert man ihm sein Dasein nach dem Tode.“[39]
Rudolf Steiner selbst hat mit Kritik nicht gezögert, wo sie geboten erschien, da er den Standpunkt vertrat, dass ein Mensch dann zur völligen Tatenlosigkeit herabsinke, der alles mit absoluter Gleichgültigkeit betrachtet.[38] Ihm selbst war dabei wichtig, dass er Charakteristiken, also genaue, konkrete und fachkundige Beschreibungen gibt, von dem, was kritikwürdig ist. Ganz besonders geht er mit Aussagen von zeitgenössischen Gelehrten ins Gericht, was sich beispielsweise an seiner Auseinandersetzung mit dem Werk des Psychoanalytikers Carl Gustav Jung zeigt.[40] Zunächst übt er Kritik, indem er auf dessen „unzulängliche Mittel“ hinweist und sogar an anderer Stelle von „absoluten Unsinn“ einer von Jung getätigten Aussage spricht.[41] Er schreibt weiter: „Solche Dinge durchschaut der Psychoanalytiker nicht, weil er nicht voraussetzt, daß es überall eine geistig-seelische Welt gibt, zu der die Menschenseele in Beziehung steht.“[42] Rudolf Steiner bleibt beschreibend, spricht aber sehr klar über die Ursachen von falschen Vorstellungen oder fehlerhaften Aussagen. Einige Zeilen später wertschätzt Rudolf Steiner die Person C.G. Jungs, indem er schreibt: „Denn ich sage dies alles nicht, um dem Professor Jung etwas am Zeuge zu flicken, sondern weil ich glaube, daß er in seinem Denken schon mutiger ist, als alle andern. Er sagt das, was er sagen muß nach den Voraussetzungen der Gegenwart.“[43]
Heinz Grill
Der Geistforscher Heinz Grill schätzt das Vorgehen von Rudolf Steiner in der eben dargestellten Buchpassage folgendermaßen ein:
- „Wenn Rudolf Steiner die Aussagen von C. G. Jung erheblich kritisiert, so ist diese Auseinandersetzung nicht mit Tadelung zu vergleichen, sondern mit einem moralischen Ehrgefühl der Liebe zur Wahrheit und sogar Liebe zu der Person, die betroffen ist. Nicht Schmerz und Kränkung entstehen daraus, sondern eine außerordentliche Möglichkeit des Dialoges und der Entwicklung.“[44]
Konstruktive Kritik: Voraussetzungen, Dreigliederung und Verpflichtung
Was genau eine erbauende Form der Kritik ausmacht und welche Form der Auseinandersetzung hierfür nötig ist, hat Heinz Grill aufgrund seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Begriff Kritik folgendermaßen herausgearbeitet:
- „Die konstruktive Kritik hingegen ist empathisch gestimmt, denn sie versetzt sich in die Argumentation eines anderen hinein, eruiert den Wahrheitskern der Worte und versucht die Bezüge, in denen sich der andere befindet, zu verstehen. Nicht nur der äußere, sondern auch der innere Gehalt der Worte ist dann von Bedeutung. Aus dieser einfühlsamen Bewusstheit entwickelt die konstruktive Kritik inhaltliche Richtigstellungen, Verbesserungen, Erweiterungen, Erklärungen, angemessene Vergleiche und erhöht das Thema. Aus diesem Grunde ist die konstruktive Kritik immer wünschenswert, und sie ist ein Teil der aktiven Entwicklung, nicht nur des Herzzentrums, sondern aller feinstofflichen Energiezentren.“[45]
Aus seiner Sichtweise ergibt sich für ein Ideal der Kritikbildung eine Dreigliederung:

- „Eine Form der Dreigliederung ist für jegliche konstruktive Kritik wichtig. Eine kritische Betrachtung erfordert eine objektive Beziehung, erstens zum anderen Menschen, zweitens zu dem sachbezogenen Thema und drittens zu sich selbst. […] Kritik in einer konstruktiven Form, unter Anwendung einer Dreigliedrigkeit, die besagt, dass der andere nie in seiner Individualität verletzt werden darf, das Thema in der schönsten Form zur Entfaltung gelangen will und die eigene Bemühung sich um das Interesse eines größeren Ganzen annimmt, führt immer zu einer besseren Mittenempfindung des Herzens und auf längere Sicht zu einer Friedfertigkeit.“[45]
Zusammenfassend zeigt sich das Bild der Dreigliederung der konstruktiven Kritik wie folgt:
- auf sich selbst bezogen in der Haltung eines „moralischen Ehrgefühls der Liebe zur Wahrheit“ verbunden mit dem Einsatz für die Verbesserung einer Sache oder Themas,
- in Bezug auf den anderen Menschen dergestalt, dass dieser nicht angegriffen oder in seiner Persönlichkeit verletzt, sondern gewürdigt wird.
- Kritik bezieht sich konkret auf eine Sache oder ein Thema, das eine Aufwertung erhalten soll, und für alle Beteiligten einen aufbauenden Lernprozess eröffnet.
Ähnlich wie Rudolf Steiner sieht Heinz Grill auch eine Notwendigkeit oder Verpflichtung des einzelnen Menschen für die Ausübung von Kritik in dargestellter Art:
- „Kritik aber gegenüber Missverhältnissen, religiösen Irrtümern, törichtem Sektenverhalten oder allgemein antimoralischen Handlungen ist wichtig. Sie stellt jedoch nicht eine Form der Verfolgung, Denunzierung des Persönlichen oder gar der Vernichtung einer anderen Auffassung dar, sie öffnet vielmehr die Möglichkeit zu Dialog und den daraus entstehenden menschlichen, gehobenen Verbindungen.“[44]
Insbesondere für Prozesse in Gemeinschaften erlangt nach Heinz Grill die konstruktive Kritik eine sehr wertvolle Bedeutung, denn sie „führt Menschen zueinander und erschafft in ihrer Konstruktivität neue Möglichkeiten. Für die Erlangung des sozialen Prozesses ist die Kritikfähigkeit sogar notwendig.“[46]
Destruktive Kritik verhindert die Entfaltung des Herzzentrums
Nach den Forschungen von Heinz Grill verhindert Schmähkritik die Entfaltung des Herzzentrums des Menschen:
- „Alle Beschimpfungen, Werturteile und Angriffe gegen andere, die in persönlicher Form stattfinden, selbst wenn sie aus gefühlshafter Verletztheit entstehen, rauben dem, der diese als Aggressor vollbringt, das Seelenlicht und jegliche feinfühlige Empathiefähigkeit. Der Mensch wirft sich selbst auf seinen physischen Leib zurück und er wird trotz vielleicht mancher äußerlichen Vitalitäten hässlicher.“[45]
Anliegen der Verstorbenen und Wirkung auf das nächste Leben
Durch Geistforschung ist es möglich, das Ansinnen der Verstorbenen in der nachtodlichen Welt zu ergründen und dadurch Werte im Zwischenmenschlichen zu fassen, die von bleibendem Charakter sind. Der Autor Heinz Grill sieht bei den Verstorbenen den Wunsch nach konstruktiver Kritik:
- „Die Verstorbenen wollen eine konstruktive, weiterführende, sachgemäße Kritik. Sie wollen, dass bisherige Lebenswerke erbauend, nobilisierend und Falsches überwindend, Neues hinzukommend, mit steigenden qualitativen Verbesserungen in eine weiterführende Arbeit gelangen. Der Mensch muss bereits, weil es die Seelen im Nachtodlichen wollen, sich der konstruktiven Kritik hinwenden.
- Die heutige Meinung, die weit bei Anthroposophen verbreitet ist, man dürfe falsche Darstellungen, die öffentlichen Charakter beziehen, keinesfalls kritisch hinterfragen, man müsse sie nehmen, wie sie sind, und dürfe keine weiterführenden Anmerkungen tätigen, ist für die Seelen im Nachtodlichen schmerzvoll, einengend und verhindert für sie die Beziehungsaufnahme mit den Hinterbliebenen. Falsches muss nicht verdammt werden, das sei nicht gemeint, es soll nur das Falsche, Irrige, Unvollkommene in eine Richtung der möglichen Verbesserung geführt werden. Nicht Nörgelei oder Besserwisserei sind die Maßstäbe für Kritik, es ist vielmehr die Entwicklungsfrage, die in aufbauender Gedankenbildung und Bewusstseinsentwicklung gefragt ist. Die dialogische und bewusste Entwicklung von Gedanken, die bis zu einem bestimmten Punkt bereits von jemandem geführt wurden, seien sie falsch oder halbrichtig, seien sie bereits schon sehr vollkommen, sie wollen immer in eine weitere Entwicklung und in größere Zusammenhänge aufsteigen. Kritik im richtigen Sinne entfacht Freude im Totenreich.“[47]
Rudolf Steiner, der von der Wiedergeburt des Menschen ausgeht, beschreibt die Wirkungen von abwertender Kritik bis in das nächste Leben hineinreichend:
- „Wenn jemand viele abfällige Urteile über seine Mitmenschen fällt, so recht ein Kritikaster ist, so drückt sich diese Neigung des einen Lebens im nächsten Leben in einer gewissen Verfassung des physischen Leibes aus, und zwar darin, daß der Betreffende früh altert und überhaupt wenig Jugendlichkeit zeigen wird.“[48]
Standpunkt zur Kritik bei Yoga Vidya
Nach der Aussage von Yoga Vidya, gegründet von Sukadev Volker Bretz, sollte sich ein Yogaschüler oder spiritueller Aspirant „auch in Kritikfähigkeit üben können. Wer Kritik aushalten kann, dessen Ego wird dünner, dessen Zugang zu einer höheren Wirklichkeit wird leichter.“[49]
Gesundheitliche Aspekte der konstruktiven Kritik
Bekannt ist, dass Menschen mit gutem Selbstwertgefühl bei Kritik weniger emotionalen Stress erleben als solche mit einem niedrigen Selbstwert.[50] Umgekehrt spielt eine starke Kritikfähigkeit „eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Resilienz. Sie ermöglicht es, aus Rückmeldungen zu lernen und sich somit kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wenn man Kritik annehmen kann, ist das ein wichtiger Schritt hin zu persönlichem Wachstum. Menschen, die offen für konstruktive Kritik sind, können gezielt an ihren Schwächen arbeiten und ihre Stärken weiter ausbauen. Dies fördert nicht nur die berufliche, sondern auch die persönliche Entfaltung.“[51] Insbesondere, so der Autor der zitierten Quelle, hat die Fähigkeit, mit Kritik umzugehen, einen direkten Einfluss auf unsere psychische Gesundheit und Widerstandskraft. Sie stärkt das Selbstbewusstsein.
Der Arzt Gunter Albert geht davon aus, dass es für die Entwicklung und Gesundheit des Menschen im Allgemeinen günstig ist, wenn Altes und Unbrauchbares abgelegt und Neues in die Geburt kommen kann. Hierzu gehört auch, dass fehlerhafte Vorstellungen, illusionäre oder unsolide Bindungen und falsche Erwartungen des Einzelnen erkannt und aufgedeckt werden. Dies erscheint wichtig, da Krankheiten hierdurch entstehen können. Da der Mensch aber ein Wesen mit sogenannten blinden Flecken ist und der Blick zum Mitmenschen oft objektiver ausfällt als zu sich selbst, ist die Möglichkeit der gegenseitigen erbaulichen Kritik ein fortschrittliches Mittel hin zu eine gesündere Zukunftsperspektive.[52] In diesem Zusammenwirken kann der Einzelne besser den individuellen und doch in Objektivität und Sozialfähigkeit gegründeten Standpunkt finden. Mit der Fähigkeit zur Kritik entstehen Beziehung und Lernschritte in der Entwicklung für den, der sie leistet und für den, der sie empfängt. Konstruktive Kritik führt nach der Sichtweise von Gunter Albert zu einer Stärkung neuronaler Strukturen des Gehirns, zu einer Harmonisierung im Herz-Kreislaufsystem und einer positiven Unterstützung der Immunkraft des Menschen.
Literatur
- Marian Adolf: Kritik als Aufgabe. Zum Kritikbegriff der Sozial- und Kulturwissenschaften. In: Studies in Communication and Media. Jahrgang 10, 2021, Nr. 2, S. 146–167. (Online)
- Theodor W. Adorno: Kulturkritik und Gesellschaft. In: Prismen. Frankfurt am Main 1976 (zur Praxis der Kritik siehe dort, S. 23).
- Ulf Bohmann, Lars Gertenbach, Henning Laux: Ein Spiel zwischen Nähe und Distanz. Modelle der Kritik unter nachmetaphysischen Bedingungen. In: Karina Becker, Lars Gertenbach, Henning Laux, Tilman Reitz (Hrsg.): Grenzverschiebungen des Kapitalismus. Umkämpfte Räume und Orte des Widerstands. Campus, Frankfurt am Main / New York 2010, S. 55–74.
- Claus von Bormann, Giorgio Tonelli: Kritik. I. Die Geschichte des Kritik-Begriffs von den Griechen bis Kant. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 4, 1976, Sp. 1249–1267 (für diesen Artikel nicht ausgewertet).
- Ulrich Bröckling: Der Kopf der Leidenschaft. Soziologie und Kritik. In: Leviathan – Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft. Jg. 41, S. 309–323.
- Robin Celikates: Kritik als soziale Praxis. Gesellschaftliche Selbstverständigung und kritische Theorie. Campus, Frankfurt am Main / New York 2009.
- Frederik Metje: Gefühlspolitische Selbst-Bildung. Zum kritischen Umgang mit politischen Gefühlen. Bielefeld 2023, S. 49–78.
- Giorgio Tonelli: „Critique“ and Related Terms Prior to Kant: A Historical Survey. (= Kant-Studien. Band 69). 1978, Sp. 119–148.
- Helmut Holzhey: Kritik. II. Der Begriff der K. von Kant bis zur Gegenwart. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 4, 1976, Sp. 1267–1282 (für diesen Artikel nicht ausgewertet).
- Rahel Jaeggi, Tilo Wesche (Hrsg.): Was ist Kritik? Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-29485-7.
- Dieter Prokop: Das fast unmögliche Kunststück der Kritik. Erkenntnistheoretische Probleme beim kritischen Umgang mit Kulturindustrie. Tectum Verlag, Marburg 2007.
- Kurt Röttgers: Kritik und Praxis - Zur Geschichte des Kritikbegriffs von Kant bis Marx. De Gruyter Verlag, Berlin 1975.
- Kurt Röttgers: Kritik. In: Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck (Hrsg.): Geschichtliche Grundbegriffe: Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Band 3, Klett, Stuttgart 1982, S. 651–675 (für diesen Artikel nicht ausgewertet).
- Hito Steyerl: Die Institution der Kritik (2006) in: diess. Jenseits der Repräsentation / Beyond Representation, Köln : Verlag der Buchhandlung Walther König 2016, S. 101–106.
- Georg Vobruba: Die Kritik der Leute. Einfachdenken gegen besseres Wissen. Beltz Juventa, Weinheim / Basel 2019, ISBN 978-3-7799-6037-9.
- Thomas Zinsmaier / Red. / Gert Ueding: Kritik. In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 10, WBG, Darmstadt 2011, Sp. 530–545 (für diesen Artikel nicht ausgewertet).
Einzelnachweise
- ↑ Rudolf Steiner: Erfahrungen des Übersinnlichen. Die drei Wege der Seele zu Christus. GA 143. 4., neu durchgesehene Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1994, ISBN 3-7274-1430-8, S. 26. (Online)
- ↑ Georg Mohr / Markus Willaschek (Hrsg.): Einleitung: Kants Kritik der reinen Vernunft. In: uni-frankfurt.de. Abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Georgi Schischkoff (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch. 20. Auflage. Alfred Kröner, Stuttgart 1978, ISBN 3-520-01321-5, S. 371.
- ↑ Kritik. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 5. November 2025.
- ↑ Kritik. In: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/25. Abgerufen am 15. Oktober 2025.
- ↑ Zitate. In: aphorismen.de. Abgerufen am 30. Oktober 2025
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- ↑ Beschluss vom 7. Dezember 2011, Az. 1 BvR 2678/10. BVerfG NJW 2012, 1643. Abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Schmähkritik. In: thomas-feil.de. Abgerufen am 6. November 2025
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- ↑ Urs R. Bärtschi: Ich bin mein eigener Coach. 3. Auflage. Springer Gabler, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3658304973, S. 63.
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- ↑ Wichtige Tipps um konstruktive Kritik zu formulieren und anzunehmen. In: cobaltrecruitment.de. Abgerufen am 8. November 2025.
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- ↑ Fachklinik für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik. In: klinik-friedenweiler.de. Abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Marcel René Marburger: Selbstkritik als Haltung – Methode für ein vorurteilsloses Gestalten. In: ResearchGate. Aus dem Buch: Kritik und Design. 2024, Seite 122–136.
- ↑ Reinhart Koselleck: Kritik und Krise. 2. Auflage. Freiburg / München 1976, ISBN 978-3518276365, S. 89.
- ↑ Paul Geyer: Kritik des Kritikbegriffs. In: Paul Geyer, Monika Schmitz-Emans (Hrsg.): Proteus im Spiegel. Kritische Theorie des Subjekts im 20. Jahrhundert. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2633-0, S. 27–42; Anne-Barb Hertkorn: Kritik und System. Vergleichende Untersuchungen zu Programm und Durchführung von Kants Konzeption der Philosophie als Wissenschaft. phronesis, München 2009, ISBN 978-3-00-019509-9, S. 33.
- ↑ Shaftesbury; Lawrence E. Klein (Hrsg.): Characteristics of Men, Manners, Opinions, Times. Cambridge University Press, 1999, ISBN 0-521-57022-0.
- ↑ Barbara Schmidt-Haberkamp: ”Go to the poets”: die Kunst des Selbstgesprächs bei Shaftesbury. In: Kreimendahl, Neugebauer-Wölk, Vollhardt (Hrsg.): Aufklärung 22. Thema: Shaftesbury. Felix Meiner Verlag, 2010, S. 17 f.; Jochen Barkhausen: Die Vernunft des Sentimentalismus. Untersuchungen zur Entstehung der Empfindsamkeit und empfindsamen Komödie in England. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1983, ISBN 3-87808-480-3.
- ↑ Aufklärung. In: deutschlandmuseum.de. Abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Immanuel Kant. Kritik der reinen Vernunft (Zusammenfassung). Abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ Georg Mohr / Markus Willaschek (Hrsg.): Einleitung: Kants Kritik der reinen Vernunft. In: uni-frankfurt.de. Abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Urteil und Kritik. In: cogito-muenchen.de. Abgerufen am 9. November 2025.
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