Milch
Milch ist allgemein eine in den Milchdrüsen von Säugetieren gebildete Flüssigkeit, die die erste Nahrungsquelle des neugeborenen Menschen und der Säugetiere darstellt. Sie ist eine weiße, trübe Emulsion von Milchfett in Wasser.[1] Im engeren Sinn ist mit Milch meist Muttermilch von weiblichen Rindern gemeint. Die wichtigsten Stoffe, die in der Milch als Emulgator für das Fett dienen, sind Lecithine (Phospholipide), weitere Lipide und bestimmte Milchproteine. Sie alle tragen dazu bei, dass das Milchfett fein verteilt bleibt und sich nicht an der Oberfläche absetzt. Die Milch gilt als das älteste Nahrungsmittel des Menschen. Geisteswissenschaftliche Forschungen sprechen von einer spezifisch irdischen Nahrung, die den Menschen zum Erdenbürger macht, ohne ihn jedoch an das Irdische zu fesseln.
Der Milchbildeprozess
Die Milch wird in den Milchdrüsen des weiblichen Organismus gebildet und stellt die erste natürliche Nahrung des Neugeborenen dar. Die Milchdrüsen sind in die Oberfläche eingelagert und gelten anatomisch gesehen als ein Komplex hochgradig modifizierter Schweißdrüsen. [2] Während der Schwangerschaft bzw. Trächtigkeit führen konstante Hormonspiegel (Östrogen, Progesteron) aus der Plazenta sowie Prolaktin aus der Hirnanhangdrüse zur Umwandlung der mütterlichen Brustdrüsenzellen in milchproduzierende Alveolarzellen. Im dritten Trimenon tritt gelegentlich schon tropfenweise Vormilch (Kolostrum) aus. Zwei bis acht Tage nach der Geburt beginnt die Ausschüttung der Muttermilch (Laktation), zuerst unter hormonellem Einfluss (plötzlich verminderte Östrogen- und Gestagenspiegel, vermehrte Produktion von Prolaktin aus der Hypophyse), dann reflektorisch durch den Saugreiz des Kindes, der – ebenfalls aus der Hirnanhangdrüse – die Ausschüttung des Hormons Oxytocin bewirkt. Unter Einfluss von Oxytocin kontrahieren sich auch die Myoepithelzellen um die milchbildenden Drüsenbläschen (Alveolen), sodass die Milch während des Stillens aktiv ausgetrieben wird. Die von den Milchdrüsen produzierte Milch stellt eine ausgewogene und vollwertige Ernährung des Säuglings nach der Umstellung der Ernährung über die Nabelschnur dar. Mit dem Kolostrum werden in erhöhtem Maße Immunglobuline an den Säugling übertragen.
Geisteswissenschaftliche Aspekte zur Milchentstehung – der pflanzliche Charakter der Milch
Rudolf Steiner beschreibt den Milchbildeprozess gegensätzlich zum Blutbildeprozess. Das Blut wird im Knochenmark gebildet, also im Innersten des Menschen, während die Milch in den peripher liegenden Milchdrüsen gebildet wird. Tritt das Blut nach außen, müssen starke Formkräfte über die Blutgerinnung eingreifen, damit der Mensch nicht verblutet. Die Milch hingegen hat die Tendenz, sich nach außen zu verströmen. Eine Gerinnung tritt bei der Milch erst durch die Berührung mit Lab und Säure ein. [3] Während man bei den Pflanzen ebenfalls den Begriff der Milch für bestimmte Pflanzensäfte verwendet, ist das Blut eine Gemeinsamkeit von Tier und Mensch. In ihm lebt das Seelische, die Triebe und Leidenschaften. Da die Milch nicht mit dem Blutprozess in Kontakt kommt und somit frei bleibt von dem seelischen Element, kann es als etwas bezeichnet werden, das eine Mittelstellung zwischen Tier und Pflanze einnimmt. So schreibt Heinz Grill:
„Verfolgt man den Entstehungsprozess, so erkennt man, dass das Tier nur das Medium ist, durch das die Milch hervorgebracht wird. Der Blutprozess des Tieres ist daran nicht beteiligt. Das Blut würde Beseelung und Verinnerlichung bringen. Die Bildung der Milch geschieht aber nicht in den Organen mit Durchblutung, sondern in den eigens dafür vorgesehenen Lymphwegen, deshalb ist die Milch keine tierische Substanz. Sie ist frei von Seelenkraft, sie steht dem Pflanzlichen näher.“ [4]
Die Substanzstruktur der Milch und deren gesundheitliche Wirkung
| Inhaltsstoffe | Mensch | Kuh | Schaf | Ziege | Pferd | Rentier | Büffel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wasser | 87,2 % | 87,5 % | 82,7 % | 86,6 % | 90,1 % | 66,9 % | 82,8 % |
| Kohlenhydrate | 7,0 % | 4,8 % | 6,3 % | 3,9 % | 5,9 % | 2,8 % | 5,5 % |
| Milchfett | 4,0 % | < 4,2 % | 5,3 % | 3,7 % | 1,5 % | 16,9 % | 7,4 % |
| Eiweiße | 1,5 % | 3,5 % | 4,6 % | 4,2 % | 2,1 % | 16,9 % | 3,6 % |
| Spurenelemente | 0,3 % | 0,7 % | 0,9 % | 0,8 % | 0,4 % | 1,2 % |
Die Milch nimmt einen bedeutenden Platz in der Ernährung des Menschen ein. Sie ist zusammengesetzt aus Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten sowie Mineralien und Vitaminen. Das Milcheiweiß, das Kasein ist ein für den Menschen gut verfügbares Eiweiß, das für alle Wachstumsprozesse und für den Muskelaufbau unverzichtbar ist. Es gilt als sehr hochwertig, da in diesem alle Aminosäuren zu finden sind, die der Mensch als Anregung benötigt, um sein eigenes, individuelles Eiweiß aufzubauen. Es zeichnet sich durch leichte Verdaulichkeit aus. Der Milchzucker, Lactose, kommt in kaum einem anderen Lebensmittel vor. Er besitzt im Vergleich zu anderen Zuckerarten eine längere Verweildauer in Magen und Darm und begünstigt dadurch eine bessere Verwertung von Kalzium- und Phosphoranteilen der Milch. Weiterhin regt der Milchzucker die Bildung wichtiger Einheiten im Gehirn und Nervensystem an. Milchzucker wird durch die Vergärung durch Darmbakterien zu Milchsäure, die wiederum für die Erhaltung eines gesunden Darmmilieus verantwortlich ist. Wichtige Minerale in der Milch sind Kalzium, Phosphor und Magnesium. Kalzium benötigen die Säuglinge und Kleinkinder für die Knochenbildung, ebenso den Phosphor. Magnesium ist bei der Funktion der Reizleitung zwischen Nerv und Muskulatur notwendig. So reagiert der Herzmuskel sehr empfindlich, wenn eine Störung der Magnesiumprozesse vorliegt.[5] Das Milchfett enthält alle Fettbausteine, die der Körper benötigt. Zu den kurzkettigen, leicht verdaulichen Fettsäuren gehört beispielsweise die Buttersäure, welche eine krebshemmende Wirkung gerade auch bei Dickdarmkrebs aufweist. Gleichzeitig hat sie einen Heilwert für entzündete Darmschleimhautzellen. Langkettige Fettsäuren wie die Omega-3-Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann, kommen in der Milch in einem sehr günstigen Verhältnis vor. Diese haben eine schützende Wirkung auf das Herz- Kreislaufsystem. Konjugierte Linolsäuren werden im Pansen von Wiederkäuern gebildet und sind daher nur in Milch, Milchprodukten und Fleisch von Wiederkäuern vorzufinden. Sie bilden eine Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs (insbesondere Brustkrebs). Das Immunsystem wird gestärkt, der Muskelaufbau unterstützt und die Knochenbildung verbessert. [6] Lecithin, welches in der größten Konzentration in der Muttermilch vorkommt, wirkt besonders bei der Bildung des Gehirns und Nervensystems mit. Auch für die Leber ist diese Substanz von Bedeutung, sie fördert durch das aus Lecithin frei werdende Cholin die Entgiftungsfunktion. [7]
Gewinnung
Die Entwicklung der Milchwirtschaft begann im Zuge der so genannten neolithischen Revolution mit der Domestikation von Ziegen und Schafen, etwa vor 10.000 Jahren, in Westasien und andernorts, sowie mit der Domestikation von Auerochsen (Ur) vor etwa 8.500 Jahren vor allem in Südosteuropa. Für die Nahrungsmittelindustrie Europas sind Milchkühe der Hauptlieferant, in den Bergen, ertragsschwachen Gegenden und in früheren Zeiten auch das Schaf (Schafsmilch) und die Ziege (Ziegenmilch). Für Trinkmilch melkt der Mensch auch Hauspferde (Stutenmilch) und Hausesel (Eselsmilch), Yaks in West-China/Tibet, in den Anden Südamerikas teilweise auch Lamas (selten). Hoch im Norden wird auch die Milch der Rentiere genutzt; in Asien und Italien zur Käseproduktion (Mozzarella di Bufala) werden Wasserbüffel gemolken und Büffelmilch gewonnen; im arabischen Raum wird, neben Ziegen- und Schafmilch, Milch von Kamelen konsumiert. In manchen Kulturen, welche meist aus Hirten und Nomaden hervorgegangen sind, steht die Milchtier¬haltung, die Milch und ihre Produkte (etwa Käse, Joghurt) im Mittelpunkt der Ernährung und damit auch des Lebens. Ähnlich ist dies auch in der westlichen Welt. Andererseits gibt es auch Völker, die außer Muttermilch gar keine Milch verwenden.
Verarbeitung
Milch ist von Natur aus zum Direktverbrauch für die artspezifischen Neugeborenen bestimmt. Sie verändert sich bereits nach kurzem Stehen, beispielsweise durch Aufrahmen des Fettes oder auch durch Bakterien. Aber auch milchfremde Bestandteile, wie Schmutz vom Euter, den Gefäßen etc. können zu Verunreinigung führen. Kein Lebensmittel erfordert so viele hygienische Aufgaben wie die Milch.[8]
Haltbarkeit durch Erhitzen
Bis zur flächendeckenden Pasteurisierungspflicht in den 50er Jahren wurde Milch weltweit vor allem als Rohmilch oder roh fermentiertes Produkt konsumiert. Sowohl die frische Milch als auch aufkonzentrierte Milchprodukte wie Kondensmilch oder Kaffeesahne werden durch Erhitzen haltbar gemacht. Obwohl Sauermilchprodukte keiner Haltbarmachung bedürfen, werden auch diese meist aus pasteurisierter Milch hergestellt, um das Wachstum von unerwünschten Bakterienstämmen und Hefen zu unterdrücken. Es existieren verschiedene Verfahren der Wärmebehandlung, wobei im Supermarkt neben der H-Milch meist nur noch die sogenannte ESL-Milch (ESL steht für extended shelf life = länger im Ladenregal haltbar) zu finden ist, die etwas weniger hoch erhitzt wird wie H-Milch. Der Verlust von Vitalstoffen ist jedoch ebenfalls hoch. ESL-Milch wird nicht als solche ausgewiesen, sie ist nur an der längeren Haltbarkeit zu erkennen.[9]

Mechanische Verfahren
Neben der Vollmilch existieren zahlreiche Milchprodukte, die durch unterschiedliche Verfahren aus der Milch gewonnen werden. Mechanische Verfahren wie beispielsweise das Zentrifugieren der Milch bewirkt eine Trennung der fettreichen (Sahne) und fettarmen Milch (Magermilch), die wiederum einerseits zu Butter und Buttermilch, andererseits zu Quarkkäse und Molke weiterverarbeitet wird.
Säuerung
Ein natürlicher Prozess ist die Säuerung der Milch, die durch offen stehengelassene Milch eintritt, auf die Kleinlebewesen einwirken. Ein Teil des Milchzuckers wird dabei langsam in Milchsäure verwandelt. Gleichzeitig vollzieht sich durch die Milchsäurebildung ein Gerinnungsprozess des Eiweißes. Das Casein, das zunächst mit dem Calcium verbunden ist, löst sich von diesem und gerinnt. [10] Dieser Prozess wird durch Zugabe von Milchsäurebakterien oder auch von Lab bewusst in Gang gesetzt und für die Zubereitung verschiedenster Milchprodukte angewendet. Die Verarbeitungsstätten nennt man Molkereien (früher teilweise auch Meiereien) bzw. Käsereien, typische Produkte sind Sahne, Butter und Buttermilch, Käse, Sauermilch. Die Nahrungsmittelindustrie verarbeitet die Milch in zahlreichen Formen und zu vielfältigen Produkten (Produktgruppe: Milchprodukte), angefangen von Butter, Rahm, der Verkäsung bis hin zu Backwaren- oder Speiseeis¬herstellung, sowie Derivaten, vom Einsatz in der Fleisch¬verarbeitung oder in der Fertignahrungs-herstellung bis hin zur Pharmazie und Kosmetika.
Homogenisierung
Ziel der Homogenisierung ist es, den mittleren Durchmesser der in der Milch vorhandenen Fettkügelchen (mittlerer Durchmesser der nativen Globule 10 bis 30 µm) unter hohem Druck (150 bis 300 bar) stark zu reduzieren (mittlerer Tropfendurchmesser 1 bis 2 µm), damit die Milch nicht aufrahmt und wegen der vergrößerten Gesamtoberfläche leichter verdaut werden kann. Die vergrößerte Gesamtoberfläche sorgt auch für einen anderen Geschmack. Industriell geschieht diese „Zerkleinerung“ der Fetttröpfchen in großem Maßstab. Dazu wird die Milch unter hohem Druck auf eine Metallplatte gespritzt. Die Homogenisierung allein führt allerdings nicht dazu, dass die Milch aus mikrobieller Sicht länger haltbar wird. Indem die Milch ihre Neigung verliert, eine Rahmschicht zu bilden, erfährt sie in ihrer Struktur eine starke Veränderung. Die Argumentation, dass durch diesen Prozess die Fettkügelchen in der Kuhmilch sich jenen der menschlichen Muttermilch annähern und dadurch eine bessere Verdaulichkeit versprechen, wird teilweise hinterfragt. Die Bildung in der Muttermilch findet nicht durch den hohen Druck statt, wie beim Homogenisieren und es bleibt fraglich, welche Auswirkung die Veränderung der Milch auf deren Qualität wirklich hat.[11]
Tierzüchtung, Tierhaltung und ihre Auswirkungen auf die Milchqualität
Für die Milchproduktion gezüchtete Kühe geben pro Tag rund 50 Liter Milch. Die Urkuh hingegen gab mit bis zu fünf Litern knapp 10 Prozent davon. Die Milchleistung ist von jährlich 500–600 kg auf heute 6.000–10.000 kg je Kuh angestiegen. Zurückzuführen ist diese Steigerung auf Zucht und Forschung, um die Milchleistung permanent zu optimieren. Aus dieser Zucht gingen reine Milchkuh-Zuchtlinien hervor. Auch das Gewicht einer durchschnittlichen Kuh in der modernen Milchproduktion ist durch Zuchterfolge und Futtermaßnahmen um etwa 400 kg gesteigert worden. Wie viel Liter Milch gibt eine Kuh am Tag und im Jahr? In: Milchliebe-Magazin. 16. März 2022. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
Enthornung und Züchtung hornloser Rinder Rinder haben von Natur aus Hörner. Erst vor ca. 250 Jahren begann man in wenigen Regionen mit der Züchtung hornloser Rinderrassen.[12] Die Enthornung wird vor allem in der konventionellen Tierhaltung von Rindern durchgeführt. In modernen Haltungsverfahren für Rinder werden die Tiere in Ställen frei laufend gehalten (Laufstall). Da Rinder wegen ihrer Hörner einen gewissen Mindestabstand zueinander einhalten, benötigen die Tiere in Laufställen mehr Platz. Hornlose Rinder halten weniger Abstand zueinander, wodurch die Ställe kleiner und die Kosten geringer gehalten werden können.

Die Richtlinien des Demeter-Verbandes verbieten die Enthornung und die Züchtung hornloser Tiere. Die Tiere sollen nicht den „Produktionsbedingungen“ angepasst werden. Stattdessen werden Ställe in entsprechender Größe gebaut, um eine möglichst artgerechte Haltung zu gewährleisten.[14] Heutige Forschungsergebnisse zeigen auf, dass sich mit der Hochleistungszucht zuerst die Milchfettzusammensetzung ändert. Die Kühe benötigen in der Folge eine große Menge an Energie, die nicht mehr allein durch Raufutter (Gräser und Klee) abgedeckt werden kann, sondern Kraftfutter und teilweise Maissilage, Getreide und Soja zugefüttert werden muss. Dies wirkt sich als erstes auf die Milchfettqualität beeinträchtigend aus, was im Verhältnis der omega-6- zu den omega-3-Fettsäuren der Milch sichtbar wird, welches zunächst besonders günstig in der Milch angelegt ist. [15]
Außerdem führen Studien den Anstieg von Rindertuberkulose auf die Verabreichung großer Kraftfuttergaben zurück, welche die Widerstandsfähigkeit der Tiere schwächen.[16] Heutzutage werden über 98 % der Kühe in Massentierhaltungsanlagen gehalten, wodurch ihre Bewegungsmöglichkeit stark eingeschränkt ist. Die Folge ist eine allgemeine Schwächung durch die nicht artgerechte Haltung. Die kranken Tiere werden häufig nicht von den gesunden getrennt und individuell behandelt, sondern es wird dem gesamten Bestand Antibiotika verabreicht, um die Erreger schnell abzutöten. Wird die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit nicht eingehalten, können Antibiotikarückstände in Nahrungsmittel tierischen Ursprungs wie z.B. Eier, Milch oder Fleisch gelangen. Dies bedeutet für den Verbraucher ein direktes Gesundheitsrisiko, da Antibiotikarückstände als potentiell kanzerogen oder toxisch eingestuft werden oder auch das allergische Potential erhöhen. Auch erhöht sich das Risiko der Bildung resistenter Bakterien, die ebenfalls zum Verbraucher gelangen können. [17]
Gesundheitliche Aspekte des Milchkonsums
Ist die Qualität der Milch durch eine artgerechte Haltung und Fütterung gegeben, gilt diese gerade auch in unbehandeltem Zustand als Rohmilch als ein sehr kräftigendes und wachstumsförderndes Nahrungsmittel, das den Abbauprozessen im Menschen entgegenwirken kann.
Roh- bzw. Vollmilch
„Als Träger hochwertigsten Eiweißes und aufgrund ihrer sonstigen Nährstoffe ist sie (die Milch, d. Verf.) für die Erhaltung des Lebens von größter Bedeutung, was sich auch daraus ergibt, dass sie von der Natur dafür bestimmt ist, für das Neugeborene als Muttermilch anfangs die ausschließliche Nahrung darzustellen. Sie muss also alle für die Entwicklung notwendigen Stoffe enthalten.“[18] Der Basler Physiologe Gustav v. Bunge erforschte den Zusammenhang des Eiweißgehaltes mit dem Wachstum des menschlichen Säuglings bzw. Säugetierjungen und kam zu dem Ergebnis, dass schnellwachsende Tiere einen hohen Eiweiß- und Aschengehalt in ihrer Milch haben, während der Mensch den niedrigsten Gehalt aller untersuchten Milchen aufweist. Er erkannte als erster die artspezifische Zusammensetzung der Milch, die das Optimum an Nährstoffen für die entsprechende Tierspezies enthält: „Man wird daher nicht ohne Schädigung des Säuglings seine Muttermilch mit der Milch einer anderen Tierspezies vertauschen oder gar eine künstliche Nahrung für ihn zusammensetzen können“.[19] Die Milch ist also angepasst an die Reserven, die der Säugling vom Mutterleib mitbekommen hat. Ihr fehlen deshalb für den Erwachsenen notwendige Substanzen, beispielsweise das Eisen. Sie benötigt somit im höheren Alter eine Ergänzung durch Pflanzenkost. Außerdem gilt sie als das kalkreichste Lebensmittel und stellt daher eine Ergänzung zu unserer eher kalkarmen Kost, wie beispielsweise dem Getreide dar. [20]
Gesäuerte Milchprodukte
Die Säuerung von Milchprodukten kann als eine Art „Vorverdauung“ bezeichnet werden, da die Milch im Magen ebenfalls gesäuert wird und gerinnt. Sie ist dadurch leichter verdaulich. Mit der Säuerung entstehen neben der Milchsäure geringe Mengen Buttersäure, Ameisensäure, Kohlensäure sowie Essigsäure, welche auf die Verdauung eine reinigende, belebende Wirkung haben. Heinz Grill beschreibt die heilsame Wirkung der gesäuerten Milchprodukte wie folgt: „Die Milchsäure durchdringt den Erdenstoff des meist doch schwer verdaulichen Nahrungsmittels mit Lichtätherkräften und regt auf diese Weise die Verdaulichkeit wie auch die gesamte Dynamik der Milch an. Gesäuerte Milchprodukte sind deshalb sehr dynamische Lebensmittel. Eines der empfehlenswertesten Produkte ist die Buttermilch. Sie besitzt eine gewisse antikanzerogene Wirkung. Gleichzeitig ist sie ein Diätikum, das den Körper vor Ablagerungen behütet.“[21]
Homogenisierte Produkte
Dagegen hat die Behandlung der Milch durch Hocherhitzung bei der Sterilisierung oder durch große Druckbelastungen bei der Homogenisierung eine gesundheitlich beeinträchtigende Wirkung. Eine Langzeitstudie an Katzen, durchgeführt über mehrere Generationen zeigte auf, dass die mit Rohmilch ernährten Katzen gesund blieben und auch von Generation zu Generation normale Geburten hatten. Die Tiere, die mit wärmebehandelter Milch gefüttert wurden, wiesen nach wenigen Generationen eine Verkürzung der Lebensdauer, Fehlgeburten, verschiedene degenerative Krankheiten etc. auf. Gesteigert traten diese Phänomene bei pasteurisierter Milch und Trockenmilch auf und zeigten sich am auffälligsten bei Kondensmilch. Bei letzterer waren nach vier Generationen die meisten Tiere nicht mehr fortpflanzungsfähig. Es zeigt sich an den Ergebnissen, dass es sich um eine allgemeine Schwächung der Lebenskraft des Organismus handelt, die meist erst über mehrere Generationen sichtbar wird.[22]
Unterschiede zwischen Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch
Schafsmilch besitzt gegenüber der Kuhmilch einen erhöhten Eiweiß- und Fettgehalt. Ein wesentlicher Unterschied jedoch ist eine Eigenschaft des Milchfettes, die bei der Schafsmilch besonders ausgeprägt ist: das Milchfett bildet kleine Kügelchen, die kleiner als die der Kuhmilch und der menschlichen Muttermilch ähnlicher sind. Daher spricht man von einer leichteren Verdaulichkeit und guten Verträglichkeit der Schafsmilch und ihrer heilsamen Wirkung bei Magen- und Leberpatienten. Weiterhin enthält Schafsmilch einen hohen Gehalt an Orot-Säure, die eine wachstumssteigernde Wirkung besitzt. Auch beim Aufbau gewisser im Leberstoffwechsel wichtiger Stoffe (Pyrimidine) ist die Orot-Säure beteiligt und wird aus diesem Grund auch bei Leberparenchymschäden, in der Geriatrie und zur Rekonvaleszenz eingesetzt. Ziegenmilch hat einen geringeren Eiweißgehalt wie Kuh- oder Schafsmilch, ihr Zuckergehalt ist jedoch höher. Ihr Fettgehalt gleicht der der menschlichen Muttermilch, sie ist jedoch ärmer an Vitaminen.[23]
Unverträglichkeiten und Allergien
Es existieren Unverträglichkeiten auf das Nahrungsmittel Milch und die daraus hergestellten Produkte. Sie basieren darauf, dass Milchbestandteile im Körper nicht hinreichend aufgespalten werden können (wegen Lactoseintoleranz oder Milcheiweiß-Unverträglichkeit) oder darauf, dass sonstige Inhaltsstoffe der Milch nicht vertragen werden. Die Fähigkeit, den in der Milch enthaltenen Milchzucker auch als Erwachsener verdauen zu können, ist eine genetisch recht junge Entwicklung und wird auf 8000 bis 9000 Jahre geschätzt. [24] Zu ihrer Ausbreitung kam es vermutlich zuerst in Nord- und Mitteleuropa mit oder kurz nach dem dortigen Beginn des Neolithikums, als sich mit Beginn der Viehzucht die Verträglichkeit als positives Selektionskriterium erwies.[25] Zur Verdauung der Lactose ist das Enzym Lactase erforderlich, dessen Produktion bei Kleinkindern während der Stillzeit voll ausgeprägt ist, in späteren Jahren aber teilweise oder vollständig zurückgeht. Klinische Versuche haben ergeben, dass ein Teil der Menschen aufgrund dessen bei der Aufnahme von Lactose mit Beschwerden (Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, Magen¬drücken, Aufstoßen, Meteorismus, Koliken, Bauchschmerzen, Darm¬krämpfen, Übelkeit bis zum Erbrechen, Migräne¬attacken, Kreislaufproblemen, Schwächeanfällen) reagieren (Laktoseintoleranz). Etwa 10–15 Prozent aller Erwachsenen in Europa vertragen keine lactosehaltige Milch. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht in Kuhmilch, neben Hühnerei, Fisch, Soja, Weizen und Erdnüssen/Nüssen eines der „wichtigsten Allergie auslösenden Lebensmittel im Kindes- sowie im Erwachsenenalter dar. Bei Vorliegen einer familiären Neigung (Atopie) könne es infolge einer Nahrungsmittelallergie zu Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma bronchiale kommen. Insgesamt zeigt sich bei Personen, die viel Milch konsumieren tendenziell ein Mangel an Widerstandskraft, anstelle einer Stärkung des Abwehrsystems. Diese negativen Auswirkungen der im Grunde sehr gesund wirkenden Milch scheinen mit dem Umgang des Menschen mit den Tieren einher zu gehen. Die Tiere werden nicht mehr als Lebewesen gesehen, sondern nach ihrem Nutzwert betrachtet und dementsprechend behandelt. Industrielle, nach maximalem Gewinn strebende Agrargesellschaften verdrängen die kleinen, traditionellen Betriebe und eine gesunde Beziehung zwischen Mensch und Tier.[26] Die Haltung des Menschen steht am Anfang dieser Prozesse. So schreibt Heinz Grill über das Verhältnis des Menschen zur Natur folgendes: „Der Mensch hat das Recht, die Erde zu bebauen (…) und aus ihr für seinen Genuss Früchte zu nehmen. Die Erde ist seine Lebensheimat. (…)Doch muss er gleichzeitig auch die moralische Verantwortung gegenüber allem Leben und der Natur in einem sehr sensitiven und doch irdischen Sinn entwickeln. Er darf nämlich nicht mehr nehmen als das wirkliche Arbeiten und Tätigsein, das ihm ein Gefühl der Bodennähe und des In-Beziehung-Seins zur Erde gibt, hervorbringt. Nimmt er beispielsweise zu sehr die Hybris von Machtgelüsten auf und will er mit seinem Betrieb nur gewinnorientiert arbeiten, so verliert er dieses eigentliche und lebensspendende elementare Lebensgefühl. Die Landwirtschaft und die Haltung von Tieren schenkt ein versöhnliches Gefühl mit dem Mutterstoff der Erde. Dieses versöhnliche Gefühl, das in einem ruhigen und ehrwürdigen bäuerlichen Betrieb leben kann, strahlt in die Lymphgänge der Kühe hinein und bringt die gesunde Milch hervor.“[27]
Die Milch in traditionellen Ernährungslehren: Makrobiotik, TCM und Ayurveda
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Milch allgemein als süß, leicht kühlend und befeuchtend. Sie wirkt auf Herz, Nieren und Lunge. Sie wird entsprechend ihrer energetischen Eigenschaften als Yin-fördernd betrachtet, welches einen ausdehnenden Charakter besitzt. Bei Trockenheit und Säftemangel, beispielsweise trockenem Husten, trockener Haut etc. kann Milch einen Ausgleich bringen.[28]
In der Makrobiotik hingegen wird vom Verzehr von Milchprodukten abgeraten. Milch und Milchprodukte gelten als schädlich, sie seien für Menschen (außer Muttermilch) „Fremdkörper“, die wegen des Kasein-Gehaltes angeblich Schleim im Darm und in den Atemwegen bilden und diverse Krankheiten verursachen.[29] Aus der Sicht der Ayurvedischen Ernährungslehre, welche die Nahrungsmittel in drei verschiedene Kategorien einteilt, gilt die Milch als sattvisch, als rein. Sattvische Nahrungsmittel fördern ein ausgeglichenes Leben und tragen zu positivem Denken bei. Es gibt Lebensmittel, die zu sehr vitaler, gesteigerter Antriebskraft und eventuell auch zu Überschwenglichkeit in den Gefühlen führen und andere, die eine Trägheit und Schwere bewirken. Milch hingegen hat keine dieser spezifischen Wirkungen, sondern lässt das Gefühlsleben frei und stellt eine reine Kraft für ein seelisches Wachstum zur Verfügung. Im Vergleich dazu wirken Pflanzen sehr spezifisch auf bestimmte Organe, auf Temperament und die Bildung des Charakters.[30]
Wirkung auf den Menschen aus geisteswissenschaftlicher Sicht
Die Milch gilt aus geisteswissenschaftlicher Sicht als ein Nahrungsmittel, das den Menschen in ein nahes Verhältnis zur Erde bringt. Dies ist für das Neugeborene, das erst eine Beziehung zu dem Irdischen entwickeln muss von großer Bedeutung. Aber auch für das spätere Alter nimmt die Milch eine wichtige Rolle ein. So schreibt Rudolf Steiner: „Die Milchnahrung bereitet den Menschen in der Tat dazu, ein Erdengeschöpf zu sein, bringt ihn zusammen mit Erdenverhältnissen, macht ihn zum Erdenbürger und hindert ihn nicht, ein Bürger des gesamten Sonnensystems zu sein. Die Enthaltung von Milch würde in uns die Neigung und Liebe zu dem fördern, was von der Erde wegstrebt. Wir würden die Fäden verlieren, die den Menschen mit dem verbinden, was auf der Erde an Menschlichem getrieben wird. Damit wir nicht zu Schwärmern werden, damit wir nicht entfremdet werden von menschlichem Fühlen, menschlichem Treiben auf der Erde, ist es gut, wenn wir uns als Wanderer auf der Erde beschweren lassen durch Milchgenuss – auch noch als Erwachsene“ [31]
- ↑ Vollrath Hopp: Grundlagen der Chemischen Technologie für Praxis und Berufsbildung. Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2001, ISBN 3-527-29998-X, S. 207, (Auszugsweise bei Google-Books).
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 14 - 22.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 17 - 18.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 81.
- ↑ Udo Renzenbrink: Ernährung in der zweiten Lebenshälfte 2. Auflage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1981, ISBN 3-7725-0169-9, S. 109 - 110.
- ↑ Omega-3, Omega-6 - Fettsäuren verständlich erklärt. In: https://www.swissmilk.ch. Abgerufen am 30.07.2025.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 44.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 230.
- ↑ Weiße Kraftquelle - Milch aus ayurvedischer Sicht. In: https://yogaworld.de. Abgerufen am 30.07.2025.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 43.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 39.
- ↑ Demeter setzt sich für den Erhalt von Kühen mit Hörnern ein In: https://www.demeter.de. Abgerufen am 30.07.2025.
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- ↑ [ https://www.demeter.de/kuehe-haben-hoerner ]Demeter setzt sich für den Erhalt von Kühen mit Hörnern ein In: https://www.demeter.de. Abgerufen am 30.07.2025.
- ↑ [1] Ton Baars: Kuhhorn, Milchqualität und Wärmeregulierung.S. 42.Abgerufen am: 30.07.2025
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 237.
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- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 227.
- ↑ Gerhard Schmidt: Dynamische Ernährungslehre 2 1. Auflage. Proteus - Verlag, St. Gallen, Schweiz 1979, ISBN 2-85248-000 X, S. 25 - 26.
- ↑ Werner Kollath: Die Ordnung unserer Nahrung 16. Auflage. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8304-0676-2, S. 228.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 84.
- ↑ Otto Wolff: Was essen wir eigentlich? 1. Auflage der Neuausgabe. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7725-2612-1, S. 31 - 32.
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- ↑ E. J. Hollox u. a.: Lactase Haplotype Diversity in the Old World. In: American Journal of Human Genetics. Band 68, 2001, S. 161.
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- ↑ [3] Industrielle Intensivtierhaltung. In: https://www.provieh.de. Abgerufen am 30.07.2025.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 83.
- ↑ [4] Milchprodukte und ihre Wirkung auf die Gesundheit: Ein Blick aus der TCM- Perspektive. In: https://avicenna-freiburg.de. Abgerufen am 29.07.2025.
- ↑ Claus Leitzmann u. a.: Alternative Ernährungsformen. 1999, S. 81–91.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 81.
- ↑ Heinz Grill: Ernährung und die gebende Kraft des Menschen. Die geistige Bedeutung der Nahrung 7. Auflage. Stephan Wunderlich Verlag, Sigmaringen 2013, ISBN 978-3-9815855-0-6, S. 81.
