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Version vom 17. Dezember 2025, 21:20 Uhr



Die Heilwirkungen des Gemüsekohls (Brassica oleracea), der zur Familie der Kreuzblütler gehört, gründen sich auf den reichhaltigen Inhaltstoffen, wie Vitamine, Mineralien und den speziellen, den Kreuzblütlern (Brassicaceae) eigenen Senfölen. Viele Zuchtformen wurden über Jahrhunderte hinweg aus dem ursprünglichen Wildkohl (Brassica oleracea), hin zu den verschiedenen Sorten des essbaren Gemüsekohls erschaffen. Lange Zeit war Kohl kaum in der feineren Küche anzutreffen und galt als das sogenannte „Arme-Leute-Essen“. Für einen Großteil der Bevölkerung bildete er in Notzeiten und in der kalten Winterzeit die Grundlage ihrer Versorgung.[1]
Schon seit dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass Kohl in der Form von Sauerkraut die gefürchtete Krankheit Skorbut bei den Seefahrern überwinden half.
Seit den 60er Jahren wurde die Bedeutung der Senfölglycoside, die in allen Pflanzen der Familie der Kreuzblütler vorkommen, zunehmend erforscht und in ihrer Bedeutung für ihre antioxidative und immunstärkende Wirkung bekannt gemacht. Inzwischen gibt es eine beträchtliche Anzahl von Studien innerhalb der Krebsforschung und Krebsvorsorge im Hinblick auf die antikanzerogene Wirkung der Senfölglycoside.
Bei einigen Kohlsorten, wie z. B. dem Rosenkohl[2] und Grünkohl[3] wurde die gesundheitliche Bedeutung explizit erforscht. Gegenwärtig sind die positiv gesundheitsfördernden Wirkungen des Gemüsekohls im Hinblick auf seine antioxidative, immunstärkende und antikanzerogene Eigenschaften im Bereich der Medizin und der Ernährung deutlich in den Fokus gerückt.[4]
Geistige gesehen besitzt der Kohl eine Heilwirkung auf die Seelenkraft des Willens. Der tiefer forschende Blick auf die Kohlpflanzen beschreibt eine starke, lebenskräftige Äthersubstanz, die in und an der Pflanze wirkt und die lichten, differenzierenden, kosmischen Formkräfte mehr im Hintergrund hält. „Viel Stoff- und wenig Formtrieb!“, so bezeichnet der anthroposophische Heilmittelforscher Wilhelm Pelikan ein auffallendes, sichtbares Kennzeichen für alle Kreuzblütlerpflanzen.
Der kräftige Wuchs der Blätter, die Erdennähe und die vitale Lebenskraft, die die Pflanze sogar auf mageren Böden gut gedeihen lässt, treten dem Menschen auch in seiner Verdauung als Anforderung entgegen. Jedoch erfolgt mit dieser Bewältigung der stark angelegten Naturkräfte im Kohlgemüse eine innere Willensstärkung. Eine lebenskräftige Substanz nimmt der Mensch mit dem Verzehr von Kohlgemüse zu sich und belebt damit die innere Wärmekraft und die Wertschätzung zu allen praktischen Fähigkeiten und Arbeiten im Leben.
Gemüsekohl
Beschreibung

Gemüsekohl (Brassica oleracea) ist eine Pflanzenart der Gattung Kohl (Brassica) in der Familie der Kreuzblütlergewächse. Alle heutigen, essbaren Sorten sind aus der Wildform (Brassica oleracea) entstanden. Der Wildkohl selbst kommt innerhalb des deutschen Raumes nur in Helgoland vor, da er ein feuchtes, ozeanisch geprägtes Klima bevorzugt.[5]
Die Kohlpflanzen gedeihen in schnell aufeinanderfolgenden Wachstumsphasen.[6] Vom ersten Keimen bis zur reifen Kopfbildung dauert es nur ca. 75 bis 100 Tage. Die meisten Kohlsorten werden im ersten Wachstumsjahr zum Verzehr geerntet und kommen erst im zweiten Jahr zur Blüte. Bei ihnen bilden die Blätter und Stängel die essbaren Anteile. Dagegen blühen der Blumenkohl und Brokkoli bereits im ersten Jahr und werden noch vor dem Erblühen, mit geschlossenen Knospen geerntet.

Einige Kohlpflanzen, wie der Grünkohl, Rosenkohl und Wirsing, vertragen Frost. Um sie als Wintergemüse frisch verwenden zu können, werden sie in der Zeit von Mai bis Juni ausgesät und gepflanzt und können bis in den Spätherbst oder Winter hinein geerntet werden. Mit ihrem hohen Anteil an Vitaminen spenden sie in der kalten Zeit einen wesentlichen Beitrag für die gesunde Ernährung.[7]
Überall wo die Kreuzblütler zur Nahrungspflanze gezüchtet sind, zeigen sie stets runde Formen in verschiedenster Ausprägung. Vorübergehendes Stauen und Anschwellen im Blattbereich kennzeichnet ihren Wachstumsprozess.[6] Die starken, plastisch wirkenden Kräfte, die in dieser Kohlfamilie angelegt sind, eignen sich wie kaum bei einer anderen Pflanzenart für eine formenreiche Züchtungsarbeit. Wie aus einer Pflanzenart eine Vielzahl an Sorten entstanden ist, dafür dient gerade der Kohl oft als Modell für die Evolutionsforschung in Schule und Unterricht.[8]
Zuchtformen (Auswahl)
- Blumenkohl und Romanesco (Brassica oleracea var. botrytis)
- Brokkoli (Brassica oleracea var. italica)
- Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica)
- Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylo)
- Rotkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. rubra)
- Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera)
- Spitzkohl (Brassica oleracea var. capitata fo. alba subfo. conica)
- Weißkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. alba)
- Wirsing (Brassica oleracea convar. capitata var. sabaud)
Merkmale
Einzelnachweise
- ↑ Kohlgemüse. In: Planet Wissen. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Dr. Gisela Olias: Verzehr von Rosenkohl schützt weiße Blutkörperchen vor schädlichen Substanzen aus gegrilltem Fleisch. In: idw – Informationsdienst Wissenschaft. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Anti-Krebs-Gemüse: Grünkohl wirkt vorbeugend gegen Krebserkrankung. In: mt-portal.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Senfölglykoside. In: Zentrum der Gesundheit. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Deutsche Kohlsorten von A-Z. Liste mit über 50 Kohlarten. Kohlgemüse. In: Hortica. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ 6,0 6,1 Wilhelm Pelikan: Heilpflanzenkunde I. 6. Auflage. Verlag am Goetheanum, Dornach 1999, ISBN 3-7235-1066-3, S. 131.
- ↑ AKE Tipp im Februar: Wirsingkohl. In: Arbeitskreis für Ernährung. Abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Metamorphosen des Pflanzenkörpers als Resultat von Auslese und Züchtung am Beispiel der Zuchtformen des Kohls. In: BIOkybernetisches Zentrum AAChen. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel Gemüsekohl aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht dort unter der Lizenz Creative-Commons Namensnennung-ShareAlike 4.0 International. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren einsehbar.
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