Anandoham: Unterschied zwischen den Versionen

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:„Menschen, denen kein äußerst scharfsinniger und reiner Verstand, kühnes Verstehen und ausdauernder Wisse zu eigen ist, werden vom Studium der Shastras keinen Nutzen ziehen. Ein Bad im Ganges, Askese und eine Pilgerreise reinigen nur das Herz, aber sie helfen nicht dabei, direkt den unbefleckten Thron Brahmas zu erreichen. Es geschieht nur unter größter persönlicher Anstrengung sowie dem Ausrichten des Geistes auf das Höchste Selbst und mittels ununterbrochener, langewährender Meditation, dass man die höchste Wonne erreichen kann.“<ref>Swami Sivananda: ''Stories from Yoga Vasishtha.'' ISBN 81-7052-033-9 (englisch). ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/stories-from-yoga-vasishtha/ Online] auf ''yoga-vidya.de'' in deutscher Übersetzung)</ref>
:„Menschen, denen kein äußerst scharfsinniger und reiner Verstand, kühnes Verstehen und ausdauernder Wisse zu eigen ist, werden vom Studium der Shastras keinen Nutzen ziehen. Ein Bad im Ganges, Askese und eine Pilgerreise reinigen nur das Herz, aber sie helfen nicht dabei, direkt den unbefleckten Thron Brahmas zu erreichen. Es geschieht nur unter größter persönlicher Anstrengung sowie dem Ausrichten des Geistes auf das Höchste Selbst und mittels ununterbrochener, langewährender Meditation, dass man die höchste Wonne erreichen kann.“<ref>Swami Sivananda: ''Stories from Yoga Vasishtha.'' ISBN 81-7052-033-9 (englisch). ([https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/stories-from-yoga-vasishtha/ Online] auf ''yoga-vidya.de'' in deutscher Übersetzung)</ref>


Sukadev Bretz
Sukadev Bretz:
:„Und der dritte Teil dieser Überlegungen ist Ananda: Ich bin Wonne. Darüber war ja eine ganze Lektion: Das Selbst als Ananda, als Freude. Auch die Unterscheidung zwischen Ananda und Sukha Dukkha. Ich bin Freude, Ananda. Ich bin nicht Vergnügen, ich bin nicht der vergnügte Gemütszustand, ich bin die Freude an sich. Woher weiß ich das, dass ich Freude bin? Wenn ich mich nicht identifiziere mit dem Körper. Wenn ich mich nicht identifiziere mit der Psyche. Wenn ich ganz bei mir bin. Wenn ich mich erkenne als ohne Grenze. Als ewig. Und wenn ich dann voll bewusst bin, dann ist dort reine Freude. Und deshalb weiß ich: Anandoham, ich bin Freude.“<ref>Sukadev Bretz: [[y:Ananda#Ich bin Ananda - Wonne|''Ich bin Ananda – Wonne.'']] Vortrag aus dem Jahr 2019. In: ''wiki.yoga-vidya.de.'' Abgerufen am 22. Juni 2025.</ref>
:„Und der dritte Teil dieser Überlegungen ist Ananda: Ich bin Wonne. Darüber war ja eine ganze Lektion: Das Selbst als Ananda, als Freude. Auch die Unterscheidung zwischen Ananda und Sukha Dukkha. Ich bin Freude, Ananda. Ich bin nicht Vergnügen, ich bin nicht der vergnügte Gemütszustand, ich bin die Freude an sich. Woher weiß ich das, dass ich Freude bin? Wenn ich mich nicht identifiziere mit dem Körper. Wenn ich mich nicht identifiziere mit der Psyche. Wenn ich ganz bei mir bin. Wenn ich mich erkenne als ohne Grenze. Als ewig. Und wenn ich dann voll bewusst bin, dann ist dort reine Freude. Und deshalb weiß ich: Anandoham, ich bin Freude.“<ref>Sukadev Bretz: [[y:Ananda#Ich bin Ananda - Wonne|''Ich bin Ananda – Wonne.'']] Vortrag aus dem Jahr 2019. In: ''wiki.yoga-vidya.de.'' Abgerufen am 22. Juni 2025.</ref>



Version vom 22. Juni 2025, 13:02 Uhr


Yoga Sutra von Patanjali:

वितर्कविचारानन्दास्मितारूपानुगमात्सम्प्रज्ञातः || 1.17 ||
vitarka-vicārānandāsmitā-rūpānugamāt samprajñātaḥ || 1.17 ||
„Wenn das Zur-Ruhe-Kommen (Nirodha) mit Hilfe von Nachdenken (Vitarka), prüfender Überlegung (Vichara), Seligkeit (Ananda) oder Ichbewußtsein (Asmita) erlangt wird, führt es zu verschiedenen Arten der Versenkung (Samadhi), die mit Erkenntnis verbunden ist (Samprajnata).“

Rudolf Steiner:

„Welche Einblicke über die Natur gewähren die Spektralanalyse, die Entdeckung Röntgens, die Studien über das Alter des Menschengeschlechtes, die organische Entwickelungstheorie und anderes, auf dessen Anführung ich hier naturgemäß verzichte, da es mir nur darauf ankommt, auf diese Dinge hinzudeuten.
Trotz aller dieser und manch anderer Errungenschaften, zum Beispiel auf dem Gebiete der Kunst, kann aber der tiefer blickende Mensch gegenwärtig doch nicht recht froh über den Bildungsinhalt der Zeit werden. Unsere höchsten geistigen Bedürfnisse verlangen nach etwas, was die Zeit nur in spärlichem Maße gibt.
Im Sinne Goethes kann man von der Bildung sagen, daß sie durch die reinste Kultur zur höchsten Glückseligkeit führen müsse. Unsere Bildung führt zu dieser Glückseligkeit nicht. – Sie läßt die feinsten Geister im Stich, wenn diese die Befriedigung der intimsten Bedürfnisse ihres Gemütes suchen.“[1]

Swami Sivananda über Ananda – der Wonne:

„Menschen, denen kein äußerst scharfsinniger und reiner Verstand, kühnes Verstehen und ausdauernder Wisse zu eigen ist, werden vom Studium der Shastras keinen Nutzen ziehen. Ein Bad im Ganges, Askese und eine Pilgerreise reinigen nur das Herz, aber sie helfen nicht dabei, direkt den unbefleckten Thron Brahmas zu erreichen. Es geschieht nur unter größter persönlicher Anstrengung sowie dem Ausrichten des Geistes auf das Höchste Selbst und mittels ununterbrochener, langewährender Meditation, dass man die höchste Wonne erreichen kann.“[2]

Sukadev Bretz:

„Und der dritte Teil dieser Überlegungen ist Ananda: Ich bin Wonne. Darüber war ja eine ganze Lektion: Das Selbst als Ananda, als Freude. Auch die Unterscheidung zwischen Ananda und Sukha Dukkha. Ich bin Freude, Ananda. Ich bin nicht Vergnügen, ich bin nicht der vergnügte Gemütszustand, ich bin die Freude an sich. Woher weiß ich das, dass ich Freude bin? Wenn ich mich nicht identifiziere mit dem Körper. Wenn ich mich nicht identifiziere mit der Psyche. Wenn ich ganz bei mir bin. Wenn ich mich erkenne als ohne Grenze. Als ewig. Und wenn ich dann voll bewusst bin, dann ist dort reine Freude. Und deshalb weiß ich: Anandoham, ich bin Freude.“[3]


Melodie des Mantras Anandoham:


\layout { \context { \Score \omit BarNumber }}
\relative c' {\set Staff.midiInstrument = #"oboe" \set Score.tempoHideNote = ##t \tempo 4 = 82
\key c \major
\time 4/4
 c4 c c c e8( d) e( d) c( b) a4
 d d e8( g) g4 d e8( d) c2
 g'4 g g g b8( a) b( a) g( fis) e4
 d d e8( g) g4 d e8( d) c2
\bar "|."
}
\addlyrics {
 A -- nan -- do -- ham, A -- nan -- do -- ham, \break
 A -- nan -- dam -- brahm, A -- nan -- dam, \break
 A -- nan -- do -- ham, A -- nan -- do -- ham, \break
 A -- nan -- dam -- brahm, A -- nan -- dam.
}

Einzelnachweise

  1. Rudolf Steiner: Methodische Grundlagen der Anthroposophie. GA 30. 3. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1989, ISBN 3-7274-0300-4, S. 380. (Online)
  2. Swami Sivananda: Stories from Yoga Vasishtha. ISBN 81-7052-033-9 (englisch). (Online auf yoga-vidya.de in deutscher Übersetzung)
  3. Sukadev Bretz: Ich bin Ananda – Wonne. Vortrag aus dem Jahr 2019. In: wiki.yoga-vidya.de. Abgerufen am 22. Juni 2025.


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