Schilddrüse
Quellenarbeit die Idee einer Synthese von Wissenschaft und Geisteswissenschaft führend war. |

Die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) ist eine zentrale endokrine Drüse des Menschen, deren Hormone Thyroxin (T4), Triiodthyronin (T3) und Calcitonin grundlegende Steuerungsfunktionen für Stoffwechsel, Wachstum, Regeneration und Umbauprozesse im Organismus übernehmen.
Sie beeinflusst den Energiehaushalt nahezu aller Zellen, die Anpassungsfähigkeit des Körpers an innere und äußere Anforderungen sowie die Dynamik von Aufbau- und Abbauprozessen und damit von allen Stoffwechselvorgängen. Störungen ihrer Funktion führen zu charakteristischen Krankheitsbildern wie Hypo- und Hyperthyreose, Kretinismus oder zur Strumabildung, deren Ursachen historisch lange diskutiert wurden und heute vor allem in Jodmangel, Autoimmunprozessen, hormonellen Fehlregulationen, Umwelt- und psychosozialen Faktoren gesehen werden.
Aus geisteswissenschaftlicher Sicht erscheint die Schilddrüse als ein Organ der Verwandlung und Erneuerung, das ermöglicht, dass geistig-seelische Kräfte des Menschen über den leiblichen Stoffwechsel in den Organismus hinein vermittelt und organisiert werden können.

Ihr funktioneller Zusammenhang mit dem Kehlkopfbereich und dem sogenannten 5. Energiezentrum (Vishuddha-Chakra) weist ihre Bedeutung für Reinigung, Erneuerung, Regenerations- und Verwandlungsprozesse hin. Eine gesunde Schilddrüsentätigkeit ermöglicht demnach nicht nur einen aktiven Stoffwechsel und gesunden Grundumsatz, sondern auch eine innere Beweglichkeit und stete Neuorganisation des sich durch die geistig-seelischen Kräfte immer wieder neu durchorganisierenden Organismus. Durch diese werden bei einer gesunden Schilddrüsentätigkeit immer wieder alte Strukturen aufgelöst und neue gebildet.
Erkrankungen der Schilddrüse können in dieser Perspektive als Ausdruck einer gestörten Stoffwechsel-, Erneuerungs- und Wandlungskraft verstanden werden, die sich körperlich in Verlangsamung, Ablagerung, Erstarrung und seelisch-geistig in verminderter Lebendigkeit und Ausdrucksfähigkeit sowie einer ungenügenden Erneuerung des Organismus zeigen kann.
Dabei zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Schilddrüsenfunktion und der Qualität und Bewusstheit der Vorstellungstätigkeit des Menschen. Klare, geordnete und freie Vorstellungen, durch die sich neue Entwicklungsperspektiven eröffnen, erweisen sich als eine Kraft, die regenerierend und damit gesundend auf die Schilddrüsenregion wirkt.
Therapeutisch zeigen sich neben den bekannten Wegen der stofflichen Unterstützung der Schilddrüse durch Hormone oder Jod sowie den bewährten Verfahren der Homöopathie, TCM und Ayurvedischen Medizin deshalb heute auch Wege, die auf eine Stärkung der von der Schilddrüse ausgehenden Erneuerungskräfte durch geistige Entwicklung und bewusste Lebensgestaltung zielen.
Beschreibung und Funktion

Die Schilddrüse ist eine endokrine Hormondrüse, die sich bei Säugetieren und beim Menschen unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre befindet.
Beim Menschen besteht sie aus zwei Lappen, die durch einen als Isthmus bezeichneten Verbindungssteg miteinander verbunden sind, und erinnert damit in ihrer Form an einen Schmetterling.
Die wichtigste Funktion der Schilddrüse besteht in der Bildung der beiden jodhaltigen Schilddrüsenhormone Triiodthyronin und Thyroxin sowie des Peptidhormons Calcitonin. Erstere werden in den sogenannten Follikelzellen der Schilddrüse synthetisiert. Diese bilden in ihrer Gesamtheit viele follikel- oder bläschenförmige, mit einer gelartigen Masse gefüllte Speicherräume, in denen die beiden Hormone in Vorstufen gespeichert werden, ehe sie bei Bedarf fertiggestellt und ins Blut ausgeschüttet werden können.
Das Calcitonin dagegen entsteht in den zwischen diesen Bläschen liegenden sogenannten „parafollikulären Zellen“, auch C-Zellen genannt, und wird von dort aus direkt ins Blut gegeben.
Wirkungen der Schilddrüse auf den Organismus
Aus medizinischer Sicht
Bereits der Schweizer Arzt Paracelsus beschreibt um 1500 den Zusammenhang zwischen Struma und Kretinismus.[1] Thomas Wharton gibt der Schilddrüse 1656 den lateinischen Namen Glandula thyreoidea. Das naturwissenschaftliche Verständnis für die Funktion der Schilddrüse entwickelte sich jedoch erst langsam. Der Mediziner Felix Platter unterschied bereits Anfang des 17. Jahrhunderts die zystische von der parenchymatösen Struma und beschrieb auch genau die Symptome von Schilddrüsenüber- und ‑unterfunktion.[2]
Die Entdeckung des Schilddrüsenhormons Thyroxin wird Edward Calvin Kendall zugeschrieben.[3] Er hatte aus Iodothyrin einen aktiven Anteil herauskristallisiert und ihn Thyroxin genannt.[4] Heute weiß man, dass das Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4) und das im Verlauf aus T4 entstehende, wirksameren Triiodthyronin (T3) sowie das Peptidhormon Calcitonin auf der stofflichen Ebene für alle Wirkungen, die von der Schilddrüse auf den Organismus ausgehen, verantwortlich sind.[5]
Die beiden jodhaltigen Schilddrüsenhormone T4 und T3 spielen eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel und Grundumsatz des Organismus sowie für das Wachstum, die Erneuerung der Zellen und damit auch für die ständige Regeneration und Verwandlung desselben. Sie ermöglichen, dass die Zelle durch den sie ständig erneuernden Stoffwechsel, der in ihr stetige Umbauprozesse anregt, in ihrer Form und Funktion dem jeweiligen Bedarf angepasst werden kann. In der Summe sind T4 und T3 daher von großer Bedeutung für alle Verwandlungs- und Entwicklungsprozesse im Organismus und verhindern damit auch ein „starr werden“ des Menschen. Sie regulieren dazu über nukleäre Hormonrezeptoren zentrale physiologische Funktionen, darunter die RNA- und Proteinbiosynthese, die für Zellteilung, Zelldifferenzierung und Gewebeerneuerung essenziell ist.[6]

Bei Kaulquappen spielen sie zum Beispiel eine wichtige Rolle bei der Organmetamorphose: Schafft man bei sich entwickelnden Kaulquappen z. B. durch eine künstliche Verknappung von Jod, welches für die Bildung von T3 und T4 nötig ist, einen Zustand der Schilddrüsenunterfunktion, können diese ihren normalen Verwandlungs- und Metamorphoseprozess nicht mehr durchlaufen. So bilden sie in dieser Situation beispielsweise ihren Schwanz nicht zurück, sondern bleiben Kaulquappen, die allenfalls größer werden, aber nicht die Verwandlung zum Frosch vollziehen.[7]
Auch im Kindesalter regen diese beiden Hormone die Tätigkeit und Erneuerung der Körperzellen aller Organe an. Sie fördern dadurch in diesem Lebensabschnitt das Wachstum und damit die Bildung, Ausreifung und den stetigen Umbau der Organe.[8]
Bei erwachsenen Menschen steigern die Hormone der Schilddrüse allgemein den Stoffwechsel und damit den sogenannten „Grundumsatz“ in allen Geweben ausgenommen des Gehirns, der Hoden und der Milz.[9]
Durch die Förderung des Einbaus sogenannter Beta Rezeptoren sorgen T3 und T4 überdies dafür, dass bestimmte Gewebe für den Einfluss des Nebennierenhormons Adrenalin sensibilisiert werden.[10] Da unter dem Einfluss von Adrenalin über diese Betarezeptoren sowohl die Herzkraft als auch die Herzfrequenz gesteigert werden kann, fördern T3 und T4 damit auch indirekt die Aktivität im Herzen.[11]
Ein ähnlicher Einfluss von T3 und T4 findet sich auch auf die Atmung des Menschen: Hier sorgen die Schilddrüsenhormone T4 und T3 durch den Einbau besagter Betarezeptoren dafür, dass Adrenalin besser auf das Gewebe einwirken kann und zu einer Weitstellung der Bronchien führt. Dadurch wird eine weitere Durchatmung ermöglicht und eine größere und freiere Atemaktivität gefördert.[12]
Auch der anthroposophische Arzt Otto Wolff bestätigt diesen Zusammenhang: „Dass die Thyreoidea die Durchatmung des Organismus auf dem Wege des Stoffwechsels bewirkt, geht aus den Erscheinungen hervor, die man bei Ausfall der Drüse beobachten kann.“[13]
Eine noch spezifischere gewebeerneuernde Wirkung lässt sich für das andere in der Schilddrüse gebildete Hormon, das Calcitonin konstatieren. Durch Calcitonin wird der Mineralstoff Calcium aus dem Blut entnommen und in den Knochen eingebaut, so dass der Calciumblutspiegel auf der einen Seite sinkt und die Knochenfestigkeit durch das eingebaute Calcium auf der anderen Seite steigt. Calcitonin hemmt damit den Knochenabbau durch Einbau von Calcium und Phosphat in den Knochen und durch Hemmung der Osteoklasten, welche im aktivierten Zustand zu einer Verminderung der Knochensubstanz führen. Calcitonin sorgt dafür, dass die Knochensubstanz eine festere Form annimmt.[14]
Mit der Bildung von Calcitonin steht die Schilddrüse zugleich in einem funktionellen Zusammenhang mit dem Hormon Parathormon, das von den benachbarten winzigen Nebenschilddrüsen produziert wird. Dieses sorgt als eine Art Gegenspieler zu Calciton dafür, dass Calcium wieder aus dem Knochen entfernt wird, wo es nötig ist, und hält damit den Knochen flexibel und erneuerungsfähig.
Im Zusammenwirken mit dem Parathormon sorgt damit auch Calcitonin, ähnlich wie T3 und T4, für die ständige Verwandlung und Erneuerung des Gewebes, jedoch nicht mit allen Geweben, sondern auf spezifische Weise nur im Knochengewebe.[15]
Aus physiologischer Sicht hat die Schilddrüse also in der Summe die Aufgabe, eine gesunde Stoffwechsel- Regenerations- und damit Erneuerungstätigkeit im Organismus zu ermöglichen. Sie sorgt bis in alle Zellen hinein dafür, dass alte Strukturen abgebaut und neue Strukturen gebildet werden können.[16][17] Da der Begriff „Gift“ eine Substanzwirkung definiert, die den normalen physiologischen Ablauf von Stoffwechsel, Zellaktivität und Organfunktionen hemmt,[18] und damit auch beispielsweise alte funktionslose Zellstrukturen oder Stoffwechselendprodukte umfasst, die die Effizienz der biologischen Prozesse behindern, kann damit aus physiologischer Sicht auch von einer regelrechten „Entgiftungs-“ und „Erneuerungsleistung“ der Schilddrüse gesprochen werden.
Geisteswissenschaftliche Forschung

Ähnlich wie die naturwissenschaftliche Betrachtung kommt auch die geisteswissenschaftliche Sicht auf die Schilddrüse zu der Anschauung, dass diese eine zentrale Rolle bei der Entgiftung, Erneuerung und Verwandlung des Organismus spielt. So weist der Medizinhistoriker Roy Porter auf ältere medizinische Sichtweisen hin, bei denen man tatsächlich davon ausging, dass die Leistungen der Körperdrüsen, besonders auch der Schilddrüse, in einem engen Zusammenhang mit der Körperreinigung, dem Abbau schädlicher Stoffe und der Wiederherstellung von Balance stehen.[19]
Auch der Geisteswissenschaftler und Begründer der Anthroposophischen Medizin Rudolf Steiner betont die „entgiftende“ Wirkung der Schilddrüse, wenn er schreibt: „Wie Sie dastehen als Mensch, da sind Sie eigentlich darauf aus, sich fortwährend innerlich von allen Organen her zu vergiften. Aber da sitzen überall solche winzig kleine Drüsen, und die wirken fortwährend als Gegengifte. So dass Sie, vom Hals her ausgehend, die Hormondrüsen des Halses, der Schilddrüse haben, die also bewirken, dass Sie nicht lallen, sondern sprechen, dass Sie mit Ihrer Sprache Gedanken verknüpfen können und so weiter.“[20]
In der medizinischen Literatur wird häufig die anatomische Ähnlichkeit der Schilddrüse mit einem Schmetterling betont.[21][22] In vielen kulturhistorischen und literarischen Traditionen steht der Schmetterling urbildlich als Symbol für Metamorphose und Verwandlung oder wird sogar mit der Transformation und Verwandlung schaffenden „Seele“ zusammengebracht.[23] Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Schilddrüse mit ihren Hormonen offensichtlich tatsächlich eine zentrale Rolle für die ständige Erneuerung und Verwandlung des Organismus spielt, kann diese allegorische Verbindung von Schilddrüse und dem Schmetterling gut nachvollzogen werden.
Aus geisteswissenschaftlicher Sicht fällt weiterhin der enge regionale und inhaltliche Bezug der Schilddrüse zu dem sogenannten 5. Chakra des Menschen, dem Vishuddha Chakra auf, welchem eine Erneuerungs- und Reinigungsfunktion zugesprochen wird und welches ebenfalls mit der Seele des Menschen in Verbindung steht.[24]
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und Kropf
Krankheitsbild und Ursachen
Geschichte
Zwar wusste die Medizin vor dem 18. Jahrhundert noch kaum etwas über die Anatomie und Funktion der Schilddrüse, jedoch waren die genauen Symptome der Struma- oder auch Kropferkrankung wohl schon lange in der Menschheit bekannt und beschrieben.
So berichtet die historische Forschung, dass bereits im 3. Jahrtausend v. Chr im alten China „goitreähnliche“ (kropfartige) Zustände beschrieben wurden.[25]
In der Antike beschrieb dann der römische Architekt und Forscher Vitruv bereits um das Jahr 16 n. Chr. das Vorkommen von Kröpfen bei den Bewohnern der Alpen und der Sabiner Berge. Er vermutete die Ursache des Kropfes im Wasser, da er beobachtet hatte, dass „es in Aequiculi und dem Gebiet von Medulli in den Alpen eine Art von Wasser gibt, dessen Genuss eine Schwellung am Hals erzeugt. (Aequiculis autem in Italia et in Alpibus natione Medullorum est genus aquae, quam qui bibunt, efficiuntur turgidis gutturibus.)[26]
Mehr als 1000 Jahre später, im 16. Jahrhundert, schrieb auch der Schweizer Arzt Paracelsus über den Kropf (Struma). Auch er suchte die Ursache für die Kropferkrankung in einer unrichtigen Zusammensetzung des Wassers: „Das Wasser macht den Kropff; darumb wächst er mehr in den Bergen denn im Tal.“[27] Eine weitere Äußerung lautet: „Der Kropff ist eine Krankheit des Wassers, darum wächset er, wo das Wasser unlauter ist.“[28] Außerdem verstand schon er den Zusammenhang zwischen dem Kropf und dem Phänomen des zwergartigen Minderwuchses (Kretinismus).[29]

1748 beschrieb der schottische Philosoph David Hume schockiert seine Eindrücke aus der Steiermark, wo er sich zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Phänomen des Kretinismus konfrontiert sah: „So ansprechend das Land in seiner Rauheit ist, so wild, entstellt und monströs sind die Bewohner in ihrer Erscheinung. Sehr viele von ihnen haben hässliche geschwollene Hälse. Kretins und Taubstumme tummeln sich in jedem Dorf herum. Der allgemeine Anblick der Leute ist der schockierendste, den ich jemals gesehen habe.“[30]
Auch A. Wichmann war 1790 der Meinung, dass die Ursache für den Kropf (Struma) im Trinkwasser zu suchen sei.[31]
Weitere, im 19. Jahrhundert publizierte Vermutungen über die Ätiologie des Kropfes waren klimatische Bedingungen, Ausmaß der Sonnenstrahlung, der Luftfeuchtigkeit (so Gosse 1853)[32] und des Sauerstoffgehaltes sowie Auswirkungen der sozialen und ökonomischen Lage. Auch Bakterien und andere Mikroorganismen im Trinkwasser wurden als Ursache diskutiert.[33][34]
Erste systematische Untersuchungen zur regionalen Verteilung der Struma gab es 1845 im Königreich Sardinien. Nicht nur in den Alpenländern, sondern auch im Norden Europas finden sich Kropfbildungen.[35][36]
Heutiger Forschungsstand

Als Struma oder auch Kropf bezeichnet man heute allgemein eine tastbare, sichtbare und messbare Vergrößerung der im Hals befindlichen Schilddrüse. Nach der Ausprägung (morphologisch) wird eine Struma diffusa (gleichmäßig vergrößert) von der Struma nodosa (bereits Knoten vorhanden) unterschieden. Die Struma uninodosa weist einen einzelnen Knoten auf, die Struma multinodosa mehrere. Die Struma ist weltweit die häufigste Erkrankung der Hormondrüsen.[37] In manchen Gebieten sind mehr als 10 % der Bevölkerung betroffen. Dort spricht man von einer endemischen Struma (endemischer Kropf). Der Kropf kann sowohl mit einer Überfunktion als auch mit einer Unterfunktion der Schilddrüse einhergehen.[38]
Als Hypothyreose bezeichnet man heute eine Unterfunktion der Schilddrüse, die mit dem Bild eines reduzierten Stoffwechsels und Grundumsatzes einhergeht.
Bei Tieren finden sich die Symptome einer Art „physiologischen Hypothyreose“ im Winterschlaf. Hier werden durch die Hypothyreose sämtliche Stoffwechsel-, Entwicklungs- und Umbauprozesse so stark heruntergefahren, dass das Tier wie erstarrt und unbeweglich wird.[39]
Für den Menschen ist bekannt, dass das sogenannte Myxödem mit einem Mangel an gesunder Schilddrüsenfunktion zusammenhängt.[40] Bei diesem Krankheitsbild bilden sich zunächst im Zusammenhang mit einer verminderten Stoffwechselabbauleistung des Organismus schleimartige Ablagerungen im Bindegewebe, die zu einer teigigen Schwellung der Haut und anderer Gewebsareale führen und sich zuletzt bindegewebig umbauen.[41] Der Leib des Menschen wirkt dadurch insgesamt wie teigig aufgetrieben und auch verlangsamt.
Als eine Art schwere Steigerung des Myxödems kann das auf eine nicht oder nur insuffizient angelegte Schilddrüse oder in abgeschwächter Form auch auf eine schwere Schilddrüsenunterfunktion bei der Mutter zurückzuführende Krankheitsbild des sogenannten Kretinismus betrachtet werden.

Dieses tritt bei etwa 0,04 % aller Neugeborenen auf.[42] Es führt unbehandelt zu schweren Missbildungen und Minderwuchs des Skeletts, einer häufig verminderten Spannkraft der Muskulatur, Störungen des Bindgewebes[43] bis hin zur Fettleibigkeit, einem aufgedunsenen Gesicht mit zu dicker Zunge und trockener unbelebt wirkender Haut, Entwicklungsstörungen der Sprache, des Gehörs, der Bewegungsfähigkeit, der geistigen Entwicklung und Ausdrucksfähigkeit, die mit einer ungenügenden Ausreifung des Nervensystems zusammenhängt. Der Name Kretinismus stammt von dem französischen Wort crétin, was so viel wie „mißgebildeter, schwachsinniger Dummkopf“ bedeutet.[44]
Weit weniger dramatisch und tiefgreifend äußert sich das Krankheitsbild der Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose, wenn es erst beim Erwachsenen auftritt. Anfangs sind die Beschwerden oft kaum auffallend, da sich das Krankheitsbild in der Regel langsam entwickelt. Symptome bestehen aus Leistungsminderung, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Muskelschwäche, Verstopfung und erhöhter Kälteempfindlichkeit. Betroffene Patienten klagen über depressive Stimmungen, Gedächtnisminderung und Appetitlosigkeit. Deshalb sollte bei depressiven Patienten die Schilddrüsenfunktion abgeklärt werden. Auch das Myxödem mit einer Schwellung der Lider oder Lippen, einer trockenen Haut, rauer Stimme, langsamer Sprache, Verlangsamung des Pulses und der Reflexe sowie einem niedrigen Blutdruck und einer Gewichtszunahme kann neben Zyklusstörungen und fibrös-zystischen Umbauvorgängen der weiblichen Brust und Libidostörungen beobachtet werden.[45]
Die schwerste und lebensbedrohliche Form ist das hypothyreote Koma (Myxödemkoma), bei dem typischerweise begleitend sehr leise Herztöne, langsamer Herzschlag und niedriger Blutdruck, ein diffuses Myxödem, erniedrigte Körpertemperatur, abgeschwächte oder erloschene Reflexe und eine flache Atmung auftreten.[46]
Aus Sicht der modernen westlichen Medizin liegt bei vielen Kropferkrankungen und Funktionsstörungen der Schilddrüse ein Mangel an Jod vor, welches für die Hormonsynthese des Schilddrüsenhormons Thyroxin nötig ist.[47] Meistens entsteht durch den Jodmangel eine Unterfunktion, in deren Folge die Hypophyse des Menschen - auch Hirnanhangdrüse genannt - auf die zu niedrigen Schilddrüsenhormone im Blut reagiert und das sogenannte "Schilddrüsen stimulierende Hormon" TSH ausschüttet, welches die Schilddrüse zum Wachstum anregt. [48]
Da ein Jodmangel tatsächlich mit dem Trinkwasser einer bestimmten Region im Zusammenhang stehen kann, deckt sich das heutige Wissen durchaus schon mit den ersten wissenschaftlichen Vermutungen Vitruvs, Paracelsus und Wichmanns.[49][50]
Neben dem Jodmangel, bei Kindern weltweit die häufigste vermeidbare Ursache für Retardierung,[51] können aus der heutigen naturwissenschaftlichen Sicht aber noch eine Reihe anderer Ursachen Schilddrüsenunterfunktionen auslösen. Sehr häufig findet man die sogenannte atrophische Thyreoiditis vom Typ Morbus Hashimoto,[52] die als eine Autoimmunerkrankung (Autoimmunthyreopathie) angesehen wird. Diese geht oft mit Selen- oder auch Vitamin D-Mangelzuständen einher.[53] Da niedrige Vitamin D-Spiegel als Folge eines Lichtmangels auftreten, ist auch dieser als nicht unwesentliche Ursache für diese gerade bei Frauen sehr häufige Autoimmunerkrankung zu nennen.
Darüber hinaus findet man heute immer wieder einmal die sogenannte iatrogene Schilddrüsenunterfunktion durch Medikamente, die die Funktion der Schilddrüse hemmen (Thyreostatika). Bei der seltenen sekundären Hypothyreose mangelt es am schilddrüsenstimulierenden Hormon TSH, welches in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) produziert wird (Hypopituitarismus).[54]
Von Seiten der psychologischen und psychosomatischen Forschung liegen heute außerdem eine Reihe von Hinweisen vor, dass psychischer Stress und belastende Lebenssituationen eine Hashimoto-Erkrankung und damit Unterfunktionen mitbedingen können.[55][56]
Ursachen aus geisteswissenschaftlicher Sicht
Aus geisteswissenschaftlicher Sicht muss man bei der Ursache einer Erkrankung immer auch die geistigen Hintergründe, die mit einem Organ verbunden sind, in Betracht nehmen. So wird ein Organ nach den Forschungen Rudolf Steiners immer durch ein übersinnliches, also geistiges Kraftsystem gebildet, welches die physische Materie in dieses Kraftsystem einlagert und dadurch zu einem physischen Organ organisiert: „Wir haben uns zu denken, dass ein übersinnliches Kraftsystem zu dem, was wir als physisch sinnliches Organ sehen, in einem solchen Verhältnis steht, dass physische Materie sich in dieses Kraftsystem einlagert, angezogen von den Kraftpunkten und Kraftlinien, und dadurch zu einem physischen Organ wird.“[57]
Gesund kann ein Organ demnach nur dann sein, wenn es mit diesem übersinnlichen Kraftsystem in Harmonie steht. Heinz Grill spricht davon, dass eine Heilung im Menschen dadurch eintreten kann, indem wieder eine Harmonie hergestellt wird zwischen dem ewigen – übersinnlichen – Sein und dem materiellen irdischen Sein: „Im einfachsten und trivialsten Sinne gesprochen heißt Heilung, eine Harmonie herzustellen zwischen Körper, Seele und Geist. Oder im etwas anspruchsvolleren Sinne formuliert, sollte mit der Heilung eine Harmonie zwischen dem ewigen Sein, dem Kosmos und dem irdischen Sein entstehen.“[58]
Vishuddha Chakra im Bereich der Schilddrüse

Das übersinnliche Kraftsystem, welches im engeren Zusammenhang mit der Kehlkopf- und Schilddrüsenregion steht, bezeichnet die Geisteswissenschaft als Vishuddha Chakra oder als 5. Energiezentrum des Menschen. Mit diesem ist – wie der Begriff Vishuddha (Sanskrit विशुद्ध, IAST viśuddha, „rein, klar“)[59] deutlich macht – die Möglichkeit einer Reinigung verbunden.
Wie jenes Zentrum und das mit ihm verbundene Kraftsystem in eine Reinheit oder gesunde Ausprägung kommen und in der Folge hiervon auch seine ausstrahlenden Wirkungen auf den menschlichen Organismus ausüben kann, darüber gibt es sowohl von Heinz Grill als auch von Rudolf Steiner eine Reihe von geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen und Hinweisen:
Heinz Grill bezeichnet das Vishuddha Chakra als das Zentrum der „Loslösung und des Neubeginns“.[60] Damit deutet sich auch eine erste Verbindung zu der Schilddrüse und der mit ihr verbundenen stoffwechselaktivierenden Kraft der Verwandlung, Überwindung des Alten und Erneuerung an. Er spricht davon, dass der Mensch im 5. Lebensjahrsiebt (28. bis 35. Lebensjahr), einer oftmals krisenhaft belasteten Zeit, in eine Situation tritt, in der „eine Vorsehung einer undefinierbaren Selbstkraft in die Gegenwart“ tritt, „damit das individuelle Leben Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Vertrauen in bestimmte Vorstellungen und Denkprozesse erhält.“ Der Mensch, der jene Unabhängigkeit in diesem Lebensabschnitt erlernen möchte, indem er in dieser Zeit oftmals nach vollendeter Ausbildung oder vollbrachtem Studium mit einer ersten vollverantwortlichen beruflichen Tätigkeit beginnt oder auch dabei ist, die Verantwortung für eine frisch gegründete Familie zu übernehmen, muss nach Heinz Grill in diesem Alter lernen, eine „gelöste und freie Haltung des Bewusstseins“ zu entwickeln, „die sich in ihrem vorzüglichen Maß entfaltet, wenn der Übende seine Vorstellungen nach sachbezogenen und thematischen Beziehungen formen lernt und dabei seine subjektive Neigung zurückstellt.“[61] Das Vishuddha Chakra entwickelt sich nach Heinz Grills Darlegungen in besonderem Maße, wenn der Mensch die Fähigkeit zu einer „guten und richtigen Vorstellungstätigkeit“ entwickelt, die sich „nicht an den persönlichen Gefühlen und in keinster Weise an Emotionen“ orientiert, sondern sich „aus der Denktätigkeit selbst“ entwickelt, die „unabhängig im freien Vollzug zu dem gewünschten Thema“ getätigt wird. Nach seinen Forschungen ist jenes für die äußere Sinnesbetrachtung nicht wahrnehmbare Vishuddha Chakra „aus der Summe von wahren und reinen Vorstellungen geprägt, die sich der Einzelne in verschiedenen Lernschritten im Laufe des Lebens angeeignet hat.“[62]
Auch Rudolf Steiner spricht in diesem Zusammenhang von der Ausbildung des Vishuddha Chakras, das er auch als 16-blätterige Lotusblume bezeichnet, und der Entwicklung richtiger Vorstellungen. So solle der Mensch, der diese 16-blättrige Lotusblume entwickeln will, „sein ganzes Begriffsleben so lenken, dass es ein treuer Spiegel der Außenwelt wird“ und „sein Streben“ darauf ausrichten, „unrichtige Vorstellungen aus seiner Seele zu entfernen.“[63]
Während in der modernen Esoterik häufig davon gesprochen wird, dass der Mensch die Energiezentren bereits in sich trüge und nur freilegen oder öffnen müsse, beschreibt Rudolf Steiner, dass es sich bei der Entwicklung der Chakren keinesfalls um eine bloße Öffnung oder Freilegung von etwas bereits Vorhandenem handelt. Vielmehr sind diese Chakren im Menschen von Geburt an nur rudimentär angelegt und müssen durch eine aktive Bewusstseinsarbeit erst ausgebildet werden.[63] Unabhängig davon kommt auch Heinz Grill zu dem Ergebnis, dass die Chakren nicht durch „schnellfertige Techniken“ beeinflusst, manipuliert, verändert, in Schwingung gebracht oder gestärkt werden können. Vielmehr beschreibt auch er als Voraussetzung für die Entwicklung der Chakren die Notwendigkeit einer disziplinierten Bewusstseinsarbeit: „Ein Chakra will sich durch Disziplin, Arbeit, moralische Erkraftung und Auseinandersetzung mit dem Leben entwickeln.“[61]
Eine solche aktive Vorstellungs- und Gedankenbildung, die der Mensch unter Überwindung seiner subjektiven Emotionen und Begierden mit „gedanklichen Reflexionen und gezielten Wahrnehmungen an einer Wirklichkeit“ entfaltet, wird von Heinz Grill sogar als eine Kraft beschrieben, die in der Lage ist „ein Licht im Kehlkopf zu entzünden“[64] Durch eine geordnete und richtige Vorstellungsbildung wird demnach in der Region des Kehlkopfes und der an diesen angrenzenden Schilddrüse ein übersinnliches Kraftsystem in Form eines Lichtes entzündet, durch welches die dort gelegenen physischen Organe sich erst gesund weiter entwickeln können. Störungen in diesem übersinnlichen System müssen aus einer geisteswissenschaftlichen Sicht als Ursache für die Erkrankung der Schilddrüse angesehen werden. Diese Erkrankungen werden – wie sich aus der physiologischen Betrachtung zeigt – bei Hypothyreosen immer mit einer gewissen Ablagerungstendenz, Schweretendenz und mangelnden Stoffwechsel- und Durchatmungsaktivität im Organismus einhergehen, da die geistige Erneuerung aus dem, der Schilddrüse zugrundeliegenden übersinnlichen Kraftsystem nicht mehr ausreichend stattfinden kann.
Fallbeispiel zur Schilddrüsenunterfunktion
Im Rahmen einer Fallgeschichte einer Patientin mit einem Kropf und einer ermatteten Schilddrüsenfunktion[65] nehmen Rudolf Steiner zusammen mit der Ärztin Ita Wegmann die Situation der Unterfunktion aus einer geistigen Perspektive heraus in Betracht. Es wird von „einer gewissen Schwere“ und „inneren Brüchigkeit des physischen Leibes“ gesprochen und bezüglich der besprochenen Patientin die Tatsache erwähnt, „dass jedes Wort, das sie spricht, eine Anstrengung kostet.“ Da es dem Menschen normalerweise eine Anstrengung kostet, etwas auszudrücken, von dem er keine klare Vorstellung hat (Greene und Cappella konnten dies bestätigen, indem sie aufzeigen, dass Menschen beim Sprechen vor allem dann Pausen machen, wenn sie noch überlegen müssen, was sie sagen wollen, während die Sprache flüssiger wird, wenn die gedankliche Planung klar ist.),[66] kann diese Aussage Rudolf Steiners und Ita Wegmanns hier indirekt auch als ein Hinweis auf den Zusammenhang zwischen der Schilddrüsenunterfunktion und einer schwachen Vorstellungsbildung gewertet werden.
Diesen Zustand erklären Steiner und Wegmann auf der Ebene der sogenannten Wesensglieder des Menschen durch eine „hochgradige Atonie“ des Astralleibes. Im Rahmen einer solchen Atonie des Astralleibes, wie sie bei einer Struma mit Unterfunktion vorliegt, gelingt es dem Menschen demnach auch nicht mehr, sein Interesse noch aktiv lebendig Anteil nehmend auf die Dinge zu lenken, weil ihm das Werkzeug fehlt:
- „Wenn Sie heute medizinische Bücher lesen, wird das so geschildert, als wenn der Mensch seinen Verstand verliert durch die Krankheit oder das Fehlen der Schilddrüse. Nein, er verliert nur die Anteilnahme, das Interesse, er wird stumpf und wendet seinen Verstand nicht an. Man wird nicht dadurch dumm, dass man nicht denken kann. Wenn man kein Interesse hat, bleibt der Verstand doch intakt. Was verlorengeht, ist der lebendige Anteil, den der Mensch nimmt an den Dingen, das Interesse, die Aufmerksamkeit auf die Dinge zu lenken. Derjenige, der kein Interesse hat, lenkt auf nichts seine Aufmerksamkeit, weil ihm das Werkzeug fehlt. Wir geben ihm nicht Verstand mit der Schilddrüse, sondern wir geben ihm ein Werkzeug, um lebendigen Anteil zu nehmen an den Dingen der Welt.“[67]
Schließlich sei durch die mangelnde Schilddrüsentätigkeit der Körper durch die dumpfe Schwere der „eingeführten“ Stoffe geprägt, die sich quasi im Organismus als ein Fremdes ablagern und erschweren, so dass dieser noch ein Werkzeug für das Anteil nehmende Interesse sein kann. „Das ganze Bewusstseinsleben ist wie von einer leisen dumpfen Schläfrigkeit durchzogen. Der physische Leib ist den Prozessen ausgesetzt, die von den eingeführten Stoffen herrühren.“[67]

Das naturwissenschaftlich beschriebene Myxödem und die dysfunktionalen abgelagerten Gewebsstrukturen können bei einer Hypothyreose aufgrund des verlangsamten Grundumsatzes aller Zellen und einer mangelnden Durchdringung des Organismus mit Sauerstoff und Blut nicht mehr abgebaut werden. Sie sind damit für die beschriebene Verdumpfung und Vergröberung des Leibes (siehe auch Kretinismus als Extremform der Hypothyreose) verantwortlich und wirken offensichtlich hier wie ein Hindernis. Gleichzeitig führen sie aus geisteswissenschaftlicher Sicht dazu, dass der menschliche Organismus für die geistigen Leistungen, wie zum Beispiel die Fähigkeit, sein Interesse auf die Dinge in der Umgebung zu lenken, nicht mehr durchlässig ist.
Die beiden anthroposophischen Ärzte Friedrich Husemann und Otto Wolff schreiben über die Schilddrüsenunterfunktion: „Der Gesamt-Stoffwechsel erscheint vermindert, der Sauerstoffverbrauch ist reduziert. Gerade daran sieht man, dass die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff durch die Lunge allein nicht genügt, um einen genügenden Stoffwechsel im Organismus herbeizuführen; der Organismus muss von der stofflichen Seite her für das Eingreifen des Sauerstoffs vorbereitet werden, und das tut das Sekret der Schilddrüse“.[67]
Ähnlich verweist auch Heinz Grill auf den Zusammenhang zwischen klar und geordnet durchgetragenen Vorstellungen, die der Mensch unabhängig von Wünschen oder Emotionen spannkräftig mit seinem Willen aufrecht hält, auf der einen Seite und einem dynamisch aufgerichteten Astralleib auf der anderen Seite. So äußert er über diesen Astralleib, dass dieser zuerst zu einem Bewusstsein erwachen und damit eine Spannkräftigkeit erlangen kann, wenn eine wesentliche „Erkenntnisentwicklung geschieht, indem sich das Bewusstsein des Übenden immer wieder von den Bedingungen der eigenen Projektionssphäre ablösen lernt und gleichzeitig die Beziehung zu dem Objekt mit einem klaren Gedanken aufrichtet.“[68]
Der Zusammenhang zwischen einem Mangel an spannkräftig durchgetragenen Vorstellungen und Idealen auf der einen Seite und dem Auftreten einer Schilddrüsenunterfunktion auf der anderen Seite wird in einer Darstellung des Arztes Jens Edrich anhand zweier Fallgeschichten auch praktisch sichtbar und deutlich gemacht.[69] Er beschreibt, wie unerkannte Bindungsgefühle an Menschen, die den Betroffenen abwerten oder ihm ein verzerrtes Bild von sich selbst vermitteln, die Schilddrüse schwächen können. Dies geschieht, wenn die betroffene Person nicht genügend Kraft entwickelt hat, diese falschen Vorstellungen zu erkennen und durch wahrere, wirklichkeitsgemäßere Vorstellungen zu ersetzen.
Jens Edrich kommt zu dem Ergebnis, dass sich eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln kann, wenn eine zwar bereits angelegte, aber noch unsichere wahre Vorstellung von sich selbst, die der Mensch in ersten Anfängen kennengelernt hat, nach und nach von irrationalen und emotional aufgeladenen falschen Vorstellungen überlagert wird, die dem Menschen zum Beispiel Gefühle von Abhängigkeit oder gar Ohnmacht suggerieren. Das anfängliche „Licht“, welches die Schilddrüse durch ein sich entwickelndes Vishuddha Chakra bekommen muss, indem der Mensch wirklichkeitsgemäßere Vorstellungen entwickelt, erlischt dadurch wieder. Infolgedessen schwächt sich der den Menschen erneuernde Stoffwechselstrom ab, den die Schilddrüse normalerweise anregt, weil die entwicklungsfördernden, realitätsgerechten Vorstellungen fehlen.
Therapie
Schon im alten China wurden um das Jahr 2700 v. Chr. kropfartige Erkrankungen mit jodreichen Substanzen wie Seegras erfolgreich behandelt.[70] Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurden dann durch den Chinesen Sun Si Miao erste Strumatherapien mit Arzneien aus tierischen Schilddrüsen durchgeführt. Diese sollen der Quellenlage zufolge zu einer Verkleinerung der Struma geführt haben.[71]
Später entdeckte man die Möglichkeit, den Kropf mit gebranntem Schwamm zu behandeln, ohne noch den Zusammenhang mit dem darin vorhandenen Jod zu kennen.[72] Diese Möglichkeit wird heute noch in der Homöopathie erfolgreich genutzt.[73]
Im Jahr 1791 führte Pierre-Joseph Desault als vermutlich erster Arzt die operative Entfernung eines vergrößerten Schilddrüsenlappens durch.
Erste Therapieversuche bei Kropferkrankungen (Struma) mit dem kurz zuvor entdeckten Jod führte 1820 Jean-Francois Coindet (1774–1834) in der Schweiz durch und fand eine günstige therapeutische Wirkung.[74] 1818 hatte unter anderem Jean-Baptiste Dumas mit der chemischen Untersuchung verkohlter Schwämme auf Jodgehalt begonnen und in der Folge davon Jodtinktur und Kaliumjodid als Arzneimittel bei der Kropferkrankung vorgeschlagen.[75] Andere Mediziner empfahlen um diese Zeit Meerwasserumschläge, Einreibungen mit Natrium-Hydrojodicum sowie zur innerlichen Anwendung den Meerschwamm.[76]
Ab 1850 wurden in Frankreich Jodgaben zur Prophylaxe (Vorbeugung) versucht. Aufgrund einer viel zu hohen Dosierung gab es aber zum Teil tödlich endende Therapieverläufe. In den 1850er Jahren hielt Louis Pasteur den Kropf für eine Infektionskrankheit. Moritz Schiff führte 1880 Versuche mit Schilddrüsenextrakten von Schafen durch. 1901 behandelte Philipp Schech Kropfpatienten mit Thyrojodin, Schilddrüsensubstanzen von Hammel oder Schwein.[77]
In der Schweiz führten Otto Bayard 1918 im Mattertal und Hans Eggenberger 1922 im Kanton Appenzell Ausserrhoden das richtig dosierte Jodsalz ein. 1924 wurde entsprechendes Jodsalz auch in den USA, 1963 in Österreich und 1976 in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt, wobei in der Bundesrepublik Deutschland dieses bis 1981 mit dem Warnhinweis „Nur bei ärztlich festgestelltem Jodmangel zu verwenden“ versehen war. Ab 1983 wurde in der DDR das Speisesalz flächendeckend jodiert. Übergangsregelungen für die neuen Bundesländer galten bis 1991.[78]
Heute werden Schilddrüsenunterfunktionen mit synthetisch hergestellten Thyroxin Präparaten behandelt. Bei Ansätzen zur Kropfentwicklung kann in einigen Fällen auch der Einsatz von Jod sinnvoll sein, wenn zuvor die Gefahr einer eventuellen Überfunktion ausgeschlossen wurde.[79] Darüber hinaus hat sich in vielen Fällen einer Hashimoto Erkrankung auch der Einsatz des Spurenelements Selen oder die hochdosierte Gabe von Vitamin D-Präparaten als sinnvoll erwiesen.[80] Beide Maßnahmen können deutlich zu einer Verbesserung der Erkrankung beitragen.[81][82][83] Außerdem ist von Seiten der psychosomatischen Forschung bekannt, dass Stressbewältigungskonzepte die Krankheitssituation bei Hashimoto-Erkrankungen verbessern können.[84]
Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird den Darstellungen von Damir Malikov in seinem Artikel Traditional Chinese Medicine Approach to Hypothyroidism zufolge eine Hypothyreose meist als Ausdruck eines sogenannten „Yang-Mangels der Nieren“ und damit Wärmemangels oder eines „Milz-Qi-Mangels“ verstanden. Yang steht dabei für die aktive, wärmende, aufbauende und bewegende Kraft im Körper, die Stoffwechsel, Energiefluss und Aktivität fördert. Sie ist das dynamische, lichtvolle und funktionelle Prinzip, das das kühlende beruhigende Yin ergänzt und die Lebensprozesse aufrechterhält. Qi dagegen ist lebendige Energie oder Lebenskraft, die alle physiologischen und psychischen Funktionen im Körper antreibt. Qi durchströmt die Meridiane, reguliert Stoffwechsel, Bewegung und Vitalität und verbindet Yin und Yang zu einem harmonischen Ganzen.
Die Schilddrüse selbst wird dabei nicht isoliert betrachtet; vielmehr zeigt sich die Störung in einem Ungleichgewicht der Organfunktionskreise. Typische Symptome wie Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme oder Ödeme werden als Manifestationen von innerer Kälte, Qi- und Yang-Mangel interpretiert. Als Ursache können eine angeborene Schwäche des Nieren-Yang, chronische Erkrankungen, schlechte Ernährung, emotionaler Stress oder ein Leben im Übermaß von Kälte oder Feuchtigkeit in Frage kommen. Diese Faktoren schwächen die Fähigkeit der Nieren, das Feuer des Yang zu nähren, und die Milz, die Energie des Qi zu transformieren, was sich in einer verminderten Stoffwechselaktivität äußert.
Typische klinische Manifestationen der Hypothyreose in der TCM umfassen deshalb Kälteempfindungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung sowie eine Verlangsamung der körperlichen Funktionen, einschließlich Verdauung und Stoffwechsel. Zusätzlich kann ein sogenannter „Milz-Yang-Mangel“ vorliegen, der die Umwandlung und den Transport von Flüssigkeiten und Nährstoffen beeinträchtigt, was zu Ödemen, Gewichtszunahme oder Schleimansammlungen führen kann.[85]
Sichtweise aus geistiger Forschung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrieb der Geisteswissenschaftler Rudolf Steiner unter Bezugnahme auf den damaligen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung:
- „Sie wissen, die Schilddrüse wurde als ein bedeutungsloses Organ angesehen und bei Erkrankungen entfernt, und in solchen Fällen verfielen die betreffenden Menschen in Idiotie. Wenn aber nur ein Teil der Schilddrüse bleibt, ist diese Gefahr im wesentlichen beseitigt. Das zeigt, dass das Sekret der Schilddrüse notwendig ist, um gewisse Dinge im Seelenleben zu entfalten. Nun besteht das sehr Eigentümliche: Wenn man das Sekret der Schilddrüse des Schafes solchen Menschen eingibt, welche die Schilddrüse verloren haben, dann stellt sich heraus, dass die Idiotie wieder gebessert wird; und wenn man es ihnen wieder entzieht, werden sie wieder idiotisch.“[86]
Gleichzeitig sprach Rudolf Steiner aber immer wieder davon, dass es für die Zukunft die Aufgabe sei, Krankheiten und dabei insbesondere auch solche, bei denen bestimmte Hormondrüsen im Menschen ermatten oder in ihrer Aktivität herabgedrosselt sind, „durch Geistiges besser zu machen.“[87] Die Schilddrüse sah er allerdings in diesem Zusammenhang als ein Organ an, bei welchem es „außerordentlich schwer“ sei, eine Heilung durch „Geistiges“ zu ermöglichen, so dass er für diese auch davon sprach, dass man da „schon zuweilen eingreifen“ müsse. Damit deutete er an, dass auch er für viele offensichtlich auch damals noch auf geistigem Wege schwer heilbare Erkrankungen der Schilddrüse manchmal die Notwendigkeit sah, auf physische Weise die fehlenden Hormone auszugleichen. Insgesamt aber sah er selbst für die so schwer heilbare Erkrankung, wie sie z. B. die Schilddrüsenunterfunktion im Rahmen eines Kropfes darstellt, durchaus gewisse Möglichkeiten einer Therapie, die durch das Hereinführen geistiger Entwicklungsschritte ihre Entfaltung findet: „Aber auch da wird man Resultate erzielen. Sie sind schon erzielt worden.“

Er erwähnt in dem gleichen Kontext einen für die damalige Zeit und auch für heute noch vollkommen neuen Heilansatz, der wie folgt aussehen solle und offensichtlich auch schon von ihm und der eng mit ihm zusammen arbeitenden Ärztin Dr. Ita Wegmann in eine erste Realisation gebracht worden war: „Wenn man in einer ganz bestimmten Weise, in einer gesangartigen Sprache, immer und immer wieder, jeden Tag Sachen wiederholen lässt, dann geht auch die Schilddrüse [Anm.: der Kropf] zurück.“
Damit zeigt er neben dem in einer Fallgeschichte beschriebenen medikamentösen Ansatz mit dem von ihm und Ita Wegmann entwickelten Colchicum-Präparat[65] der Pflanze Herbstzeitlose auch einen vollkommen neuen und zukunftsweisenden Weg der Heilung auf, der durch eine therapeutisch begleitete und geleitete geistige Schulungs- und Entwicklungsarbeit des Patienten impulsiert werden kann. Colchicum wurde zuvor auch bereits in der Homöopathie erfolgreich im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen der Schilddrüse verwendet.[88]
Den praktischen Nachweis darüber, dass ein solcher Weg möglich ist, erbrachte der Arzt Jens Edrich, der sich durch das Studium des Werkes Heinz Grills und Rudolf Steiners zu diesem Vorgehen anregen ließ.[89] Hypothyreosen im Rahmen einer „ausgebrannten Hashimoto Thyreoditis“ können demnach überwunden werden durch eine therapeutisch begleitete geistige Schulung, in der falsche, suggestive Vorstellungen erkannt und abgelegt, wirklichkeits- und geistgemäße Vorstellungen hereingeführt und Handlungen gemäß dieser Vorstellungen konsequent eingeleitet werden. Die Vorstellungen müssen im Menschen so weit heranreifen und erkraften, dass sie auch zur Grundlage neuer entschiedener Willensimpulse werden können, aus denen entschlossene Lebensschritte getan und alte Bindungen losgelassen werden.
Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
Medizinische Forschung
Bei der Schilddrüsenüberfunktion oder Hyperthyreose findet sich eine überschießende Aktivität des Organs mit einem Überschuss an Schilddrüsenhormonen. Diese führen zu einer deutlichen Steigerung des Grundumsatzes sowie des Sauerstoff- und Energieverbrauchs.[90] Herzfrequenz, Herzzeitvolumen[91] und Wärmeproduktion sind erhöht. Infolge des überwiegend katabolen Stoffwechselzustands kommt es häufig zu Gewichtsverlust und Muskelabbau[92][93] sowie langfristig zu einer Reduktion der Knochenmasse,[94] da Abbauprozesse die Aufbauprozesse überwiegen. Die Symptomatik gleicht einem zu starken Verbrennungsvorgang, der den Aufbau neuer Substanzen erschwert. Die Betroffenen zeigen in der Regel eine starke Reizbarkeit und Gereiztheit, reagieren oft schnell, inadäquat und impulsiv auf bestimmte Reize und neigen damit zu einer vorschnellen, überschießenden und fahrigen, oft auch fixierten Vorstellungsbildung.[95][96][97]
Die Extremform ist die sogenannte thyreotoxische Krise und kann unbehandelt tödlich enden.[98] Schwere Fälle oder chronisch nicht behandelte Formen der Hyperthyreose können auch psychoseähnliche Zustandsbilder mit Verwirrtheit, Wahnvorstellungen oder Halluzinationen erzeugen, die manchmal sogar mit einer vorübergehenden Störung der Wirklichkeitswahrnehmung, etwa im Sinne einer Derealisation, einhergehen.[99]
Ursachen für Hyperthyreosen können sogenannte heiße oder autonome Knoten in der Schilddrüse sein, die sich im Rahmen eines Kropfes entwickeln, oder auch Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel der Morbus Basedow. Außerdem ist es auch möglich, dass durch eine plötzliche Zufuhr sehr großer Jodmengen, wie sie zum Beispiel im Rahmen eines Meeresaufenthaltes mit starkem Fischkonsum vorkommt, bei einer vorgeschädigten Schilddrüse eine Hyperthyreose ausgelöst wird.[100] Ebenso können psychische Belastungen auch Auslöser sein für eine Entgleisung der Schilddrüse in Richtung einer Hyperthyreose.[101]
Therapeutisch kommen bei Hyperthyreosen oder dem sogenannten Morbus Basedow neben der Möglichkeit der chirurgischen Entfernung der Schilddrüse häufig thyreostatische Therapien mit Medikamenten, die die Schilddrüse in ihrer Aktivität ausbremsen, oder sogenannte Radiojodtherapien zum Zuge,[102][103] bei denen die erkrankte Schilddrüse durch das Einbringen von radioaktivem Jod von innen zerstrahlt wird.
Erkenntnisse der modernen Psychosomatik zeigen darüber hinaus, dass auch Hyperthyreoseerkrankungen, wie sie z. B. im Zusammenhang mit dem Morbus Basedow vorkommen, unter stressentlastenden Maßnahmen eine deutliche Besserung erfahren können.[104]
Traditionelle Chinesische Medizin
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entsteht die Hyperthyreose vor allem aus einem Yin-Mangel und einer Art Blockade und folglichen Stauung von Leber-Qi, oft ausgelöst durch emotionale Faktoren wie Angst, Ärger oder Überreizung. Das hier fehlende Yin steht dabei für eine kühlende, beruhigende Kraft. Qi dagegen ist lebendige Energie oder Lebenskraft, die alle physiologischen und psychischen Funktionen im Körper antreibt, und sich im Falle der Hyperthyreose anstaut. Bei Personen mit angeborenem Yin-Mangel führt diese Leber-Qi-Stauung zur Entstehung von einem aggressiven Feuer, welches eine auszehrende und austrocknende Wirkung auf das Yin und das Blut hat. Die Folge sind innere Hitze, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Rötungen, Herzrasen, Gewichtsverlust und Nervosität sowie eine verstärkte Bewegungs- und Stoffwechselaktivität.[105]
Sichtweise einer durch geistig-seelische Aspekte erweiterten Medizin

Die Hyperthyreose stellt ein Gegenbild zur Hypothyreose dar. Bei der Schilddrüsenunterfunktion spricht Rudolf Steiner von einer „Atonie“ des Astralleibes. Weiter führt er aus, dass in Folge dieser fehlenden seelisch-geistigen Spannkraft das Bewusstseinsleben von einer leisen dumpfen Schläfrigkeit durchzogen sei, die es dem Menschen erschwere das Interesse für die Welt aufzubringen.[67] So lässt sich aus geisteswissenschaftlicher Sicht für die Schilddrüsenüberfunktion im Umkehrschluss ein gegensätzlicher Zustand des Menschen konstatieren, der sich nun nicht durch eine „Atonie“ sondern durch eine „Hypertonie“, das heißt durch eine seelische Überspanntheit auszeichnet. Anstelle eines Mangels an Interesse müsste man beim Hyperthyreosepatienten ein überspanntes, zu sehr willentlich fixiertes Interesse beobachten, welches eine freie Beziehungsaufnahme zur Welt ebenso unmöglich macht wie die Atonie des Astralleibes beim Hypothyreosepatienten.
Dass dies so ist, machte der Arzt Jens Edrich anhand von zwei Kasuistiken der Basedow Erkrankung deutlich. Darin zeigte er unter Bezugnahme auf die geisteswissenschaftlichen Gedanken Rudolf Steiners und Heinz Grills, aus denen die Notwendigkeit einer wirklichkeitsgemäßen, freien und spannkräftigen Vorstellungsbildung für eine gesunde Schilddrüsenfunktion hervorgeht, dass bei Basedow Patienten tatsächlich das Muster einer solch pathologisch fixierten Beziehungsaufnahme zur Welt beobachtet werden kann. Weiter zeigt er in einem Fallbeispiel, dass jenes Muster im therapeutischen Prozess durch das Erarbeiten von freieren Vorstellungen zurückweichen kann und dass sich hierdurch auch eine Beruhigung und „Abkühlung“ der übersteigerten und überhitzten Schilddrüsenaktivität erzielen lässt. Voraussetzung sei, dass der Patient durch Training lernt, Vorstellungen zu entwickeln, die nicht mehr willentlich fixiert sind sondern mehr einer von freien Gedanken getragenen beobachtenden Wahrnehmung entsprechen.[106]
Ayurvedische Medizin

Die klassischen Ayurveda-Schriften nennen keine Erkrankung, die exakt der modernen Hypothyreose oder Hyperthyreose entspricht. Auch der Begriff Schilddrüse kommt nicht vor. Die pathophysiologischen Prinzipien jedoch, auf denen moderne ayurvedische Interpretationen von diesen Störungen beruhen, stammen sehr wohl aus den Grundlagenkapiteln der wichtigsten Ayurveda-Originaltexte. So unterscheidet die ayurvedische Medizin zwischen stoffwechselmatten Zuständen, wie sie der Hypothyreose ähneln, und stoffwechselüberaktiven Krankheitszuständen, wie man sie bei der Hyperthyreose findet.[107] Beispielsweise heißt es im Zusammenhang mit dem Krankheitsbild, welches dem der Hypothyreose ähnelt, in der Charaka Saṁhitā - einer der bedeutendsten ayurvedischen Schriften: „Bei Menschen mit Kapha- und Vata-Dominanz ist das Agni schwach (Mandāgni); die Nahrung wird erst nach langer Zeit verdaut.“[108]
Agni steht hierbei für die Stoffwechselfeuerkraft die Materie abzubauen und zu verwandeln. Kapha dagegen ist die Kraft des Wassers und der Materie, das Prinzip der Struktur und Bindung. Seine Eigenschaften sind schwer, kalt, feucht, stabil.[108] Und Vata ist das Luftig-Bewegte, was die Materie durchdringt; seine Eigenschaften sind leicht, kalt, trocken, beweglich; Vata reguliert den Atem, den Puls und das Nervensystem.[108] Eine Schilddrüsenunterfunktion wird daher in der Ayurvedischen Medizin als ein „Mangel an Agni“ betrachtet. Die Materie kann nicht ausreichend mit Vata „durchlüftet“ und von Wärme Agni impulsiert werden, sondern lagert sich in die Schwere (Kapha) ab.
Die Qualitäten der Hyperthyreose lassen sich dagegen mehr in folgender Beschreibung wiederfinden: „Bei Menschen mit Pitta-Dominanz ist das Agni zu scharf und zu stark (Tikṣṇāgni); es verdaut die Nahrung rasch und zehrt auch den Körper schnell aus.“[109] Hier haben wir es mit einem Zustand zu tun, bei dem das Pitta,[110] das Element des Feuers und der Wärme, welches heiß, scharf, flüssig ist und das Prinzip des Stoffwechsels verkörpert, welches die Verdauung reguliert und das Sehvermögen anregt, so aktiviert wird, dass das Stoffwechselfeuer des Agni zu stark entflammt.
Durch Kapha und Vata entsteht also ein schwaches, träges Agni (Mandāgni) und damit eine Situation, die in Richtung Unterfunktion geht.
Durch Pitta dagegen entsteht ein starkes, scharfes Agni (Tikṣṇāgni)“ und damit eine Tendenz zur Überfunktion.[111]
In beiden Fällen geht die ruhig durchwärmende und harmonisch erneuernde Kraft des gesunden Agni verloren.
Zukunftsweisende Hypothese

Sowohl auf physiologischer als auch auf geisteswissenschaftlicher Ebene zeigt sich, dass von der gesunden Schilddrüsenregion im Zusammenhang mit dem dort verorteten fünften Energiezentrum (Vishuddha Chakra) eine ausgeprägte Erneuerungs- und Wandlungskraft ausgeht. Diese befähigt den Organismus, überholte Strukturen abzubauen und durch neue zu ersetzen. Während die westliche Medizin die Ursachen von Schilddrüsenerkrankungen überwiegend auf materielle, funktionelle oder teilweise psychologische Faktoren zurückführt, sehen östliche Medizinsysteme wie Ayurveda und die Traditionelle Chinesische Medizin primär Fehlregulationen im Bereich feinstofflicher Energieprozesse als ursächlich an. Die geisteswissenschaftliche Perspektive ergänzt diese Sichtweisen, indem sie Schilddrüsenerkrankungen mit einer Schwächung des fünften Zentrums des Menschen und der damit verbundenen Erneuerungskräfte in Beziehung setzt.
Neben den bewährten Verfahren zur stofflichen Regulation der Schilddrüsenfunktion sowie den etablierten energetischen Therapieansätzen eröffnen sich aus dieser Perspektive neue, bislang wenig erforschte Möglichkeiten. Diese bestehen in einer gezielten Entwicklung des fünften Zentrums durch bewusst geführte Vorstellungs- und Bewusstseinsprozesse. Insbesondere die Schulung klarer, geordneter und freier Vorstellungen wird dabei als ein möglicher Ansatz verstanden, um die regenerativen Kräfte der Schilddrüse zu stärken und bestehende Therapien auf einer geistig-seelischen Ebene sinnvoll zu ergänzen.
Siehe auch
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Weblinks
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