Pratyahara

Aus AuroraWiki
Datei:Zitat sri aurobindo(2).png
Zitat des indischen Philosophen und Yogameisters Aurobindo aus seinem Buch "The life divine".[1]

Pratyahara ist die 5. Stufe oder Glied der insgesamt acht Stufen des Ashtanga Yoga oder Raja Yoga (achtgliedriges Yoga), wie dies von Patanjali in einem der ältesten überlieferten Werke über Yoga, dem Yoga-Sutra beschrieben wurde. Es folgt auf das Pranayama (4. Stufe, die Beherrschung des Atems) und führt zum Dharana (6. Stufe, Konzentration) und Dhyana (7. Stufe, Meditation). Es geht um die Disziplinierung der Sinne (Indriya, „Fühler“), wie Geschmack, Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und des Geistes durch ein Sich-nach-innen-Richten.[2]

Durch diese Internalisierung des Bewusstseins sollen Sinneseindrücke allgemein bewusster und kontrollierbarer werden. Durch regelmäßiges Üben wird so die Durchführung weiterer Stufen erleichtert. Es handelt sich aber nicht um eine Beschränkung der Sinne, im Gegenteil soll der Geist zur Wahrnehmung von Feinheiten geschult werden, die den Sinnen sonst verborgen blieben.

Auf fortgeschrittenem Niveau wird auch gelehrt, wie die Aktivität der unwillkürlichen Muskulatur beeinflusst werden kann. Diese Techniken gehen fließend in das Pranayama über. Eine andere Technik des Pratyahara ist die Konzentration auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, das Ajna-Chakra (drittes Auge).

Aus einer geistigen Sichtweise geht es bei Pratyahara darum, das wahre Wesen hinter dem Sinnesschein zu erkennen und somit bildet der geführte Sinnesprozess eine wichtige Grundlage für das bewusste Entwickeln von Wahrnehmungen, die übersinnlicher Natur sind.

Definition und Herkunft von Pratyahara

„Wer die Sinne von den Gegenständen der Sinne zurückzieht, so wie die Schildkröte ihre Glieder in ihren Panzer einzieht,- dessen Einsicht ruht auf starkem Fundament in der Weisheit.“ Bhagavad Gita (II, 58)[3]

Der Sanskrit-Begriff Pratyahara (Sanskrit: प्रत्याहार pratyāhāra m.) wird von der Verbwurzel hr (nehmen) abgeleitet und zu hãra abgewandelt. Vorweg stehen die beiden Vorsilben ã (hin, zu, in Richtung) und prati (zurück), das durch das folgende ã zu praty wird. Pratyahara bedeutet wörtlich also das Zurücknehmen oder Zurückziehen (von etwas).

Patanjali schreibt:

„Wenn die Sinne nicht in Kontakt mit den Objekten treten, und gleichsam in die Natur des Geistes eingehen, dann entsteht Pratyahara – Zurückziehen der Sinne. So entsteht die höchste Meisterschaft über die Sinne.“
„svaviṣaya-asaṁprayoge cittasya svarūpānukāra-iv-endriyāṇāṁ pratyāhāraḥ tataḥ paramā-vaśyatā indriyāṇām“[4]

In den Quelltexten des Yoga finden sich unterschiedliche Interpretationen von Pratyahara. In den Yogasutras des Patanjali geht dieser zunächst auf Asana und Pranayama ein. Er erklärt, dass der Geist durch Pranayama gesammelt und ausgerichtet wird. Auf diese Sammlung des Geistes bezieht er sich, wenn er am Ende des zweiten Kapitels auf Pratyahara eingeht. Wörtlich heißt es dort: „Pratyahara ist (der Zustand), wenn die Sinne keinen Kontakt mit ihren eigenen Gegenständen haben und es so ist, als ob sie die eigene Form des Geistes annähmen.“ Bei Patanjali ist Pratyahara also keine willentliche Aktivität des Übenden, sondern das Resultat (siddhi) der Geistessammlung durch Pranayama. Diese Sichtweise wird in einigen Kommentaren ausdrücklich betont. So schreibt Vyasa: „Wenn die Bienenkönigin auffliegt, schwärmen die Bienen hinterher, wenn die Bienenkönigin sich niederlässt, lassen sich auch die Bienen nieder. Eben so werden die Sinne beherrscht, wenn der Geist beherrscht wird.“ Hariharananda Aranya wird in seinem Kommentar noch deutlicher: „In anderen Formen der Disziplin der Kontrolle der Sinne müssen Sinne von den Objekten entfernt gehalten werden oder der Geist muss gefestigt und beruhigt werden, oder irgendwelche anderen Methoden müssen angewendet werden. Aber dies ist bei Pratyahara nicht nötig; die Entschlossenheit des Geistes reicht aus. In welche Richtung auch immer der Geist willentlich gebracht wird, die Sinne folgen ihm...“ Eine ähnliche Interpretation von Pratyahara findet sich in der Gherandasamhita aus dem 17. Jahrhundert. Dort heißt es im vierten Kapitel zu Pratyahara: „Wohin auch immer der wandernde und unstete Geist hingeht, von dort soll er zurückgenommen werden und unter die Kontrolle des Atman gebracht werden.“

Im Gegensatz dazu interpretieren die Vasistha Samhita, die Yogavajnavalkya Samhita und die Sandilya Upanishad (Upanishaden) das Pratyahara als einen aktiven Vorgang. In den beiden erstgenannten Schriften heißt es übereinstimmend: „Die Natur der Sinne ist es, zu den Sinnesobjekten zu wandern. Das kraftvolle Zurückziehen (balat aharana) von ihnen wird Pratyahara genannt.“ Hier wird also davon ausgegangen, dass der Übende etwas tun muss. Eine genaue Anleitung, was zu tun ist, wird allerdings nicht beschrieben. Auch in der Hathapradipika ist eher von einem aktiven Tun die Rede. Sie beschreibt Pratyahara als „das schrittweise Zurückziehen der Sinne, wie Augen usw., die auf ihre Objekte gerichtet sind, dies wird Pratyahara genannt.“

Eine dritte, ganz andere Interpretation findet sich bei Gorakhnath, einem der Begründer des Hatha Yoga. Bei ihm wird Pratyahara zu einer körperlichen Übung (Asana), nämlich zur Umkehrhaltung Viparita Karani Mudra. Hier kommt die Vorstellung ins Spiel, der Kopf sei eine Schale, die mit dem Lebensnektar (Amrta) gefüllt ist. Dieser tropft stetig herunter zum Nabel und wird dort vom Feuer der Sonne (Solar Plexus, Sonnengeflecht, Manipura Chakra) verzehrt. In diesem Sinne wird Pratyahara von Gorakhnath als das Zurückhalten dieses Nektars beschrieben. Im Gorakshashataka heißt es: „Die Sonne zieht den Nektarfluss vom Mond zu sich. Diesen zurückzuhalten wird Pratyahara genannt.... Der Nabel ist oben und der Gaumen ist unten, die Sonne ist oben und der Mond ist unten. Diese Übung ist als Viparitakarani bekannt....“

Die Entwicklung der Sinnesorgane

Die Sinnesorgane dienen dem Wahrnehmen und der Orientierung in der Außenwelt. Über sie nimmt der Mensch die physisch-sinnliche Welt wahr. Aus einer geistigen Sichtweise ist der Mensch nicht nur Teil der physischen, sondern gleichzeitig einer seelischen und geistigen Welt. Will er diese, den äußeren Sinnen unsichtbaren Welten wahrnehmen, so bedarf es nach Rudolf Steiner der Ausbildung seelisch-geistiger Wahrnehmungsorgane:

„Wie im Leibe Auge und Ohr als Wahrnehmungs-Organe, als Sinne für die körperlichen Vorgänge sich entwickeln, so vermag der Mensch in sich seelische und geistige Wahrnehmungsorgane auszubilden, durch die ihm die Seelen- und die Geisteswelt erschlossen werden. Für denjenigen, der solche höhere Sinne nicht hat, sind diese Welten «finster und stumm», wie für ein Wesen ohne Ohr und Auge die Körperwelt «finster und stumm» ist.“[5]

Im Unterschied zur Entwicklung der physischen Sinnesorgane, die i.d.R. ganz natürlich vonstatten geht, muss der Mensch die Ausprägung feinerer Wahrnehmungsorgane selbst vollbringen:

„Allerdings ist das Verhältnis des Menschen zu diesen höheren Sinnen etwas anders als zu den körperlichen. Daß diese letzteren in ihm vollkommen ausgebildet werden, dafür sorgt in der Regel die gütige Mutter Natur. Sie kommen ohne sein Zutun zustande. An der Entwickelung seiner höheren Sinne muß er selbst arbeiten. Er muß Seele und Geist ausbilden, wenn er die Seelen- und Geisteswelt wahrnehmen will, wie die Natur seinen Leib ausgebildet hat, damit er seine körperliche Umwelt wahrnehmen und sich in ihr orientieren könne.“[6]

Hierfür ist es notwendig, dass der Mensch sich selbst als geistiges Wesen begreift und seinen Körper als relativ nimmt. Der Körper spiegelt allerlei Begehrensformen, jedoch zeigt der Körper im Grunde nur den Hunger nach dem Geiste:

„Man muß sich mit einem seelischen Ruck aus dem Körper heben, um das Verlangen, das der Körper erzeugt, im Geiste zu befriedigen“[7]

Verzicht im Irdischen ist Voraussetzung für Geist-Erleben. Wenn der Mensch zu stark an das Irdische gebunden ist, ist es ihm im Weg auf der Suche nach dem Geistigen. In diesem Sinne kann Pratyahara als ein Element gesehen werden, die physischen Sinne in ihrer Dominanz zum Zurückweichen zu bringen und ein feineres Wahrnehmen zu entwickeln.

Verschiedene Aspekte von Pratyahara

Pratyahara, die Lenkung der Sinne kann unterschiedlich interpretiert und praktiziert werden. Ebenso gibt es verschiedene Aspekte und Ausarbeitungen, die von der Entwicklung des einzelnen Menschen bis hin zu einem zukünftigen Wissenschaftsverständnis reichen.

Sukadev über Pratyahara und seine Anwendung im Alltag

Laut Sukadev ist eine Bedeutung des Begriffes Pratyahara der Rückzug, im englischen "retreat" beispielsweise eine Zeit, in der man nicht in Kontakt tritt mit Außenobjekten.

Konkret bedeute pratyahara jedoch auch die Fähigkeit, seine Sinne von der Außenwelt zurückzuziehen. Normalerweise sind die fünf Sinne des Menschen dazu ausgerichtet, etwas wahrzunehmen. Die Augen wollen etwas sehen, die Ohren wollen etwas hören etc. Damit verbunden ist meist eine darauffolgende Reaktion, die Sukadev als würdeloses Verhalten bezeichnet: auf einen Außenreiz sofort zu reagieren.

Eine weitere Bedeutung von pratyahara beschreibt Sukadev in der Fähigkeit, seinen Geist in eine meditative Stimmung zu versetzen, in welchem der Kontakt der Sinne mit der Umgebung keine Wichtigkeit mehr besitzt. Diesen Zustand erlangt man durch hohe Konzentration, bei der die Außenwelt in ihrer Wirkung zurückweicht und der Mensch beispielsweise Wärme oder Kälte kaum mehr wahrnimmt. Auch während des Schlafes sind die Sinne kaum in Kontakt mit der Umgebung.

„Wenn du konzentriert bist oder dein Gemütszustand auf einer anderen Ebene ist, dann kommen deine Sinne nicht in Kontakt mit den Objekten. Und das bewusst herbeiführen zu können, das ist dann Pratyahara.“[8]

Sukadev benennt zwei Techniken für den Alltag, um die Reiz-Reaktions-Mechanismen zu durchbrechen, denen der Mensch meist unterliegt:

Wenn durch einen Außenreiz ein Wunsch, ein Begehren oder auch Ablehnung geweckt werden, kann man

  1. seinen Geist auf etwas Anderes richten, auf etwas Spirituelles, beispielsweise ein Mantra und so die Aufmerksamkeit bewusst führen
  2. die Sinneswahrnehmung so lenken, dass man die Aufmerksamkeit in das Sinnesorgan selbst zurückzieht. Wenn also eine Störung durch das Sehen entsteht, soll man sich auf die Augen konzentrieren. So zieht man die Energie des Sehorgans zurück in das Auge selbst.

Ziel ist, dass kein Frust entsteht, sich selbst einen Wunsch zu untersagen, sondern frei vom Wunsch selbst zu werden. Zum Erzeugen des Pratyahara, beispielsweise zu Beginn der Meditation nennt er folgende mögliche Mittel:

•	Das Gebet (die Hinwendung zu Gott)
•	Visualisierungen: (beispielsweise die Vorstellung, dass Licht in dich einströmt)
•	Positive Affirmationen: (sich beispielsweise bewusst machen, wozu Meditation gut ist) 
•	Bodyscan (bewusst von unten nach oben durch den Körper gehen)
•	Tiefenentspannung üben[9]

Swami Sivananda über Pratyahara als Meditationsgrundlage

Swami Sivananda beschreibt den Prozess von Pratyahara als eine herausfordernde Disziplin, die Geduld und Ausdauer verlangt, jedoch mit der Zeit zu einer immensen Willensstärke führen kann. Dabei ist eine gewisse Behutsamkeit geboten in der Art, wie der Übende die Sinne zurückzieht:

„Beim Üben von Pratyahara (Zurückziehen der Sinne von äusseren Objekten) musst du die nach außen strebenden Sinne wieder und wieder von den sinnlich wahrnehmbaren Dingen abziehen und den Geist auf dein Lakshya (Konzentrationspunkt) ausrichten, so wie ein Wagenlenker die ungestümen Ochsen am Zaum nimmt und sie ans Joch bindet. Du musst die Sinne sanft in die Spur ziehen. Manche Schüler zerren rüde an ihnen. Das ist der Grund, warum sie manchmal leichte Kopfschmerzen verspüren.“[10]

Er beschreibt das Zusammenwirken der Sinne mit dem Geist folgendermaßen:

„Der Geist ist der Oberbefehlshaber. Die Sinne sind die Soldaten. Die Sinne können ohne die Mithilfe des Geistes überhaupt nichts ausrichten. Die Sinne können nichts unabhängig selbst tun. Sie können nur mit dem Geist zusammen arbeiten. Wenn du den Geist von den Sinnen trennen kannst, werden sich die Sinne automatisch zurückziehen.“ [11]

Swami Sivananda nennt Pratyahara als Voraussetzung für eine erfolgreiche Meditationspraxis. Generell empfiehlt er, mit der Praxis von Pratyahara zu beginnen, wenn man mit den ersten vier Stufen (Yama, Niyama, Asana, Pranayama) bereits erste erfolgreiche Schritte absolviert hat. Derjenige, der sofort zur Meditationspraxis übergeht, ohne sich in Pratyahara zu üben, wird laut Sivananda keinen Erfolg in der Kontemplation haben.

Dabei hat bereits das Üben von Pranayama, der Regulierung des Atems eine Wirkung auf die Sinne, die zu einem ersten Zurückweichen gebracht werden:

„Wenn die Lebenskraft durch die Regulierung oder das Anhalten des Atems kontrolliert wird, werden die Sinne ausgedünnt. Man lässt sie verhungern. Sie mergeln aus. Sie können jetzt nicht mehr fauchen, wenn sie mit den Objekten in Kontakt kommen.“ [12]

Heinz Grill über Pratyahara zur Entwicklung objektbezogener Vorstellungen im Gegensatz zu subjektiven Projektionen

Datei:Kurmasana bearbeitet.jpg
Kurmasana (Sanskrit कूर्मासन, IAST kūrmāsana), deutsch „Schildkrötenstellung“, ist eine Yogastellung, bei deren Ausführung ein zusammengezogenes Zentriertsein empfunden werden kann.[13]

Heinz Grill beschreibt Pratyahara neben der Voraussetzung für die Meditationstätigkeit als Möglichkeit, eine Synthese zwischen Geist und Welt zu fördern, die weder einen Rückzug von der Außenwelt noch eine Weltverhaftung darstellt. Dieser Prozess ist dem natürlichen Sinnesprozess entgegengesetzt und durch eine gedanklich geführte Wahrnehmung motiviert:

„Pratyahara ist eine Art Umkehrung der natürlichen Strömungsrichtung der Sinne, und sie geschieht durch die Initiation aus dem Geiste.“[14]

Für das Üben von Pratyahara empfiehlt er, die Augen geöffnet zu halten, um ein Träumen zu vermeiden. Als nächsten Schritt sollte sich der Übende bewusst werden, dass er über die Augen unbewusste Emotionen, Wünsche und intellektuelles Wissen transportiert:

„Er blickt beispielsweise auf eine Waldlandschaft und überträgt sofort das Bedürfnis, dorthin einen Spaziergang zu unternehmen, mit seinem Sinnesprozess auf die gesehenen Bäume und Formen. Genau genommen erlebt sich der Mensch durch viele Bedürfnisse der Sympathie oder Antipathie und durch inneliegende Emotionen nicht in der Wirklichkeit der betrachteten Außenwelt, sondern er erlebt zu einem hohen Grade seine Innenwelt. (…) Der erste Prozess, die Sinne frei von den eigenen Emotionen und den daraus entstehenden Projektionen zu machen, besteht darin, dass man ein Objekt in der Außenwelt oder beispielsweise eine Textstelle objektiv für längere Zeit, vielleicht für zwei bis fünf Minuten beobachtet. Schließlich wendet man den Blick von diesem Objekt hinweg und versucht, das Gesehene nach objektiven Kriterien zu beschreiben. Was und welche Worte standen in dem Text, wie ist der Hauptgedanke, die Aussage, das Satzgefüge nach gegebener Wirklichkeit? Unsicherheiten, die sich schließlich ergeben, können jederzeit durch eine Wiederholung der Sinnesbetrachtung überwunden werden, sodass die Wirklichkeit, wie sie ist, ganz zur Realität erscheint. Der sich so Übende gewinnt den Standpunkt des sogenannten Zeugen, der beispielsweise im Yoga sakshi genannt wird.“[15]

Laut Heinz Grill bedeutet pratyahara also nicht, die Sinne vollständig zurückzuziehen, die Augen zu schließen o.ä., sondern ein bewusst vorgenommener Wahrnehmungsprozess, der das unbewusste und automatisch reagierende Innenleben zurückhält. In der Folge entwickelt der Übende richtige, dem Sinnesobjekt entsprechende Vorstellungen.

„Durch die sorgfältige Herangehensweise zu den verschiedenen Betrachtungen und ihrer Wiederholung, erweitert sich das Bewusstsein des Aspiranten und es entstehen relativ zügig die ersten richtigen Vorstellungen. Die betrachteten Sinnesobjekte sprechen sich mit der Disziplin der Wiederholung gegenüber der Seele des Menschen aus.“[16]

Pratyahara als Grundlage für effektives Lernen

Die Disziplin des Pratyahara kann außerdem einen großen Einfluss auf die Lernfähigkeit eines Menschen haben. Bekannt ist, dass Kinder in den ersten Lebensmonaten und –jahren enorme Lernschritte machen. Dies zeigt sich auch in der Synapsenbildung im Gehirn, die im Schnitt im 3. Lebensjahr einen Höhepunkt erreicht:

„Die Offenheit des Menschen für die vielen Lernmöglichkeiten spiegelt sich in der Anzahl der Synapsen wider, die sich in den ersten Lebensmonaten sprunghaft vermehren und bereits im Alter von 1 bis zu 3 Jahren den Höchststand in unserem Leben erreicht haben. Danach nimmt ihre Anzahl wieder ab, ein Zeichen dafür, dass wir nicht mehr für alle Reize offen sind, sondern bestimmte bereits erlernte Bahnen bevorzugen.“[17]

Es werden also bereits gebildete Synapsenverbindungen bevorzugt, mit denen i.d.R. auch positive Erfahrungen verknüpft sind:

„Das emotionale Erfahrungsgedächtnis gleicht ständig ab, ob eine Handlung mit Lustempfindungen verbunden ist. Trifft dies zu, dann fühlen wir uns motiviert, diese Handlung auszuführen.“[18]

Durch die Anwendung von Pratyahara, dem geführten Sinnesprozess lernt der Mensch, sich einer Sache hinzuwenden und eigene Sympathie- oder Antipathiegefühle zurückzustellen. Der Übende macht sich auf diese Weise unabhängig von seinen persönlichen Vorlieben oder Abneigungen und entwickelt eine Offenheit und ein erhöhtes Interesse:

„Interessen im Sinne individueller Wertschätzungen für bestimmte Gegenstandsbereiche und einer starken Neigung, mehr über diesen Gegenstandsbereich zu erfahren, haben ohne Zweifel einen erheblichen Einfluß auf den Prozeß und das Ergebnis des Lernens. Zahlreiche empirische Belege unterstützen die in älteren spekulativen Theorien geäußerte Vermutung, daß die interessenorientierte Auseinandersetzung mit einem bestimmten Themengebiet besonders intensive und wirkungsvolle Lernprozesse in Gang setzt. Lernen aus Interesse führt zu vergleichsweise umfangreichen, differenzierten und tief verankerten Wissensstrukturen (…). Trotz objektiv hoher Anstrengung erlebt der Lerner die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand seines aktuellen Interesses als angenehm. Es fällt ihm leicht, seine Aufmerksamkeit auf den Lernstoff zu konzentrieren und er tendiert stärker als sonst dazu, ganz in der Beschäftigung mit einer Sache aufzugehen und Flow-ähnliche Zustände zu erleben.“[19]

Der Zusammenhang von Sinneswahrnehmung und Erkenntnis bei Rudolf Steiner

Die Bhagavad Gita unterscheidet eine bloße Enthaltsamkeit, die noch nicht den Trieb in den Sinnen herauszunehmen vermag von einer tieferen Erkenntnis, die läuternd auf die Sinne einwirkt:

„Wenn jemand sich der Nahrung enthält, hören wohl die Gegenstände seiner Sinne auf zu wirken. Die Neigung in den Sinnen selbst, rasa, bleibt jedoch bestehen. Wenn das Höchste geschaut wird, hört auch rasa auf.“ [20]
"viṣayā vinivartante nirāhārasya dehinaḥ rasavarjaṃ raso.apyasya paraṃ dṛṣṭvā nivartate"

In diesem Sinne geht Pratyahara mit einem Erkenntnisprozess einher, der eintreten kann, wenn zur reinen Sinneswahrnehmung ein geistiger Inhalt hinzu kommt. So beschreibt Rudolf Steiner die Sinneswahrnehmung als etwas, das zunächst bei der rein äußeren Erscheinung bleibt und das innere Wesen des Betrachtungsobjektes auslöscht. Erst durch einen geistigen Inhalt kann der Mensch wieder eine Verbindung zu dem wirklichen Wesen schaffen:

„Die sinnliche Wahrnehmung schaltet alles Nichtsinnliche von den Dingen aus. Die Dinge werden durch sie alles dessen entkleidet, was an ihnen nichtsinnlich ist. Schreite ich dann zu dem geistigen, dem ideellen Inhalt fort, so stelle ich nur dasjenige wieder her, was die sinnliche Wahrnehmung an den Dingen ausgelöscht hat. Somit zeigt mir die sinnliche Wahrnehmung nicht das tiefste Wesen der Dinge; sie trennt mich vielmehr von diesem Wesen. Die geistige, ideelle Erfassung verbindet mich aber wieder mit diesem Wesen.“[21]

Pratyahara als Grundlage für eine moralische, zukünftige Wissenschaft

Johann Wolfgang von Goethe, dessen naturwissenschaftliche Schriften im Vergleich zu seiner Dichtkunst noch relativ wenig beachtet sind, legte in seiner intensiven Forschung ebenfalls großen Wert auf die Art des Sinnesvorgangs:

„Mit geschärftem Sinn, in methodischer Klarheit und Helle richtete er sich nicht nur auf den Gegenstand, sondern auch auf das geistige Organ, mit welchem er ihn erfaßte. Er übte und empfahl diese Aufmerksamkeit, um die geistige Aktivität bildsam und rege zu erhalten – um verschiedenen gegenständlichen Forderungen mit verschiedenen und auf mannigfache Weise vorbereiteten Organen entgegenkommen und antworten zu können. So befaßte er in seiner Art des Anschauens nicht nur das Objekt selbst, sondern auch die »Weise des Sehens«, in der der Mensch Kunde vom Objekt erhält; und nur darauf drang er, daß beides nicht auseinandergerissen würde: daß in ein und demselben unteilbaren Grundakt »Natur« und »Geist« sich miteinander verknüpften und sich einander gegenüberstellten.“[22]
Antikes Teleskop aus dem historischen Zentrum in Quito (El Centro Histórico de Quito)
Antikes Teleskop aus dem historischen Zentrum in Quito (El Centro Histórico de Quito)

Die gängige Forschung des 17. Jahrhunderts jedoch wurde mit der Entwicklung des Mikroskops und Teleskops maßgeblich beeinflusst und die Faszination, bisher Unsichtbares sichtbar zu machen, brachte es in der Folge mit sich, dem menschlichen Sinnesprozess zu misstrauen:

„Im 17. Jahrhundert setzt sich die Überzeugung durch, dass das, was den „unbewaffneten“ Sinnen zugänglich ist, ein falsches Weltbild erzeugt. Die sogenannte „Rettung der Phänomene“, wie sie von den Verteidigern des aristotelisch-ptolemäischen Systems und noch von Goethe praktiziert wird, erweist sich als Irrweg, auf dem man dem falschen Zeugnis des Auges vertraut.“[23]

Goethe war kein Gegner der physikalischen Apparate, im Gegenteil: er machte selbst davon Gebrauch. Jedoch betonte er, dass es auf den Menschen ankomme, auf dessen Kenntnis und Fähigkeit, das Gesehene richtig zu deuten:

„(…) so ist jedem Naturforscher die vollständigste Kenntnis von Licht und Schatten und den Linien- und Luftperspektiven unerläßlich, da man ohne den Besitz dieser Kenntnisse weder richtige mikroskopische Beobachtungen machen kann, indem diese keine Überzeugung durchs Getaste gestatten, noch irgendeine Abbildung richtig zu beurteilen vermag. Die vollkommenste Kenntnis der Gesetze des Sehens, woraus hier das Wesen der Erscheinungen erkannt wird, (…) kann in der Naturwissenschaft nicht als eine unwesentliche Äußerlichkeit betrachtet (…) werden.“[24]

Goethe sieht den Menschen mit seinen Sinnen als höchst bedeutsam für die Naturwissenschaft an und bemängelt, dass diese den Menschen aus ihrer Forschung heraushalten möchte:

„Der Mensch an sich selbst, insofern er sich seiner gesunden Sinne bedient, ist der größte und genaueste Apparat, den es geben kann; und das ist eben das größte Unheil der neuern Physik, daß man die Experimente gleichsam vom Menschen abgesondert hat und bloß in dem, was künstliche Instrumente zeigen, die Natur erkennen, ja, was sie leisten kann, dadurch beschränken und beweisen will.“[25]

Auch Rudolf Steiner sieht den Menschen als zentrales Element und beschreibt, wie die Naturvorgänge Fragen im Menschen wecken, wodurch er angeregt wird, sich tiefer mit diesen auseinanderzusetzen. Dieses Bedürfnis, eine Sache nach ihrem Wesen zu ergründen ist für ihn wirkliche Wissenschaft, während er Forschungen, die einem äußeren Zweck dienen, beispielsweise der Weiterentwicklung der Technik davon abgrenzt:

„Man muß den Mut haben, sich alles das gegenüber der Naturwissenschaft der Gegenwart zu gestehen, trotz der gewaltigen, bewundernswürdigen Errungenschaften, die dieselbe Naturwissenschaft auf technischem Gebiet zu verzeichnen hat. Denn diese Errungenschaften haben mit dem wahrhaften Bedürfnis nach Naturerkenntnis nichts zu tun. (...) Es ist etwas ganz anderes, die Vorgänge der Natur zu beobachten, um ihre Kräfte in den Dienst der Technik zu stellen, als mit Hilfe dieser Vorgänge tiefer in das Wesen der Naturwirksamkeit hineinzublicken suchen. Wahre Wissenschaft ist nur da vorhanden, wo der Geist Befriedigung seiner Bedürfnisse sucht, ohne äußeren Zweck.“[26]


Wirkungen auf die Gesundheit

Tiefenentspannung und Regeneration

Sukadev beschreibt, wie durch pratyahara eine Tiefenentspannung herbeigeführt werden kann, die wiederum sehr bedeutsam für die Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers ist. Beta-Wellen, die im Wachzustand auftreten und in entsprechenden Situationen sogenannte Stresshormone erzeugen, werden weniger. Alphawellen, die beruhigende Neurotransmitter erzeugen, werden höher und es können sogar teilweise sogenannte Delta- oder Theta-Wellen auftreten, die bei tiefer Meditation oder im Schlaf aktiv sind. Dadurch wird die Regenerationsfähigkeit gefördert und das Immunsystem gestärkt.[27]

Laut Heinz Grill stärken sich die sensorischen Nerven, wenn es gelingt, die mehr triebhaften, motorischen Nerven zunächst zu einem Zurückweichen zu bringen:

„Das sensible Nervensystem gewinnt eine deutliche Stärkung durch objektive und geführte Wahrnehmungen und in der Folge können auch die motorischen Nerven eine Stärkung erfahren. Überwiegen aber von allem Anfang die motorisch automatisierten Prozesse in den Sinnen, schwächen sich im Allgemeinen die gesamten Nerven und der Mensch ist wie ein Spielball von vielen Reizen, Meinungen und Suggestionen.“[28]

Strukturbildende Kräfte und ihre antikanzerogene Wirkung

Heinz Grill vergleicht die Wirkungen von Pratyahara, der Sinneslenkung mit denen des natürlichen Sonnenlichtes, das allgemein strukturierend und formgebend auf den Menschen wirkt und so dem formlosen Wucherwachstum und der Zelldegeneration bei Tumorerkrankungen entgegenwirkt:

„Das natürliche Sonnenlicht, ungefiltert und rein, mild und erwärmend, schenkt für den menschlichen Organismus eine natürliche Anregung der Peripherie, die im Allgemeinen strukturierende Prozesse bis in das organische Innere fortleitet.(...) Diese Entwicklungen eines gesunden Wahrnehmungs- und Sinnesprozesses, verbunden mit Gedankeninhalten, die nicht aus der motorischen und emotionalen Sphäre der menschlichen Wunschwelt kommen, geben wachsende Formkräfte, die sowohl bei Entzündungen als auch bei Zelldegenerationen eine heilsame Atmosphäre eröffnen.“[29]
Im Urwald herrscht ein abgedämpftes Licht mit wenig strukturierender Wirkung. Große Blattgebilde und üppiges Wachstum kennzeichnen den typischen Dschungel.
Im Urwald herrscht ein abgedämpftes Licht mit wenig strukturierender Wirkung. Große Blattgebilde und üppiges Wachstum kennzeichnen den typischen Dschungel.
Alpenmohn. Die Pflanzen in Bergregionen sind starken Lichtwirkungen ausgesetzt und in der Regel von kleinem Wuchs.
Alpenmohn. Die Pflanzen in Bergregionen sind starken Lichtwirkungen ausgesetzt und in der Regel von kleinem Wuchs.

Psychische Stabilisierung und Resilienz

Die Bhagavadgita beschreibt als weiteren positiven Effekt von Pratyahara die Entwicklung der menschlichen Vernunft, für die eine objektive Anschauungsbildung eine notwendige Grundlage darstellt:

„Wer mit den Sinnen über die Gegenstände nur hinstreift, mit Sinnen, die dem Selbst untertan sind, und befreit von Begierde und Ablehnung, gelangt in eine weite und heitere Klarheit von Seele und Temperament. Leidenschaft und Kummer haben dort keinen Raum mehr. Die Vernunft eines solchen Menschen wird rasch und fest (an ihrem eigentlichen Ort) gegründet.“[30]
„rāga dveṣa vimuktais tu viṣayā nindriyaiś caran ātmavaśyair vidheyātmā prasādam adhigacchati
prasāde sarvaduḥkhānāṃ hānirasyopajāyate prasannacetaso hyāśu buddhiḥ paryavatiṣṭhate“


Durch diese „Gründung“ der Vernunft erfährt der Mensch insgesamt eine psychische Stabilität und er wird fähig, sowohl den angenehmen als auch den unangenehmen Erscheinungen der Welt bewusst gegenüberzutreten. Die Psychologie Viktor Frankls beispielsweise beschäftigt sich mit der Sinnfrage, einer Frage, die für den Menschen von existenzieller Bedeutung ist. Um zu erkennen, welche Handlung in einer Situation sinnvoll ist, muss diese in ihrer ganzen Realität gesehen werden. In der sogenannten Sinnerfassungsmethode, eine von Alfried Längle im Rahmen der Logotherapie 1988 entwickelte Methode, bildet die Wahrnehmung der Realität den ersten Schritt, um über weitere Schritte schließlich zu einem adäquaten Handeln zu gelangen, zu dem sich der Mensch frei und selbstbestimmt entscheidet.[31]

Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Sri Aurobindo. In: Integrale Yogaschule Hamburg. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
  2. Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar: Licht auf Yoga. Das grundlegende Lehrbuch des Hathha-Yoga. Nikol-Verlag, Hamburgh 2013, ISBN 978-3-86820-175-8, S. 39–41
  3. Sri Aurobindo: Bhagavadgita. 4. Auflage. Verlag Hinder + Deelmann, Gladenbach (Hessen) 2005, ISBN 3-87348-163-4, S. 20.
  4. [ https://schriften.yoga-vidya.de/patanjali-raja-yoga-sutra/category/sadhana-pada/2-kapitel-verse-51-55/ Yoga Sutra von Patanjali.] In: Yoga Vidya Schriften. Abgerufen am 18. November 2025.
  5. Rudolf Steiner: Theosophie – Einführung in übersinnliche Weltanschauung und Menschenbestimmung. 6. Auflage. Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach, Schweiz 1987, ISBN 3-7274-0090-0, S. 77.
  6. Rudolf Steiner: Theosophie – Einführung in übersinnliche Weltanschauung und Menschenbestimmung. 6. Auflage. Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach, Schweiz 1987, ISBN 3-7274-0090-0, S. 77.
  7. Rudolf Steiner: Der Goetheanum-Gedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart. 6. Auflage. Verlag der Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung, Dornach, Schweiz 1961, ISBN 3-7274-0360-8, S. 74f..
  8. "Pratyahara im Patanjali Yoga Sutra – YVS518 – Kap. 2, Verse 54-55" Min: 11:20 – 11:40, Abgerufen am 17. November 2025.
  9. "Pratyahara im Patanjali Yoga Sutra – YVS518 – Kap. 2, Verse 54-55".Abgerufen am 17. November 2025.
  10. Yoga Buch: Samadhi Yoga. In: Yoga Vidya. Abgerufen am 17. November 2025.
  11. Yoga Buch: Samadhi Yoga. In: Yoga Vidya. Abgerufen am 17. November 2025.
  12. Yoga Buch: Samadhi Yoga. In: Yoga Vidya. Abgerufen am 17. November 2025.
  13. Yoga: kurmasana – Schildkröte – la tartaruga – the tortoise pose. In: Yoga Arte (YouTube-Kanal). Abgerufen am 18. Dezember 2025.
  14. Heinz Grill: Die Vergeistigung des Leibes.1. Auflage. Verlag für Schriften von Heinz Grill, Soyen 1995, ISBN 3-9802935-9-9, S. 121.
  15. Die Sinneslenkung und ihre heilsame Bedeutung. In: Beiträge zu einem neuen Yogawillen. Abgerufen am 11. November 2025.
  16. Heinz Grill: Die 7 Lebensjahrsiebte und die 7 Chakren. Ein praktischer Weg zur übersinnlichen Erkenntnisentwicklung. 5. Auflage. Synergia Verlag, Basel, Zürich, Roßdorf 2019, ISBN 978-3-907246-05-4, S. 137.
  17. Lernen aus neurobiologischer Perspektive. (PDF; 1,1 MB), 2016, S. 6, abgerufen am 13. November 2025.
  18. Lernen aus neurobiologischer Perspektive. (PDF; 1,1 MB), 2016, S. 15, abgerufen am 13. November 2025.
  19. Andreas Krapp: Interesse, Lernen und Leistung. Neue Forschungsansätze in der pädagogischen Psychologie. Zeitschrift für Pädagogik (PDF; 1,7 MB), 1992, S. 765, abgerufen am 14. November 2025.
  20. Sri Aurobindo: Bhagavadgita. 4. Auflage. Verlag Hinder + Deelmann, Gladenbach (Hessen) 2005, ISBN 3-87348-163-4, S. 21.
  21. Rudolf Steiner: Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung. 6. Auflage. Rudolf-Steiner-Verlag, Dornach, Schweiz 1987, ISBN 3-7274-0070-6, S.43.
  22. Goethe und die mathematische Physik. Eine erkenntnistheoretische Betrachtung. In: Projekt Gutenberg. Abgerufen am 12. November 2025.
  23. Hartmut Böhme: Die Metaphysik der Erscheinungen. (PDF; 3,4 MB), 2016, S. 367, abgerufen am 13. November 2025.
  24. Hartmut Böhme: Die Metaphysik der Erscheinungen. (PDF; 3,4 MB), 2016, S. 371, abgerufen am 13. November 2025.
  25. Johann Wolfgang v. Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre. 1. Auflage. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1982, ISBN 978-3-458-322757, S. 479.
  26. Rudolf Steiner: Einleitungen zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften. 4. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach, Schweiz 1987, ISBN 3-7274-0011-0, S. 260.
  27. "Pratyahara im Patanjali Yoga Sutra – YVS518 – Kap. 2, Verse 54-55" Min: 17:23 – 18:22, Abgerufen am 17. November 2025.
  28. Die Sinneslenkung und ihre heilsame Bedeutung. In: Beiträge zu einem neuen Yogawillen. Abgerufen am 11. November 2025.
  29. Die Sinneslenkung und ihre heilsame Bedeutung. In: Beiträge zu einem neuen Yogawillen. Abgerufen am 11. November 2025.
  30. Sri Aurobindo: Bhagavadgita. 4. Auflage. Verlag Hinder + Deelmann, Gladenbach (Hessen) 2005, ISBN 3-87348-163-4, S. 21.
  31. [ https://www.existenzanalyse.org/service/gle-downloads/forschungspublikationen/quantitative-forschung/?wppcp_file_download=yes&wppcp_private_file_id=158&wppcp_post_id=6844, Helene Drexler: Schritte zum Sinn – Die Methode zur Sinnerfassung] (PDF; 177 KB), 2004, S. 36f., abgerufen am 18. Dezember 2025.


zurück nach oben