Benutzer:Lunita/Angst

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Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen in Form einer Besorgnis und unlustbetonten Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete oder unerwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Krankhaft übersteigerte oder nicht rational begründbare Angst wird als Angststörung bezeichnet.

Begriff

Das Wort Angst hat sich seit dem 8. Jahrhundert vom indogermanischen anghu „beengend“ über althochdeutsch angust und mittelhochdeutsch angest entwickelt. Verwandt ist er mit dem lateinischen angustus oder auch angustia für „Enge, Beengung, Bedrängnis“ (siehe auch Angina) und angor „Würgen“.[1] Den Begriff „Angst“ gibt es ebenfalls als sogenannten Wortexport im Englischen, siehe German Angst, was so viel bedeutet wie Existenzangst. Auch spricht man von „angst-ridden“ (von Angst geritten). Vermutlich wurde dieser Ausdruck 1849 von George Eliot eingeführt.[2]

In der Psychologie gilt Angst als emotionaler Zustand, der durch Anspannung, Nervosität und die Furcht vor der Zukunft gekennzeichnet ist. Unterschieden wird zwischen einer objektunbestimmten und einer objektbezogenen Angst (auch Furcht genannt).[3]


Des Weiteren kann man eine situationsbedingt entstehende Angst von der verhältnismäßig stabilen Persönlichkeitseigenschaft Ängstlichkeit unterscheiden. Nach dem Angstmodell von Charles Spielberger werden sie auch als State- und Trait-Angst bezeichnet.[4]

Spektrum der Angst

Angst gilt als Oberbegriff für eine Vielzahl von emotionalen Regungen, welche als Gemeinsamkeit eine Verunsicherung des Gefühlslebens aufweisen. Der Psychoanalytiker Fritz Riemann unterscheidet in seinem bekannten Hauptwerk Grundformen der Angst[5] [6] zwischen dem „depressiven“, dem „schizoiden“, dem „hysterischen“ und dem „zwanghaften“ Persönlichkeitstypus. Damit verbunden beschreibt er die Grundängste „Angst vor Nähe“, „Angst vor Selbstwerdung“, „Angst vor Veränderung“ und „Angst vor Endgültigkeit“. Fritz Riemann sieht diese Tendenzen nicht als grundsätzlich schlecht an, sondern bewertet sie sogar als hilfreich für verschiedene Lebensbedürfnisse. Erst eine einseitige Ausprägung dieser beschriebenen Grundstrukturen führt zu entsprechenden Störungen.[7]

Die verschiedenen Erscheinungsformen der Angst umfassen nach dem von dem Experimentalpsychologen Siegbert A. Warwitz aufgestellten Angst-Spektrum[8] einfache „Unsicherheiten“ (Scheu, Beklommenheit, Zaghaftigkeit…), „Furchtformen“ (Versagensfurcht, Verletzungsfurcht, Berührungsfurcht etc.), „Zwänge“ (Kontrollzwang, Esszwang, Reinigungszwang etc.), „Paniken“ (Angstanfall, Katastrophenlähmung, Schockstarre etc.), „Phobien“ (Klaustrophobie, Akrophobie, Agoraphobie, …) bis zu den „Psychosen“ (Neurotische Ängste, Lebensangst, Verfolgungswahn …).

Im nichtfachlichen Bereich wird Angst auch oftmals mit andersartigen emotionalen Regungen verwechselt oder vermischt, etwa mit Misstrauen, mit Scham oder Sinnzweifeln.[9]

Angst lässt sich nicht grundsätzlich als negative, unangenehme Gefühlsregung festlegen. Abhängig vom Grad der persönlichen Risikoerfahrung und der individuellen Kompetenzeinschätzung, kann Angst auch als stark lustbetonte Erfahrung gesehen und erlebt werden, etwa in Form des sogenannten Thrills. Die Spannungserfahrung von aufregender, riskanter Gefahrensituation und deren Bewältigung führt zum Erleben eines gesteigerten Lebensgefühls. Wendepunkt zwischen Anspannung und Befreiung aus der Angst bildet der sogenannte Kick.[10]

Die beherrschten, d.h. nicht krankhaften Angstformen stellen dabei Steuerungsinstrumente für gefahrenträchtiges Verhalten und ihre Funktion als Warnimpulsgeber dar und bilden somit eine überlebensnotwendige Grundausstattung im Rahmen des angelegten Selbsterhaltungstriebs dar.[11] Eine Sonderform im Angstkomplex ist die sogenannte „Angst vor der Angst“ (Phobophobie, Angstsensitivität), die eine objektlose Angst vor den eigenen Angstsymptomen darstellt.[12] [13]

Funktion der Angst

Angst hat evolutionsgeschichtlich eine wichtige Funktion als eine Art Alarmsystem, das die Sinne schärft und die Körperkraft aktiviert und dadurch in tatsächlichen oder vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes und sinnvolles Verhalten einleitet (Fight-or-Flight).[14]

Um diese Aufgabe zu erfüllen, darf weder zu viel Angst das Handeln blockieren noch zu wenig Angst reale Risiken und Gefahren ausblenden. Bereits 1908 formulierten die Verhaltensbiologen und Ethologen Robert Yerkes und John D. Dodson in ihrem bekannten Aktivationsmodell (Yerkes-Dodson-Gesetz oder „Gesetz der Angst“) gesetzmäßige Zusammenhänge zwischen dem nervösen Erregungsniveau der Probanden und deren kognitiver Leistungsfähigkeit, welches sie als „Aktivationsniveaus“ benannten.[15]

Die damaligen Forschungserkenntnisse, gewonnen aus Tierversuchen, konnten inzwischen durch weitere empirische Studien auch bezogen auf menschliches Verhalten bestätigt werden.[16]

Aufgrund des geringen Energieaufwands bei Fluchtverhalten (wenige hundert Kilokalorien) im Vergleich zu den möglichen folgenschweren Auswirkungen bei übersehenen Bedrohungen, ist das „Alarmsystem“ Angst grundsätzlich sehr empfindlich eingestellt, was bisweilen Fehlalarme zur Folge hat.[17]

Zeigt sich die Angstreaktion bezüglich der tatsächlichen Bedrohungslage als inadäquat, wird dies als Angststörung bezeichnet. Von einer Phobie spricht man, wenn diese Angst an eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Objekt gebunden ist.[18][19]

Körperliche Reaktionen

Bei den körperlichen Symptomen der Angst handelt es sich um normale (nicht krankhafte) körperliche Reaktionen, welche bei (realer oder irrealer) Gefahr die physische oder seelische Unversehrtheit sichern sollen. Durch diese wird ein Lebewesen auf eine Flucht- oder Kampfsituation (fight or flight) vorbereitet:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher, Pupillen weiten sich
  • Ein größerer Teil des weißen Augapfels wird sichtbar
  • Erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit, erhöhte Muskelanspannung
  • Erhöhter Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz
  • Schnellere und flachere Atmung
  • Energie in Muskeln wird bereitgestellt
  • Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
  • Hitze- oder Kälteschauer
  • Darm-, Magen- und Blasentätigkeit werden während der Angstreaktion gehemmt
  • Atemnot und Übelkeit können auftreten
  • Absonderung von Geruchs-Molekülen im Schweiß, durch die bei anderen Menschen ebenfalls unterbewusst
  • Alarmbereitschaft ausgelöst werden kann[20]

Die körperlichen Symptome der Angst sind sowohl bei realer Bedrohung als auch bei einer Panikattacke dieselben.

Bei jedem vierten Patienten geht die Angststörung mit chronischen Schmerzen einher.[21]

Psychophysiologie

Für das Überleben von vielen Tieren ist der Wechsel zwischen dem Entstehen von Angst im Verteidigungsfall und dem Erlöschen der Angst bei Explorationsverhalten lebensnotwendig. Wie allerdings dieser Übergang durch neuronale Schaltungen entsteht, ist noch nicht ausreichend erforscht.

In der Neurophysiologie wird angenommen, dass „bidirektionale Übergänge zwischen Zuständen hoher und niedriger Angst kontextabhängig durch sehr schnelle Veränderungen im Gleichgewicht der Tätigkeiten von zwei verschiedenen Gemeinschaften basaler Amygdala-Neuronen ausgelöst werden.“[22]

Ausgehend von der Amygdala werden folgende Regionen erregt: periaquäduktales Grau, Locus caeruleus, Nucleus parabrachialis, das vegetative Nervensystem über den Hypothalamus und die so genannte Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse). Dabei kommt es bei einer akuten Stress-/Angstreaktion zur vermehrten Ausschüttung von Adrenalin aus dem Nebennierenmark. Bei lang anhaltendem, chronischem Stress dominiert die Ausschüttung von Cortisol aus der Nebennierenrinde.[23]

Das Ausmaß der Reaktion ist dabei von Mensch zu Mensch verschieden. Frühe Erfahrungen (z. B. Stress der Mutter in der Schwangerschaft, perinatale Ereignisse, Mutter-Kind-Beziehung, Dauer der Stillzeit und anderes) scheinen hierbei eine Rolle zu spielen.[24]

Nach bisherigem Wissensstand sind bei Ängsten vor allem drei Neurotransmittersysteme relevant:[24]

  • GABAerges System: GABA wird als der wichtigste hemmende Neurotransmitter im ZNS bezeichnet. Bei einer herabgesetzten GABA-Funktion kommt es zu Überreizung und einer Generalisierung der Erregung. So scheinen generalisierte Ängste mit einer mangelhaften Funktion des hemmenden Neurotransmitters in Beziehung zu stehen. Von Bedeutung scheinen hierbei ausschließlich GABA-A-Benzodiazepin(BDZ)-Rezeptoren zu sein. Benzodiazepine stimulieren den GABA-BDZ-Rezeptorkomplex, was u. a. ihre beruhigende und angstlösende Wirkung erklärt. Zudem ist das GABA-System mit dem noradrenergen und dem serotonergen Neurotransmittersystem verbunden.
  • noradrenerges System: Noradrenerge Bahnen (ausgehend vom Locus caeruleus) scheinen bei Angstsymptomen eine entscheidende Rolle zu spielen. Eine durch elektrische Reize gesteigerte Aktivität des Noradrenalin führte in Tierversuchen zu einem Vollbild einer Panikattacke, daher wird über eine mögliche fehlerhafte Regulation des Locus caeroleus gesprochen.
  • serotonerges System: Der Neurotransmitter Serotonin spielt bei unterschiedlichen Formen der Angst eine bedeutende Rolle, jedoch sind die genauen Mechanismen noch nicht bekannt. Allgemein scheint eine verminderte Funktion des serotonergen Systems mit Zwangsneurosen, Phobien und sozialen Phobien im Zusammenhang zu stehen. Menschen mit einer Unterfunktion des serotonergen Systems reagieren ängstlich und gehemmt bis aggressiv. Auch bei Suizid-gefährdeten Patienten zeigte sich ein erniedrigter Serotoningehalt. Jedoch wurde auch schon eine Erhöhung des Serotonins bei Ängsten gefunden, sodass von einer wahrscheinlich modulatorischen und strukturspezifischen Wirkung ausgegangen wird.

Typische Reaktionsmuster auf angstauslösende Reize sind Vermeidungsverhalten und Sympathikus-Erregung. Das Erkennen von Gefahrenanzeichen und die autonome Sympathikusantwort sind doppelt dissoziiert: Bei Schädigung der Amygdala kann zwar das Gefahrensignal als solches benannt werden, eine körperliche Angstreaktion jedoch erfolgt nicht. Ist hingegen der Hippocampus geschädigt, wird die körperliche Angstreaktion ausgelöst, ohne dass der Patient die Ursache erkennt.[25]

Spontane Angstreaktionen bei Säugetieren können von neokortikalen Hirngebieten, insbesondere dem präfrontalen Kortex (PFC), verändert und moduliert werden.[26]

Beispielsweise reagieren Mäuse schmerzempfindlicher, wenn sie vorher eine Schmerzreaktion bei einer anderen Maus beobachteten, jedoch nur, wenn sie ihnen bekannt war.[27]

Auch beim Menschen erscheint die empathische Angstreaktion kontextabhängig. So war im Experiment von Lanzetta und Englis das Ausmaß der Angst eines beobachtenden Probanden davon abhängig, ob das Modell in einem Spiel Mitstreiter oder Gegner war.[28]

Lernprozesse

Jeder Mensch besitzt als Anlage eine für ihn typische Angstdisposition, die sich aber bereits ab dem Kleinkindalter und weiterhin lebenslang durch Lernprozesse stark verändern lässt. Jegliche Art von Angst kann gelernt, jedoch auch verlernt werden.[29]

Dabei sind die Unterschiede zwischen den mannigfaltigen Formen der Angst wesentlich:[30] Beispielsweise ergeben sich sowohl in der Behandlungsmethode als auch in der Zielsetzung von Neurotischen Ängsten, Panikattacken, Phobien oder Furcht gravierende Unterschiede. Jeder Lernprozess bezieht sich auf das Erreichen eines möglichst realitätsgetreuen, beherrschten Angstlevels, da einerseits unangemessene Ängste unnötig Energie verbrauchen und zu dominante Ängste das Aktionspotenzial lähmen, andererseits bei zu schwach ausgeprägten Ängsten die lebensnotwendige Warnwirkung und Schutzfunktion fehlt.[31]

Offensichtlich hat es Selektionsvorteile, Gefahrensignale im Gedächtnis zu halten. So ist Angst die gelernte Verbindung von signifikanten Hinweisreizen und deren schädlichen Konsequenzen. Das Lernen von Ängsten geschieht beispielsweise durch eigene Erfahrung (Konditionierung), durch Instruktion (zum Beispiel Warnhinweise) oder durch Beobachtung fremden Verhaltens (Lernen am Modell). [32]

Zwei-Faktoren-Theorie von Mowrer

Ein bekanntes und einflussreiches lerntheoretisches Modell der Entstehung und Aufrechterhaltung von Angst ist die Zwei-Faktoren-Theorie von Mowrer (1960), die folgende Faktoren benennt:

  1. Klassische Konditionierung: Angst entsteht durch klassische Konditionierung, bei welcher ein ursprünglich neutraler Reiz durch das gleichzeitige Auftreten mit einer Angstreaktion zu einem konditionierten Angstreiz wird (siehe das Little-Albert-Experiment).
  2. Operante Konditionierung: Indem der klassisch konditionierte Angstreiz vermieden wird, kommt es zur Reduzierung von Angst und Spannungszuständen und dadurch zu einer negativen Verstärkung und einem Aufrechterhalten von Vermeidungsverhaltens und Erwartungsangst.[33]

Preparedness

Es gibt laut Martin Seligman „biologisch vorbereitete Ängste“, wie beispielsweise die Angst vor Spinnen, Schlangen oder wütenden Gesichtern, die sehr viel leichter gelernt werden können als andere. Dieses Phänomen, als Preparedness benannt, zeigt sich auch, wenn die Reize unterschwellig an den Menschen herankommen.[34] Neuzeitliche Gefahrenquellen wie defekte Elektrokabel oder Schusswaffen sind allerdings nicht biologisch vorbereitet.[35]

Kognitive Sicht

Nach Aaron T. Beck entsteht Angst, wenn die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Gefahr groß, die Schadenskosten hoch und die eigenen Copingstrategien und die Möglichkeit auf Hilfe von außen niedrig eingeschätzt werden.[36] Quasi-mathematisch ließe sich das folgendermaßen beschreiben:[36]

Angst=Geschätzte Wahrscheinlichkeit*Geschätzter Schaden/(Copingstrategien+Mögliche Hilfe von außen)

Eine ähnliche Erklärung beschreibt das Stressmodell von Lazarus, nach welchem Angst die Folge einer subjektiven Bedrohungsinterpretation bei gleichzeitig niedriger Bewältigungseinschätzung ist.[37]

Psychoanalytische Sicht

Laut Sigmund Freud existieren drei Ursachen der Angst:

  • Die Realangst entsteht bei äußerer Bedrohung , entspricht also der Furcht. Ihre Funktion ist es, Gefahren zu signalisieren und daraufhin angepasste Reaktionen auslösen. Die natürlichen Reaktionen sind Flucht, Panik, das Ausweichen vor der Situation und Aggression. Hierzu zählt ebenfalls die Vitalangst, welche bei lebensbedrohlichen Situationen und Erkrankungen wie beispielsweise Asthma bronchiale oder [[w: auftritt.[38] Das Ausmaß der Realangst ist außerdem von Faktoren wie der Reaktionsbereitschaft, der psychovegetativen Verfassung (Erschöpfung), der Persönlichkeit, frühkindlichen Angsterfahrungen und der Widerstandskraft abhängig.[39] Angst führt zu einer erhöhten Anpassungsfähigkeit, da sie das Lernen neuer Reaktionsmuster zur Gefahrenbewältigung motiviert. Jedoch kann sie auch zu unangemessenen Reaktionen und dadurch selbstschädigendem Verhalten führen.[40]
  • Die neurotische Angst liegt laut Freud ihrem Ursprung nach in unserem Es, in unseren unbewussten Instinkten, unerfüllten Wünschen und nicht aufgearbeiteten Traumata. Es handle sich um widersprüchliche Geisteszustände, nicht reale Gedanken, die den Menschen in seinem Ich begrenzen.[41]
  • Die moralische Angst tritt auf, wenn das Über-Ich mit Strafe aufgrund von Verletzungen von Tabus und Regeln droht, und zeigt sich in Schuldgefühlen oder Scham. Diese Form bezieht sich auf die eigene innere sozialen Welt, in der die Moralvorstellungen angelegt sind und beispielsweise die Angst vor Versagen bis hin zu Bestrafung (in Form von Einsamkeit, Verruf, Entlassung etc.) lebt.[42]

Der Psychoanalytiker und Psychiater Stavros Mentzos sieht die Angst als ein „angeborenes und biologisch verankertes Reaktionsmuster“ aufgrund der sie „begleitenden vegetativen Erscheinungen sowie der analogen Erscheinungen bei Tieren“ und vergleicht sie mit der Schmerzreaktion.[43] Bezogen auf die Verhaltenstherapie stellt er die Frage, „ob nicht die Angst ein regelrechter Instinkt ist“.[43]

Einzelnachweise

  1. Angst. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 21. März 2026.
  2. Angst. In: etymonline. Abgerufen am 21. März 2026.
  3. Angst. In: Dorsch. Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 21. März 2026.
  4. State Trait Anxiety Inventory (STAI). In: Dorsch. Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 21. März 2026.
  5. Fritz Riemann: Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie. 39. Auflage. Reinhardt, München 2009, ISBN 3-497-00749-8
  6. Christian Philipp Nixdorf: Die vier Grundformen der Angst nach Fritz Riemann. Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Hannover 2008. Abgerufen am 21. März 2026.
  7. Rudolf Sponsel: Die vier Grundstrukturen nach Riemann´s Grundformen der Angst.] In: Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie. Abgerufen am 26. März 2026.
  8. Siegbert A. Warwitz: Das Feld der Angstgefühle. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erw. Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1
  9. Siegbert Warwitz: Angst ist kein Zeichen von Schwäche – sondern bietet Ihnen versteckte Vorteile. In: Focus online. Abgerufen am 22. April 2026.
  10. Siegbert A. Warwitz: Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefährlichen Herausforderungen stellen. In: DAV (Hrsg.) Berg 2006. München-Innsbruck-Bozen 2005, ISBN 3-937530-10-X, S. 96–111.
  11. Dietmar Goltschnigg (Hrsg.): Angst. Lähmender Stillstand und Motor des Fortschritts. Stauffenburg, Tübingen 2012, ISBN 978-3860570258, S. 13
  12. Christoph J. Kemper: Das Persönlichkeitsmerkmal Angstsensitivität: Taxon oder Dimension? - Eine Analyse mit dem Mischverteilungs-Raschmodell. Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-5119-0, S.
  13. Christoph J. Kemper und Marina Finnern: [Die deutsche Version des Angstsensitivitätsindex-3 (ASI-3).8. Dezember 2011, In: researchgate.net. Abgerufen am 22. April 2026, S.5.
  14. Katharina Domschke: Der Ursprung von Ängsten. Können uns Ängste auch helfen? In: AOK. Gesundheitsmagazin. Abgerufen am 26. März 2026.
  15. Yerkes, R.M. & Dodson, J.D.: The relation of strength of stimulus to rapidity of habit-formation. Journal of Comparative Neurology and Psychology, 18, 1908, S. 459–482.
  16. Siegbert A. Warwitz: Die Funktion von Angst und Furcht. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erw. Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 32–39.
  17. R. M. Nesse: The smoke detector principle. Annals of the New York Academy of Sciences 935, 2001, S. 75–85.
  18. Klaus Dörner, Ursula Plog: Irren ist menschlich: Lehrbuch der Psychiatrie/Psychotherapie. Bonn 1996, ISBN 3-88414-183-X, S. 41–42.
  19. Anton Hügli, Poul Lübcke (Hrsg.): Philosophie-Lexikon. Reinbek bei Hamburg 1998, ISBN 3-499-55453-4, S. 39–40.
  20. Mujica-Parodi et al.: Chemosensory Cues to Conspecific Emotional Stress Activate Amygdala in Humans. In: National Library of medicine. Abgerufen am 27. März 2026.
  21. Angststörung kann Schmerzen bereiten. In: Ärzte Zeitung. 18. Januar 2007, Abgerufen am 27. März 2026.
  22. Angst. In: PsychologInnen.at. Lexikon. Abgerufen am 31. März 2026.
  23. Robert F. Schmidt, Florian Lang, Manfred Heckmann (Hrsg.): Physiologie des Menschen: Mit Pathophysiologie. Springer- Verlag , Berlin Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-54121-0.
  24. 24,0 24,1 Rudolf Marx: Angststörungen - eine Einführung. In: Beiglböck u. a.: Handbuch der klinisch-psychologischen Behandlung. 2. Auflage. Springer, Wien 2006, ISBN 3-211-23602-3, S. 197–203.
  25. A. Bechara et al.: Double dissociation of conditioning and declarative knowledge relative to the amygdala and hippocampus in humans. In: Science. Vol. 269. 1995, S. 1115–1118.
  26. Andreas Olsson und Elizabeth A. Phelps: "Social learning of fear." In der Fachzeitschrift: "Nature Neuroscience. Vol.10. Iss. 9." 2007, S. 1095–1102.
  27. D. J. Langford: Social modulation of pain as evidence for empathy in mice. In: Science. Vol. 312. 2006, S. 1967–1970.
  28. John T. Lanzetta und Basil G. Englis: Expectations of cooperation and competition and their effects on observers' vicarious emotional responses. In: Journal of Personality and Social Psychology. Vol. 56. 1989, S. 534–554.
  29. Siegbert A. Warwitz: Angst vermeiden - Angst suchen - Angst lernen. In der Fachzeitschrift: Sache-Wort-Zahl. Vol. 112. 2010, S. 10–15.
  30. Fritz Riemann: Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie. 39. Auflage. Reinhardt, München 2009. ISBN 3-497-00749-8.
  31. Siegbert A. Warwitz: Das Feld der Angstgefühle. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2., erw. Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 36–37.
  32. Siegbert A. Warwitz: Das Feld der Angstgefühle. S. 1095–1102.
  33. Adly Rausch: "Problembelastete Schülerinnen und Schüler: Begriffe - Umfeld - Handlungsmöglichkeiten." Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2006, ISBN 3-7815-1465-X, S. 126.
  34. Martin Seligman: Phobias and preparedness. In: Behavior Therapy. 1971, S. 307–321.
  35. Arne Öhman und Susan Mineka: Fears, phobias, and preparedness: toward an evolved module of fear and fear learning. In: Psychological Review. Vol. 108. 2001, S. 483–522.
  36. 36,0 36,1 Randy O. Frost, Gail Steketee: "Cognitive Approaches to Obsessions and Compulsions: Theory, Assessment, and Treatment." Verlag Elsevier, Boston USA 2002, ISBN: 978-0-08-043410-0, S. 45.
  37. Lydia Suhr-Dachs, Manfred Döpfner: "Leistungsängste: Therapieprogramm für Kinder und Jugendliche mit Angst- und Zwangsstörungen (THAZ). Band 1." Verlag Hogrefe, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8409-2695-2, S. 22–24.
  38. Peter Ziese: Leben ohne Angst. Wie Sie Ängste und Neurosen überwinden können. Pabel-Moewig Verlag, Rastatt 1999, ISBN 978-3-8118-1339-7, S. 47.
  39. Rainer Tölle: Psychiatrie. 7. Auflage, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, Tokyo 1985, ISBN 9783540158530, S. 72
  40. Philip. G. Zimbardo: Psychologie. 4. Auflage, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, Tokyo 1983, ISBN 978-3-5400-8719-9, S. 376
  41. Valeria Sabater: Die drei Arten von Angst nach Sigmund Freud. In: Gedankenwelt. Abgerufen am 21. April 2026.
  42. Valeria Sabater: Die drei Arten von Angst nach Sigmund Freud. In: Gedankenwelt. Abgerufen am 21. April 2026.
  43. 43,0 43,1 Stavros Mentzos: Neurotische Konfliktverarbeitung. Einführung in die psychoanalytische Neurosenlehre unter Berücksichtigung neuer Perspektiven. Frankfurt am Main 1990, ISBN 978-3-5964-2239-5, S. 30.
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