Bhakti-Yoga: Unterschied zwischen den Versionen
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Der persönliche Gott variiert je nach Gläubigem. Er kann unter anderem einen Gott oder eine Göttin wie Krishna, Radha, Rama, Sita, Vishnu, Shiva, Shakti, Lakshmi, Saraswati, Ganesha, Parvati, Durga und Surya umfassen. In zeitgemäßerer Auffassung von Bhakti wird die Hingabe auch an eine große Persönlichkeit, an einen universalen Gedanken oder auf ein iridsches Phänomen ausgerichtet. | Der persönliche Gott variiert je nach Gläubigem. Er kann unter anderem einen Gott oder eine Göttin wie Krishna, Radha, Rama, Sita, Vishnu, Shiva, Shakti, Lakshmi, Saraswati, Ganesha, Parvati, Durga und Surya umfassen. In zeitgemäßerer Auffassung von Bhakti wird die Hingabe auch an eine große Persönlichkeit, an einen universalen Gedanken oder auf ein iridsches Phänomen ausgerichtet. | ||
Der ''Bhakti-Pfad,'' der diese Gottheiten einbezieht, entwickelte sich mit der Bhakti-Bewegung, die etwa Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. in Tamil Nadu in Südindien ihren Ursprung hatte. Die Bewegung wurde von den Saiva Nayanars und den Vaishnava Alvars angeführt. Ihre Ideen und Praktiken inspirierten die Bhakti-Dichtung und -Verehrung in ganz Indien vom 12. bis zum 18. Jahrhundert n. Chr. Der Bhakti-Pfad ist Bestandteil der religiösen Praxis im Vaishnavismus, Shivaismus und Shaktismus . | Der ''Bhakti-Pfad,'' der diese Gottheiten einbezieht, entwickelte sich mit der Bhakti-Bewegung, die etwa Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. in Tamil Nadu in Südindien ihren Ursprung hatte. Die Bewegung wurde von den Saiva Nayanars und den Vaishnava Alvars angeführt. Ihre Ideen und Praktiken inspirierten die Bhakti-Dichtung und -Verehrung in ganz Indien vom 12. bis zum 18. Jahrhundert n. Chr. Der Bhakti-Pfad ist Bestandteil der religiösen Praxis im Vaishnavismus, Shivaismus und Shaktismus. | ||
=== Yoga === | |||
Der Begriff Yoga wird im Westen hauptsächlich mit den sehr bekannt gewordenen Körperübungen (Asana) des Hata-Yoga in Verbindung gebracht. Traditionell wurde der Begriff Yoga in der Bhagavad Gita eingeführt und beschreibt eine spirituelle Disziplin, die in der Bhagavad Gita ausführlich (zusammen mit Jnana- und Karma-Yoga) beschrieben wird. Das Ziel im traditionellen Sinn ist die Befreiung (Moksha) von Bindungen und die Vereinigung mit dem höchsten Göttlichen. | |||
Yoga: Hindust. yoga, aus aind. yṓga- ‘Anschirrung, Unternehmung, geistige Sammlung’, von daher auch eine philosophische Lehre (zur Wurzel ie. *i̯eu- ‘verbinden, anschirren’, s. Joch), wird im 20. Jh. (vielleicht über engl. frz. Vermittlung, vgl. engl. frz. yoga) ins Dt. übernommen. Yoga indisches philosophisches System, das durch Anspannung der geistigen Kräfte in Versenkung und Kontemplation mit Hilfe von Körperbeherrschung und Askese zur Erlösung der Seele führen will. | |||
Der Begriff ''Yoga'' bedeutet wörtlich „Vereinigung, Joch“ und bezeichnet in diesem Kontext einen Weg oder eine Praxis zur „Erlösung, Befreiung“. Das hier gemeinte Yoga ist die „Vereinigung“ des ''Atman'' (wahren Selbst) mit dem Konzept des Höchsten ''Brahman'' (wahren Wirklichkeit). | |||
Rudolf Steiner (1861 – 1925, Begründer der Anthroposophie) spricht in seinem Vortrag “Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe” über die drei Geistesströme, die als spirituelle Wege in der Bhagavad Gita aufgezeigt werden. Yoga beschreibt er als einen aktiven seelischen Weg, der die seelische Entwicklung zu immer höheren Stufen führt: “''Anders wiederum ist jene Geistesströmung, die zu uns herüberspricht als der Yoga. Er geht auf das Seelische selbst, unmittelbar auf dieses Seelische und sucht Mittel und Wege, die Seele zu ergreifen im unmittelbaren geistigen Leben, so daß die Seele aufsteigt von dem Punkt, wo sie steht in der Welt, zu immer höheren und höheren Stufen seelischen Seins. […] “'' | |||
In neueren zeitgemäßen, spirituellen Yogawegen wie z.B. Neuer Yogawille (Begründer Heinz Grill 1960), oder Integraler Yoga (Begründer Sri Aurobindo 1872 -1950), wird der Begriff Yoga ebenfalls für eine spirituelle Disziplin verwendet. Die Zielsetzung allerdings hat sich im Laufe der Zeit erweitert so dass, vor allem die Bewusstseinsentwicklung zu universalen Werten und die soziale Integration dieser in das Leben, angestrebt wird. | |||
Heinz Grill schreibt, dazu: ''“[…] Der Yoga selbst ist vielmehr eine innere, wachsende Bewusstseinshaltung des Individuums; er ist im genauen Sinne sogar mehr der nach langer Erfahrung entwickelte Reifeschritt des Bewusstseins zur progressiven, spirituellen und universalen Entwicklung einer Weisheit und Liebe, die sich den höheren Welten zunehmend annähert und diese in das Leben integriert. […]”'' | |||
Version vom 2. Februar 2026, 15:22 Uhr
Bhakti-Yoga
Bhakti-Yoga ist einer der drei Yogawege (Bhakti-, Jnana- und Karma-Yoga) der in der Bhagavad Gita gelehrt wird. Seitdem haben sich, vor allem im Osten, viele traditionelle Wege gegründet. Die universale Dimension der geistigen Botschaft von Krishna, die in der Bagvad Gita als Yoga gelehrt wird, ist zeitlos und für die gesamte Menschheitsentwicklung gültig. Die drei Yogawege werden mit Trimarga, als “Der dreigliedrige Yogapfad” bezeichnet. Diese drei spirituellen Pfade- oder Yogawege, finden sich auch in den christlichen spirituellen Wegen wieder. Bhakti-Yoga ist somit bis in unsere Zeit und auch im Westen aktuell und wurde in seiner tiefen Bedeutung immer wieder von spirituellen Persönlichkeiten vorgelebt und gelehrt.
Etymologie
Bhakti-Yoga ( Sanskrit : भक्ति योग ), auch Bhakti Marga ( भक्ति मार्ग , wörtlich „der Pfad der Bhakti“ ) genannt, ist ein spiritueller Weg bzw. eine spirituelle Praxis traditionell im Hinduismus, aber auch im Westen, die sich auf die liebevolle Verehrung (Bhakti) einer persönlichen Gottheit konzentriert . Er ist einer der drei klassischen Wege im Hinduismus, die zur Moksha führen ; die anderen Wege sind Jnana-Yoga und Karma-Yoga .
Bhakti
→ Hauptartikel: Bhakti
Das Sanskritwort Bhakti leitet sich von der Wurzel bhaj ab, was so viel wie „teilen, teilen, teilhaben, mitwirken, dazugehören“ bedeutet. Das Wort bedeutet auch „Hingabe, Verehrung, Zuneigung, Verehrung, Glaube oder Liebe, Anbetung, Frömmigkeit gegenüber etwas als spirituellem, religiösem Prinzip oder Mittel zur Erlösung“.
Bhakti wird in der Shvetashvatara Upanishad erwähnt, wo es schlichtweg Teilnahme, Hingabe und Liebe für jedes Vorhaben bedeutet. Bhakti Yoga als einer der drei spirituellen Wege zur Erlösung wird in der Bhagavad Gita ausführlich erörtert .
Der persönliche Gott variiert je nach Gläubigem. Er kann unter anderem einen Gott oder eine Göttin wie Krishna, Radha, Rama, Sita, Vishnu, Shiva, Shakti, Lakshmi, Saraswati, Ganesha, Parvati, Durga und Surya umfassen. In zeitgemäßerer Auffassung von Bhakti wird die Hingabe auch an eine große Persönlichkeit, an einen universalen Gedanken oder auf ein iridsches Phänomen ausgerichtet.
Der Bhakti-Pfad, der diese Gottheiten einbezieht, entwickelte sich mit der Bhakti-Bewegung, die etwa Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. in Tamil Nadu in Südindien ihren Ursprung hatte. Die Bewegung wurde von den Saiva Nayanars und den Vaishnava Alvars angeführt. Ihre Ideen und Praktiken inspirierten die Bhakti-Dichtung und -Verehrung in ganz Indien vom 12. bis zum 18. Jahrhundert n. Chr. Der Bhakti-Pfad ist Bestandteil der religiösen Praxis im Vaishnavismus, Shivaismus und Shaktismus.
Yoga
Der Begriff Yoga wird im Westen hauptsächlich mit den sehr bekannt gewordenen Körperübungen (Asana) des Hata-Yoga in Verbindung gebracht. Traditionell wurde der Begriff Yoga in der Bhagavad Gita eingeführt und beschreibt eine spirituelle Disziplin, die in der Bhagavad Gita ausführlich (zusammen mit Jnana- und Karma-Yoga) beschrieben wird. Das Ziel im traditionellen Sinn ist die Befreiung (Moksha) von Bindungen und die Vereinigung mit dem höchsten Göttlichen.
Yoga: Hindust. yoga, aus aind. yṓga- ‘Anschirrung, Unternehmung, geistige Sammlung’, von daher auch eine philosophische Lehre (zur Wurzel ie. *i̯eu- ‘verbinden, anschirren’, s. Joch), wird im 20. Jh. (vielleicht über engl. frz. Vermittlung, vgl. engl. frz. yoga) ins Dt. übernommen. Yoga indisches philosophisches System, das durch Anspannung der geistigen Kräfte in Versenkung und Kontemplation mit Hilfe von Körperbeherrschung und Askese zur Erlösung der Seele führen will.
Der Begriff Yoga bedeutet wörtlich „Vereinigung, Joch“ und bezeichnet in diesem Kontext einen Weg oder eine Praxis zur „Erlösung, Befreiung“. Das hier gemeinte Yoga ist die „Vereinigung“ des Atman (wahren Selbst) mit dem Konzept des Höchsten Brahman (wahren Wirklichkeit).
Rudolf Steiner (1861 – 1925, Begründer der Anthroposophie) spricht in seinem Vortrag “Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe” über die drei Geistesströme, die als spirituelle Wege in der Bhagavad Gita aufgezeigt werden. Yoga beschreibt er als einen aktiven seelischen Weg, der die seelische Entwicklung zu immer höheren Stufen führt: “Anders wiederum ist jene Geistesströmung, die zu uns herüberspricht als der Yoga. Er geht auf das Seelische selbst, unmittelbar auf dieses Seelische und sucht Mittel und Wege, die Seele zu ergreifen im unmittelbaren geistigen Leben, so daß die Seele aufsteigt von dem Punkt, wo sie steht in der Welt, zu immer höheren und höheren Stufen seelischen Seins. […] “
In neueren zeitgemäßen, spirituellen Yogawegen wie z.B. Neuer Yogawille (Begründer Heinz Grill 1960), oder Integraler Yoga (Begründer Sri Aurobindo 1872 -1950), wird der Begriff Yoga ebenfalls für eine spirituelle Disziplin verwendet. Die Zielsetzung allerdings hat sich im Laufe der Zeit erweitert so dass, vor allem die Bewusstseinsentwicklung zu universalen Werten und die soziale Integration dieser in das Leben, angestrebt wird.
Heinz Grill schreibt, dazu: “[…] Der Yoga selbst ist vielmehr eine innere, wachsende Bewusstseinshaltung des Individuums; er ist im genauen Sinne sogar mehr der nach langer Erfahrung entwickelte Reifeschritt des Bewusstseins zur progressiven, spirituellen und universalen Entwicklung einer Weisheit und Liebe, die sich den höheren Welten zunehmend annähert und diese in das Leben integriert. […]”
Einzelnachweise
Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel Bhakti yoga aus der freien Enzyklopädie en.wikipedia.org und steht dort unter der Lizenz Creative-Commons Namensnennung-ShareAlike 4.0 International. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren einsehbar.
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