Jnana-Yoga

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Der Mensch im Geiste
(Zeichnung von Rudolf Steiner)

Jnana-Yoga, auch bekannt als Jnana-Marga, ist der „Weg des Wissens“ oder „Weg der Selbsterkenntnis“, der durch die Aktivität von Hingabe (Bhakti) und Studium zu einem ausgewählten Objekt realisiert wird. Jnana-Yoga ist einer der drei klassischen Yogawege, die in der Bhagavad Gita beschrieben werden und von Krishna zu Arjuna gelehrt wurden.

In den traditionellen Yoga-Wegen wird Jnana-Yoga geübt, um die Einheit des persönlichen Selbst (Atman) mit dem universalen Selbst (Brahman) wiederzufinden. Dieses Wissen, das zur Zeit der Veden teilweise bei den Menschen noch intuitiv vorhanden gewesen war, ist im Laufe der Zeit verloren gegangen. Jnana-Yoga ist eine spirituelle Disziplin, die nach universaler Erkenntnis strebt.

Es ist der Weg zur Erkenntnis des geistigen Kräftewirkens, das hinter allen Sinneserscheinungen liegt. Dieses Wissen, das sich aus dem Erkenntnisvorgang dem Übenden erschließt, gründet sich auf eine eigenständige und bewusste Erfahrung und unterscheidet sich von dem sogenannten intellektuellen Wissen, das vielfach aus Informationen oder bereits vorgefertigten Ergebnissen und Begriffen besteht.

Durch Jnana-Yoga eröffnet sich zunehmend die Bewusstheit und das Wissen von der Verbindung zwischen der kosmisch-geistigen und irdischen Welt. Der Studierende erlebt sich dabei wach, konzentriert und in Beziehung zu beiden Welten. Diese Entwicklung wird in der geistigen Schulung als die Entwicklung des Herzzentrums oder in der Anthroposophie auch als „Herzdenken“ bezeichnet.

Etymologie

Jnana (Sanskrit ज्ञान, IAST jñāna), manchmal auch als gyaan oder gnan transkribiert, bedeutet übersetzt „(höheres) Wissen“.[1] Die Wurzel jna- ist verwandt mit dem englischen Wort know sowie mit dem griechischen γνώ- (wie in γνῶσις gnosis). Ihr Antonym ist Ajnana, deutsch „Unwissenheit“.[2]

Zur Etymologie des Begriffs Yoga siehe das entsprechende Kapitel im Artikel Bhakti-Yoga.

Definition

Jnana ist Wissen und bezeichnet jedes kognitive Ereignis, das sich über die Zeit als richtig und wahr erweist. Es bezieht sich insbesondere auf Wissen, das untrennbar mit der Gesamterfahrung seines Gegenstandes verbunden ist, insbesondere über die Realität (nicht-theistische Schulen) oder ein höchstes Wesen (theistische Schulen).[2] Im Hinduismus ist es das Wissen, das die spirituelle Befreiung, zu Lebzeiten (Jivanmukti) oder nach dem Tod (Videhamukti), ermöglicht.[3]

Jnana-Yoga (Sanskrit ज्ञानयोग, IAST jñānayoga), auch bekannt als Jnana-Marga (Sanskrit ज्ञानमार्ग, IAST jñānamārga), ist einer der drei klassischen Wege für Moksha (Sanskrit मोक्ष, IAST mokṣa, „Befreiung, Freiheit, Erlösung“), beschrieben in der Bhagavad Gita, die den „Weg des Wissens“ oder den „Weg der Selbsterkenntnis“ betont.[4] Die beiden anderen Wege sind Karma-Yoga (Weg des Handelns) und Bhakti-Yoga (Weg der liebevollen Hingabe an einen persönlichen Gott).[5] In modernen Klassifikationen wird der Raja-Yoga der als „Klassischer Yoga“ bezeichnet wird, als vierte Art aufgeführt. Diese Erweiterung wurde von Swami Vivekananda eingeführt.[6]

Jnana-Yoga ist eine spirituelle Praxis, die durch Fragen wie „Wer bin ich?“ und „Was bin ich?“ nach Erkenntnis strebt.[7] Der Praktizierende studiert üblicherweise unter Anleitung eines Gurus, meditiert, reflektiert und erlangt befreiende Einsichten über das Wesen des eigenen Selbst (Atman, Seele) und dessen Beziehung zum metaphysischen Konzept Brahman im Hinduismus.[8]

Laut Jones und Ryan ist Jnana im Kontext des Jnana-Yoga besser als „Erkenntnis“ oder „Gnosis“ zu verstehen und bezeichnet einen „Studienweg“, auf dem man die Einheit zwischen dem Selbst und der höchsten Wirklichkeit, im Hinduismus Brahman genannt, erkennt. Diese Erklärung findet sich in den alten Upanishaden und der Bhagavad Gita.[9] Dies ist typisch für den Advaita Vedanta, wo Jnana die Erkenntnis der Identität von Jivatman und Brahman beinhaltet. Laut Bimal Matilal umfasst Jnana-Yoga im Advaita Vedanta sowohl die primäre als auch die sekundäre Bedeutung, nämlich „Selbstbewusstsein, Gewahrsein“ im absoluten Sinne und „intellektuelles Verständnis“ im relativen Sinn.[3] Während der zeitgenössische Advaita Vedanta und der Neo-Vedanta Meditation einbeziehen, stützte sich Adi Shankara allein auf die Einsicht, basierend auf dem Mahavakya. Die Mahavakyas sind die „Großen Aussagen“ der Upanishaden, wobei mahā „groß“ und vākya „Satz“ bedeutet.

Von diesen drei Wegen zur Befreiung sind Jnana-Marga und Karma-Marga die älteren und lassen sich bis in die vedische Literatur zurückverfolgen.[10] Alle drei Wege stehen jedem Suchenden offen und die Wahl hängt von Neigung, Begabung und persönlicher Präferenz ab.[11] Typischerweise praktizieren viele Hindus Elemente aller drei Wege in unterschiedlichem Maße.[12]

Der Weg der Erkenntnis ist für diejenigen bestimmt, die philosophische Reflexion bevorzugen. Er erfordert Studium und Meditation.[13]

Verschiedene Aspekte zum Begriff Wissen

Intuitives Wissen in der Zeit der Veden

Rigveda-Manuskript in Sanskrit

Die in vedischem Sanskrit verfassten Texte bilden die älteste Schicht der Sanskritliteratur und die ältesten Schriften des Hinduismus.[14] Sie gelten als Offenbarung der göttlichen Schau die ursprünglich mündlich (sruti) weitergegeben wurde.[15] Die Veden wurden erst nach 500 v. Chr. schriftlich festgehalten,[16] doch gelten aufgrund der Betonung der exakten Aussprache nur die mündlich überlieferten Texte als autoritativ.[17] Es gibt vier Veden: den Rigveda, den Yajurveda, den Samaveda und den Atharvaveda.[18]

Da die Zeit der Verkündigung der Veden weit zurückreicht, kann man davon ausgehen, dass zu dieser Zeit das Bewusstsein des Menschen und das Erleben seines Umfeldes noch anders waren. Hierzu schreibt aus geisteswissenschaftlicher Sicht Heinz Grill (* 1960), der Begründer des Neuen Yogawillens, dass es eine Zeit der kosmischen Mystik war, die den Menschen noch das Gefühl des Einsseins mit dem Kosmos natürlich erleben ließ:

„Es war eine Zeit der kosmischen Mystik, in der sich der Einzelne sehr stark als Teil eines Ganzen empfand. Er fühlte den Kosmos als seine Heimat und das irdische Dasein immer und unaufhörlich von kosmischen Impulsen getragen und geführt. Die Welt der Sinne war für ihn nur eine Widerspiegelung eines kosmischen Einflusses. […] Die Überlieferungen aus dieser Zeit des Veda sind auf unpersönliche Weise geschehen. […] Nicht ganz zu Unrecht kann man deshalb diese Zeit als eine Zeit des unpersönlichen und intuitiv lebendigen Wissens bezeichnen. Das Wort Veda leitet sich von vid, von Wissen ab. Es ist wie der wissende Weltenatem, der weisheitsvoll in der altindischen Kultur die Menschenseele belebte und ihr das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Ganzen bestätigte.“[19]

Rudolf Steiner benennt das Erleben der Welt bei den Menschen zur Zeit der Veden als „uraltes Hellsehen“:

„Wir müssen uns klar sein darüber, daß so, wie uns die Vedenphilosophie und so, wie uns die Sankhyaphilosophie entgegentritt, sie uns nur entgegentreten können, weil sie ausgestaltet sind in jenen alten Zeiten, in denen es noch ein uraltes Hellsehen gegeben hat, wenigstens bis zu einem gewissen Grade. […] Die Veden beruhen durchaus auf einer ursprünglichen, noch wie eine Naturanlage in der Urmenschheit vorhandenen Inspiration, waren eingegeben, ohne daß sozusagen der Mensch etwas anderes dazu tat, als daß er sich vorbereitete in seiner ganzen Wesenheit, die von selbst kommende göttliche Inspiration ruhig und gelassen in seinem Inneren zu empfangen.“[20]

Wissen in unserer heutigen Zeit unterscheidet sich von diesem intuitiven Wissen zur Zeit der Veden. Allgemein erhalten wir unser Wissen aus den Lehrbüchern oder von Informationen, die übernommen und gelernt werden.

Intellektuelles Wissen – Tieferes Wissen

In seinem Buch „Haben oder Sein“ unterscheidet Erich Fromm (1900–1980) das von ihm so genannte „Ich habe Wissen“, das sich nach seiner Sichtweise hauptsächlich als Habenwissen auf Informationen und übernommenes intellektuelles Wissen bezieht, von einem „Ich weiß“, das nach ihm ein tieferes Wissen durch die eigenständige Annäherung des Menschen zur Wahrheit anstrebt:

„Wissen bedeutet nicht, im Besitz von Wahrheit zu sein, sondern durch die Oberfläche zu dringen und kritisch und tätig nach größerer Annäherung an die Wahrheit zu streben. […] Das höchste Ziel der Existenzweise des Seins ist tieferes Wissen, in der Existenzweise des Habens jedoch mehr Wissen.“[21]

Für Sri Aurobindo ist das Wissen, das nur aus dem Erforschen der äußeren Erscheinungen entsteht, trügerisch:

„Was der Mensch Wissen nennt, ist nichts anderes als die Hinnahme trügerischer Erscheinungsformen durch den Verstand. Weisheit blickt hinter den Schleier und schaut. Der Verstand erfaßt Einzelheiten und wägt sie gegeneinander ab. Er trennt die Gegensätze, die die Weisheit in harmonischer Ehe vereint.“[22]
Albert Einstein, Porträtfotografie von 1921

Albert Einstein (1879–1955) verweist darauf, dass sich die Gebiete von Religion und Wissenschaft ergänzen und sogar gegenseitig brauchen. Das Religiöse zeige sich im Streben nach Wahrheiten und Begreifen, die Wissenschaft zeigt Methoden und Mittel für das Forschen auf:

„Wenn die Gebiete von Religion und Wissenschaft an sich sauber getrennt sind, so bestehen doch zwischen beiden starke Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten. Wenn die Religion es ist, die Ziele setzt, so hat sie doch von der Wissenschaft im weitesten Sinn erfahren, welche Mittel zur Erreichung der von ihr gesetzten Ziele beitragen können. Wissenschaft aber kann nur geschaffen werden von Menschen, die ganz erfüllt sind von dem Streben nach Wahrheiten und Begreifen. Diese Gefühlsbasis aber entstammt der religiösen Sphäre. Hierher gehört auch das Vertrauen in die Möglichkeit, die in der Welt des Seienden geltenden Gesetzmäßigkeiten seien vernünftig, das heißt durch die Vernunft begreifbar. Ohne solchen tiefen Glauben kann ich mir einen wirklichen Forscher nicht vorstellen. Man kann den Sachverhalt durch ein Bild ausdrücken: Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“[23]

Ein Beispiel für ein tieferes Wissen, das selbstständig errungenen wurde (Jnana), lebte in Thomas von Aquin. Mit seiner methodisch-dialektischen Vorgehensweise, die zur Zeit der Scholastik (ca. 11.–14. Jh.) üblich war, wusste er tief und lebendig von der Einheit des Menschen mit den geistigen Welten:

„Nun gibt es auch im Westen großartige philosophisch-theologische Schilderungen und Abhandlungen, wie etwa von Thomas von Aquin als einem herausragenden Beispiel der Scholastik. Er lehnte sich an die Philosophie von Aristoteles sehr nahe an und brachte den rein geistigen Realismus von Platon, der noch ganz in der übergeordneten Wirklichkeit lebte, zu einer bereits konkreteren und praktischen philosophischen Argumentation. […] Er bemerkte durch seine sich entwickelnde Argumentation, dass der Funke Gottes überall in jeder Zelle des Leibes ist, und dass er auch in jedem Atemzug des Bewusstseins lebt. Es erkannte dieser heilige Philosoph die göttliche Immanenz und gleichzeitige Transzendenz, also das, was inniglich ist, geheimnisvoll inniglich, und das was jenseitig, unendlich, aber auch wieder in allem vorhanden ist. Er erkannte es im Körper, im Bewusstsein und überall im ganzen Universum. So realisierte er auf eine methodisch-dialektische Weise das Wirken des Geistes, das der sensible Betrachter als die Gnadengabe des Christentums erahnt. Thomas von Aquin konnte somit eine Einheit von Leib, Seele und Geist unmittelbar charakterisieren und definieren.“[24]

Wissen um die Weltengesetze durch die Weiterentwicklung des Herzens zum Erkenntnisorgan

Zusammenhang zwischen physischem und ätherischem Herzen, Skizze von Rudolf Steiner

Nach den Forschungen von Rudolf Steiner (1861–1925), dem Begründer der Anthroposophie, trägt das heutige Herz die Anlage in sich, in der Menschheitsentwicklung ein Erkenntnisorgan zu werden und hierin den Kopf mit dem Gehirn zu ersetzen. Es wird dadurch nach seinen Worten eine Erkenntnis möglich sein, die warm und innig ist. Im heutigen Herzen liegt die Anlage, tiefe und zugleich machtvolle Blicke in die Welt zu tun:

„In der Zukunft wird der Mensch in einem viel intimeren Zusammenhange mit der Weltgesetzlichkeit stehen als gegenwärtig. Und der Geheimschüler nimmt diese Intimität in der Entwickelung voraus. Der Kopf mit dem Gehirn ist nur ein Übergangsorgan der Erkenntnis. Das Organ, welches die eigentlich tiefen und zugleich machtvollen Blicke in die Welt tun wird hat seine Anlage in dem gegenwärtigen Herzen. Aber wohlgemerkt: die Anlage zu diesem Organ ist im heutigen Herzen. Um Erkenntnisorgan zu werden, muß sich das Herz noch in der mannigfaltigsten Weise umbilden. Aber dieses Herz ist der Quell und Born zur Menschheitsstufe der Zukunft. Die Erkenntnis wird dann, wenn das Herz ihr Organ sein wird, warm und innig sein, wie heute nur die Gefühle der Liebe und des Mitleids sind. Aber diese Gefühle werden aus der Dumpfheit und Dunkelheit, in der sie heute nur tasten, sich zu der Helligkeit und Klarheit hindurchringen, welche heute erst die feinsten, logischen Begriffe des Kopfes haben.“[25]

In seinem Buch Die Philosophie der Freiheit macht Rudolf Steiner deutlich, dass mit dem „Herzdenken“ nicht ein emotionales Denken gemeint ist, da „der Gedanke der Vater des Gefühls“ ist. „Der Weg zum Herzen geht durch den Kopf.“[26]

Ein Wissen, das sich als tiefe Empfindung im Herzen gründet, unterscheidet sich vom rein intellektuellen übernommenen Wissen, da es als persönliche Erfahrung unmittelbar erlebt wird. Die Meditation (Bhakti), von Rudolf Steiner mit dem „andächtigen Aufblicken“ zu den geistigen Welten bezeichnet, führt zu Jnana und eröffnet dem Menschen wieder die Erkenntnisse zu den tiefen Geheimnissen des Lebens:

„Damit du aber dieses Seelisch-Geistige selber erleben kannst, damit du dieses Seelisch-Geistige in dir und um dich und vereint mit dir empfinden und erleben kannst, mußt du die schlummernden Kräfte in deiner Seele entwickeln, mußt du dich hingeben dem Yoga, der beginnt mit dem andächtigen Aufblicken zu dem seelisch-geistigen Element des Daseins und der durch Anwendung bestimmter Übungen hinführt zur Entwicklung der schlummernden Kräfte, so daß der Schüler von Stufe zu Stufe durch den Yoga aufsteigt. Andächtiges Verehren des Geistig-Seelischen, das ist der andere Weg, der die Seele selber vorwärts leitet; zu dem leitet, was als Geistiges hinter den wandelnden Formen in Einheit lebt, was einstmals der Veda verkündigt hat durch gnadenvolle Erleuchtung, was die Seele wiederfinden wird durch den Yoga als das, was hinter allem Wandel der Formen zu suchen ist.“[27]

Für Rudolf Steiner ist einerseits die Ausprägung des verstandesmäßigen Denkens in der physischen Welt wichtig, andererseits ist aber eine weitere Entwicklung des Denkens notwendig, das sich im unmittelbaren Erfassen der höheren Welten zeigt. Dazu muss der Mensch die gewohnte irdische Logik übersteigen. Trotzdem solle man sich der gewöhnlichen Logik nicht „entschlagen“, da diese die Entwicklung eines Verantwortungsgefühls gegenüber Wahrheit und Unwahrheit ausbildet:

„So notwendig es ist – das ist ja schon betont worden –, daß man zuerst durch die Schulung eines guten, vernünftigen Denkens hindurchgeht, wo man erst die Dinge begreifen gelernt hat, bevor man aufsteigt zu höheren Welten, so notwendig ist es, daß man über dieses gewöhnliche Denken sich wiederum erhebt zu einem unmittelbaren Erfassen. Und gerade weil das so notwendig ist, daß man unmittelbar erfassen lernt in der höheren Welt, muß man auf der andern Seite jene logische Grundlegung vornehmen. Man muß sie aus dem Grunde vornehmen, weil man sonst mit seinen Gefühlen und Empfindungen ganz sicher irren würde. Man ist nicht fähig, in der höheren Welt zu urteilen, wenn man das gewöhnliche verstandesmäßige Denken da hinaufträgt; man ist nicht fähig, in der höheren Welt zu urteilen, wenn man nicht erst in der physischen Welt ausgebildet hat das verstandesmäßige Denken. Es finden manche Menschen allerdings vielleicht einen Grund, aus der Eigentümlichkeit des höheren Denkens, des Herzdenkens heraus, sich der gewöhnlichen Logik überhaupt ganz zu entschlagen. Sie sagen, da man die gewöhnliche Logik des physischen Planes doch wieder vergessen müsse, so brauche man sie ja nicht erst zu lernen. – Dabei wird aber außer acht gelassen, daß man ein anderer Mensch wird, wenn man das logische Denken auf dem physischen Plan als Schulung, als Übung durchgemacht hat. Nicht um mit diesem Denken die höheren Welten zu begreifen, macht man es durch, sondern um aus sich selber einen anderen Menschen zu machen. Man erlebt ja auch an dem logischen Denken etwas. Man erlebt an dem logischen Denken vor allen Dingen eine Art von Gewissen. Es gibt eine Art logischen Gewissens, und wenn man dieses ausbildet, dann bekommt man in seiner Seele ein gewisses Verantwortungsgefühl gegenüber Wahrheit und Unwahrheit, und ohne dieses Verantwortungsgefühl gegenüber Wahrheit und Unwahrheit ist nicht viel anzufangen in den höheren Welten.“[28]

Wissen im Sinne von universalen Empfindungen

Jnana-Yoga ist nach Heinz Grill ein Ergebnis von Hingabe (Bhakti-Yoga) und Studium. Aus dieser Aktivität entsteht mit der Zeit durch tiefe Empfindungen eine Verwandlung des Herzens:

„Jnana-Yoga ist das Wissen als Resultat aus der Hingabe und dem Studium oder die Verwandlung des Herzens mit seinen äußeren Gefühlen zu tiefen universalen Empfindungen.“[29]

Zur Entwicklung des Herzzentrums als empfindsames Erkenntnisorgan benötigt der Mensch Ausdauer im Studium mit universalen Gedanken und die wiederholte Hinwendung zum Objekt. Der Gedanke wird in seiner Originalität konkret gedacht, so dass darauf folgend die tiefe Empfindung dieser universalen Kraft entsteht und zur seelischen Mitte des Studierenden wird. Ein kosmischer Rhythmus liegt nach Heinz Grill diesem seelischen Vorgang inne:

Die Monade des Gedankens

Der Gedanke wird gedacht
im Glauben inniglich bewahrt
in konsequentem Rhythmus zart
12 Tage bleibe ich in des Gedankens Gegenwart

Nach drei Tagen erwacht ein neues Fühlen
Nach sechs Tagen erstrahlt
eine verstehende Sonnenliebe
Nach zwölf Tagen weiß mein Herz

»Ich bin nun der Gedanke selbst«[30]

Praktische Hinweise

Ein wesentlicher Bereich, um Jnana zu realisieren, ist das Studium von universalen Gesetzmäßigkeiten. In der Seelenübung Die Arbeit mit dem Wort und der Aufbau von Ätherkräften von Heinz Grill, finden sich für das Studium von spirituellen und anspruchsvollen Schriften Beschreibungen über die Bedeutung des aktiven Lesens, weiterhin über das stille Beziehungsverhältnis des Lesers zur Seele des Autors und über die methodische Vorgehensweise beim Studieren von Schriften. Der Leser wird zur „Kunst des Lesens“ geführt, die lebenskräfteerbauend ist:

„Die Arbeit mit Wort und Text in einem anregenden und stärkenden Sinn kann als eine große, sogenannte Äther erzeugende, das heißt Lebenskraft spendende Kunst betrachtet werden.”[31]

Für die praktische Vorgehensweise ist es günstig, so beschreibt es der Autor, einige wenige Absätze zu lesen und nach einer kurzen Zeit die zentralen Gedanken wieder in einer besinnlichen Rückschau zu rekonstruieren um dann die Frage nach der Logik des Textes hinzuzunehmen.

!!! Anmerkung: Wir haben nun insgesamt eine große Anzahl von Zitaten (auch von Heinz Grill). Deswegen plädiere ich dafür, deinen ursprünglichen Plan umzusetzen, die Gedanken mit eigenen Worten darzustellen. Bitte zusammenhängender Text ohne ... !!!

„Nehmen Sie die wesentlichen Gedanken sehr sorgfältig in die vorstellende Bewusstheit. … Lesen Sie erneut die gleichen Absätze und überprüfen Sie ihre Erinnerung nach der Richtigkeit. Welche Gedankenlogik lebt in der Schrift? … Bilden Sie sich eine Vorstellung in möglichst genauer Anlehnung an die zentralen Gedanken des Textes und stellen Sie sich die Frage: Was will der Autor mit diesen Sätzen aussagen? Was bildet den Hauptgedanken? Wie sind die Gedanken aneinandergereiht? Befinden sie sich in einer Logik? … Überprüfen Sie durch sorgfältige Innen- und Außenschau Ihre Eindrücke und horchen Sie bewusst auf die stille Kommunikation, die mit den Gedanken entsteht. … Lässt sich das Motiv, das der Autor im Text ausdrückt, einigermaßen erfassen? … Die Absicht, die den Worten zugrunde liegt, spricht sich meist in jener Art aus, wie die Sätze in ihrer Logik aufgebaut sind. … Auf diese Weise können Sie ein anspruchsvolles Werk abschnittweise erarbeiten, die Motive des Autors ergründen, sie in ihrem Wert akzeptieren oder sie im Bedarfsfall, wenn nötig, zurückweisen. … Es kann eine Empathie und ein freies Erleben des Wortes mit der Arbeit an Texten entstehen und wenn Sie sich wirklich in der Anschauung der geschriebenen Worte üben, so werden Sie in jedem Fall freischaffend wirken und ein Taktgefühl entwickeln. Sie werden über das Lesen und Arbeiten mit Texten Ätherkräfte erzeugen.”[32]

Bhagavad Gita

In der Bhagavad Gita wird Jnana-Yoga auch als „Buddhi-Yoga“ bezeichnet und sein Ziel ist die Selbsterkenntnis.[33] Der Text betrachtet Jnana Marga als den schwierigsten, langsamsten und verwirrendsten Weg für diejenigen, die ihn bevorzugen, da er sich mit der „formlosen Wirklichkeit“ befasst. Es ist der Weg, den intellektuell orientierte Menschen tendenziell bevorzugen.[34]

Das 4. Kapitel der Bhagavad Gita ist der allgemeinen Darlegung des Jnana-Yoga gewidmet, während die Kapitel 7 und 16 seine theologischen und axiologischen Aspekte behandeln.[35] Krishna sagt, dass Jnana das Reinste sei und die Entdeckung des eigenen Atman.

„Nichts in der Welt ist an Reinheit der Erkenntnis gleich. Der Mensch, der im Yoga zur Vollkommenheit gelangt ist, findet sie im Verlauf der Zeit von selbst im Selbst.“
    – Bhagavad Gita 4,38[36]

Upanishaden

In den Upanishaden zielt Jnana-Yoga auf die Erkenntnis der Einheit des individuellen Selbst (Atman) und des höchsten Selbst (Brahman) ab. Diese Lehren finden sich in den frühen Upanishaden. Laut Chambliss behandeln die mystischen Lehren dieser Upanishaden den „Weg der Selbsterkenntnis“, eine Einheit, die Erkenntnis, dass das Selbst (Atman) und Brahman logisch aifeinander bezogen sind.[37]

Die Lehren der Upanishaden wurden auf verschiedene Weise interpretiert, von nicht-theistischem Monismus bis hin zu theistischem Dualismus. Im ersteren Fall sind Rituale nicht notwendig, und der Weg der Selbstreflexion und Meditation wird für die korrekte Selbsterkenntnis (Jnana) betont. Im letzteren Fall steht die vollständige und korrekte Erkenntnis eines Vishnu-Avatars, Shivas oder Shaktis (Göttin) im Vordergrund. In all ihren verschiedenen Interpretationen schließen sich die Wege nicht zwangsläufig gegenseitig aus. Ein „Jnana-Yogi“ kann auch Karma-Yoga oder Bhakti-Yoga oder beides praktizieren und dabei unterschiedliche Schwerpunkte setzen. [38]

Laut Robert Roeser wurden die Lehren des Jnana-Yoga im Hinduismus wahrscheinlich um 500 v. Chr. systematisiert, also früher als Karma-Yoga und Bhakti-Yoga.[39]

Traditionen

Der Advaita-Philosoph Adi Shankara maß dem Jnana-Yoga aufgrund der „Erkenntnis des Absoluten“ (Brahman) höchste Bedeutung bei, während der Vishishtadvaita-Kommentator Ramanujar Wissen lediglich als Bedingung der Hingabe betrachtete.[40]

Klassisches Advaita Vedanta

Verhaltensweisen

Der klassische Advaita Vedanta betont den Weg des Jnana-Yoga zur Erlangung von Moksha. Er besteht aus vierfachen Haltungen oder Verhaltensqualifikationen:[41]

  1. Unterscheidung (nityānitya vastu viveka, नित्यानित्य वस्तु विवेकम् oder einfach viveka) – Die Fähigkeit, richtig zwischen dem Unveränderlichen, Dauerhaften, Ewigen (nitya) und dem Veränderlichen, Vergänglichen, Vorübergehenden (anitya) zu unterscheiden.
  2. Leidenschaftslosigkeit der Früchte (ihāmutrārtha phala bhoga virāga, इहाऽमुत्रार्थ फल भोगविरागम् oder einfach vairagya) – Die leidenschaftslose Gleichgültigkeit (vairagya) gegenüber den Früchten oder dem Genuss von Objekten (artha phala bhoga) oder gegenüber den anderen Welten (amutra) nach der Wiedergeburt.
  3. Sechs Tugenden (śamādi ṣatka sampatti, शमादि षट्क सम्पत्ति) oder einfach satsampat):
    1. śama – Mäßigung des Geistes
    2. dama – Mäßigung der Sinnesorgane (freiwillige Selbstbeherrschung)
    3. uparati – Rückzug des Geistes von Sinnesobjekten
    4. titikṣa – Nachsicht
    5. śraddhā – Glaube
    6. samādhāna – Konzentration des Geistes
  4. Antrieb, Sehnsucht (mumukṣutva, मुमुक्षुत्वम्) – intensive Sehnsucht nach mokṣa aus dem Zustand der Unwissenheit[42]

Praktiken

Jnana-Yoga für Advaitins besteht aus drei Übungen:

  • sravana – Hören
  • manana – Denken
  • nididhyāsana – Meditation

Diese dreistufige Methodik hat ihre Wurzeln in den Lehren von Kapitel 4 der Brihadaranyaka Upanishad:[43]

  • sravana bedeutet wörtlich Hören und bezeichnet im weitesten Sinne Wahrnehmung und Beobachtung, die typischerweise von einem Berater oder Lehrer (Guru) unterstützt werden, wobei der Advaitin zuhört und die Ideen, Konzepte, Fragen und Antworten bespricht.
  • manana bezeichnet das Nachdenken über diese Diskussionen und das Nachdenken über die verschiedenen Ideen, die auf svādhyāya und sravana basieren.
  • nididhyāsana bezeichnet Meditation, die Erkenntnis und die daraus resultierende Überzeugung von den Wahrheiten, der Nicht-Dualität und einen Zustand, in dem Denken und Handeln, Wissen und Sein verschmelzen.

Man glaubt, dass diese Praktiken – unter Anleitung eines Gurus – zu korrektem Wissen führen, welches Avidya, also psychologische und wahrnehmungstechnische Irrtümer in Bezug auf Atman und Brahman, beseitigt.[44]

Shivaismus

Sowohl der theistische als auch der monistische Zweig des Shivaismus beinhalten Ideen des Jnana-Yoga, ebenso wie jene des Karma-Yoga und, im Falle des Saiva Siddhanta, jene des Bhakti-Yoga. Die shivaitischen Traditionen sehen Entsagung nicht als Voraussetzung für die Praxis des Jnana-Yoga an, sodass ein asketischer Yogi-Lebensstil optional ist. Spiritualität kann laut shivaitischer Tradition parallel zum aktiven Leben (Karma) praktiziert werden und dies beeinträchtigt nicht den Weg zur Selbsterkenntnis (zur Erkenntnis Shivas in uns). Die Traditionen betonen diese Integration von Karma-Yoga und Jnana-Yoga, indem sie beispielsweise freiwilliges und nicht notwendiges tägliches Verhalten und Handeln spirituell höher einstufen als impulsives oder erzwungenes.[45]

Die dem Advaita Vedanta ähnlichen Methoden von Sravana, Manana und Nididhyasana finden sich auch in verschiedenen Traditionen des Shaivismus. In der Shaiva-Methodik wird jedoch manchmal nistha oder samadhi hinzugefügt. Die meditativen Aspekte des Shaivismus konzentrieren sich auf die Nirguna-Form der Höchsten Realität (Shiva).[46]

Vaishnavismus

Die Pancharatra-Texte (agama) des Vishnuismus sind zusammen mit seiner Bhagavata-Tradition (Krishna, Rama, Vishnu) stark von den Jnana-Yoga-Ideen der Upanishaden beeinflusst. Der Vishnuismus integriert jedoch auch Bhakti-Yoga-Konzepte der liebevollen Hingabe an das vom Gläubigen persönlich gewählte höchste Göttliche in Form eines Saguna, sowohl in stiller Meditation als auch in musikalischen Ausdrucksformen.[46]

Das Ziel des Jnana-Yoga im Vishnuismus unterscheidet sich von dem anderer Schulen. Advaita beispielsweise betrachtet Jnana-Yoga als den Weg zur nichtdualen Selbsterkenntnis und zu Moksha. Der Vishnuismus hingegen sieht darin eine Bedingung der Hingabe.[47]

Shaktismus

Die shakeskatologische Literatur über die Göttin, wie beispielsweise das Kularnava Tantra, hebt den Weg des Jnana (Erkenntnisweg) als wichtig für die Befreiung hervor. Sie unterscheidet zwischen zwei Arten von Jnana: Wissen aus den Agama-Texten und viveka (Einsicht). Die shakeskatologische Literatur fügt hinzu, dass beide zur Erkenntnis Brahmans führen, wobei Jnana in Form von Klang (shabdabrahman) vorliegt, während die innere Einsicht die höchste Wahrheit (parabrahman) darstellt.[48]

Einige Shakta-Texte, wie die Sita Upanishad, verbinden Yoga der Handlung und des Wissens als Weg zur Befreiung. Die Devi Gita, ein klassischer Text des Shaktismus, widmet Kapitel 4 dem Jnana-Yoga und erklärt, dass ein Jnana-Yogi versteht und erkennt, dass es keinen Unterschied zwischen der individuellen Seele und sich selbst als dem höchsten Selbst gibt.[49]

Zukunftsweisende Hypothese

Hingabe (Bhakti-Yoga) und Studium führen zu Jnana-Yoga, dem tiefen erfahrenen Wissen. Das Bewusstsein von der Verbindung zwischen Geist, Kosmos und irdischer Welt befreit den Menschen aus dem Erleben des Getrenntseins. Dieses Wissen, das zur Zeit der Veden noch intuitiv zugänglich war, ist jetzt für den Menschen eine bewusste Erfahrung oder Erkenntnis, die er kommunizieren und auch in seinen Arbeiten zum Ausdruck bringen kann. Die Entwicklung des Herzzentrums, die mit dem Erkenntnisvorgang einhergeht, wird für die Zukunft eine große Bedeutung für den Menschen haben.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Suchergebnisse für „jJAna“. In: learnsanskrit.cc. Abgerufen am 29. April 2026 (englisch).
  2. 2,0 2,1 jnana. In: Britannica. Abgerufen am 29. April 2026 (englisch).
  3. 3,0 3,1 Bimal Krishna Matilal: Jnana. In: Lindsay Jones (Hrsg.): MacMillan Encyclopedia of Religions. MacMillan, 2005.
  4. James G. Lochtefeld: The Illustrated Encyclopedia of Hinduism. A–M. The Rosen Publishing Group, 2002, ISBN 978-0-8239-3179-8, S. 93–94.
  5. Klaus K. Klostermaier: Eine Übersicht über den Hinduismus. 3. Auflage. 2007, State University of New York Press, ISBN 978-0-7914-7082-4, S. 119–120.
  6. Elizabeth De Michelis: A History of Modern Yoga. Continuum, 2005.
  7. Richard Dewey Mann: The Light of Consciousness: Explorations in Transpersonal Psychology. State University of New York Press,1984, ISBN 978-0-87395-905-6, S. 21–25.
  8. Stephen Phillips: Yoga, Karma, and Rebirth: A Brief History and Philosophy. Columbia University Press, 2009, ISBN 978-0-231-14485-8, S. 178–182.
  9. Constance Jones, James D. Ryan: Encyclopedia of Hinduism. Infobase Publishing, 2006.
  10. Jeaneane D. Fowler: Perspectives of Reality. An Introduction to the Philosophy of Hinduism. Sussex Academic Press, 2002, ISBN 978-1-898723-93-6, S. 48.
  11. M. V. Nadkarni: The Bhagavad-Gita for the Modern Reader: History, interpretations and philosophy. Taylor & Francis, 2016, ISBN 978-1-315-43898-6, S. 45–46.
  12. Jeaneane D. Fowler: The Bhagavad Gita: A Text and Commentary for Students. Sussex Academic Press, 2012, ISBN 978-1-84519-346-1, S. xxvii, xl-xliv.
  13. Yuvraj Krishan: The Doctrine of Karma: Its Origin and Development in Brāhmaṇical, Buddhist, and Jaina Traditions. Bharatiya Vidya Bhavan, 1997, ISBN 978-81-208-1233-8, S. 112–114.
  14. Jai Krishna Ponnappan, Kiran Atma: Die Veden. Eine Einführung in die alten Schriften des Hinduismus. Amazon Digital Services LLC, Kdp, 2023, ISBN 9798859779604. (Online bei Google Books)
  15. Vaman Shivaram Apte: The Practical Sanskrit-English Dictionary. 4. durchgesehene und erweiterte Ausgabe. Motilal Banarsidass, Delhi 1965, ISBN 978-81-208-0567-5.
  16. Gavin Flood (Hrsg.): The Blackwell Companion to Hinduism. Malden, Massachusetts 2003, ISBN 978-1-4051-3251-0, S. 69.
  17. Barbara A. Holdrege: Veda and Torah: Transcending the Textuality of Scripture. SUNY Press, 1996, ISBN 978-0-7914-1639-6, S. 345.
  18. Gavin Flood: Einführung in den Hinduismus. 1996, Cambridge University Press, ISBN 978-0-521-43878-0, S. 35–39.
  19. Heinz Grill: Erkenntnisgrundlagen zur Bhagavad Gita. Stephan Wunderlich Verlag, 2024, ISBN 978-3-948803-18-6, S. 21.
  20. Rudolf Steiner: Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe. GA 142. 4. Auflage. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1982, ISBN 3-7274-1420-0, S. 19. (Online)
  21. Erich Fromm: Haben oder Sein. dtv, München, ISBN 978-3-423-34234-6, S. 59.
  22. Sri Aurobindo: Das Abenteuer des Denkens, Patmos Verlag Düsseldorf, ISBN 3-491-72158-X, S. 6.
  23. Albert Einstein: Worte in Zeit und Raum. Herder, Freiburg im Breisgau, 1991, ISBN 3-451-22398-8, S. 88–89.
  24. Heinz Grill: Erkenntnisgrundlagen zur Bhagavad Gita. S. 36.
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